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Zu den Synagogen im
Kreis "Südliche Weinstraße" und Stadtkreis Landau
Venningen (VG
Edenkoben, Kreis
Südliche Weinstraße)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Venningen bestand eine jüdische Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung
geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1707 wurde
durch die hochfürstliche Regierung zu Speyer ein Jude am Ort angenommen. Ende
des 18. Jahrhunderts wird gleichfalls eine jüdische Familie am Ort genannt.
Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gehörten die in Venningen lebenden
jüdischen Personen zur jüdischen Gemeinde Kirrweiler,
zeitweise zur Gemeinde in Altdorf, erst
in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde eine eigene Gemeinde in
Venningen gegründet.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1808 10 jüdische Einwohner (1,2 % der Gesamteinwohnerschaft), 1820
vier jüdische Haushaltungen, 1825 26 jüdische Einwohner (2,5 %), 1850 55 (in
zwölf Familien), 1875 78 (8,5 % von insgesamt 914 Einwohnern), 1890 17 jüdische
Haushaltungen, 1900 59 jüdische Einwohner. Die jüdischen Familien lebten vor
allem vom Vieh- und Warenhandel, ein Teil war alsbald jedoch auch in der
Landwirtschaft tätig.
1809/10 waren die jüdischen Haushaltsvorstände am Ort: Aron Teutsch
(Metzger), Jacob Teutsch (Viehhändler) und Joseph Teutsch (Viehhändler).
Zunächst wurde der Familienname der jüdischen Familien "Deutsch"
geschrieben; ab wann daraus ein "Teutsch" wurde, ist nicht
bekannt.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge
(s.u.), ein jüdische Schule, ein rituelles Bad und
einen Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Letzter
Lehrer der jüdischen Gemeinde war Siegfried Langstädter, der 1915 mit dem
Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war (siehe Bericht unten). Er hatte von
Venningen aus noch Ende 1936 den Unterricht in der jüdischen
"Sonderklasse" in Ludwigshafen zu übernehmen. Die Gemeinde gehörte zum
Bezirksrabbinat in Landau.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Paul Löb (geb.
30.1.1895 in Venningen, gef. 26.4.1915) und Unteroffizier Maximilian Oskar
Teutsch (geb. 3.12.1890 in Venningen, gef. 2.6.1917).
Um 1924, als zur
Gemeinde noch 36 Personen gehörten (3,3 % von insgesamt etwa 1.100 Einwohnern,
waren die Gemeindevorsteher Jakob Teutsch, Heinrich Teutsch, Hermann Teutsch und
Ferdinand Teutsch. 1932 waren die Gemeindevorsteher weiterhin Jakob
Teutsch (1. Vors.), Heinrich Teutsch (2. Vors.) und Ferdinand Teutsch (3.
Vors.). Im Schuljahr 1931/32 gab es noch ein jüdisches Kind in der Gemeinde,
das Religionsunterricht erhielt.
Seit 1894 beziehungsweise 1916 gehörten auch die in den benachbarten Orten Altdorf (seit 1894 nach
Auflösung der dortigen jüdischen Gemeinde) und Kirrweiler
(seit 1916 nach Auflösung der dortigen jüdischen Gemeinde) lebenden jüdischen
Personen zur Gemeinde in Venningen. 1932 waren dies noch vier beziehungsweise
zehn Personen.
Nach 1933 ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder (1933: 29 Personen) auf Grund der Folgen des
wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 1936 wurden jedoch noch
38, 1937 34 und 1938 27 jüdische Einwohner gezählt. Nach den Ereignissen beim
Novemberpogrom 1938 verließen die meisten der jüdischen Einwohner vollends den
Ort. Die letzten beiden jüdischen Einwohner (ein Ehepaar) wurden im Oktober 1940 nach Gurs
deportiert.
Von den in Venningen geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Thekla Eisemann geb.
Teutsch (1902), Norma Heymann geb. Teutsch (1909), Emilie Kahn geb. Teutsch
(1905), Thekla Katz geb. Teutsch (1881), Albertine Keusch geb. Löb (1883),
Flora Langstädter geb. Teutsch (1890), Heinz Justinus Isidor Langstädter
(1921), Siegfried Langstädter (1887), Elsa Levy geb. Teutsch (1888), Ernst Löb
(1891), Anna (Johanna) Löwenstein geb. Teutsch (1901), Emma Marx geb. Teutsch
(1886), Irma Nachmann geb. Teutsch (1889), Anna Simon (1878), Albert Teutsch
(1883), Arthur Teutsch (1875), Betti Teutsch (1928), Elisabeth (Babette) Teutsch
geb. Teutsch (1898), Friedrich Wilhelm Teutsch (1882), Hermann Teutsch (1891),
Hilde Teutsch geb. Rauh (1875), Isaak Teutsch (1857), Ludwig Teutsch (1857), Ludwig
Teutsch (1879), Maria Alwine Teutsch (1889), Martha Teutsch (1893),
Mathilde Teutsch geb. Triefus (1864), Pauline Teutsch geb. Teutsch (1880),
Theodor Teutsch (1867), Willy Teutsch (1890).
Exemplarisches Gedenken:
Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1892 /
1898
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 20. September 1892: "Schuldienst-Erledigung.
Die israelitische Verweserstelle zu Venningen bei Edenkoben (Pfalz) ist
erledigt und wird andurch mit einem dreiwöchentlichen Meldetermin zur
Bewerbung ausgeschrieben.
Mit dieser Stelle ist zugleich der Schächter- und Vorbeterdienst
verbunden und verteilen sich die Gehaltsbezüge wie folgt: 1) Bar aus der
israelitischen Kultuskasse 685,71 Mark, 2) Anschlag eines Gärtchens bei
dem Schulhause 2.06, 3) Anschlag der Wohnung 20,60, 4) Anschlag der
Kasualien 171,43. Zusammen 879,80 Mark.
Bemerkt wird noch, dass, falls die Israelitische Kultusgemeinde Altdorf
der hiesigen Gemeinde zugeteilt werden sollte, vorstehende Gehaltsbezüge
dadurch nicht erhöht werden. Der Verweser muss das Seminar besucht haben,
damit er von der Regierung angestellt werden kann.
Venningen, den 14. September 1892. Der israelitische Kultusvorstand. Aron
Teutsch." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. August 1898:
""Schuldienst-Erledigung.
Die israelitische Verweserstelle zu Venningen, Bezirksamt
Landau, bayerische Pfalz, ist
erledigt und wird andurch mit einem Meldetermin von 14 Tagen zur
Bewerbung ausgeschrieben.
Mit dieser Stelle ist zugleich der Schächter- und Vorbeterdienst
verbunden und verteilen sich die Gehaltsbezüge wie folgt: 1) Bar aus der
israelitischen Kultuskasse 685,71 Mark, 2) Anschlag eines Gärtchens bei
dem Schulhause 2.06, 3) Anschlag der Wohnung 20,60, 4) Anschlag der
Kasualien 171,43. Zusammen 879,80 Mark.
Die Beheizung und Reinigung des Schulsaales besorgt die israelitische
Kultusgemeinde.
Venningen, 24. August 1898. Der israelitische Kultusvorstand. Aron
Teutsch" |
Über Lehrer Siegfried Langstädter (1887-1942) und
seine Familie
Anmerkung: es konnte noch keine umfassende Biographie erstellt, sondern nur Angaben aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen
werden.
Über mehrere Jahrzehnte war die prägende
Gestalt im jüdischen Gemeindeleben in Venningen Lehrer Siegfried
Langstädter. Dieser ist am 21. März 1887 in Memmelsdorf
als Sohn von Isidor Langstädter geboren. Er erhielt seine Ausbildung am Israelitischen
Lehrerseminar in Würzburg und war bereits vor 1914 als Lehrer in
Venningen angestellt. Er heiratete in Venningen Flora geb. Teutsch (geb.
13. November 1890 in Venningen). Die beiden hatten ein Kind: Heinz
Justinus Isidor Langstädter (geb. 18. August 1921 in Obermoschel).
Am Ersten Weltkrieg nahm Siegfried Langstädter teil und wurde bereits
1915 mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet (siehe Bericht unten).
Langstädter blieb als Lehrer in Venningen bis nach 1933. Wieso Sohn Heinz
Justinus Isidor 1921 in Obermoschel geboren ist, ist noch unklar (war
Langstädter dort auch als Lehrer tätig, eventuell zeitweise dort
wohnhaft?). 1936 übernahm Siegfried Langstädter von Venningen aus auch
den Unterricht in der "jüdischen Sonderklasse" in Ludwigshafen
(siehe Bericht unten). Beim Novemberpogrom 1938 wurde er verhaftet und vom
12. November bis 17. Dezember 1938 im KZ Dachau festgehalten.
Am 22. Oktober 1940 wurde Siegfried Langstädter mit Frau und Sohn in das
KZ Gurs in Südfrankreich deportiert. Die weiteren Stationen nach dem
Gedenkbuch des Bundesarchives der Familie sind: 10. März 1941
Internierungslager Rivesaltes, 28. Dezember 1941 Sammellager Marseille.
Siegfried Langstädter starb am 15. Oktober 1942 in Marseilles. Sein Sohn
wurde am 7. September 1942 nach Auschwitz deportiert, Flora Langstädter
wurde am 16. September 1942 nach Auschwitz deportiert. Beide wurden
ermordet (für tot erklärt). |
Auszeichnung von Lehrer Siegfried
Langstädter mit dem Eisernern Kreuz (1915)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juli 1915: "Würzburg,
9. Juli (1915). Der Armierungssoldat Siegfried Langstädter, Sohn des
Isidor Langstädter in Memmelsdorf,
Lehrer an der Israelitischen Volksschule Venningen (Pfalz),
früherer Schüler der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt
Würzburg,
wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet, 'weil er seinen Kameraden
durch Fleiß und Unerschrockenheit ein leuchtendes Vorbild ward.' Er
befindet sich zur Zeit als Verwundeter im Israelitischen
Verwundetenlazarett zu Würzburg." |
Lehrer Siegfried Langstädter übernimmt die jüdische "Sonderklasse"
in Ludwigshafen (1936)
Artikel
in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15.
Dezember 1936: "Sonderklassen. Im Nachtrage zu unseren
Mitteilungen vom 15. vorigen Monats berichten wir, dass die Sonderklasse
in Kaiserslautern nunmehr dem
Kollegen Bernstein in Zweibrücken
übertragen worden ist, während die zweite Stelle in Ludwigshafen
vom Kollegen Langstädter in Venningen übernommen
wurde." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Goldene Hochzeit von Jakob und Johanna Teutsch (1928)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Mai 1928:
"Venningen, 1. Mai. Am 8. Mai feiert das Ehepaar Jakob und Johanna
Teutsch im Kreise seiner 6 Kinder und 19 Enkelkinder das Fest der goldenen
Hochzeit in geistiger und körperlicher Rüstigkeit. Die Jubilare erfreuen
sich allenthalben der größten Beliebtheit. Herr Teutsch, der jahrelang
Vorstand der Gemeinde war, ist heute noch die Seele der Gemeinde. - Möge
dem Jubelpaare noch ein langer und gesunder Lebensabend beschieden
sein!" |
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Derselbe
Bericht - nur im Rückblick formuliert - in der "Bayerischen
Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Juni 1928. |
Zur Geschichte der Synagoge
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden noch die
Gottesdienste in den Nachbarorten Kirrweiler
beziehungsweise Altdorf besucht. 1815
gab es in Venningen zumindest eine Betstube. Ob sie bereits - wie 10 Jahre
später 1825 - im Haus des Jakob Teutsch I. war (damaliges Haus Nr. 133), ist
nicht bekannt.
Seit 1842 plante die jüdische Gemeinde den Bau einer Synagoge.
Ein eigenständiges Gebäude konnte freilich nicht erbaut werden. 1847
erwarb die Gemeinde für 1.400 Gulden das Haus des Georg Keiler in der
Schafsgasse. In dem Gebäude war bis dahin ein Gasthaus eingerichtet. Die
jüdische Gemeinde baute es zu einem Gemeindezentrum um. Im Erdgeschoss wurde
die Lehrerwohnung eingerichtet, im Obergeschoss, dem ehemaligen Tanzsaal, wurden
der Betsaal und ein Unterrichtsraum eingebaut. Es gab keine Frauenempore im
Betsaal - der Frauenbereich war durch einen Vorhang getrennt. Ein rituelles Bad
wurde im Hinterhaus oder im Hof errichtet.
1868 musste das Gebäude gründlich renoviert werden. Dabei wurde u.a.
die Decke des ehemaligen Tanzsaales durch eine gewölbte Decke, einen
"künstlerisch ausgestalteten Himmel" ersetzt. In der Synagoge hatte
es 70 Plätze für Männer, 50 für Frauen. Zur Ausstattung gehörten nach den
Restitutionsakten 1950 u.a. zwei Kronleuchter, der Toraschrein mit fünf
Torarollen, 20 Toramäntel, 30 Tora-Wimpel, vier Tora-Vorhänge, eine Ewige
Lampe, ein Chanukka-Leuchter, ein Trauhimmel, zwei Schofar u.a.m.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge verwüstet und geschändet.
Auf Grund der engen Bebauung wurde sie nicht angezündet. 1942 bis 1945 wurden
im Gebäude Kriegsgefangene untergebracht.
Nach 1945 wurde das als Wohnung vermietet. Im Zusammenhang mit dem
Restitutionsverfahren erfolgte eine Rückübertragung an die Jüdische
Kultusgemeinde der Rheinpfalz, von der das Anwesen am 5. Januar 1952 für
3.000 DM an einen Schneidermeister verkauft wurde. Seitdem wird das ganze
Gebäude als Wohnhaus verwendet. Bei einem Umbau vor 1988 wurde die Decke des
Betsaals entfernt. An die Zeit als Synagoge erinnert vor allem noch die Portalinschrift
(5. Mose 28,6: "Gesegnet bist du bei deiner Ankunft und gesegnet bist du
bei deinem Weggehen"), die 1990 bei Eingang angebrachte Gedenktafel
(Text: "In diesem Gebäude befand sich von 1847-1940 die jüdische
Synagoge Gemeinde Venningen 1990") und die drei Rundfenster am
Giebel.
Das Gebäude der früheren Mikwe wurde Anfang der 1950er-Jahre beseitigt.
Ein sieben Meter tiefer, mit Sandstein ausgemauerter Brunnen, der die Mikwe
speiste, ist noch erhalten.
Adresse/Standort der Synagoge:
Schafstraße 15 (früher Schafsgasse Gebäude Nr. 36)
Fotos
(Quelle: links und Mitte: Landesamt s. Lit. S. 375; rechts: Weber
s. Lit. S. 201)
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Das Gebäude der
ehemaligen
Synagoge 2004 |
Die Portalinschrift mit
Zitat aus 5. Mose 28,6) |
Die Gedenktafel
von 1990 |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Albert Teutsch: Geschichte der Juden der Gemeinde
Venningen - Familie Teutsch von 1590-1936. |
 | Alfred Hans Kuby (Hrsg.): Pfälzisches Judentum
gestern und heute. Beiträge zur Regionalgeschichte des 19. und 20.
Jahrhunderts. 1992. |
 | Otmar Weber: Die Synagogen in der Pfalz von 1800 bis heute. Unter
besonderer Berücksichtigung der Synagogen in der Südpfalz. Hg. von der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz in Landau. 2005.
S. 155.201 (mit weiteren Literaturangaben). |
 | Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt
des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies
ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem
Saarland. Mainz 2005. S. 374-375 (mit weiteren Literaturangaben).
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Venningen Palatinate.
Twelve families (55 Jews) were present in the mid-19th century, half of them
farming, the other half in trade. A synagogue was consecrated in 1849 and a cemetery
in 1887. In 1875, the Jewish population was 78 (total 914), dropping to 53 in
1900 and 29 in 1932. Most Jews left after Kristallnacht (9-10 November 1938),
about half emigrating and the ofther half moving to other places in Germany. The
last two Jews were deported to the Gurs concentration camp in October
1940.

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