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"Synagogen im Main-Kinzig-Kreis"
Lohrhaupten (Gemeinde
Flörsbachtal, Main-Kinzig-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Lohrhaupten bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1936. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.
Zwischen 1693 und 1717, als Lohrhaupten unter der Herrschaft der Grafen
von Hanau stand, werden die ersten Juden am Ort genannt: es handelte sich um die
Familien des Abraham, Vastel, Josias Mahnes und Gerson Meyer.
1754 werden fünf jüdische
Einwohner/Familien genannt.
An jüdischen Familiennamen erscheinen im 19. Jahrhundert
u.a. Ehrlich, Maier, Rosenthal, Stern, Strauß.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert
wie
folgt: 1835 47 jüdische Einwohner, 1861 59 (7,1 % von insgesamt 834), 1871
32 (3,9 % von 827), 1882: elf Familien, 1885 55 (6,3 % von 868), 1895 49 (5,7 %
von 859), 1905 46 (5,5 % von 831). Die jüdischen Familien lebten in einfachen
Verhältnissen. Sie betrieben Viehhandel oder waren Inhaber kleinerer Handels-/Ladengeschäfte. Die meisten hatten auch ein wenig Landwirtschaft. In der
Gemeindevertretung der bürgerlichen Gemeinde war längere Zeit Liebmann
Rosenthal, später Israel Maier.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule beziehungsweise zeitweise eine jüdische Elementarschule sowie
ein rituelles Bad (bis 1748 im gemeindlichen Hirtenhaus, danach ein neues Bad in
der Dünkelbach). In den Ausschreibungen der Lehrerstelle von 1872 und 1876
wird noch ein jüdischer Elementarlehrer für die Gemeinde gesucht, in den
Ausschreibungen seit 1884 nur noch ein Religionslehrer (Anzeigen siehe unten). Die
jüdische Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Hanau. Die Toten der Gemeinde
wurden im jüdischen Friedhof in Altengronau
beigesetzt.
Um 1924 gehörten noch 20 bis 25 Personen zur jüdischen Gemeinde
gehörten (2,4 - 2,7 % von etwa 825). Ein eigener Lehrer und Vorbeter war damals
nicht mehr angestellt. Als "aushilfsweiser Kantor" wird
Samuel Strauß genannt. An jüdischen Vereinen war der "Wohltätigkeitsverein"
tätig (Chewra, Ziel: Bestattungswesen und Wohltätigkeit, 1924 acht Mitglieder). 1932
war Vorsteher der Gemeinde I. Rosenthal, Schriftführer Samuel Strauß.
1933 lebten noch 21 jüdische Personen in sechs Familien am Ort (2,5 % von 833).
In
den folgenden Jahren ist der größere Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert, sodass am 1. Oktober 1937
nur noch neun jüdische Einwohner gezählt wurden. Der Kaufmann Bernhard
Rosenthal war mit seiner Familie 1935 nach Palästina ausgewandert, die Familie
Samuel Strauß emigrierte nach Brasilien. Letzter Gemeindevorsteher soll Michael
Strauss gewesen sein.
Von den in Lohrhaupten geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Julie Alexander geb.
Hess (1899), Jenny Freudenreich geb. Schafheimer (1894), Debora (Dora) Hess
(1894), Regina Künstler geb. Oppenheimer (1875), Julius Schafheimer (1902),
Karoline Schafheimer (1870), Mina (Minna) Schafheimer (1863), Sara Schafheimer
(1865), Arnold Strauss (1891), Bertha Strauss geb. Künstler (1878), Cilli
Strass (1905), Jenny Strauss geb. ? (), Josef Strauss (1878), Leo Strauss (1894), Max Strauss (1889),
Samuel Strauss (1872), Siegmund
Strauss (1868), Diana (Anna) Voss geb. Schafheimer (1903).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Lehrer- und Vorbeterstelle 1872 / 1876 / 1884 /
1886 / 1901
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. August 1872: "Die
Elementar-, Religionslehrer- und Vorbeterstelle in hiesiger Gemeinde ist
vakant und soll alsbald besetzt werden. Fixer Gehalt 120 Taler nebst
freier Wohnung. Qualifizierte Bewerber wollen ihre Zeugnisse über
bestandene Elementarlehrerprüfung an den unterzeichneten Vorstand franko
einsenden.
Lohrhaupten (bei Gelnhausen), im August 1872. Der Synagogen-Vorstand: D.
Ehrlich". |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. November 1876:
"Bekanntmachung.
In der Synagogengemeinde Lohrhaupten ist die
Elementar- und Religionslehrerstelle, mit welcher die Versehung des
Vorsängerdienstes verbunden ist, mit einem jährlichen Einkommen von 700
Mark nebst freier Wohnung und Heizung, erledigt. Bewerber um dieselbe
wollen ihre Meldungsgesuche, mit den erforderlichen Zeugnissen versehen,
innerhalb 3 Wochen bei der unterzeichneten Stelle einreichen.
Hanau, den 3. November 1876. Königliches israelitisches Vorsteher-Amt. Hamburger." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Februar 1884:
"Durch die Versetzung des seitherigen Herrn Lehrers wird die hiesige
israelitische Religionslehrer-, Vorbeter- und Schochet-Stelle bis zum 15.
März dieses Jahres vakant und soll sofort wieder besetzt werden. Gehalt
600 Mark, freie Wohnung und Heizung, Akzidenzien ca. 100 Mark. Bewerber
wollen unter Vorlage der Zeugnisse bei dem Unterzeichneten sich
melden.
Lohrhaupten, Kreis Gelnhausen, den 15. Februar 1884. Der
Synagogen-Älteste. Rosenthal." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Oktober 1884:
"Bekanntmachung.
Die Stelle eines Religionslehrers und Vorbeters in
der israelitischen Gemeinde Lohrhaupten mit einem jährlichen fixen Gehalt
von 600 Mark freier Wohnung und Heizung ist erledigt. Geeignete
unverheiratete Bewerber wollen ihre Gesuche unter Beifügung ihrer
Zeugnisse innerhalb 4 Wochen anher einsenden.
Hanau, 10. Oktober 1894. Königliches israelitisches Vorsteheramt. Hamburger." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. August 1886:
"Bekanntmachung.
Für die Synagogengemeinde Lohrhaupten soll ein
Religionslehrer, Vorsänger und Schächter gegen den Bezug eines
jährlichen Gehaltes von 600 Mark, freie Wohnung und Heizung bestellt
werden. Bewerber wollen ihre Gesuche mit Abschriften der erforderlichen
Zeugnisse innerhalb 4 Wochen anher einreichen.
Kandidaten, welche ein Preußisches Lehrerseminar nicht besucht haben,
haben sich einer Prüfung vor der Prüfungskommission für israelitische Religionslehrer
zu Hanau zu unterziehen.
Hanau, den 6. August 1886. Das Vorsteheramt der Israeliten: Dr. Koref." |
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Anzeige
in der Zeitung "Der Israelit" vom 8. Oktober 1897: "In der
Synagogen-Gemeinde Lohrhaupten ist die Stelle eines Religionslehrers,
Vorsängers und Schächters gegen den Bezug eines jährlichen Gehaltes
von Mark 600, nebst freier Wohnung, Heizung und ca. Mark 100
Nebeneinkommen zu besetzen.
Unverheiratete Bewerber wollen ihre Gesuche mit Zeugnisabschriften alsbald
hier einreichen.
Hanau, 7. Oktober 1897.
Das Vorsteheramt der Israeliten: Dr. Koref." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 21. November 1901:
"In der Synagogengemeinde zu Lohrhaupten ist die Stelle eines Religionslehrers,
Vorsängers und Schächters gegen den Bezug eines jährlichen Gehaltes
von Mark 600 nebst freier Wohnung, Heizung und einem Nebeneinkommen von
Mark 150-200 alsbald zu besetzen. Unverheiratete Bewerber wollen ihre
Gesuche nebst Zeugnissen bis zum 6. Dezember 1901 anher einreichen.
Hanau, 11. November 1901.
Das Vorsteheramt der Israeliten: Dr. Bamberger." |
Zum Tod von Lehrer Neumann (zeitweise - vor 1880? -
Lehrer in Lohrhaupten) (1920)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1920: "Friedberg in
Hessen, 7. März (1920). Unsere Gemeinde hat einen schweren Verlust
erlitten. Am Heiligen Schabbat mit
der Toralesung Teruma starb in Frankfurt am Main infolge einer
Operation Herr Lehrer Neumann, der mehr als zwanzig Jahre die Funktionen
eines Lehrers, Kantors und Schochets hier ausgeübt hat. Schüler der Präparandenanstalt
zu Burgpreppach und des Seminars zu Köln war er nacheinander in
Lohrhaupten, Herborn, an der Israelitischen Religionsgesellschaft in Gießen,
in Reinheim, Groß-Gerau
und schließlich dahier tätig. Überall wusste
er sich durch große Pflichttreue und Gewissenhaftigkeit die Zufriedenheit
der Gemeinden zu erwerben. An seinem Grabe sprachen Herr Rabbiner Dr.
Sander, Gießen, der besonders das Lehrgeschick des Verstorbenen
hervorhob, Herr Lehrer Ehrmann, dahier, für den ‚Unabhängigen Verein
israelitischer Lehrer Hessens’ und für den ‚Bund gesetzestreuer jüdischer
Lehrer Deutschlands’, denen der Verewigte angehört hatte, Herr Rektor
Philipps von der hiesigen Volksschule, das Vorstandsmitglied Herr
Ferdinand Krämer für die Gemeinde und Herr Studienassessor Ehrmann,
Frankfurt am Main, im Namen der Schüler. Möge sein Andenken ein
gesegnetes sein! Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens." |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Lohrhaupten - das "hessische Eldorado der Hundertjährigen" - Artikel
von 1882
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" von 26. Juli 1882:
"Hanau, 10. Juli (1882). Lohrhaupten scheint das hessische Eldorado
der Hundertjährigen zu sein, zum mindesten aber einen Beleg zu der
verbreiteten Ansicht zu liefern, dass unter den Juden die längstlebenden Menschen
zu finden sind. In der nur 11 Familien bestehenden israelitischen Gemeinde
zu Lohrhaupten befinden sich vier Personen, welche zusammen nicht weniger
als 371 Lebensjahre zählen. Der Jüngste dieses Vierblattes ist ein
82jähriger Mann, ihm voransteht ein 84jähriger, der aber von einem
100jährigen, dessen Auge allerdings fast ganz umnachtet ist, an
Rüstigkeit und leichter Beweglichkeit noch übertroffen wird. Die
älteste Person ist eine 105jährige Frau." |
Berichte
über einzelne Personen aus der jüdischen Gemeinde
vgl. einen Bericht über David Ehrlich aus Lohrhaupten (gest. 1875 in
Schweinfurt, siehe Bericht)
Zum Tod des jungen, aus Lohrhaupten stammenden Lehrers Wolf Schafheimer (1901)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. August 1901: "Groß-Gerau,
1. August (1901). Soeben wurde mir die tieftraurige Nachricht, dass
mein lieber Freunde und Studiengenosse, Herr Lehrer Wolf Schafheimer,
nach schwerem Leiden das Zeitliche gesegnet hat. Wer ihn gekannt, wird ihn
nur als wahren, echten Jehudi betrauern müssen. Zuletzt als Lehrer in der
israelitischen Gemeinde zu Gräfenhausen
bei Darmstadt tätig, war er stets bemüht, das religiöse
Leben dieser Gemeinde zu fördern und zu verbessern. Seinen lieben Eltern
und Geschwistern war er ein steter Wohltäter. Leider sollte ihm nur ein
kurzes Leben beschieden sein. So wurde er im letzten Vierteljahr von einer
tückischen Krankheit befallen, die ihn nötigte, seinem Berufe zu
entsagen. Bei seinen Eltern in Lohrhaupten bei Gelnhausen fand er
leider die erhoffte Genesung nicht, denn am 5. Aw (= 21. Juli 1901)
hauchte er seine reine Seele aus in dem noch so jugendlichen Alter von
kaum 24 Jahren. In seiner Berufstätigkeit galt er als ein gewissenhafter,
berufsfreudiger Lehrer, und erfreute sich derselbe auch stets der
Anerkennung seiner Vorgesetzten und seiner Gemeinde. S. Hofmann,
Lehrer." |
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Private Anzeige - Stellengesuch (1877)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Dezember 1877:
"Ein Vorbeter und nicht examinierter Lehrer, der seit mehreren Jahren
hebräischen Unterricht gründlich erteilt, wünscht sofort Anstellung.
Zu wenden an Herrn L. Goldstein in Lohrhaupten bei Bieber
(Kurhessen)." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war vermutlich ein Betsaal vorhanden. 1889
wurde eine neue Synagoge erbaut.
Die Synagoge in Lohrhaupten war integriert in ein charakteristisches jüdisches
Gemeindezentrum mit hohen Rundbogenfenstern im Bereich des Betsaales. Im Gebäude
befand sich auch die Lehrerwohnung und der Raum für die jüdische Schule.
Beim Novemberpogrom 1938 wurden die Fenster der Synagoge eingeworfen;
über weitere Zerstörungen ist nichts bekannt. Das Synagogengebäude kam
in Privatbesitz und wurde als Lager verwendet.
Über das weitere Schicksal des Gebäudes berichtet Thea Altaras (1988 S. 157):
"Im Zuge der Errichtung neuer Garagen im Hof ließ der Besitzer die
ehemalige Synagoge in den 1970er-Jahren abreißen, weil das Gebäude baufällig
geworden sei. Er hätte es gerne als Kino eingerichtet, jedoch wegen der
schlechten Isolierung des Gebäudes wären die Außenwände zum Hang bei
schlechter Witterung undicht gewesen, und so ließ er diesen Gedanken fallen. Er
selbst hat jedoch die ehemalige Synagoge nie repariert". Auf dem Platz der Synagoge wurden zwei Garagen erstellt.
Adresse/Standort der Synagoge: in der
Ortsmitte
Fotos
(Quelle: Arnsberg: Bilder-Dokumente S. 135).
Zeichnung der Synagoge und
Zustand
nach dem Abriss in den 1970er-Jahren |
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Federzeichnung der
ehemaligen
Synagoge |
Die an Stelle der in den
1970er-Jahren
abgebrochenen Synagoge
erbauten Garagen |
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| Begräbnisplatz der
Lohrhaupter Juden: Altengronau |
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Grabstein für Sara
Rosenthal aus
Lohrhaupten (1871-1919) im
jüdischen Friedhof Altengronau
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Erinnerungsarbeit
vor Ort - einzelne Berichte
| November 2009:
Presseartikel zur jüdischen Geschichte in
Lohrhaupten (erhalten von Fred G. Rausch) |
Artikel
von Holger Senzel im "Lohrer Echo" vom 7. November 2009 (Artikel):
18 Lohrhauptener Juden auf den Opferlisten
Reichspogromnacht: Fenster der Synagoge zerstört - Viele jüdische Einwohner ausgewandert - Gemeinschaft mit Mittelsinnern und Burgsinnern
Flörsbachtal-Lohrhaupten Große Zerstörungen waren in der Reichspogromnacht am 9. November 1938 in Lohrhaupten nicht zu beklagen. Nur die Fenster der Synagoge wurden eingeworfen. Aber 18 Juden, die in Lohrhaupten wohnten, starben durch die Nationalsozialisten...". |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 497. |
 | ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder -
Dokumente. S. 135. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 156-157. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 136. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 204. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 494-495.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Lohrhaupten
(now part of Floersbachtal) Hesse Nassau. Dating from the 18th century, the
Jewish community numbered 59 (7 % of the total) in 1861 and built a synagogue in
1889. Reduced to 21 in 1933, the community disbanded four years later and the
nine remaining Jews left.

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