Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Gimbsheim (Kreis Alzey-Worms)
Jüdische Geschichte / Synagoge  

Übersicht:

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Allgemeine Berichte zur jüdischen Geschichte 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer   
Aus dem jüdischen Gemeindeleben   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde 
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Kennkarte aus der NS-Zeit       
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos / Darstellungen  
bullet Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte    
bulletLinks und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)       
  
In dem bis Ende des 18. Jahrhunderts kurpfälzischen Gimbsheim bestand eine kleine jüdische Gemeinde bis nach 1933. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück. Vermutlich lebten bereits in der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg Juden am Ort. Erstmals sind 1692/93 jüdische Einwohner urkundlich nachgewiesen. Damals waren bereits acht jüdische Familien am Ort (Löw, Männel, Elias, Peus, Simel, Itzig, Berle und Jeremias). Unter ihnen waren die Vorfahren der späteren Familie Hirsch. 
 
Im 18. Jahrhundert lebten jeweils zwischen 25 und 35 jüdische Personen in Gimbsheim. Sie verteilten sich auf vier Familien in 1723 und drei Familien in 1743. 1743 war die jüdische Einwohner Sander einer der größten Steuerzahler der Pfalz, der 450 fl. jährliche Judensteuer zahlt.
 
Weitere Zahlen liegen erst seit dem 19. Jahrhundert vor. 1824 wurden 25 jüdische Einwohner gezählt. Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl weiter zu: 1830 35 jüdische Einwohner, 1861 46 (2,3 % von insgesamt 1.956 Einwohnern), 1880/88 68 (in 16 Familien, 3,0 % von 2.570), 1900 72 (2,9 % von 2.451), 1903 78 (in 18 Haushaltungen),1910 57 (2,1 % von 2.635).

Zur Gründung einer selbständigen jüdischen Gemeinde kam es in Gimbsheim erst um 1875. Zuvor gehörten die Gimbsheimer Juden zur Gemeinde in Alsheim, wo sich auch eine jüdische Volksschule befand. Nachdem es in Gimbsheim eine selbständige Gemeinde gab, gehörten (vergleiche die Ausschreibungen der Religionslehrerstelle zwischen 1889 und 1896) die im benachbarten Eich lebenden Juden als Filiale zur Gemeinde in Gimbsheim. Durch Aus- und Abwanderung ging seit Anfang des 20. Jahrhunderts die Zahl der jüdischen Einwohner wieder zurück. 

An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Religionsschule und ein rituelles Bad. Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden in Alsheim beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Religionslehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. 1887 wird Lehrer J. Fuchs genannt (zwischen den Ausschreibungen 1884 und 1887?), 1888 Lehrer J. Goldschmidt (auch für Eich zuständig), nach ihm (oder erst ab der Ausschreibung 1891?) bis 1893 Lehrer J. Ledermann (unterrichtet 1889/1893 25 Kinder in der Religionsschule Gimbsheim sowie 13 bzw. 1893 12 Kinder in Eich und Hamm, wird bei der Einweihung der Synagoge im August 1892 genannt s.u.). Nachfolger Ledermanns war von 1893 bis 1896 Lehrer M. Oppenheimer (unterrichtet 1894 zehn Kinder in Gimbsheim sowie zehn in Eich-Hamm). Um 1899 war Lehrer Abraham Stern in Gimbsheim tätig (bis 1900, s.u. Ausschreibung). Seit 1902 wird Lehrer Abraham Eisenheimer genannt (siehe Neujahrsanzeige unten; 1904 Erwähnung von ihm im Zusammenhang mit der Feier des 80. Geburtstages von Lehrer Marx in Alsheim; auch im Verzeichnis 1932/33 wird Lehrer Abraham Eisenheimer genannt; unklar ist nur, wieso 1907 und 1910 die Stelle ausgeschrieben wurde). Ab 1904 bildeten die jüdischen Gemeinden Alsheim, Gimbsheim, Eich und Hamm einen gemeinsamen Unterrichtsbezirk mit einem gemeinsamen Lehrer (Mitteilung in "Der Israelit" vom 28.1.1904 S. 162, "Israelitisches Familienblatt" vom 4.2.1904 S.4 und anderen Zeitungen). 1904 waren an der Religionsschule der Gemeinde sechs Jungen und zwei Mädchen zu unterrichten. 1907 bis 1910 war Lehrer Max Moses in Gimbsheim. 
  
Die jüdische Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk in Worms. 
 
Als Gemeindevorsteher werden u.a. genannt: um 1884 David Keller, um 1887/96 Emil David II (vgl. Bericht zu seinem Tod 1901 unten), A. Kahn und J. Hirsch; um 1900 David Keller; um 1903 Emil David II, David Keller, Emil David I; um 1907/1910 Jakob Hirsch.
 
An jüdischen Vereinen werden genannt: ein Montefioreverein (um 1901/03 unter Leitung von S. Gottschalk, A. Guthmann und H. David) und eine Israelitischer Frauenverein (um 1901/03 unter Leitungen der Frauen von A. David II, J. Haas und Joh. David). 
  
Die jüdischen Familien lebten (Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert) vom Vieh- und Pferdehandel sowie vom Handel mit Grundstücken oder Landesprodukten. Die meisten Familien hatten im Nebenerwerb Landwirtschaft. Einer Familie gehörte ein Kolonialwarengeschäft. Ein anderer jüdischer Einwohner war als Schuhmacher tätig. 
 
Im Ersten Weltkrieg wurde für seines Kriegseinsatz mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse (EK II) aus Gimbsheim ausgezeichnet: E. David, Unteroffizier bei Staffelstab 321, Sohn des Handelsmannes D. David ("Israelitisches Familienblatt" vom 15.2.1917 S. 4). Stud.med. Ernst Hirsch aus Gimbsheim war als Sanitär-Unteroffizier im Einsatz ("KC-Blätter" Heft 16 März 1917 S. 837; in "KC-Blätter" vom 20.11.1925 als Dr. med. in Gimbsheim wohnhaft gemeldet).
  
Um 1925, als noch 30 Personen der jüdischen Gemeinde angehörten, waren die Gemeindevorsteher Jakob Hirsch, Heinrich David, Herr Keller und Jakob Guthmann. 
  
Seit 1933 trafen die nationalsozialistischen antijüdischen Maßnahmen auch die noch in Gimbsheim lebenden jüdischen Einwohner. 1933 lebten noch etwa 20 jüdische Personen am Ort. Von ihnen wanderten in den folgenden Jahren mindestens fünf aus. Die anderen verzogen bis spätestens 1939 in andere Orte. 
  
Von den in Gimbsheim geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Julie Alke geb. Maier (1889), August Julius David (1880), Bernhard David (1881), Berta Feder geb. Kirchheimer (1873), Beate Irena (Erna) Grünberg geb. Rosenthal (1894), Emmy (Emilie) Hirsch (1896), Friedrich Hirsch (1888), Heinrich Hirsch (1858), Irma Hirsch geb. Metzger (1906), Lina Hirsch geb. Keller (1868), Richard Hirsch (1898), Rosalie Hirsch geb. Löwenstein (1865), Albert Keller (1873), Arthur Keller (1921), Eugen Keller (1911), Siegmund Keller (1871), Martha Löb geb. David (1878), Lina Rosenthal geb. Kahn (1867), Elisabetha (Beta) Spiegel geb. Hirsch (1896), Emmi Regina Weis geb. Keller (1905.   
   
   
   
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
  
Allgemeine Berichte zur jüdischen Geschichte    
Aus einem Reisebericht (1930)
 
Der Beitrag wurde erstellt von Saul Lilienthal, Oberkantor der jüdischen Gemeinde Wiesbaden, Religionslehrer und Verleger (geb. 14. Oktober 1877 in Jerutten, Ostpreußen, ermordet am 30. Oktober 1944 im KZ Auschwitz. Weitere Informationen: https://www.wiesbaden.de/stadtlexikon/stadtlexikon-a-z/lilienthal-saul).  

Artikel aus einem Reisebericht "Mit jüdischen Augen durch deutsche Lande. V. Speyer - Haardtgebirge - Worms - Mainz" von S. Lilienthal - Wiesbaden im "Israelitischen Familienblatt" vom 4. September 1930: "Gimbsheim, Städtchen mit 2.900 Einwohnern, darunter 30 (jüdische) Seelen. Hier wohnt um 1700 der Jude Mennle, der einer der beiden Vorsteher der Judenschaft des Amtes Alzey ist. 1723 gibt es hier vier Familien, 1743 zwar nur drei, darunter ist aber Sander einer der größten Steuerzahler der Pfalz, der 450 fl. jährliche Judensteuer zahlt. (Die Gesamtsteuersummen der Juden der Pfalz beträgt damals für 48 Familien 36 517 Fl., also im Durchschnitt 75 Fl. Der höchste Einzelbetrag ist 500, der kleinste 10 fl. — 1905 hat die Gemeinde 72 Seelen, einen Beamten und 8 Schulkinder. Heute sind's rund 25 Seelen, kein Beamter und keine Jugend sind da. Die Synagoge wird wohl noch an den hohen Festtagen benutzt. — Alle nach Worms erwähnten Gemeinden gehören zum Kreisrabbinat Worms."  

    
    
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1884 / 1887 / 1889 / 1891 / 1893 / 1896 / 1900 / 1907 / 1910 / 1911/13   

Gimbsheim Israelit 26061884.jpg (47396 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Juni 1884: "Die hiesige Religionslehrer- und Kantorstelle ist zum 24. August dieses Jahres vakant. Gehalt 500-550 Mark fix, extra einige hundert Mark Nebenverdiente. Unverheiratete Bewerber werden bevorzugt. Anzeige innerhalb 3 Wochen. Im Fall, noch nicht geprüft, muss sich derselbe bei Herrn Rabbiner Dr. Stein in Worms prüfen lassen. Adresse an den israelitischen Vorstand David Keller in Gimbsheim bei Guntersblum."
 
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. Mai 1887: "In der hiesigen Gemeinde ist die Stelle eines Religionslehrer, Kantors und Schochet per 15. September, eventuell auch früher, zu besetzen. Gehalt 700 Mark nebst freier Wohnung, sowie Nebenverdienste.
Schechita wird besonders bezahlt.
Bewerber wollen sich bei dem unterzeichneten Vorstand melden.
Ein seminaristisch gebildeter Mann bevorzugt. 
Emil David II.
in Gimbsheim bei Guntersblum."      
  
Gimbsheim Israelit 20061889.jpg (46544 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. Juni 1889: "In der hiesigen Gemeinde mit Filiale Eich ist die Stelle eines Religionslehrer, Kantors und Schochet per 1. September zu besetzen. Gehalt 750 Mark, sowie freie, möblierte Wohnung. Nebenverdienste mit Schechita betragen circa 3000 Mark. Ein seminaristisch gebildeter Mann bevorzugt. Bewerber wollen sich bei dem Unterzeichneten melden.
Emil David II.
Gimbsheim bei Guntersblum." 
 
Gimbsheim Israelit 02031891.jpg (48224 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. März 1891: "Die Stelle eines Religionslehrers, Kantors und Schochets in hiesiger Gemeinde, mit Filiale Eich, ist sofort zu besetzen. Anfangsgehalt 700 Mark, Nebenverdienst ca. 400 Mark, sowie freie, möblierte Wohnung. Nur dem gewählten werden Reisekosten vergütet. Bewerber muss Reichsangehöriger sein. - Meldungen mit Zeugnisabschriften sind zu richten an
Emil David II.
, Gimbsheim bei Oppenheim am Rhein." 
 
Gimbsheim Israelit 01051893.jpg (61528 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. Mai 1893: "Da ich durch Militärverhältnisse genötigt bin, meine Stelle zu verlassen, wird die Stelle eines Religionslehrers, Kantors und Schächters in Gimbsheim mit Filiale Eich (Rheinhessen) soeben vakant. Die Stelle trägt mit Nebenverdiensten Mark 1.300 ein nebst freier möblierter Wohnung. Kann die Stelle als unbedingt gut jedem Kollegen empfehlen. Geeignete seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse an den Vorstand der Gemeinde Gimbsheim wenden.
J. Ledermann, Lehrer.
  
Gimbsheim Israelit 18061896.jpg (31079 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Juni 1896: "Die Religionslehrer-, Kantor- und Schächterstelle zu Gimbsheim mit Filiale Eich (Rheinhessen), mit einem Fixum von Mark 800, sowie Mark 400 Nebeneinkommen und freier Wohnung nebst Garten ist per 1. August oder 1. September dieses Jahres zu besetzen. Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten wenden. Nähere Auskunft erteilt der seitherige Lehrer Herr M. Oppenheimer.
Der Vorsteher: Emil David II."  
   
Gimbsheim Israelit 25011900.jpg (61091 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Januar 1900: "Infolge anderweitiger Berufung unseres bisherigen Lehrers, wird in hiesige Gemeinde am 1. April dieses Jahres die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schächters vakant. Fixes Gehalt pro Jahr Mark 1000, Nebeneinkommen Mark 5-600, bei freier Wohnung nebst Garten. Seminaristisch-gebildete Bewerber, deutscher Staatsangehörigkeit, wollen Zeugnisabschriften an den unterzeichneten Vorstand einsenden.
Gimbsheim, Rheinhessen, den 21. Januar.
David Keller
." 
     
Gimbsheim Israelit 29081907.jpg (56575 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. August 1907: "Die Religionslehrer-, Vorbeter- und Schächterstelle ist infolge anderweitiger Berufung unseres seitherigen Lehrers am 1. Oktober dieses Jahres zu besetzen. Das jährliche Einkommen, bei freier Wohnung mit Garten, beläuft sich auf ca. 1.800 Mark und zwar: 800 Mark Fixum, 500 Mark für das Unterrichten an der höheren Privatschule und etwa 500 Mark Nebenverdienste. Bewerber, welche mit Erfolg die erste Prüfung (Seminarabgang) abgelegt haben, wollen sich sofort unter Beifügung ihrer Prüfungszeugnisse, unter Angabe ihrer Personalien melden.
Gimbsheim
(Kreis Worms). Der Vorstand Jakob Hirsch." 
 
Gimbsheim FrfIsrFambl 30121910.jpg (55880 Byte)Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 30. Dezember 1910: "Die Stelle eines Religionslehrers, Vorbeters und Schochets in hiesiger Gemeinde ist sofort zu besetzen. Fixes Gehalt 900 Mark nebst 4-500 Mark Nebenverdienst und freier Wohnung. Seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich sofort bei dem unterzeichneten Vorstand melden.
Gimbsheim (Rheinhessen). Jakob Hirsch." 
Anmerkung: die Besetzung gestaltete sich sehr schwierig; die obige Ausschreibung erschien in den folgenden drei Jahren regelmäßig ohne Erfolg, u.a. in "Der Israelit" vom 23. Februar 1911 oder auch im "Israelitischen Familienblatt" am 31. August 1911 oder ebd. am 22. August 1912 und ebd. am 19. Dezember 1912 oder ebd. am 17. Juli 1913  
Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 31. August 1911: "In hiesiger israelitischer Gemeinde ist die Stelle eines
Religionslehrers, Kantors und Schochets

vakant. Das Gehalt mit Nebeneinkünften beträgt ca. 1500 Mk. nebst freier schöner Wohnung mit Garten.
Bewerber wollen Offerten richten an den Vorsteher
Jakob Hirsch Gimbsheim (Rheinhessen)
."   

   
Gemeinsame Ausschreibung der Lehrerstelle für Alsheim, Gimbsheim, Eich mit Hamm (1920)  
Anmerkung: der bereits 1904 im Miteinander der jüdischen Gemeinden Alsheim, Gimbsheim, Eich und Hamm beschlossene gemeinsame Unterrichtsbezirk mit einem gemeinsamen Lehrer (Mitteilung in "Der Israelit" vom 28.1.1904 S. 162, "Israelitisches Familienblatt" vom 4.2.1904 S.4 und anderen Zeitungen) zeigte sich erst 1920 in einer gemeinsamen Ausschreibung der Lehrerstelle.    

Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 22. Juli 1920: "Die unterzeichneten 3 Gemeinden Alsheim, Eich, Gimbsheim, suchen per 1. Juli dieses Jahres einen stimmbegabten. musikalisch gebildeten
Kantor, Religionslehrer und Schächter  

mit einem jährlichen Gehalt von Markt 4.500 (Nebeneinkunft extra), freier Wohnung mit kleinem Garten und Obstbäumen in Alsheim. Meldungen und Zeugnisse sind an den Vorstand in Alsheim zu richten. ('Ausländer ausgeschlossen.')
Für die drei Gemeinden
der Vorstand Alfred David."   


Anzeige von Lehrer M. Oppenheimer (1894) 

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. November 1894: "Knaben, die sich für den kaufmännischen- oder Lehrerberuf, oder für den Besuch einer Realschule vorbereiten wollen, finden bei mir Aufnahme, Ausbildung und Verpflegung. Beste Referenzen.
M. Oppenheimer,
Lehrer,
Gimbsheim bei Worms."    

      
Positive Prüfung der Religionsschule in Eich, wo Lehrer Abraham Eisenheimer unterrichtet (1901)
        

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. April 1901: "Aus dem Kreise Worms. Dass unsere Religionsschulen in ihrer äußeren Stellung und in ihrem Verhältnisse zur amtlichen Schulbehörde, wenn auch ein langsames Tempo, aber immerhin Fortschritte machen, bezeugt der Umstand, dass am 27. März mit dem Herrn Rabbiner Dr. Stein mehrere Mitglieder der Großherzoglichen Kreisschulkommission, darunter Herr Inspektor Prof. Dr. Karg, sowie der christliche Schulvorstand in Eich, die Religionsschule des Herrn Lehrers Eisenheimer zu Eich (Filiale zu Gimbsheim) prüften und sich lobend über das Resultat aussprachen. Es wäre zu wünschen, dass das Verhalten der Wormser Kreisschulkommission zahlreiche Nachahmung finde."   

     
Lehrer Abraham Eisenheimer referiert bei einer Lehrerkonferenz (1901)     

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Dezember 1901: "Unabhängiger Verein der israelitischen Lehrer im Großherzogtum Hessen. Generalversammlung
am Mittwoch den 25. Dezember (1. Weihnachtsfeiertag), Vormittags 10 Uhr in Frankfurt a. M Am Thiergarten 52, Turnhalle der Realschule der israelitischen Religionsgesellschaft, zu welcher alle Freunde des Vereins höfl. eingeladen sind. Tagesordnung:
1. Bericht des Vorstandes.
2. Rechnungsablage
3. 'Garten- und Obstbau als Nebenbeschäftigung des jüdischen Lehrers'. Referent: Herr Sulzbacher - Groß Bieberau.
4. 'Schule und Haus', Referent: Herr Eisenheimer - Gimbsheim.
5. Das Ergebnis des vorjährigen Rundschreibens und Stand der Hilfskasse.
Etwaige Anträge beliebe man mindestens 8 Tage vor der Versammlung beim Vorsitzenden Herrn Dr. Barnaß, Pfungstadt, einreichen zu wollen.
In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung ist ein recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen dringend erwünscht.
J. Lebermann,
Schriftführer."    
 
Bericht über die Lehrerkonferenz - Referat von Lehrer Eisenheimer (1901)  
Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Januar 1902: "Herr Eisenheimer - Gimbsheim referiert hierauf über das Thema 'Schule und Haus" und fordert, dass beide Faktoren stets im Einklang bleiben müssen, sowohl in Erziehung, als in der Anleitung zum Wissen durch gegenseitige Förderung und Unterstützung. Einzelne bis jetzt häufig aufgetretene Missstände werden besprochen. Auch diese Arbeit erntet den Dank der Versammlung."  

    
Neujahrsgrüße von Lehrer Eisenheimer und Frau (1902)  

Anmerkung: Anzeigen mit Neujahrsgrüßen von Lehrer Eisenheimer und seiner Frau erschienen auch in den folgenden Jahren, u.a. "Der Israelit" vom 21.9.1903.   

Gimbsheim Israelit 30091902.jpg (25492 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. September 1902: 
"Allen Bekannten eine gute Einschreibung und Versiegelung 
Lehrer Eisenheimer und Frau
, Gimbsheim". 

   
Lehrer Max Moses wechselt von Gimbsheim nach Vlotho (1907 bis 1910 Lehrer in Gimbsheim)  
Über Max Moses (Quelle: https://stolpersteineaurich.com/2010/12/31/max-moses/):  Max Moses ist am 17. März 1883 in Lobsens, Kreis Wirsitz, Provinz Posen (heute: Łobżenica, Polen) geboren als Sohn von Schneidermeister Salomon Moses und seiner Frau Ernestine. Max Moses studierte am Lehrerseminar Kassel (Prüfungen 1904/05). Von Juli 1904 bis Oktober 1905 war er an der Religionsschule in Oberwesel tätig, dann folgten Stellen in Driburg (1905-1907) und Gimbsheim (1.10.1907-15.12.1910). Max Moses heiratete am 3. November 1907 Berta geb. Heilbrunn. Bertas Eltern waren der Buchbindermeister Hirsch Heilbrunn (1856 in Wichmannshausen – 1922 in Sontra) und Karoline geb. Vogel (1855-1909 in Sontra). Max und Berta Moses bekamen zwei Kinder: Martha, geb. 29.12.1907, und Eugen, geb. 6.7.1909. 1911 wechselte Max an eine Privatschule in Vlotho; 1912 bis 1922 war er an der jüdischen Volksschule in Herleshausen tätig, von 1923 bis Juli 1925 in Spangenberg. Im August 1925 übernahm er die alleinige Lehrerstelle an der jüdischen Schule in Aurich, wo er im Nebenamt auch als Kultusbeamter und Rechnungsführer der Synagogengemeinde tätig war. Bis nach dem Novemberpogrom 1938 wohnten Berta und Max Moses in Aurich. 1939 konnten sie in die USA emigrieren. Am 19.6.1946 verstarb Max Moses in Chicago im Alter von 63 Jahren, seine Ehefrau Berta ebd. am 29.7.1949. Die Kinder konnten gleichfalls emigrieren. 

Mitteilung im "Israelitischen Familienblatt" vom 12. Januar 1911: "Vlotho a. Weser. Zum Lehrer und Prediger der hiesigen Synagogen - Gemeinde wurde einstimmig Herr Max Moses aus Gimbsheim (Rheinhessen) gewählt und hat derselbe sein Amt bereits übernommen."     
 
"Stolperstein" in Aurich in der Kirchstraße 13: "Hier wohnte Max Moses   Jg. 1883   Flucht 1939 USA"

     
     
Aus dem jüdischen Gemeindeleben  
Schweres Überschwemmungsunglück im Juni 1876   

Guntersblum Israelit 05071876.jpg (218644 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Juli 1876. "Bitte an Menschenfreunde! Von einem schweren Unglück wurden die Gemeinden Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum und Gimbsheim am 22. Juni durch den bei Ludwigshöhe erfolgten Dammbruch heimgesucht. Der größte Teil dieser Gemarkungen steht heute noch 6-8’ unter Wasser. Von Dienheim und Oppenheim sind fast alle Frucht und Kartoffelfelder sowie Weingärten überschwemmt oder von Grundwasser durchzogen. 
Da in den Niederungen meist die weniger Bemittelten begütert sind, so ist die Not umso größer. Noch sind die Bestellungskosten der großenteils zum zweiten Male bepflanzten Äcker, die im Frühjahr schon vielen Schaden gelitten, nicht bezahlt, und schon ist die ganze Ernte vernichtet, von der die Schulden getilgt und die Winterbedürfnisse bestritten werden sollten. Die Verdienste der Arbeiter sind in manchen der genannten Gemeinden durch die Verkehrsstockungen geringer. Daher sind viele Familien in einer verzweifelten Lage. 
Darum richten wir an Alle, denen die Not ihrer Mitmenschen zu Herzen geht, die dringende Bitte, von ihrem Überflusse zur Linderung dieses unberechenbaren Elendes an einen der Unterzeichneten eine Liebesgabe beizusteuern. 
Zugleich bitten wir die verehrlichen Expeditionen der verschiedenen Zeitungen diesen Aufruf aufzunehmen und wie in anderen Fällen, so auch für unsere Orte, der Sammlungen sich unterziehen zu wollen. Oppenheim etc. etc., den 26. Juni 1876. 
Balzhäuser, Fabrikant, Beny Jakob I., Oßwald, Bürgermeister, Rehn, Gemeinde-Einnehmer, Weitzel, Pfarrer, von Gimbsheim. Blatz, Weinhändler, Keller, Pfarrer, Küstner Wilhelm, Malzfabrikant, Schuppert, Bürgermeister, von Guntersblum.  Becker, Dr., Bürgermeister, Gräf Joh., Gemeinderat,  Schaad Ad. Beigeordneter, von Ludwigshöhe.  Diehl, Pfarrer,  Starck, Bürgermeister, von Dienheim.  Egly, Bürgermeister,  Herrmann, Pfarrer,  Koch, Fabrikant,  Müller, Pfarrer,  Müller, Schulinspektor,  Rechel, Dirigent,  Schmidt, Gr. Kreisrat,  Weil, Obereinnehmer, von Oppenheimer.  Lotheißen, Gr. Kreisrat,  Dr. Schröder, Landtagsabgeordneter,  von Worms."

     
Anzeige des Armenvereins der jüdischen Gemeinde Gimbsheim (1901)
  
Anmerkungen: die jüdischen Gemeinden verfügten überall über eine hervorragende Fürsorge für durchreisende/obdachlose arme jüdische Menschen. In Gimbsheim gab es hierzu den "Armenverein". Die Fürsorge der Gemeinden wurde jedoch immer wieder auch ausgenutzt, weswegen derartige Anzeigen veröffentlicht wurden.   

Gimbsheim Israelit 13061901.jpg (116314 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juni 1901: "Mitteilungen aus den jüdischen Armenvereinen und für dieselben. Sämtliche jüdischen Wanderbettelvereine und Kassen für Durchreisende ging gebeten, uns Mitteilungen über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer Tätigkeit machen, zukommen zu lassen). 
Gimbsheim,
11. Juni. Vor wenigen Tagen erschien hier ein Herr namens Stern, der erster Kantor in Pretoria gewesen sein will. Infolge des dortigen Krieges sei er, wie er angibt, ausgewiesen worden. Besagter reist in Begleitung seiner Frau und hält in den jüdischen Gemeinden respektive bei den Lehrern oder Kultusbeamten um Unterstützung an. Die amtlichen Papiere seiner Personalien fehlen im gänzlich, und auf Befragen nach solchen äußert er, er habe sie an die Regierung nach England, von der er Entschädigungen beansprucht, gesandt. Er weist Empfehlungen seitens einiger Kantoren und Lehrer, die er durch Überregung veranlasst, jene zu schreiben, auf und sucht solcher Weise die Herzen unserer Glaubensgenossen zu gewinnen. Im Sefer zu lainen (= Tora zu lesen) ist er nicht im Stande. Auch verschiedener Äußerungen seiner Frau zufolge zweifelt man an der Richtigkeit seiner Angaben. Diese Zeilen mögen zur Vorsicht im raschen oder vielfachen Geben dienen. Armenverein."   

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde   
Zum Tod von Sarah David geb. Sonnenberg (1891)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. September 1891: "Gimbsheim (Rheinhessen), 30. August. Gestern Abend verschied dahier im Alter von nahezu 79 Jahren Frau Sarah David geb. Sonnenberg. Von der Liebe und Achtung, deren sich die Verstorbene erfreute, legte ihr Leichenbegängnis beredtes Zeugnis ab. — Nutzer der engeren und weiteren Familie, zahlreichen Kindern, Enkeln u.s.w., hatten sich die Glaubensgenossen aller Nachbargemeinden, sowie viele Nichtisraeliten unserer Gemeinde eingefunden. Herr Lehrer Marx, Alsheim, schilderte in ergreifenden Worten die Verdienste der Dahingeschiedenen um ihre Familie und Gemeinde, hob ihre schlichte, aufrichtige Frömmigkeit, ihr von wahrer Gottesfurcht geleitetes, rastloses Streben und wohltätiges Wirken hervor. Möge ihr in jenem Leben ver­golten werden, was sie hienieden verdient hat.   J. Ledermann, Lehrer."     

     
Helene David erhält Auszeichnungen (1891 / 1895)  

Gimbsheim Israelit 10081891.jpg (39550 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 10. August 1891: "Worms. Der Helene David von Gimbsheim, welche sich durch eine 40jährige treue und redliche Dienstführung in der Familie des Herrn Michael Aron dahier ausgezeichnet hat, ist als Zeichen der Allerhöchsten Anerkennung von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzoge die silberne Medaille des Ludwigsordens verliehen und durch Herrn Kreisrat Gros heute überreicht worden."   
    
Gimbsheim AZJ 07061895.jpg (55233 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 7. Juni 1895: "Die jüdische Dienstmagd Helene David aus Gimbsheim (Kreis Worms), welche nunmehr 44 Jahre in Diensten des Herrn Michael Aron hier steht, wurde vor 4 Jahren mit der silbernen Verdienstmedaille von Ludwig IV.* ausgezeichnet und erhielt bei dieser Gelegenheit von der hiesigen Sparkasse ein Geschenk von 40 Mark. In den jüngsten Tagen erhielt sie von der Großherzogin Victoria Melita* ein prachtvolles goldenes Ehrenzeichen mit sehr schönem Diplom zugestellt."   
 
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Mai 1895: "Worms. Helene David aus Gimbsheim (Kreis Worms), welche nunmehr 44 Jahre in Diensten des Herrn Michael Aron dahier steht, wurde vor 4 Jahren mit der silbernen Verdienstmedaille von Ludwig IV.* ausgezeichnet und erhielt bei dieser Gelegenheit von der hiesigen Sparkasse ein Geschenk von M. 40. In den jüngsten Tagen erhielt sie von der Großherzogin Victoria Melita* ein prachtvolles goldenes Ehrenzeichen mit sehr schönem Diplom zugestellt."
 *Anmerkungen: - Silberne Verdienstmedaille von Großherzog Ludwig IV.  https://www.ehrenzeichen-orden.de/deutsche-staaten/silberne-verdienstmedaille-2.html  
- Großherzogin Victoria Melia https://de.wikipedia.org/wiki/Victoria_Melita_von_Sachsen-Coburg_und_Gotha   

  
Moritz David aus Gimbsheim studiert im Seminar der Fraenkelschen Stiftung in Breslau (1895)    

Anmerkung:  Das Jüdisch-Theologische Seminar Fränckel’sche Stiftung in Breslau, 1854 durch Jonas Fränckel gegründet, war eine führende Ausbildungsstätte für Rabbiner in Mitteleuropa und ein Zentrum der Wissenschaft des Judentums. Nach der Verwüstung und Schließung durch Nationalsozialisten 1938 wurde die bedeutende Bibliothek geraubt; die Stiftung endete. Mehr zu Rabbiner Dr. Moritz David siehe unten.   

Mitteilung im "Jahresbericht des jüdisch-theologischen Seminars Fraenkel'scher Stiftung. Breslau 1895": Das Seminar zählt gegenwärtig 38 Hörer, wovon fünf, ohne noch für die Rabbinatsprüfung designiert zu sein, bereits eine feste Anstellung erhalten haben. Neu eingetreten waren im April vorigen Jahres: Moritz David aus Gimbsheim bei Worms (Hessen- Darmstadt), Max Dienemann aus Krotoschin, Julius Grünthal aus Posen, Siegfried Grzymisch aus Pleschen, Louis Boroschek aus Jarotschin (seit Oktober aus Gesundheitsrücksichten wieder ausgeschieden); im Oktober: Johann Krengel aus Wien, Jakob Neumann aus Preußisch-Friedland, Julius Winter aus Magdeburg."  

    
Wahl eines Herrn David in den Gemeinderat (1892)  

Alsheim Israelit 17101892.jpg (25053 Byte)Meldung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. Oktober 1892: "Alsheim (Kreis Worms). Hier wurde Isidor David zum Gemeinderat gewählt; dessen Name figurierte auf beiden Wahlzetteln. Auch in dem benachbarten Gimbsheim wurde ein Herr David in den Gemeinderat gewählt."   


Zum Tod des langjährigen Vorstehers Emil David II (1901)

Gimbsheim Israelit 11031901.jpg (115573 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. März 1901: "Gimbsheim, 6. März (1901). Trauer und Klage herrscht in unserer Gemeinde; unsere Zierde und Krone ist nicht mehr, denn der langjährige erste Vorsteher Emil David II hat nach langem schweren Leiden, im Alter von 56 Jahren, das Zeitliche gesegnet. Am Montag, 25. Februar, wurde der selige Verblichene zur ewigen Ruhe bestattet und hatten sich zu diesem Anlass zahlreiche Personen aller Konfessionen von Nah und Fern eingefunden, um dem teuren Toten die letzte Ehre zu erweisen. Seine Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Stein aus Worms schilderte in kernhaften, inhaltsreichen Worten das Leisten und Wirken des Verstorbenen, wie er ein treu besorgter Gatte und Familienvater war, wie er mit jeder Faser des Herzens für das Wohl der jüdischen Gemeinde strebte und arbeitete. Wahrlich, ein Mann mit selten edlen Eigenschaften ist dahingeschieden, der es verstand, durch seinen ehrenhaften Charakter und seine rechtschaffene Gesinnung sich bei jedermann, Reich wie Arm, Hoch wie Niedrig, Jude und Nichtjude, das vollste Vertrauen und größte Achtung zu erwerben. Auch auf dem Gebiete der werktätigen Nächstenliebe war er hervorragend tätig; manche Träne half er trocknen und manche Wunde heilen. 
Möge der Allgütige der trauernden Gattin und den trauernden Söhnen Trost spenden und das Andenken des teuren Toten zum Segen gereichen lassen."   

  
Erinnerung an Abraham David aus Gimbsheim 

Abraham David (geb. 1844 in Gimbsheim, gest. 1914 in Wrightsville Beach bei Wilmington) wanderte im Mai 1862 in die USA aus. Nach Zwischenstationen in New York und Philadelphia (Pennsylvania) ließ er sich in Alexandria (Virginia) nieder, seit 1865 in Wilmington (North Carolina). Hier eröffnete er 1867 unter dem Firmennamen "A. David & Co." ein Bekleidungsgeschäft, aus dem eines der größten Herrenbekleidungsunternehmen in Wilmington wurde.
vgl. Publikation: Vom Rhein an den Cape Fear River. Abraham David aus Gimbsheim - eine rheinhessische Auswandergeschichte aus dem 19. Jahrhundert.  Siehe unten in der Literaturliste
Dazu Seite in der Website www.auswanderung-rlp.de.   Seite in der Website www.erichgraf.de 
  

    
Hinweis auf Harold Hirsch, Justitiar des Coca Cola Company, dessen Vater aus Gimbsheim stammte 

Cocacola_bottle.jpg (29655 Byte)Harold Hirsch (1881-1939) war ein Sohn von Heinrich Hirsch (geb. 1838 in Gimbsheim), der Mitte des 19. Jahrhunderts von Gimbsheim aus nach Amerika auswanderte. Sohn Harold wurde in Atlanta geboren. Er hatte als Justitiar der Coca Cola Company die geniale Idee, Coca Cola in einer unverwechselbaren Flasche abfüllen zu lassen und gab 1915 mit einem Wettbewerb den Anstoß, eine solche Flasche zu entwickeln. Seine Aufgabe war, den Namen Coca Cola in der ganzen Welt bekannt zu machen. 
Vgl. weitere Informationen auf der Seite www.erichgraf.de
dazu ein Artikel in der Wormser Zeitung vom 12. November 2011: Link zum Artikel  - auch eingestellt als pdf-Datei.  
Das Foto links zeigt die von Earl R. Dean 1916 entworfene Coca Cola-Flasche (Quelle: Wikipedia-Artikel Coca-Cola)  
Link zu einem Foto von Harold Hirsch in http://www.georgiaencyclopedia.org/nge/Multimedia.jsp?id=m-2848     

   
Gedenken an Leopold Hirsch und das Schicksal der Familie Hirsch    

Leopold Hirsch aus Gimbsheim - ein Überlebender des Holocaust. Am 2. September 2011 jährt sich der Todestag von Leopold Hirsch zum 35. Mal. Leopold Hirsch entstammt einer jüdischen Familie aus Gimbsheim. Er hat den Holocaust überlebt, weil es ihm gelang, in die Vereinigten Staaten zu emigrieren. Dass zum ersten Mal in seiner früheren Heimat an ihn erinnert werden kann, ist Gabriele Hannah und Hans-Dieter Graf zu verdanken, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Namen und Lebensdaten - soweit sie unbekannt sind - der in der NS-Zeit emigrierten und umgekommenen jüdischen Mitbürger aus dem Bereich der heutigen Verbandsgemeinde Eich zu ermitteln und wenn möglich, ihren Lebensweg nachzuzeichnen.  
Informationen und Dokumente zum Schicksal der Familie Hirsch usw. auf www.erichgraf.de    
bulletHans-Dieter Graf / Gabriele Hannah: Familie emigrierte in Etappen. Der Gimbsheimer Leopold Hirsch flüchtete vor der Judenverfolgung nach New York. In: Rhein Main Presse (Wonnegau) vom 16. April 2013 S. 18. Beitrag eingestellt als pdf-Datei.   
bulletWeiterer Artikel zu Familie Hirsch vom Torben Schröder in der "Wormser Zeitung" vom 6. September 2012: "Ausgewandert oder umgebracht. Jüdische Familie - Repressionen der NS-Zeit vertrieben die Hirschs aus Gimbsheim..." 
Link zum Artikel:   Ausgewandert oder umgebracht (Wormser Zeitung, 06.09.2012).     

  
Hinweis auf den aus Gimbsheim stammenden Rabbiner Dr. Moritz David (1875-1956)  

Rabbiner Dr. Moritz David (geb. 1875 in Gimbsheim, gest. 1956 in Manchester): studierte in Breslau (siehe Mitteilung oben von 1895) und Erlangen; er war von 1901 bis 1934 Rabbiner in Bochum; danach zwar im Ruhestand aber weiter Aktivitäten bei Wohlfahrtsaufgaben; Juni bis Dezember 1938 Rabbiner in Dortmund; nach dem Novemberpogrom im KZ Sachsenhausen; Frühjahr 1939 nach England emigriert.
Weitere Informationen u.a. über Website exilarchiv.de - Artikel zu Rabbiner Dr. Moritz David  sowie über den Wikipedia-Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Moritz_David 
An Rabbiner Dr. Moritz David erinnern u.a. eine Gedenktafel an der Trauerhalle des jüdischen Friedhofes Wasserstraße in Bochum (Foto links aus Wikimedia-Commons) sowie seit 1998 die Dr.-Moritz-David-Straße in Bochum.   

    
Erinnerung an Kurt Reinsberg (1916 in Gimbsheim - 2016 in New York) 

Gimbsheim AZ 03052016.jpg (173072 Byte) Links: Artikel von Martin Graf in der "Allgemeinen Zeitung" vom 3. Mai 2016: "Erinnerung an Gimbsheim. Kurt Reinsberg mit 99 Jahren in New York gestorben..."   
Link zum Artikel (oder Textabbildung anklicken)   
Anmerkung: Kurt Reinsberg war ein Enkel von Emil David I. (1843-1914) aus Gimbsheim. Dieser wiederum war der Onkel von Abraham David (1844-1914), der als junger Mann nach Amerika auswanderte und in North Carolina ein großes Herrenbekleidungsgeschäft gegründet hatte (siehe Literatur unten). Die Eltern von Kurt Reinsberg waren Lehmann Reinsberg (1882-1971) und Clara Reinsberg geb. David (1886-1980) aus Gimbsheim. Weiteres im Artikel links (bitte Textabbildung anklicken).   

     
Kleine Mitteilungen 
-  Isaak Hirsch - damals ältester Bürger am Ort - starb im Alter von 97 Jahren in Gimbsheim (in: "Jüdische Volkszeitung" vom 21. Dezember 1916)
-  Verlobung von Hugo Hirsch (Gimbsheim) mit Else Metzger (Mainz) (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 9. November 1922 S. 5)
-  Verstorben ist Henriette Hirsch geb. Allenberg in Gimbsheim im Alter von 71 Jahren am 2. Juli 1928 (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 19. Juli 1923) 
-  Verstorben ist Jetta Guthmann geb. Hirsch in Gimbsheim im Alter von 81 Jahren (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 8. August 1929) 
-  Verlobung von Salli Fränkel (Biblis) mit Paula geb. Guthmann (Gimbsheim) 1930 (in "Israelitisches Familienblatt" vom 13. Februar 1930)
-  Hochzeit von Salli Fränkel (Biblis) mit Paula geb. Guthmann (Gimbsheim) 1930 (in "Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens" 1930 9 S. 15)
-  Verlobung von Frieda Kahn in Gimbsheim mit Otto Gerson (Groß Gerau - Kirchberg) (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 27. November 1930) 
-  Hochzeit von Otto Gerson (Kirchberg (Hunsrück)) mit Frieda geb. Kahn aus Gimbsheim (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 5. März 1931)
-  Verstorben ist Friedericke Hirsch in Gimbsheim am 8. Februar 1933 im Alter von 72 Jahren (in "Mitteilungsblatt des Landesverbandes israelitischer Religionsgemeinden Hessens" 1933 3)
-  80. Geburtstag von Heinrich Hirsch in Gimbsheim am 4. Februar 1938 (in: "Israelitisches Familienblatt" vom 27. Januar 1938) 
     
    
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen   
Anzeigen des Schuhmachermeisters Albert Keller (1904 / 1909)   

Gimbsheim Israelit 29031904.jpg (43925 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. März 1904
"Lehrling
Ein Junge, aus ordentlicher Familie, kann sofort das Schuhmacherhandwerk bei mir erlernen. Kost und Logis im Hause, Schabbos und Jomtof (sc. Feiertag) frei. 
Albert Keller
, Gimbsheim, Kr. Worms."   
  
Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 6. Mai 1909: "Suche sofort einen braven Jungen,
aus guter Familie, welcher bei mir das Schuhmacherhandwerk gründlich erlernen kann. Auch kann sich derselbe in der Schuhwarenbranche ausbilden. Samstags und Feiertage frei.
Albert Keller, Schuhmachermeister und Schuhgeschäft,
Gimbsheim
(Rheinhessen)."    

  
Verlobungsanzeige von Emmi Keller und Martin Weis (1936)       

Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 19. März 1936:
"Emmi Keller  -  Martin Weis  
Verlobte   
März 1936     
Gimbsheim/Rheinhessen    -   Worms am Rhein
."   

     
     

Kennkarte aus der NS-Zeit            
               
Am 23. Juli 1938 wurde durch den Reichsminister des Innern für bestimmte Gruppen von Staatsangehörigen des Deutschen Reiches die Kennkartenpflicht eingeführt. Die Kennkarten jüdischer Personen waren mit einem großen Buchstaben "J" gekennzeichnet. Wer als "jüdisch" galt, hatte das Reichsgesetzblatt vom 14. November 1935 ("Erste Verordnung zum Reichsbürgergesetz") bestimmt. 
Hinweis: für die nachfolgenden Kennkarten ist die Quelle: Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland: Bestände: Personenstandsregister: Archivaliensammlung Frankfurt: Abteilung IV: Kennkarten, Mainz 1939" http://www.uni-heidelberg.de/institute/sonst/aj/STANDREG/FFM1/117-152.htm. Anfragen bitte gegebenenfalls an zentralarchiv@uni-hd.de       
 
  Kennkarte zu dem in Gimbsheim 
geborenen Hugo Hirsch
 
Ginsheim KK MZ Hirsch Hugo.jpg (89446 Byte)    
   Kennkarte (Mainz 1939) für Hugo Hirsch (geb. 24. Juli 1885 
in Gimbsheim, in der Karte verschrieben), Kaufmann    
   

    
    
    
Zur Geschichte der Synagoge         
    
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörten besuchten die jüdischen Familien aus Gimbsheim die Synagoge in Alsheim. Möglicherweise gab es in Gimbsheim eine eigene Betstube. Erst seit 1892 war eine Synagoge vorhanden. Ob es sich dabei um einen neu erstellten Bau oder um ein umgebautes Wohnhaus handelte, ist nicht klar. Über die Einweihung der Gimbsheimer Synagoge am 27. August 1892 liegt ein Bericht in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. September 1892 vor:   

Gimbsheim Israelit 08091892.jpg (43688 Byte)"Gimbsheim (Kreis Worms). Am Samstag den 27. August (1892) fand die Einweihung der neu hergestellten Synagoge statt. Am Vorabend wurden in feierlichem Zuge die Torarollen ins Gotteshaus getragen. Samstag Morgen fand der Hauptgottesdienst statt, an welchem sich außer zahlreichen Fremden, die Vertreter der bürgerlichen Gemeinde nebst anderen Ortsbeamten einfanden. Herr Lehrer Ledermann besprach in beredter Weise die Bedeutung und den Segen eines Gotteshauses und schloss seinen Vortrag mit einem herrlichen Weihegebet."   

Für mehrere Jahrzehnte war die Synagoge Zentrum der Gimbsheimer jüdischen Gemeinde. Äußerlich zeigten die Rundbogenfenster, dass es sich um kein einfaches Wohnhaus handelte. Wie lange in den 1930er-/1930-Jahren in dem Gebäude noch Gottesdienste abgehalten werden konnten, ist unbekannt.
  
Die Gemeinde hat sich aufgelöst - das Synagogengebäude wurde verkauft (Sommer 1938)      

Mitteilung im "Israelitischen Familienblatt" vom 8. September 1938: "Gimbsheim (Hessen). Die Gemeinde hat sich aufgelöst; die Synagoge ist an einen Tischlermeister verkauft worden."  

Beim Novemberpogrom 1938 war das Gebäude bereits verkauft und entging damit einer weiteren Zerstörung. Es wurde zu einem Wohnhaus umgebaut (zeitweise mit Wagnerei), das bis heute erhalten ist. 
    
    
Adresse/Standort der Synagoge:     Sandstraße 17  
    

    
Foto
(Quelle: Arnsberg: Bilder Dokumente S. 75; 
Fotos von 2011 - aufgenommen Anfang Juli 2011 - von Michael Ohmsen, vgl. Website von M. Ohmsen mit Fotoseite zu Gimbsheim).

Das Gebäude der 
ehemaligen Synagoge 
 Gimbsheim Synagoge 010.jpg (59645 Byte)   
   Das Foto entstand vermutlich 
in den 1960er-Jahren   
  
     
Das Gebäude der 
ehemaligen Synagoge
im Sommer 2011
Gimbsheim Synagoge 181.jpg (184126 Byte) Gimbsheim Synagoge 180.jpg (75899 Byte)
  Am Gebäude befindet sich eine Hinweistafel mit folgendem Text: "Ehemalige Synagoge. Wahrscheinlich lebten schon vor dem Dreißigjährigen Krieg Juden in Gimbsheim, urkundlich nachgewiesen sind sie seit dem späten 17. Jahrhundert. Erst im späten 19. Jahrhundert war die Gemeinde so groß, dass sie eine eigene Synagoge unterhalten konnte. Nachdem zunächst Räume in einem Privathaus als Synagoge und Frauenbad genutzt wurden, wurde die neue Synagoge 1892 eingeweiht. Es ist unbekannt, wie lange sie als Synagoge genutzt wurde. 1938 war das Gebäude bereits zum Wohnhaus umgebaut".
     

     
      
 
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  

März 2023: Auf den Spuren der Vorfahren
Artikel von Christine Bausch in der "Allgemeinen Zeitung" vom 1. April 2023: "Reise zu den jüdischen Vorfahren am Altrhein. Phyllis Brasch Librach, Journalistin aus St. Louis, hat in Alsheim, Gimbsheim, Osthofen und Worms die Geschichte ihrer Familie neu entdeckt..."
Zum Lesen des Artikels bitte Textabbildung anklicken.   

    
     

Links und Literatur

Links:  

bulletWebsite der Gemeinde Gimbsheim  
bulletWebsite www.erichgraf.de (Erinnerungen an die Familie Hirsch und weitere jüdische Familien aus Gimbsheim): 
Jüdische Emigration in der Zeit des Nationalsozialismus 
Opfer des Holocaust    Weitere Opfer des Holocaust        

Literatur:  

bulletPaul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. Darmstadt 1972. Bd. 1. S. 263-265.
bulletders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 75. 
bulletPinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 122. 
bulletLandesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Mainz 2005. S. 166-167 (mit weiteren Literaturangaben). 
bulletGünter Reich: Die Juden in den Orten der Verbandsgemeinde Eich / Rheinhessen.   
bullet
Gimbsheim Lit 201310.jpg (35251 Byte) Vom Rhein an den Cape Fear River
Eine rheinhessische Auswanderergeschichte von Hans-Dieter Graf, Martina Graf, Gabriele Hannah und Anton Hieke. Mit Illustrationen von Gisela Graf und vielen weiteren Abbildungen und Fotos.
Diese Publikation erschien in der Buchreihe "Rheinhessen Geschichte(n)" im Kehl-Verlag Osthofen   

Zum Inhalt: Dieses Buch erzählt die Geschichte von Abraham David aus Gimbsheim, der sich vor 150 Jahren (1862) - als junger Mann von kaum 18 Jahren zusammen mit seinem Cousin Gabriel Haas aus Eich auf die abenteuerlichste Reise seines Lebens machte: nach Amerika. Hier erlebte er das, was man den 'American Dream' nennt: den Aufstieg vom kleinen Ladendiener zum Inhaber eines der größten Bekleidungsunternehmen im Süden der Vereinigten Staaten.
Abraham David geriet mitten in den amerikanischen Bürgerkrieg. Sein Weg führte ihn von New York über Philadelphia und Alexandria nach Wilmington, einer im Bundesstaat North Carolina am Cape Fear River gelegene Hafenstadt. Verwandte und Bekannte aus der alten Heimat erleichterten ihm den Start. Hier traf er auch auf Abraham Weill aus Lambsheim, der sich als Fluchthelfer und Unterstützer der Familie des Südstaatenpräsidenten Jefferson Davis in die Geschichtsbücher von North Carolina eingetragen hat.
Abraham David war das, was man einen 'self made man' nennt: wagemutig und einfallsreich, aber auch anpassungsfähig und leistungswillig. Ein Mann, der nicht nur den geschäftlichen Erfolg suchte, sondern auch bestrebt war, sich in die vorhandenen gesellschaftlichen Strukturen seiner neuen Heimat zu integrieren und aktiv einzubringen.
132 Seiten im Format 16,5 x 24 cm. Hardcover - 1. Auflage. ISBN: 978-3-935651-49-3. Preis 24,90 € zuzüglich Versandkosten.  
Bestellungen online möglich direkt beim Kehl-Verlag Osthofen (Medien-Service Reiner Kehl).  
Presseartikel: Von Gimbsheim nach Amerika (Wormser Zeitung, 22.10.2013)
Weiterer Artikel: Den amerikanischen Traum gelebt (Wormser Zeitung, 25.11.2013)  

      
       


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Gimbsheim. Although Jews first arrived there in the 17th century, an independent community was not established until 1875, numbering 72 (3 % of the total) in 1900. It then declined, and by December 1939 all the Jews had left. 
   
    

                   
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Stand: 31. Januar 2026