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Sontra (Werra-Meißner-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Sontra bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts
zurück. Jedoch lebten bereits im Mittelalter einige Juden in dem 1368
zur Stadt erhobenen Sontra. 1367 wohnte ein jüdischer Geldhändler am Ort. Ein nach Sontra
benannter Jude wird 1378 in Gelnhausen
genannt. Vor 1513 zog eine jüdische Frau nach der Konversion ihres Mannes von
Deutz zu. Zu weiteren Niederlassungen jüdischer Familien kam es im 16./17.
Jahrhundert (1564 eine Familie, 1622 zwei Familien, 1668 drei
Familien)
Im 18. Jahrhundert nahm die Zahl der jüdischen Einwohner zu: 1700 5
jüdische Familien, 1704 9, 1730 9, 1744 14 Familien (mit ca. 70 Personen), 1750
61 jüdische Einwohner.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1827 70 jüdische Einwohner (4,5 % von insgesamt 1.569 Einwohnern), 1861
73 (4,4 % von 1.662), 1871 61 (3,7 % von 1,633), 1885 114 (5,9 % von 1.945),
1905 96 (4,7 % von 2.056). Die am häufigsten vorkommenden Familiennamen
waren Heilbrunn, Aschenbrandt, Katz, Levinstein und Rothschild. Die jüdischen
Haushaltsvorsteher verdienten ihren Lebensunterhalt als Textil-, Vieh- und
Pferdehändler; Mitte des 19. Jahrhunderts gab es mehrere jüdische Handwerker:
drei Metzger, zwei Schuhmacher und einen Buchbinder.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Jüdische
Volksschule mit Lehrerwohnung in der Schulgasse 2 von der Mitte des 19.
Jahrhunderts bis 1932), ein rituelles Bad (im Schulhaus) und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser
Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und
Schochet tätig war. An Lehrern waren vor allem tätig: um 1866 M. Müller
(Quelle),
von 1880 bis 1925 Jacob Spier. Die Gemeinde gehörte innerhalb des Kreises Rotenburg an
der Fulda zum Rabbinatsbezirk Niederhessen mit Sitz in
Kassel.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Moritz
Aschenbrandt (geb. 12.4.1887 in Sontra, gef. 25.9.1918), Isidor Heilbrunn (geb.
18.11.1888 in Frankfurt am Main, gef. 27.4.1915), Willy Heilbrunn (geb. 7.5.1891
in Sontra, gef. 25.9.1914), Ludwig Levinstein (geb. 20.12.1888 in Sontra, gef.
25.6.1916) und Ludwig Spier (geb. 17.6.1895 in Sontra, gef. 23.4.1916).
Außerdem sind gefallen: Maximilian (Milian) Katz (geb. 1.7.1893 in Sontra, vor
1914 in Bremen wohnhaft, gef. 8.7.1915) und Sally Katz (geb. 8.12.1882 in
Sontra, gef. 15.7.1918).
Um 1924, als noch 94 jüdische Personen in der Stadt lebten (4,1 % von
insgesamt 2.273 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde der Kaufmann Baruch Löbenstein
und der Viehhändler Hermann Katz I. Als Kantor und Lehrer war noch der bereits genannte Jakob
Spier tätig. Er unterrichtete im Schuljahr 1923/24 11 Kinder an der Jüdischen
Volksschule (Lehrer Spier erkrankte 1924, trat in den Ruhestand 1925 und starb 1926, siehe Bericht unten). 1932
waren (seit den Vorstandswahlen 1926, siehe Bericht unten) die Gemeindevorsteher
der Buchdruckereibesitzer Simon Heilbrunn (1. Vors.) und der Viehhändler Ferdinand Heilbrunn
(2. Vors.). Als Lehrer war 1931 Sally Wiesenfelder aus Breitenbach a.H. tätig
(unterrichtete 10 Kinder); nach ihm (1932) Manfred Rabenstein aus Tann. Im Schuljahr 1931/32 hatte er zehn jüdische Kinder zu unterrichten. Im
Mai 1932 wurde die Jüdische Volksschule aufgelöst (vgl. Bericht).
1933 lebten noch 72 jüdische Personen in Sontra (3,5 % von 2.359
Einwohnern). In
den folgenden Jahren sind die meisten von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Dennoch glaubte man noch
1935 an eine Zukunft der Gemeinde, indem nochmals die Stelle des Vorbeters und
Religionslehrers ausgeschrieben wurde (siehe Anzeige unten). Insgesamt sind von
den 1933 in Sontra wohnhaften jüdischen Personen 22 in die USA emigriert, 8
nach Ost- beziehungsweise Südafrika, 9 nach Holland, 3 nach Palästina. Die
übrigen verzogen in andere Städte in Deutschland. Bereits in der Nacht vom
7. auf den 8. November 1938 kam es zu brutalen Überfällen auf jüdische
Wohnungen in der Stadt, die mehrere der Familien zum fluchtartigen Verlassen
Sontras veranlassten.
1939 wurden noch 13
jüdische Einwohner gezählt, von denen fast alle 1942 deportiert wurden und
umgekommen sind.
Von den in Sontra geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Frieda Adler geb. Katz
(1908), Milian Aschenbrandt (1892), Berta Beer geb. Katz (1887), Frieda Briske
geb. Spier (1903), Alfred L. Freimark (1923), Henriette Freimark geb. Spier
(1891), Minel Freund geb. Löwenstein (1896), Nanny Katz (1884), Jenny
Katzenstein (1888), Paula Katzenstein (1891), Helene Kohn geb. Aschenbrandt
(1888), Minna Lange geb. Heinemann (1853), Adele Levinstein geb. Hahn (1885),
Hermann Levinstein (1885), Isidor Levinstein (1879), Käthe Levinstein (1918),
Moritz Levinstein (1884, war langjähriger Lehrer in Themar), Simon Levinstein (1857), Helene Levy geb. Levinstein
(1881), Frieda Lewin geb. Löbenstein (1896), Arthur Löbenstein (1901), Gerda
Plaut geb. Katzenstein (1910), Heinz Plaut (1936), Joachim Plaut (1932), Ludwig
Plaut (1907), Meinhard Hans Plaut (1935), Marianne Rauner geb. Rothschild
(1882), Hermann Rothschild (1880), Meta Rothschild geb. Heilbrunn (1885),
Marianne Spangenthal geb. Schönemann (1883).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters
1935
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juni 1935: "Vorbeter
und Religionslehrer, seminaristisch gebildet, per sofort gesucht.
Dienstwohnung mit Hausgarten steht zur Verfügung. Synagogengemeinde
Sontra, Bezirk Kassel." |
Zum Tod von Lehrer Jakob Spier (1926)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Mai 1926: "Sontra,
9. Mai (1926). Ein schmerzlicher Verlust hat die hiesige Gemeinde
betroffen. Lehrer i.R. Jakob Spier ist an den Folgen eines schweren
Leidens im Alter von 66 Jahren verstorben. Er hat 45 Jahre in hiesiger
Gemeinde in vorbildlicher Weise gewirkt und erfreute sich seines
freundlichen und hilfsbereiten Wesens wegen in allen Kreisen der größten
Wertschätzung." |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Nachwahlen im Gemeindevorstand (1926)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1926: "Sontra,
18. April (1926). Anstelle des von seinem Amte als Gemeindeältester
zurückgetretenen Viehhändlers Hermann Katz I wurde Buchdruckereibesitzer
Simon Heilbrunn von der Gemeindeversammlung einstimmig gewählt und
landratsamtlich bestätigt. Nachdem der seit 20 Jahren das Amt eines 1.
Gemeindeältesten bekleidende Kaufmann B. Löbenstein nach Osnabrück
verzogen ist, wurde für ihn Viehhändler Ferdinand Heilbrunn
gewählt." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zum Tod des Metzgers Perez Heilbrunn (1879)
(Anmerkung: Nachname wird im Artikel immer "Heilbronn"
statt "Heilbrunn" geschrieben)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juni 1879: "Nachruf!
Sontra, den 17. Siwan 5639 (= 8. Juni 1879). Mittwoch, den 13.
Siwan (= 4. Juni 1879), verschied hier nach längerem schmerzlichen
Leiden, im Alter von 82 Jahren, der Metzger Perez Heilbrunn.
In ihm verliert die hiesige Gemeinde einen treuen Anhänger unseres
Glaubens, einen echten Jehudi im edelsten Sinne des Wortes. Der
Verblichene war in jeder Hinsicht ein Ehrenmann, der wegen seiner
Gewissenhaftigkeit, Redlichkeit, seiner unermüdlichen Tätigkeit im
Geschäfte sich nicht minder der Achtung und Liebe seiner christlichen
Mitbürger als der seiner Glaubensgenossen zu erfreuen hatte.
Von dieser Sympathie legte die zahlreiche Beteiligung an seinem
Leichenbegängnisse ein glänzendes Zeugnis ab.
Perez Heilbrunn war nicht von schweren Schicksalsschlägen verschont
geblieben; vor 16 Jahren verlor er seine Gattin, mit der er in
glücklichster Ehe gelebt hatte; eine in der Nähe verheiratete Tochter
wurde ihm in der Blüte des Lebens entrissen; doch so schmerzlich die
Wunde seinem Herzen war, sein fester Glaube, sein inniges Gottvertrauen
hielten ihn inmitten aller Stürme aufrecht. Mit welcher Ergebenheit
ertrug er ein körperliches Leiden. Gefasst unterzog sich der Greis einer
zweimaligen, höchst schmerzhaften Operation am Arme, den er neun Monate
lang in einer Binde tragen musste, was ihn selbstverständlich zu
gänzlicher Untätigkeit zwang.
Für den arbeitsamen Mann, mit dem regen Geiste, möchte dies nicht die
leichteste Prüfung gewesen sein. Sein oft geäußerter Wunsch, er möchte
am Freitage beerdigt werden, hatte bei Gott Erhörung gefunden. Möge Gott
seine Hinterbliebenen trösten und es nie an glaubensstarken Männern in
Israel fehlen lassen! Amen! Der Vorstand der israelitischen Gemeinde
Levinstein." |
Dr. Fritz Loebenstein wird mit dem Eisernen
Kreuz ausgezeichnet (1915)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. März 1915: "Sontra
(Bezirk Kassel), 9. März (1915). Das Eiserne Kreuz erhielt der Sohn des
Kaufmanns und Gemeindeältesten der hiesigen Synagogengemeinde, Baruch
Loebenstein, der Unterarzt Dr. Fritz Loebenstein, welcher bei der Ostarmee
steht; es stehen außer ihm noch zwei Söhne des Herrn Baruch Loebenstein
im Felde." |
Goldene Hochzeit von Wolf Katz und Röschen geb. Levinstein
(1922)
Mitteilung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. November 1922: Sontra,
20. Oktober (1922). Herr Wolf Katz und Frau Röschen geb. Levinstein zu
Sontra, feiern den 11. November dieses Jahres die goldene
Hochzeit." |
Zum Tod von Ruben Bachrach
(1926)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. April 1926: "Sontra,
18. April (1926). Hier starb das älteste Mitglied der jüdischen
Gemeinde, Händler Ruben Bachrach im 85. Lebensjahre, einer der ältesten
Feldzugsteilnehmer von 1870/71." |
80. Geburtstag von Regina Rothschild geb. Stern (1928)
Meldung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. April 1928: "Sontra,
22. April (1928). Ihren 80. Geburtstag beging Frau Regina Rothschild geb.
Stern in bester Frische." |
Goldene Hochzeit von Israel Heilbrunn und seiner Frau geb. Weinberg
(1928)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Mai 1928:
"Sontra, 8. Mai (1928): Die goldene Hochzeit beging heute in
körperlicher Rüstigkeit und geistiger Frische Herr Israel Heilbrunn
und Ehefrau geb. Weinberg." |
75. Geburtstag von Israel Heilbrunn (1928)
Meldung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. August 1928: "Sontra,
8. August (1928). Seinen 75. Geburtstag beging in größter Frische Herr
Israel Heilbrunn." |
75. Geburtstag von Math. Schönemann geb. Heilbrunn (1929)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 25. Juli 1929: "Sontra,
15. Juli (1929). Ihren 75. Geburtstag beging gestern in bester Rüstigkeit
und geistiger Frische Frau Math. Schönemann geb. Heilbrunn." |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Einzelpersonen
Anzeige des Buchbinders und Buchdruckers H. Heilbrunn (1887)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Oktober 1887:
"Ein Buchbindergehilfe mit bescheidenen Gehaltsansprüchen,
sowie ein Lehrling finden per sofort Stellung in meinem an Schabbat
und Feiertag streng geschlossenen Buchbindergeschäft. Kost und
Logis im Hause. H. Heilbrunn, Sontra in Hessen." |
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Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 26. Mai 1905:
"Suche per sofort einen Lehrling für Buchbinderei und
Buchdruckerei. Schabbos und Jontof (Feiertag) geschlossen. H. Heilbrunn,
Sontra in Hessen." |
Anzeige des Manufaktur- und Modenwarengeschäfts K. Löbenstein (1900)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Mai 1900: "Für
mein Schabbat und Feiertag geschlossenes Manufaktur- und
Modewarengeschäft suche per sofort oder 1. Juli einen tüchtigen
jungen Mann, für die Reise.
K. Löbenstein, Sontra." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit"
vom 9. Juli 1903: "Für mein Manufaktur- und gemischtes
Warengeschäft, welches samstags und Feiertage geschlossen ist, suche
per sofort oder auch später einen tüchtigen
jungen Mann
für die Reise. K. Löbenstein, Sontra." |
Anzeige von Moritz Löbenstein (1903)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. April 1903:
"Manufakturist als Detail-Reisender
mit gut eingeführter Tour für sofort oder später gesucht.
Samstag und Feiertag streng geschlossen. Ausführliche Offerten mit
Zeugnis-Abschriften, Photographie und Gehaltsanspruch erbeten.
Moritz Löbenstein, Sontra." |
Anzeigen der Firma Alfred Haas (1925)
Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Juni 1925:
"Rasieren ohne Messer mit Depilo "der führenden Marke".
Prompte Wirkung angenehmer Geruch, elegante Ausstattung. Sparsamer,
bequemer Verbrauch. Ohne Konkurrenz. Zu beziehen durch Aptheken,
Drogerien, Israel. Buchh. Parfümerien etc. eventuell direkt ab Fabrik
Alfred Haas, Sontra, Bezirk Kassel. Große Blechbüchse Mark 2.50." |
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Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. November
1925: Text wie oben. |
Zur Geschichte der Synagoge
Mindestens seit 1721 war eine "Judenschule"
(Synagoge) in Sontra vorhanden.
In den Jahren zwischen 1850 und 1859 wurde eine neue Synagoge erstellt.
Beim Synagogengebäude handelt es sich um ein zweigeschossiges Fachwerkhaus mit
Satteldach, giebelseitig zum Hauptstraßenzug.
Gottesdienste fanden in der Synagoge in Sontra
bis 1937 statt. Beim Novemberpogrom 1938 blieb das Synagogengebäude
nach den vorliegenden Berichten von einer Demolierung oder Zerstörung
verschont. Die rituellen Gegenstände waren bereits zuvor nach Rotenburg
gebracht worden. Dort sind sie jedoch beim Novemberpogrom 1938 zerstört
worden.
Nach 1945 wurde die ehemalige Synagoge zu einem Wohnhaus umgebaut. Das
Gebäude zeigt äußerlich nichts, das an die Vergangenheit als eines früheren
jüdischen Gotteshauses erinnert. Im Dezember 1995 wurde schräg gegenüber der
ehemaligen Synagoge eine Gedenktafel angebracht, jedoch ohne klaren Hinweis auf
das frühere Synagogengebäude, an dem keine Hinweistafel angebracht ist.
Adresse/Standort der Synagoge: Mühlenweg
2 / Ecke Fuldaer Straße
Fotos
(Quelle: neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum
8.4.2009)
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica III,2 S. 1381. |
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 261-263. |
 | Ilse Gromes: Spuren einer Minderheit. Juden in
Sontra 1367-1942. Beiträge zur Geschichte der Stadt Sontra. Nr. 7. 1981. |
 | dies.: Beiträge zur Geschichte der Stadt Sontra
(Ergänzung zu Nr. 7). 1984. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 78. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 68 (keine weiteren
Informationen). |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S.
234-236. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 485-486.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Sontra
Hesse-Nassau. Jews first lived there in 1367, but a permanent community was not
established until about 1710. Its members, small traders and peddlers, were
religiously observant and their high birthrate expanded the community to 114 (6
% of the population) in 1885. Affiliated with Kassel's rabbinate, they
maintained an elementary school and a synagogue, but their number declined to 72
in 1933. On 8 November 1938 Jews were attacked and by 1939 most had left, 40
emigrating (25 to the United States). At least 17 perished in Nazi camps.

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