Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Herleshausen mit den Ortsteilen Breitzbach, Unhausen und Wommen (Werra-Meißner-Kreis)
Jüdische Geschichte / Synagoge

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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Herleshausen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts zurück. Um 1640 lassen sich die ersten jüdischen Bewohner am Ort nachweisen (nach anderen Angaben lebten bereits Ende des 16. Jahrhunderts zwei jüdische Familien in Herleshausen). Im 18. Jahrhundert lebten durchschnittlich zwei bis drei jüdische Familien am Ort (1744 drei Familien).   

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1835 65 jüdische Einwohner, 1861 118 (10,8 % von insgesamt 1.091 Einwohner), 1871 129 (11,6 % von 1.115), 1885 91 (8,9 % von 1.025), 1895 94 (8,5 % von 1.107), 1905 89 (8,3 % von 1.084). Zur jüdischen Gemeinde Herleshausen gehörten auch die in den umliegenden Dörfern lebenden jüdischen Personen: in Breitzbach (1744 eine jüdische Familie, 1835 neun jüdische Einwohner, 1861 10), Unhausen (1744 zwei jüdische Familien, 1835 7 jüdische Einwohner, 1861 5) und in Wommen (bereits 1564/65 wird ein Jude in Wommen genannt, 1622 Simon und Jackoff mit Familien, 1744 zwei Familien, 1835/61 jeweils sieben jüdische Einwohner). An jüdischen Familiennamen gab es in Herleshausen insbesondere: Weinstein, Wolf, Rothschild, Neuhaus, Goldschmidt, Heilbrunn, Ochs, Müller, Nußbaum u.a.   

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Israelitische Volksschule bis 1922), ein rituelles Bad (im Keller des Schulgebäudes) und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Für die Israelitische Volksschule wurde 1867 ein neues Schulhaus neben der Synagoge erbaut. Als Lehrer sind bekannt: um 1866 J. Oppenheim (Quelle), ab 1900 Simon Schön (unterrichtete 1903 bis 1911 jeweils 12 bis 17 Kinder), 1912 bis 1923 Max Moses (unterrichtete 1922 7 Kinder; Max Moses wechselte 1922 nach Spangenberg, wo er noch drei Ruhe bis zur Auflösung der dortigen Volksschule und dem Antritt seines Ruhestandes blieb). Nach 1922 wurde in der Person von Feivel Alexandrowitz nur noch ein Religionslehrer angestellt. Die Gemeinde gehörte zum Kreisrabbinat Eschwege und mit diesem zum Rabbinatsbezirk Niederhessen mit Sitz in Kassel.         
  
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der Gemeinde Karl Ochs (geb. 30.10.1890 in Herleshausen, gef./vermisst 1917).  .  
 
Um 1925, als zur Gemeinde 52 (?) Personen gehörten (4,4 % von insgesamt 1.195 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde Moritz Neuhaus und Salomon Müller. Als Lehrer, Kantor und Schochet war Feivel Alexandrowitz (bzw. Alexandrowitsch) tätig. Er unterrichtete damals 5 Kinder der Gemeinde in Religion. An jüdischen Vereinen gab es die Wohltätigkeitsvereine Chewra Kadischa und den Israelitischen Frauenverein. Letzterer stand 1932 unter Leitung von Berta Wolf. 1932 waren die Gemeindevorsteher Moritz Neuhaus (1. Vors.) und Salomon Müller (2. Vors.); als Schatzmeister war Bernhard Neuhaus tätig. Im Schuljahr 1931/32 erhielten noch drei Kinder der Gemeinde Religionsunterricht. Lehrer Alexandrowitz verstarb 1932 (vgl. Bericht).         

1933 wurden 60 jüdische Gemeindeglieder gezählt.
In den folgenden Jahren ist ein Teil von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Im September 1938 waren jedoch noch 34 jüdische Personen am Ort. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge zerstört (siehe unten).     
  
Von den in Herleshausen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Fanny Abraham geb. Cohn (1862), Abraham Bachrach (1878), Betty Bachrach geb. Müller (1889), Hermann Bachrach (1878), Clementine Bud geb. Goldschmidt (1875), Emma Eichenberg geb. Müller (1867), Arno (Aron) Goldschmidt (1890), Ida Goldschmidt geb. Neuhaus (1881), Irene Hirsch (1904), Hilde Berta Hoogstraal geb. Meijer (1905), Jakob Katz (1857), Arnold Katzenstein (1878), Berta Katzenstein geb. Herbst (1908), Herbert Katzenstein (1912), Manfred Katzenstein (1935), Meta Katzenstein geb. Öls (1888), Minna Lazarus geb. Müller (1871), Ferdinand Müller (1869), Hirsch Müller (1872), Julius Müller (1888), Manfred Müller (1922), Simon Müller (1878), Fanny Nathan geb. Müller (1880), Adolf Neuhaus (1879), Arthur Neuhaus (1901), Baruch Neuhaus (1869), Berta Neuhaus (1873), Emilie Neuhaus geb. Moosberg (1863), Moritz Neuhaus (1861), Rebekka Neuhaus geb. Löw (1873), Chlothilde Nussbaum (1889), Karl Ochs (1896), Recha Ochs geb. Hirnheimer (1900), Rosi Ochs (1929), Johanna Rosenbaum (1865), Röschen Rosenthal geb. Wolf (1903), Sara Schön geb. Schön (1853), Jeanette Spangenthal geb. Goldschmidt (1856), Albert Isidor Strauß (1895), Marta Weinstock geb. Müller (1893), Berta Wolf geb. Jacob (1868), Frieda Wolf geb. Ledermann (1866), Julie Wolf geb. Müller (1874).  
   
Aus Wommen sind umgekommen: Fritz Weinstein (1869, später in Nesselröden wohnhaft). 
Aus Unhausen sind umgekommen:  Johanna Nußbaum geb. Wolf (1866, später in Nesselröden wohnhaft), Minna Wolf (1869, später in Fulda).
Aus Breitzbach werden keine Namen genannt.           
      

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer  
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet

Ausschreibungen der Lehrerstelle wurden in jüdischen Periodika noch nicht gefunden.  

          
Zum Tod von Lehrer Simon Schön (1911) 

Herleshausen Israelit 05101911.jpg (78361 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Oktober 1911: "Herleshausen, 1. Oktober (1911). Tot aufgefunden in seinem Bette wurde am Morgen des zweiten Tages von Rosch Haschana (Neujahrsfest) Herr Lehrer Simon Schön dahier, nachdem er am Abend vorher noch völlig gesund und kräftig vorgebetet hatte. Am Dienstag wurde der im 54. Lebensjahre Verstorbene unter außergewöhnlich großer Beteiligung zu Grabe geleitet. Herr Kreisrabbiner Dr. Cohn - Eschwege schilderte in bewegten Worten dessen Berufstreue, Ansehen und Wirken in Schule und Gemeinde. Als Vertreter der Israelitischen Lehrerkonferenz Hessens widmete Herr Lehrer Rosenstein dem verblichenen Amtsbruder und Nachfolger Worte der Verehrung. Herr Lehrer Wittich dahier, der Vorsitzende des Bezirksvereins, hielt ihm gleichfalls einen warmen Nachruf. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens."   

  
M. Moses wird zum Lehrer der Gemeinde gewählt (1912)  

Herleshausen FrfIsrFambl 15031912.jpg (15334 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15. März 1912: "Herleshausen. Zum Lehrer der hiesigen Gemeinde wurde M. Moses aus Vlotho gewählt und regierungsseitig bestätigt."   

  
    
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde  
Zum Tod von Röschen Wolf (1902)   

Herleshausen Israelit 30041902.jpg (96309 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. April 1902: "Nachruf. Herleshausen. Vor etwa drei Wochen, am 24. Adar Scheni (= 2. April 1902) wurde unter zahlreicher Beteiligung der verschiedenen Konfessionen von Nah und Fern die sterblichen Überreste der rühmlich bekannten Röschen Wolf dahier zu ihrer letzten Ruhestätte begleitet. Die Entschlafene erreichte ein Alter von fast 86 Jahren und war ihr ganzes Leben hindurch fromm und gottesfürchtig, eine treue Anhängerin und Verehrerin unserer Heiligen Tora. Sie war eine wackere Frau in des Wortes wahrster Bedeutung. Nicht nur ihren Angehörigen, sondern auch den übrigen Mitmenschen zeigte sie sich stets liebevoll und gefällig. Viele Tränen des Kummers hat sie im Stillen getrocknet, Wohltätigkeit oft und gerne in geräuschloser Verborgenheit geübt.
Ihr Name, sowie ihr Vorbild wird bei den Hinterbliebenen, in unserer Gemeinde, sowie bei Allen, die sie kannten, stets fortbestehen. Ihre Seele sei eingebunden in den Bund des Lebens. Friede ihrer Asche!"     

    
Goldene Hochzeit von Felix Alexandrowitz und seiner Frau (1928)  

Herleshausen Israelit 30081928.jpg (20891 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. August 1928: "Herleshausen, 27. August (1928). Die goldene Hochzeit begehen am 2. September Felix Alexandrowitz und Frau in größter Frische. Zugleich begeht der Jubilar sein 50-jähriges Dienstjubiläum."   

     
     
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Anzeige des Eisen-, Kohlen- und Kolonialwarengeschäftes W. Rotschild Sohn (1881)  

Herleshausen Israelit 08061881.jpg (43724 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8. Juni 1881: "Für mein Eisen-, Kohlen- und Kolonialwarengeschäft suche für sofort einen kräftigen Burschen unter günstigen Bedingungen als Lehrling. Bei einigermaßen Leistungsfähigkeit zahle ich schon etwas Gehalt. 
Herleshausen in Thüringen. W. Rothschild Sohn."      

   
Anzeige von Max Wolf (1901)   

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. August 1901: 
"Ein 15-jähriges Mädchen sucht in einem religiösen Hause eines nicht zu entfernten Ortes als 
Kindermädchen
 
vom 1. Oktober oder November ab Stellung. Es wird weniger auf hohen Lohn als auf strenge, aber doch gute Behandlung reflektiert. 
Max Wolf,
Herleshausen bei Eisenach."   

  

     

   

  
Zur Geschichte der Synagoge

Zunächst hatte die Gemeinde jeweils einen Betraum in einem der jüdischen Häuser eingerichtet. Noch bis 1846 fand der Gottesdienst in einem Privathaus statt; der damalige Besitzer hatte bei der Annahme der festen Familiennamen für sich und seine Familie den Namen "Schulhaus" angenommen (Schule = Synagoge). Nachdem in den 1840er-Jahren die Zahl der jüdischen Einwohner stark zugenommen hat, entschloss sich die Gemeinde zum Bau einer Synagoge.
  
1896 konnte die Gemeinde das 50-jährige Jubiläum der Synagoge festlich begehen; an dem Festgottesdienst nahm auch der hessische Landgraf Alexis teil. Im Frühjahr 1927 musste das Synagogengebäude wegen Baufälligkeit geschlossen werden.   

Die Synagoge wird wegen ihres baufälligen Zustandes geschlossen (1927)  

Herleshausen ESW Israelit 19051927s.jpg (23952 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Mai 1927: "Herleshausen, Kreis Eschwege, 8. Mai (1927). Die hiesige Synagoge, die im Jahre 1848 erbaut worden ist, wurde wegen ihres baufälligen Zustandes von der Behörde geschlossen."  

Die Gemeinde entschloss sich zu einem umfassenden Umbau beziehungsweise Neubau der Synagoge. Während der Zeit der Bauarbeiten fanden die Gottesdienste in einem Betsaal im Haus Sackgasse 2 statt. Im Herbst 1928 konnte die Synagoge festlich eingeweiht werden.    

Neueinweihung der Synagoge (1928)  

Herleshausen Israelit 09101928.jpg (94337 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Oktober 1928: "Herleshausen, 10. September (1928). Die im Jahre 1846 erbaute hiesige Synagoge wurde wegen Einsturzgefahr vor einem Jahre polizeilich geschlossen. Die feierliche Einweihung der umgebauten Synagoge unter Teilnahme aller Bevölkerungskreise fand jetzt statt. Sie wurde vollzogen durch die Herren Kreis-Rabbiner Dr. Baßfreund - Eschwege, Land-Rabbiner Dr. Walter Kassel, Vertreter des israelitischen Landesverbandes, Löwenthal zu Eschwege, Kreisvorsteher Werner - Eschwege. Als Vertreter des Landratsamtes hatten sich Bürgermeister Dr. Stolzenberg - Eschwege, Bürgermeister Feld als Vertreter der hiesigen Gemeinde, Architekt Steinert von hier als Erbauer der Synagoge, Pfarrer Münch und andere geladene Gäste eingefunden. Die Festpredigt hielt Kreisrabbiner Dr. Baßfreund - Eschwege. Umrahmt wurde die Feier durch Vorträge des Synagogenchors Eschwege unter Leitung des Kantors Bacharach von dort."    

Nach dem Umbau hatte die Synagoge 78 Plätze für Männer, 52 für Frauen. 

Nur 10 Jahre sollte die neue Synagoge gottesdienstliches Zentrum der jüdischen Gemeinde Herleshausen sein. 
  
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge völlig zerstört. Die Ruine wurde 1939 beseitigt.
   
Seit 2008 erinnert eine Gedenktafel an die frühere Synagoge in Herleshausen.   
     
  
  
Adresse/Standort der Synagoge        Lauchrieder Strauße    

Fotos
(Quelle: Arnsberg s.Lit. Bilder S. 90; die Toramäntel sind abgebildet bei Kollmann/Wiegand s.Lit. S. 54)) 

Die Synagoge Herleshausen 
nach dem Neubau/Umbau 1928
   
  Herleshausen Synagoge 100.jpg (109094 Byte)   Herleshausen Synagoge 101.jpg (329236 Byte) Herleshausen Toramantel 170.jpg (96808 Byte) Herleshausen Toramantel 171.jpg (101189 Byte)
 Blick zur Synagoge  Innenansicht  Toramäntel aus Herleshausen, links von 1865, rechts "zum Andenken an die Bar Mizwah" von Fritz Neuhaus, 18.4.1908
   
        
   Aktuelle Fotos des Synagogengrundstückes und der Gedenktafel werden noch erstellt    

   
    
Links und Literatur

Links:  

Website der Gemeinde Herleshausen  

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 355-357.   
ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder - Dokumente. S. 90.  
Keine Artikel bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988 und dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. 
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 228-229.  
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 455
Erich Schwerdtfeger: Die jüdischen Gemeinden in Herleshausen und Nesselröden. Herleshausen 1989.   
Spuren Lit 010.jpg (37810 Byte)Karl Kollmann / Thomas Wiegand: Spuren einer Minderheit. Jüdische Friedhöfe und Synagogen im Werra-Meissner-Kreis. Hrsg. von der Historischen Gesellschaft des Werralandes. Kassel 1996. S. 92-93 u.ö.

        


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Herleshausen Hesse-Nassau. Even though Jews were living there in 1640, the community did not build a synagogue until 1846 and numbered 129 (12 % of the total) in 1871. Nazi boycott measures ruined Jews in the livestock trade and on Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue (enlarged in 1928) was desecrated. Of the town's 86 permanent or temporary Jewish residents (1933-1942), 28 emigrated; an equal number perished in the Holocaust.  
   

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 07. Oktober 2011