Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Frielendorf mit Ortsteil Siebertshausen (Schwalm-Eder-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

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Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
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Zur Geschichte der Synagoge   
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Frielendorf bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/39. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts zurück. Ein erster Nachweis für einen jüdischen Einwohner am Ort liegt aus dem Jahr 1587 vor, wonach 'Jakob der Jude' zu Frielendorf sich auf Grund eines Schutzbriefes von Landgraf Wilhelm IV. (Hessen-Kassel) in Frielendorf niederlassen konnte. Weitere Belege für Juden in Frielendorf gibt es erst wieder aus der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg (seit 1668): namentlich genannt werden seit 1673 der Jude Bonus zu Frielendorf, seit 1681 David zu Frielendorf, seit 1694 Moses. 1710 wird Jacob Hechst (Höxter) als Hausbesitzer in Frielendorf erwähnt. 1744 gab es drei jüdische Familien am Ort: Ephraim Höxter (handelte mit Kurz- und Ellenwaren), Jacob Höxter und Jacob Levi (beide handelten mit Vieh).    
   
Von einer kleinen jüdischen Gemeinde kann man seit Mitte des 18. Jahrhunderts sprechen: 1749 bestanden die drei genannten jüdischen Familien aus insgesamt 22 Personen, zu denen noch sieben Knechte und Mägde gehörten. Frielendorf entwickelte sich damals, unter anderem durch die vier durchgeführten Jahrmärkte, zu einem attraktiven Marktflecken, der verkehrsgünstig zwischen Homberg und Ziegenhain lag. 1787 wurden Moses Joseph und Salomo Levi mit Schutzbriefen am Ort aufgenommen (aus Freudenthal), 1797 Abraham Gutkind. 
      
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1812 14 jüdische Familien, 1835 64 jüdische Einwohner, 1840 105 (in 14 Familien), 1858 112 (in 20 Familien), 1861 128 (18,9 % von insgesamt 676 Einwohnern), 1871 120 (15,2 % von 789), 1885 137 (14,9 % von 917), 1895 129 (13,1 % von 984), 1905 144 (12,5 % von 1.156), 1910 135 (11,1 % von 1.220). Zur jüdischen Gemeinde Frielendorf gehörten auch die in Siebertshausen lebenden jüdischen Familien (1835 8 jüdische Einwohner, 1861 12). Ende der 1920er-Jahre wurden - nach Auflösung der dortigen Gemeinde - auch die in Großropperhausen noch lebenden jüdischen Personen der Gemeinde in Frielendorf zugeteilt (1932 noch 11 jüdische Einwohner). 
   
Als Berufe der jüdischen Familienvorsteher werden in den 1830er Jahren genannt: Pferdehändler (drei, davon einer mit Ackerbau), Viehhändler (zwei, einer davon zugleich Metzger), Krämer (drei), Färber (einer), Nothandel (einer). In einer Liste von 1879 werden die folgenden Steuerpflichtigen der jüdischen Familien genannt: aus Frielendorf: Hirsch Moses, Meier Meierhof, Seligmann Rothschild, Wolf Plaut, Marius Moses, Elias Blum, Mendel Levi, Leiser Plaut, Isaac Blum, Meier Blum, Abraham Plaut, David Plaut I, Moses Levi, Hirsch Höxter, Isaac Höxter, Witwe M. Moses, Joseph Bachrach, Jacob Bachrach I, Noa Bachrach, Moses Gutkind, Abraham Gutkind, Joseph Höxter, Witwe Beschen Gutkind, Ruben Moses, Moses E. Moses, David Plaut II, Sußmann Moses, Herrmann Stern, aus Siebertshausen: Wolf Leiser Wolf und Herz Meierhof.   
  
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Israelitische Konfessionsschule/Volksschule seit 1843, nach dem 1. Januar 1924 bis zur Auflösung 1933 nur noch Religionsschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof.  Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Erster Lehrer an der Israelitischen Elementarschule war Hirsch Rothschild (von 1843 bis 1847, danach in Oberaula), gefolgt von Markus Lion (von 1848 bis 1894; Bericht zu seiner Zurruhesetzung 1894 siehe unten) und seinem Sohn Hugo Lion (1895 bis 1923; Bericht zu seinem Tod 1925 siehe unten). In ihrer Zeit waren zu unterrichten: 1858 30 Schüler, 1867 32, 1877 26, 1888 29, 1893 32, 1901 25, 1908 40, 1910 45 Schüler. Nach dem Tod von Hugo Lion waren als Lehrer in Frielendorf noch Lehrer Wetzler (1926 bis 1929) und Lehrer Max Guttmann aus Breslau (1929 bis 1933) tätig. Die jüdische Schule war seit 1858 in einem in diesem Jahr erworbenen Gebäude an der Hauptstraße 6 eingerichtet; hinter diesem Haus wurde (Ende des 19. Jahrhunderts?) ein weiteres Gebäude zum Unterricht der Kinder erstellt.  
  
Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Oberhessen mit Sitz in Marburg.    
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde: Siegfried Moses (geb. 30.10.1894 in Frielendorf, gef. 5.12.1916), Max Gutkind (geb. 8.10.1895 in Frielendorf, gef. 9.10.1917), Unteroffizier Julius Plaut (geb. 28.5.1881 in Frielendorf, vor 1914 in Düsseldorf wohnhaft, gef. 28.10.1916) und Josef Bachrach (geb. 1.4.1894 in Frielendorf, gef. 1.6.1918). Auf dem Gedenkstein im jüdischen Friedhof finden sich ihre Namen. Die jüdischen Einwohner waren im Leben des Ortes weitestgehend integriert. Viele waren Mitglieder in Frielendorfer Vereinen (Kriegerverein, Turn- und Sportverein Germania, Radfahrverein, Freiwillige Feuerwehr usw.). Auch in die Ortsgemeindevertretung wurden jüdische Personen entsandt: von 1895 bis 1925 Moses Moses I, danach Bernhard Plaut bis 1933 oder 1934.     
   
Um 1924, als zur Gemeinde 109 Personen gehörten (7,5 % von insgesamt 1.448 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde Moses Moses I und Jacob Gutkind. An jüdischen Vereinen gab es den Wohltätigkeitsverein Chewra Kadischa (gegründet 1848; 1924 35 Mitglieder; 1932 Vors. Moses Moses II mit 23 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiet: Unterstützung ortsansässiger Hilfsbedürftiger; Bericht zum 80-jährigen Bestehen 1928 siehe unten), die Chewra Talmud Thora (Talmud-Thora-Verein; 1924 unter Vorsitz von Jacob Gutkind mit 40 Mitgliedern; 1932 unter Leitung von Norbert Wolff) sowie den Jüdischen Frauenverein (gegründet 1902; 1924 unter Leitung von Jeanette Moses mit 45 Mitgliedern, 1932 unter Leitung von Jettchen Plaut mit 26 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiete: Krankenpflege, Unterstützung Bedürftiger und Bestattungswesen). 1932 waren die Gemeindevorsteher: Isaac Moses (1. Vors.), Moses Moses II (2. Vors.) sowie (als Schriftführer und Schatzmeister) Gerson Moses. Im Schuljahr 1931/32 gab es noch sechs schulpflichtige jüdische Kinder in der Gemeinde, die durch den bereits genannten Lehrer Max Guttmann unterrichtet wurden.       
  
1933 lebten noch 58 jüdische Personen in Frielendorf (4,1 % von insgesamt 1.409 Einwohnern). In den folgenden Jahren sind alle von ihnen Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen (28 nach Frankfurt, zehn nach Kassel) beziehungsweise ausgewandert (neun in die USA, sieben nach Palästina, sieben nach Argentinien, vier nach Holland je eine Person nach Paris und Südafrika). Am 1. Oktober 1938 wurden noch 14 jüdische Einwohner gezählt: Hugo Plaut und Franziska Plaut geb. Levi; Jakob Goldschmidt und Jettchen Goldschmidt geb. Plaut, Abraham Moses, Jonathan Moses, Rosa Moses geb. Herz, eine weitere Person Moses, Paula Levi, Meta Plaut geb. Seelig, Johanna Isenberg, Berta Meierhof, Lea Goldschmidt, Jette Krauß geb. Frydmann. Alle von ihnen sind in den Monaten nach dem Novemberpogrom 1938, bei dem es auch in Frielendorf zu Ausschreibung kam (s.u.), aus dem Ort verzogen. 
   
Von den in Frielendorf geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Joseph Bachrach (1858), Noa Bachrach (1897), Salomon Bachrach (1863), Grete Beck geb. Kann (1915), Else Blum (1904), Emma Blum geb. Meierhof (1874), Frieda Bodenheimer geb. Gutkind (1883), Lea Goldschmidt geb. Plaut (1874), Lina Goldschmidt geb. Plaut (1872), Rosa Herrmann geb. Moses (1890), Robert Höxter (1875), Sally Höxter (1883), Ida Kahn geb. Moses (1883), Julius Kann (1905), Meta Kann (1901), Grete Katz geb. Wolff (1911), Günter Katz (1929), Frieda Kauders geb. Levi (1884), Käthe Kaufmann geb. Plaut (1888), Louis Levi (1882), Hedwig Levy (1886), Paula Levy (1877), Fanny Linz geb. Plaut (1892), Sara Lorsch geb. Moses (1861), Abraham Meierhof (1886), Berta Meierhof (1879), Abraham Moses (1850), Alisze (Alica) Moses (1930), Amalie (Mali) Moses (1904), Emil Moses (1901), Emma Moses geb. Gutkind (1870), Emmy Moses geb. Plaut (1893), Gerda Moses geb. Rose (1909), Gerson Moses (1859), Hermann Moses (1884), Lea Moses geb. Plaut (1868), Moritz Moses (1881), Rosa (Rose) Moses geb. Herz (1909), Sara Moses (1855), Siegfried Moses (1900), Sara Rosa Neuberger geb. Plaut (1873), Johanna Nußbaum geb. Gutkind (1888), Meta Plaut geb. Seelig (1887), Ludwig Plaut (1907), Helene Sichel geb. Meierhof (1877), Ella Stern geb. Bachrach (1860), Erna Stiefel geb. Moses (1902), Minna Strauss geb. Plaut (1878), Willi Wolff (1897), Sophie Wolffs geb. Gutkind (1890).         
   
Aus Siebertshausen werden in den genannten Listen keine Personen genannt.   
    
 
   

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer 
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1924 / 1925   

Frielendorf Israelit 07021924.jpg (47861 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Februar 1924: "Die Lehrerstelle an der israelitischen Volksschule in Frielendorf, mit welcher das Amt des Vorbeters und des Schächters verbunden, ist zum 1. April dieses Jahres neu zu besetzen. 
Streng gesetzestreue Bewerber mit Kabbolaus (Zertifikaten) von orthodoxen Rabbinern wollen ihre Gesuche mit Zeugnissen baldmöglichst an uns einsenden. Israelitisches Vorsteheramt in Marburg. i.A. Provinzial-Rabbiner Dr. N. Cohn."   
   
Frielendorf Israelit 06081925.jpg (47251 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. August 1925: "In der Gemeinde Frielendorf (Bezirk Kassel) ist, da der bisherige Lehrer Lion plötzlich verstorben, die Stelle als Religionslehrer, Vorbeter und Schochet möglichst sofort, oder auch am 1. September 1925 wieder zu besetzen. Der Anzustellende findet eine schöne Wohnung nebst Garten und einen neuen Schulsaal vor. Streng religiöse Bewerber wollen ihre Bewerbungen mit Zeugnissen an den Unterzeichneten einsenden. 
Moses, Gemeindeältester."   

    
Lehrer Markus Lion tritt in den Ruhestand (1894) 

Frielendorf Israelit 21051894.JPG (167916 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. Mai 1894: "Aus dem Regierungsbezirk Kassel, 12. Mai (1894). Am 1. Januar dieses Jahres ist der Lehrer Markus Lion zu Frielendorf, Kreis Ziegenhain, nach mehr als 50 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Er wirkte nacheinander in den Orten Cobenhausen (gemeint Bobenhausen?), Lohrhaupten, Crainfeld und Wächtersbach. Trotz der wenigen Jahre, die er hier (sc. in den genannten Orten) war, hatte er sich großer Anerkennung zu erfreuen, was Zuschriften und andere Aufmerksamkeiten von dort nach einem halben Jahrhundert seiner Abwesenheit zur Genüge beweisen. Im März 1848 kam Lion an die oben genannte Elementarschule zu Frielendorf, woselbst er bis Anfang dieses Jahres ununterbrochen segensreich gewirkt hat. Neben seinen jüdischen Schülern sind es auch zahlreiche christliche, selbst entfernter wohnende, die ihm eine gute Vorbildung und das Streben nach größerer Vervollkommnung verdanken. - Durch seine großen Fähigkeiten und seine sehr reiche Erfahrung, jedem mit Rat und Tat zur Hilfe bereit, hat er sich mit großer Beliebtheit zu erfreuen. Am meisten redet hierfür die Dankbarkeit seiner Zöglinge diesseits und jenseits des Ozeans im allgemeinen, die Feier seiner 25-jährigen Amtstätigkeit in Frielendorf, sowie das in seltenem Maße so vorhandene ehrerbietige Begegnen der Gemeinde im besonderen. Anerkennt werden von dieser namentlich auch seine hervorragenden Leistungen auf religiösem Gebiet durch Vorbild und Belehrung. In letzterer Hinsicht verdienen vorab die originellen und gediegenen sabbatlichen Vorträge hervorgehoben zu werden, die wahrhaft Stunden der Erbauung und Belehrung bieten, und noch bis heute übt er diese liebgewonnene Funktion. Die Geistesfrische, die aus seinen Vorträgen spricht, lässt den 77-jährigen Greis nicht erkennen. Man begreift aus alledem, dass hier die 'Chawer' (?, unklar oder verschrieben) an einen allseitig geeigneten Mann gekommen ist. Möge nun sein Alter noch lange blühen und die Früchte seiner Aussaat mit Genugtuung noch lange von ihm geschaut werden."   

    
Zum Tod von Lehrer Hugo Lion (1925)   

Frielendorf Israelit 16071925.jpg (65413 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juli 1925: "Frielendorf, 12. Juli (1925). Ein großes Leichengefolge geleitete am Donnerstag die sterblichen Überreste des 67jährigen Lehrers a.D. Hugo Lion zur letzten Ruhe. Seit dem Tode seines Vaters im Jahre 1895, der lange Jahre an der hiesigen Volksschule gewirkt hatte, versah er die Schulstelle und gab gleichzeitig in den Nachbarorten Groß-Ropperhausen und Dillich den Religionsunterricht. Nach seiner Pensionierung am 1. April 1924 und der damit verbundenen Auflösung der hiesigen Schule wirkte er hier weiter als Religionslehrer und Kultusbeamter, bis ihn vor kurzem eine Krankheit aufs Krankenbett warf und ihn der Tod abberief." 

   
Lehrer Wetzler aus Aurich kommt nach Frielendorf (1926)     

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. März 1926: "Frielendorf, 21. März (1926). Der Lehrer Wetzler in Aurich ist als Religionslehrer, Kantor und Schochet hier gewählt und von Provinzialrabbiner Dr. N. Cohn Marburg in sein Amt eingeführt worden."   

  
      
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben         
Judenfreundliche Gesinnung am Ort (1894)    

Frielendorf Israelit 30081894.jpg (63863 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. August 1894: "Frielendorf, Regierungsbezirk Kassel, 29. Juli (1894). In der Mitte vorigen Monats (Juni) ließ eine hiesige christliche Bürgerfamilie einem jüdischen Schulknaben dahier ein mit Prachteinband, Goldschnitt, Namen und Widmung in Goldpressung ausgestattetes hebräisches Jahresgebetbuch Machsor mikol haSchana in 2 Bänden durch ihren Sohn, Alterskamerad von jenem, als Konfirmationsgeschenk überreichen. Der Vater derselben Familie verbürgte sich einige Monate zurück mit seinem Gesamtgrundeigentum für eine arme jüdische Witwe gerichtlich zwecks Ergebung einer Erbschaft in Amerika, die ihren, von ihr bevormundeten Kindern zugefallen ist. - Wohl auch ein Zeichen der Zeit!"

 
80jähriges Bestehen des Wohltätigkeitsvereines Chewra-Kadischa (1928)  

Frielendorf Israelit 10051928.jpg (87702 Byte)Artikel aus der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. Mai 1928: "Frielendorf, 1. Mai (1928). Der Tag des 80-jährigen Bestehens der Chewra-Kadischa in Frielendorf wurde am Sonntag, 22. April durch einen Festakt in den Schulräumen der Synagogengemeinde begangen. Den Auftakt zu der schönen Feier bildete der Sabbatgottesdienst, in dessen Mittelpunkt die ergreifende Festpredigt des Herrn Lehrers Wetzler stand. Der Vorsteher der Synagogengemeinde, Moses I, ernannt im Auftrage genannter Vereinigung die 6 ältesten Mitglieder zu Ehrenmitgliedern. Sonntag vormittags war gemeinsam Gang zum Friedhof (Beit HaChajim), woselbst zu Ehren der verstorbenen Mitglieder eine Trauerfeier stattfand. Zu dem nach dem Abendgottesdienst stattfindenden Festakt war Herr Provinzialrabbiner Dr. Cohn - Marburg erschienen, der tief durchdachte Worte an die Gemeinde richtete. Ein Festessen bildete den Abschluss der schön verlaufenen Feier, deren Leitung in den rührigen Händen des Lehrers Cohn lag."  

   
   
Zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Zum Tod von Elias Blum aus Frielendorf (umgekommen durch einen Unglücksfall etwa 1855; Bericht von 1885)

Ziegenhain Israelit 27071885.JPG (245216 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Juli 1885: "In der 2. Beilage Nr. 54 Ihres geschätzten Blattes bringen Sie einen Bericht aus Pest über die Auffindung der Leichenteile des Kindes eines Bauers in Sajo-Bamos und über die in dem offiziellen berichte des Miskolezer Staatsanwaltes ausgesprochene Vermutung, dass das Kind in eine sumpfige Stelle der betreffenden Wiese geraten und dadurch umgekommen sei. Bei dem Lesen dieser Nachricht kam mir ein vor 30 Jahren stattgefundenes Ereignis in Erinnerung, welches sich einige Stunden von meinem damaligen Wohnorte zugetragen hat, und welches zeigt, wie leicht dergleichen, und das nicht bloß bei einem Kinde, sich ereignen kann. In der Provinz Hessen-Nassau, im Kreise Ziegenhain, liegt der Marktflecken Frielendorf. Ein Israelit aus diesem Orte, namens Elias Blum, ein sehr braver, angesehener Mann, Pferdehändler, kräftig gebaut und wohl in der Mitte der fünfziger Jahre stehen, ging geschäftehalber an einem Spätherbsttage nach der 3 Stunden weit entfernten Stadt Treysa. Hier wurde er geschäftlich bis zu später Nachmittagsstunde aufgehalten und trat dann den Rückweg nach Hause an. Sein Weg führte über Ziegenhain. Zwischen Treysa und Ziegenhain befindet sich ein ¾ Stunden langes Wiesental, durch welches ein Fußweg führt, der die Strecke abkürzt. Diesen Weg schlug Elias Blum ein. Es war sehr stürmisches Wetter und die Luft war trüb und feucht, sodass die herannahende Nacht frühe Dunkelheit brachte. Dieses möchte die Ursache sein, dass Blum vom Fußpfade abkam und in die Wiesen geriet. Abseits des Fußpfades haben diese Wiesen sumpfige Stellen, welche nach längerem Regen nicht passierbar sind. Ganz nahe bei der Stadt Ziegenhain geriet der unglückliche Blum an eine solche Stelle und versank mit dem ganzen Körper in dieselbe. Er möchte wohl um Hilfe gerufen haben, seine Stimme aber vom Sturm übertönt worden sein. Als E. Blum an diesem Abende und am folgenden Tage nicht nach Hause kam, bemächtigten sich begreiflicherweise Angst und Unruhe seiner Familie. Wochen-, ja monatelang wurde die ganze Gegend ausgeforscht und jedes Wässerchen durchsucht; aber vergebens. Unterdessen war der Winter eingetreten und hatte über Feld und Wiesen eine Schneedecke ausgebreitet. Als diese im Frühjahr geschwunden, der Erdboden wieder abgetrocknet war, und die Wiesenbesitzer mit der Reinigung der Wiesen begannen, fiel den Arbeitern an einer abseits liegenden sumpfigen Stelle ein dunkler, aus dem Sumpfe emporragender Gegenstand auf, der einem Menschenkopfe ähnlich sah. Möglich auch, dass diesen umflatternde Raben ihre Aufmerksamkeit auf diesen Punkte gelenkt hatten. Sie wagten sich näher, und, siehe da! Hier steckt der Körper des unglücklichen Blum bis am Kopfe im Sumpfe. Die Familie wurde benachrichtigt, der Körper glücklich herausgezogen und auf dem israelitischen Totenhofe beerdigt."   

  
Zum 96. Geburtstag der Witwe von Noa Bachrach (1915)  

Frielendorf Israelit 22041915.jpg (28293 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. April 1915: "Frielendorf, 13. April (1915). Ihren 96. Geburtstag feierte am 18. dieses Monats die Witwe des Fleischermeisters Noa Bacharach zu Frielendorf. Die Greisin besitzt 7 Kinder, 27 Enkel und 6 Urenkel. Sie ist noch sehr rüstig und ist die älteste Einwohnerin des Kreises."   

   
75. Geburtstag von Metzgermeister Jacob Bachrach (1928)  

Frielendorf Israelit 22031928.jpg (29998 Byte)Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. März 1928: "Frielendorf, 4. März (1928). Metzgermeister Jacob Bachrach von hier, der von Juden und Nichtjuden geachtet und geehrt ist, beging seinen 75. Geburtstag. Er besitzt großes Wissen, besonders im Jüdischen. Als Lehrer Lion starb, versah er das Amt eines Schochet und Toralesers und Vortragenden in den Chawerot (Vereinen). 

  
Zum Tod von Moses Levi (1928) 

Frielendorf Israelit 24051928.jpg (9321 Byte)Mitteilung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Mai 1928: "Frielendorf, 8. Mai (1928). Im 76. Lebensjahre verstarb hier Herr Moses Levi". 


Zum Tod des Gemeindevorstehers Moses Moses I (1928)  

Frielendorf Israelit 13091928.jpg (41059 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. September 1928: "Frielendorf, 27. August (1928). Im 65. Lebensjahr starb hier der Gemeindeälteste Moses Moses I, der dieses Amt 35 Jahre in mustergültiger Weise versehen hat und bei Juden und Nichtjuden in hohen Ehren stand. Er hat sich um die Gemeinde sehr verdient gemacht. Herr Lehrer Wetzlar hielt ihm eine warme Gedächtnisrede. Der Kriegerverein erwies ihm die letzte Ehre. Seine Seele sei eingebunden in den Bundes des Lebens."   

  
Isaak Moses wird zum Gemeindevorsteher gewählt (1928)  

Frielendorf Israelit 22111928.jpg (32201 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. November 1928: "Frielendorf, 11. November (1928). Das Israelitische Vorsteheramt in Marburg ernannte Herrn Isaak Moses dahier zum ersten Gemeindeältesten der hiesigen Gemeinde. Er wurde vom Landratsamt zu Ziegenhain am Freitag bereits verpflichtet. Die Wahl entspricht dem Einverständnis aller Mitglieder der Gemeinde."   

      
Zum Tod von Adele Wolff geb. Michels (1928)  

Frielendorf Israelit 06121928.jpg (85208 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Dezember 1928: "Frielendorf, 27. November (1928). Plötzlich und unerwartet im Alter von 57 Jahren hauchte am 26. Cheschwan Frau Adele Wolff geb. Michels ihre reine Seele aus. Eine echte Esches chajil (wackere Frau) ist mit der teuren Verstorbenen dahingegangen. Sie war eine treue Gattin und Weggefährtin ihres Mannes auch auf dem Wege der Wohltätigkeit, sie war eine fürsorgliche Mutter nicht nur ihren Kindern, sondern auch vielen Armen und Bedürftigen. Unser Frauenverein verliert in ihr ein treues Mitglied und seine bewährte Schriftführerin. Welcher Beliebtheit sich die Verklärte bei allen Schichten der Bevölkerung erfreute, zeigte die große Beteiligung bei der Lewajoh (Beerdigung). Herr Lehrer Wetzler sprach im Hause Worte ehrenden Gedenkens, am Grabe entwarf er in ergreifenden Worten ein Lebensbild der Verstorbenen, die aus einem Leben der Arbeit, Frömmigkeit und Güte herausgerissen wurde. Möge Gott dem schwer geprüften Gatten, seinen Kindern, wie dem Kreise seiner Angehörigen Kraft verleihen, diesen schweren Verlust ihrem Sinne gemäß in Liebe zu tragen. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."   
  
Frielendorf Israelit 13121928.jpg (37836 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Dezember 1928: "Frielendorf, 2. Dezember (1928). Im Alter von 57 Jahren verschied hier Frau Adele Wolff geb. Michels. Gegen Arme und Bedürftige war sie äußerst wohltätig. Unser Frauenverein verliert in ihr seine bewährte Schriftführerin und eines seiner treuesten Mitglieder. Im Hause und am Grabe hielt Herr Lehrer Wetzler eine warme Gedächtnisrede. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."  

  
Zum 75. Geburtstag von Jakob Gutkind (1929)  

Frielendorf Israelit 18041929.jpg (31481 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. April 1929: "Frielendorf, 10. April (1929). Herr Jakob Gutkind, der vor drei Jahren zu seinem Sohne nach Gensungen zog. vollendete seinen 75. Geburtstag in bester Rüstigkeit und Geistesfrische. Gutkind war lange Jahre Gemeindeältester unserer Gemeinde und Vorsitzender der hiesigen Chewra Kadischa."

    
70. Geburtstag von Gerson Moses (1929)  

Frielendorf Israelit 23051929.jpg (77207 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1929: "Frielendorf, 15. Mai (1929). In seltener körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische feierte am 16. Mai Herr Gerson Moses seinen 70. Geburtstag. Der Jubilar erfreut sich sowohl in jüdischen wie in christlichen Kreisen größter Achtung und Beliebtheit. Seit vielen Jahren ist er in seiner Eigenschaft als Rendant Mitglied des Vorstandes der hiesigen Israelitischen Gemeinde. Tiefinnerliche Frömmigkeit, Einfachheit und Bescheidenheit, verbunden mit seltener Herzensgüte, unbedingte Redlichkeit und Ehrlichkeit im Handel und Wandel zieren den Charakter des Jubilars. Mit großer Verehrung sehen Verwandte, Freunde und seine Gemeinde zu ihm hinauf und wünschen ihm einen weiteren frohen Lebensabend. (Alles Gute) bis 120 Jahre."
 
Frielendorf Israelit 20061929.jpg (61928 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Juni 1929: "Frielendorf, 16. Mai (1929). Seinen 70. Geburtstag begeht heute in seltener geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit Herr Gerson Moses. Er erfreut sich sowohl in jüdischen wie in christlichen Kreisen größter Achtung und Beliebtheit. Seit vielen Jahren ist er als Rendant Mitglied im Vorstand der hiesigen Jüdischen Gemeinde. Größte Frömmigkeit, Einfachheit und Bescheidenheit, verbunden mit seltener Herzensgüte, größte Redlichkeit und Ehrlichkeit im Handel und Wandel zieren den Charakter des Jubilars. Mit großer Verehrung sehen Verwandte und Freunde unserer Gemeinde zu ihm hinaus."   

   
    
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Anzeige von Pferdehändler Abraham Gutkind (1897) 

Frielendorf Israelit 05101897.jpg (46267 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Oktober 1897: "Einen kräftigen Knaben, im Alter von 15-16 Jahren, suche für mein Vieh- und Pferdegeschäft bis spätestens 15. Oktober. Waisenknaben, gut beleumundet und aus religiöser Familie, sind bevorzugt. Bewerbung nebst Zeugnissen und dergleichen sind zu richten an 
Abraham Gutkind, Pferdehändler, 
Frielendorf in Hessen."   

  

  

    
Zur Geschichte der Synagoge

Zunächst war ein Betsaal in einem jüdischen Wohnhaus vorhanden: im 19. Jahrhundert wurden (seit 1829 genannt) zuletzt Teile des Wohnhauses von Elias Blum genutzt, bis die jüdische Gemeinde im Jahr 1843 die Hälfte eines großen, um 1800 erbauten Scheunengebäudes erwerben konnte, und zur Synagoge umbaute. Das Gebäude hatte eine Grundrissfläche von 7,25 x 9,80 m und war nach dem Umbau zur Synagoge aufgeteilt in einen Vorraum, von dem eine Treppe zu der einseitigen Empore aufstieg und den ebenerdigen Synagogenraum. 
 
1857 war das Synagogengebäude in schlechtem baulichen Zustand, sodass der Baumeister Sallmann aus Ziegenhain einen Neubau empfahl. Die Gemeinde überlegte sich den Bau einer neuen Synagoge, doch wurde dies nicht ausgeführt.  

Bis 1937 wurden Gottesdienste in der Synagoge abgehalten. Danach stand das Gebäude leer. Die rituellen Gegenstände wurden nach Kassel verbracht, wo sie beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurden. Beim Novemberpogrom 1938 war die Synagoge und zumindest ein jüdisches Wohnhaus (von Levi Meierhof) Ziel von Ausschreitungen am Ort. Das Synagogengebäude wurde vermutlich bereits am 8. November 1938 - wie in anderen kurhessischen Orten auch - demoliert.    
 
Kurze Zeit nach der Demolierung der Synagoge wurde das Gebäude an einen benachbarten Handwerksbetrieb verkauft und von diesem 1939 zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Bis zur Gegenwart wird das Gebäude als Ladengeschäft mit einer Wohnung im 1. Stock genutzt. 
 
Am 9. November 1988 wurde eine Gedenktafel am Gebäude der ehemaligen Synagoge angebracht mit dem Text: "Dieser Gebäudeteil diente der jüdischen Gemeinde Frielendorf seit 1835 als Synagoge. Während der Terror-Herrschaft des Nazi-Regimes 1933-45 wurden alle Juden aus Frielendorf vertrieben, die Synagogen-Gemeinde aufgelöst und die Synagoge am 9. November 1938 geschändet."  
  
  
Adresse/Standort der Synagoge  Hauptstraße 34 (ehemals Steinweg Nr. 75 1/2) 

Fotos   

Historisches Foto 
(rechts Ausschnittvergrößerung; 
Quelle: H. Bambey s. Lit. S. 501-502) 
Frielendorf Synagoge 105.jpg (70837 Byte) Frielendorf Synagoge 110.jpg (74403 Byte)
  Blick auf das Synagogengebäude. Vor dem Gebäude befand sich ein kleiner Vorgarten 
mit einem eisernen Zaun; rechts und links der mit verschlungenen Ellipsen 
verzierten Eingangstür waren zwei hohe Sprossenfenster
    
Pläne zur Lage und dem Gebäude der Synagoge (1857)
(Quelle: H. Bambey s. Lit. S. 502)
Frielendorf Synagoge 111.jpg (80071 Byte) Frielendorf Synagoge 112.jpg (138126 Byte)
    "Situationsplan von der Umgebung 
der Synagoge zu Frielendorf"
Grundrisszeichnung und Ansicht der Synagoge; u.a. ist links die einseitige Empore erkennbar
       
 Das Gebäude der ehemaligen Synagoge im Februar 1985
(Quelle: Altaras 1988 S. 50)
Frielendorf Synagoge 141.jpg (54683 Byte) Frielendorf Synagoge 140.jpg (92009 Byte)
   Beim großen Gebäude handelt es sich um das Wohnhaus des um 1800 erstellten Bauernhofes, zu dem die Scheune gehörte, deren eine Hälfte 1843 zur Synagoge umgebaut wurde.  
        
Das Gebäude der ehemaligen Synagoge 
im Juli 2002
(Quelle: Altaras 2007 S. 151)
Frielendorf Synagoge 143.jpg (66094 Byte) Frielendorf Synagoge 142.jpg (72608 Byte)
       
        
  Neue Fotos werden bei Gelegenheit erstellt; über Zusendungen freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite

    
    
Links und Literatur   

Links:  

Website der Gemeinde Frielendorf 
Website http://www.juden-in-nordhessen.co.de: unter "Genealogien jüdischer Familien in Nordhessen" findet sich ein Stammbaum der Familie Plaut in Frielendorf (unter Forschungen Christoph Kuehn)   
Webportal HS 010.jpg (66495 Byte)Webportal "Vor dem Holocaust" - Fotos zum jüdischen Alltagsleben in Hessen mit Fotos zur jüdischen Geschichte in Frielendorf 

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 213-215. 
Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 S. 50-51. 
dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 49.  
dies.: Neubearbeitung der genannten Bücher. 2007 S. 150-151. 
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 170 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 547-548.   
Hartwig Bambey: Unter "Schutz", integriert, vertrieben, vernichtet und vergessen. Zur Geschichte der Juden in Frielendorf. In: Heimatvertriebene Nachbarn. Beiträge zur Geschichte der Juden im Kreis Ziegenhain. Hrsg. von Hartwig Bambey, Adolf Biskamp und Bernd Lindenthal. Schwalmstadt-Treysa 1993. Band 2 S. 489-553. In diesem Beitrag wird auch weitere Literatur zur Geschichte der Juden in Frielendorf genannt.  

    
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Frielendorf Hesse-Nassau. Established around 1812, the community opened a synagogue in 1834 and an elementary school in 1843, growing in population to 144 (12 % of the total) in 1905. Many Jews left before the Nazi period and in nearby Grossropperhausen (Ropperhausen) the community - which numbered 83 in 1861 - had vanished by 1935. The 58 Jews remaining in Frielendorf in 1933 settled elsewhere, 19 emigrating. At least four perished in the Holocaust.  
    

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 18. November 2011