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Dierdorf mit
Stadtteil Giershofen (Kreis
Neuwied)
und anderen Orten der Umgebung
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Dierdorf bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18.
Jahrhunderts zurück. 1677/78 wird erstmals ein jüdischer Einwohner
genannt ("Veit der Jud" im ""Flecken Dierdorf"). 1688
kam "Jud Kalmes" als weiterer Schutzjude hinzu. Auch 1700 waren es nur
zwei jüdische Personen (mit Familien): Jud Peritz und Jud Veit.
Im Laufe des 18. Jahrhunderts entstand bereits eine relativ große
jüdische Gemeinde in der Stadt. 1706 werden fünf jüdische Familien
genannt (Peritz, Veit, Löb, Moses, Seligmann), 1761 gab es 15 jüdische
Familien in der Stadt. 1742 war Hirsch Löw "Judenvorsteher" im
Amt Dierdorf. Damals lebten in Dierdorf die Familien des Jud Ruben, Hirsch,
Seligmann, Martgen und Mausche. Aus dem Jahr 1787 liegt ein Bericht über
die Hochzeitsfeierlichkeiten des Erbgrafen Carl zu Wied-Runkel und der Prinzessin
Caroline Louise Frederique zu Nassau-Weilburg am gräflichen Hofe zu Dierdorf
vor. Nachdem am dritten Tag der Feierlichkeiten (am 19. September 1787) die
Pfarrer sich vorgestellt, ihre Glückwünsche überbracht und Geschenke
überreicht hatten, "kam die ganze Judenschaft hiesiger Stadt und Amt mit
Musik ins Schloss. Der Vorsteher (Herz) und einige Deputierte überreichten der
durchlauchtigsten Prinzessin ein Geschenk in Silber mit Versen nach jüdischer
Art. Der Vorsänger aber sang mit Begleitung der Musik auf der Schlossbrücke
einige ins Deutsche übersetzte Verse aus den Psalmen ab, die Bezug auf die
Feierlichkeiten hatten, und zogen unter beständigen Vivatrufen wieder in die
Stadt zurück". Bei der Ausschmückung der Stadt hatte auch Jakob Bär, der
Inhaber eines Kramladens war, mitgewirkt und einen Spruch ausgestellt:
"Komm, komm, mein lieber Saar (Fürst), und kauf mir ab mein War. Komm,
komm, mein lieber Herr, und kauf bei Jakob Bär!!"
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1822 77 jüdische Einwohner, 1855 121 (in der Bürgermeisterei
zusammen 170), 1858 120, 1895 116, 1900 121. Die jüdischen Familien lebten bis
weit ins 19. Jahrhundert hinein insbesondere vom Handel mit Vieh, Ellen- und
Kurzwaren. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts eröffneten mehrere von ihnen offene
Handlungen und Läden am Ort.
Zur Gemeinde gehörten auch die in Giershofen
lebenden jüdischen Personen. Hier wird 1703 ein erster jüdischer Einwohner
genannt (Jud Löw), 1707 sind es zwei Familien, beide mit Namen Löb, 1742 Veit
Jonas und dessen Vater. Die Zahl der Juden am Ort blieb klein: 1924 waren es
sechs jüdische Einwohner, bis 1938 noch die Familie von Jakob Kahn). Auch in
anderen Orten der Umgebung lebten wenige jüdische Familien, die zur Gemeinde in
Dierdorf gehörten, so in Großmaischeid
(bereits 1705 ein jüdischer Einwohner, 1742 Moses, Veit, Heyem und Jacob), in Isenburg
(bereits seit 1688/89, 1707 zwei: Veit und Jüdin Blumin, 1742 Jud
Seligmann)
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (Israelitische
Volksschule),
ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur
Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der auch
als Vorbeter und Schochet tätig war (siehe Ausschreibung der Stelle unten).
Bereits im 18. Jahrhundert wird ein "Judenschulmeister" genannt (vor
1778 Israel Elias bis nach 1811). Besonders lange war in der Gemeinde im 19.
Jahrhundert Lehrer Stamm, der sich auf die
Ausschreibung der Stelle 1856 erfolgreich bewarb und nach 43 Jahren in Dierdorf
im Jahr 1899 sein 50-jähriges Dienstjubiläum feiern konnte (siehe Bericht
unten). Letzter jüdischer Lehrer war bis 1938 Adolf Ginsberg.
Um 1924, als zur Gemeinde 96 Personen gehörten (7,3 % von insgesamt 1.320
Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Moses Seligmann, Samuel Herz und
Markus Frohwein. Zur Repräsentanz gehörten Israel Seligmann, Jakob Kahn
(Giershofen), Jakob Marx Moritz Salomon, Arthur Berg, Alex Daniel, Alex
Hirschberg, Ferdinand Strauß und Siegfried Seligmann. Als Lehrer und Kantor war
Adolf Ginsberg angestellt. Er unterrichtete an der Israelitischen Volksschule
noch neun Kinder. An jüdischen Vereinen bestanden insbesondere der Israelitische
Frauenverein (Frauen-Chewra, gegründet 1827, 1924 unter Leitung der
Frau von Nathan Seligmann mit 22 Mitgliedern, 1932 unter Leitung von Tina Marx
mit 23 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiet: Unterstützung Hilfsbedürftiger),
der Israelitische Männer-Wohltätigkeitsverein (gegründet 1925, 1932
unter Leitung von Siegfried Seligmann mit 23 Mitgliedern; Zweck und
Arbeitsgebiet: Unterstützung von Durchwanderern) und der Jüdische
Jugendverein (1924 unter Leitung von Lehrer Adolf Ginsberg mit 37
Mitgliedern). 1932 waren die Gemeindevorsteher Alex Daniel
(1. Vors.), Arthur Berg (2. Vors.) und Sally Marx (3. Vors. und Schriftführer).
Die beiden Vorsteher der Repräsentanz waren Moritz Salomon (1. Vors.) und Alex
Daniel (2. Vors.). Weiterhin war Adolf Ginsberg Lehrer und Kantor. Im Schuljahr
1931/32 unterrichtete er an der Israelitischen Volksschule neun Kinder in sechs
Klassen.
1933 lebten noch 84 jüdische Personen in der Stadt. In
den folgenden Jahren ist ein Teil von ihnen auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Beim Novemberpogrom
1938 wurde die Synagoge im Inneren völlig verwüstet, jüdische Wohnhäuser
wurden überfallen und teilweise völlig demoliert oder geplündert (Häuser von
Louis Daniel, Nathan Seligmann, Hugo Seligmann, Moses und Emil Seligmann, Moritz
Seligmann, Ferdinand Strauß). Auch in Giershofen wurde das Haus von Jakob Kahn,
in dem auch Lehrer Ginsberg lebte, völlig demoliert.
Von den in Dierdorf geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Hilde Corper geb.
Strauss (1915), Johanna Erna Dahl (1938) Margarete (Grete) Dahl geb. Seligmann
(1912), Emma Daniel geb. Sternberg (1864), Amalie Driels geb. Salomon (1873),
Berta Erkelenz geb. Kahn (1869), Jenny Goldschmidt geb. Hecht (1880), Lucie Harf
geb. Ginsberg (1903), Lina Hecht (1878), Mathilde Hermann geb. Salomon (1863),
Bertha Herz geb. Strauss (1886), Emma Herz (1871), Heinrich Herz (1875), Josef
Herz (1879), Hugo Hirschberg (1876), Siegfried Hirschberg (1884), Helene Jonas
(1877), Jeanette Kaufmann (1856), Anneliese Liszewsky geb. Seligmann (1919),
Ruth Lyon geb. Frohwein (1898), Leopold Marx (1883), Sally Marx (1884(, Samuel
Marx (1850), Henriette Mayer geb. Salomon (1877), Ruth Meyer geb. Ginsberg
(1905), Ernestine Michel geb. Michel (1887), Amalie Regensburger geb. Strauss
(1879), David Salomon (1863), Nathan Salomon (1875), Rosa Salomon (1860), Wiliam
Salomon (1865), Sigmund Scheier (1875), Bienchen Seligmann geb. Seemann (1863),
Dina (Tina) Seligmann (1867), Emil Seligmann (1887), Henriette Seligmann geb.
Scheier (1879), Manfred Seligmann (1924), Nathan Seligmann (1876), Nathan
Seligmann (1879), Alma Steinberg geb. Daniel (1900), Juliane Steineberg geb.
Veit (1876), Karoline Sternberg geb. Herz (1867), Klothilde Stibbe geb.
Seligmann (1887), Anny Strauss geb. Dinkelspiel (1884), Ferdinand Strauss
(1882), Else Wendel geb. Daniel (1896), Selma Wolf geb. Hecht
(1884).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet
1856
Anzeige
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 3. März 1856:
"Ein Lehrer, welcher in Allem gut zu unterrichten, und den
Vorbeterdienst nach herkömmlicher Weise befriedigend zu verrichten
versteht, kann in unserer Gemeinde sobald wie möglich eine Stelle
erhalten, die 150 bis 200 Thaler jährlich einbringt. Meldungen sind
einzureichen bei dem israelitischen Vorstande.
Dierdorf bei Neuwied, im Februar 1856." |
50-jähriges Dienstjubiläum von Lehrer Stamm (1899)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Oktober 1899: "Dierdorf.
Dieser Tage feierte Herr Lehrer Stamm in Dierdorf, Kreis Neuwied, das
seltene Fest des 50-jährigen Dienstjubiläums, welches hier festlich
begangen wurde. Herr Lehrer Stamm bekleidet seit 43 Jahren das Amt eines
Lehrers und Kantors in der israelitischen Gemeinde am hiesigen Platze, und
hat sich die Liebe und Achtung der hiesigen Einwohnerschaft in vollem
Maße erworben. Möge es ihm vergönnt sein, noch weitere Jahre
segensreich in der hiesigen Gemeinde wirken zu können." |
80. Geburtstag von Lehrer Stamm (1911)
Meldung
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 5. Mai 1911:
"Homburg vor der Höhe. Der hier wohnende Lehrerveteran Stamm,
von 1849 bis 1900 in Dierdorf amtierend, feierte seinen 80.
Geburtstag." |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Spendenaufruf für eine verarmte jüdische Familie
(1906)
Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28.September
1906: "Aufruf! Eine allein auf einem Dorfe wohnende jüdische
Familie, bestehend aus Eltern und 5 ganz kleinen Kindern, hat keine
Wohnung, da solche gekündigt und keine andere zu erhalten ist. Es ist
Gelegenheit geboten, ein Häuschen zu erwerben, welches auf den Namen der
Kinder eingetragen werden würde. An alle Glaubensgenossen richte ich die
herzliche Bitte, mir zu diesem Zwecke Gaben zukommen zu lassen, über
welche in diesem Blatte öffentlich quittiert wird. Nähere Auskunft
erteilt auf Wunsch Herr Bürgermeister Ermich in Puderbach (Westerwald). Spenden
nehme (im Voraus danken) entgegen und werden solche für die betreffende
Familie zu dem erwähnten Zwecke verwendet. Hermann Daniel, Dierdorf,
Bezirk Koblenz." |
Berichte
zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde
Zum Tod von Berta Sternberg geb. Hirschberg (1924)
Anzeige in der "CV-Zeitung" (Zeitschrift des
"Central-Vereins") vom 24. Juli 1924: "Heute morgen
verschied infolge Altersschwäche unsere liebe, unvergessliche Mutter,
Schwester, Schwägerin, Tante, Großmutter und Urgroßmutter
Frau Berta Sternberg, geb. Hirschberg im 89. Lebensjahre.
In tiefem Schmerz: 8 Kinder, 23 Enkel und 14 Urenkel.
Im Namen der trauernden Familie: Alex Daniel. Dierdorf, den 8. Juli
1924". |
Zur Geschichte der Synagoge
Eine erste Synagoge ("Judenschule") wurde
zwischen 1742 und 1778 eingerichtet. Ob es sich um einen Betraum in einem
bestehenden Gebäude oder um ein selbständiges Gebäude gehandelt hat, ist
nicht bekannt.
1829 wurde ein eigenständiger Synagogenbau erstellt und eingeweiht.
Dieses Gebäude befand sich Anfang der 1920er-Jahre in einem baufälligem
Zustand. Damals hatte die jüdische Gemeinde einen Baufonds angelegt und Mittel
für einen Neubau angespart, doch war nach durch die Inflationszeit der
angesparte Betrag vernichtet.
1924 erschienen Spendenaufrufe zum Neubau einer Synagoge, da das alte
Synagogengebäude kaum mehr benutzt werden konnte, u.a. in der Zeitschrift
"Der Israelit":
Spendenaufruf für eine neue Synagoge
(1924)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1924. "Aufruf.
Helft uns bauen!
Die hiesige, bereits 100 Jahre stehende Synagoge ist in einem derart
schlechten Bauzustand, dass die Gemeinde gezwungen ist, baldigst mit dem Neubau
eines Gotteshauses zu beginnen. Der seit Jahren angelegt Baufonds ist das
Opfer der Geldentwertung geworden und so steht die Gemeinde mittellos vor
der schweren Aufgabe, die bald erfüllt werden muss, da der bauliche
Zustand des alten Gotteshauses ein längeres Abhalten von Gottesdienst in
demselben nicht mehr erlaubt.
Die Gemeinde allein ist nicht imstande, die zum Bau erforderlichen Mittel
aufzubringen und so richten wir an alle die Bitte: helft uns unsere
schwere Aufgabe lösen.
Gaben bitte an Synagogen-Neubau der Synagogengemeinde Dierdorf, Bezirk
Koblenz, Postscheckkonto Nr. 22703 Köln, gelangen zu lassen.
Der Vorstand der Synagogengemeinde Dierdorf, Bezirk
Koblenz." |
1925 ließ die Gemeinde Pläne für
einen Neubau durch der Frankfurter Architekten Fritz Epstein erstellen, die
jedoch nicht realisiert worden. 1928 zeichnete der Kölner Architekt
Stern einen neuen Plan, der noch in diesem und dem darauf folgenden Jahr
verwirklicht wurde. Der Neubau am Rande des Dierdorfer Markplatzes konnte am 9.
April 1929 eingeweiht werden. Im Inneren wurde am selben Tag eine
"Heldengedenktafel" eingeweiht (Bericht in der Neuwieder Zeitung vom
10. April 1929: "Synagogenweihe in
Dierdorf").
Die Synagoge war ein traufseitig von der Straße zurückgesetzter Putzbau in
expressionistischen Formen. Prägend war im oberen Drittel der Mittelachse ein
großes Rundfenster mit einbeschriebenem Davidstern. Auch auf dem Giebel war ein
solcher angebracht.
Nur neun Jahre war die Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens am
Ort.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge von einem SA-Sturmtrupp
von etwa 18 Mann sowie Gestapo-Leuten, einen SS-Mann und Arbeitern vom
Reichsautobahnbau überfallen. Das Innere wurde völlig verwüstet, die
Torarollen gestohlen, die Eingangstüre und das große Rundfenster an der
Giebelseite zerschlagen. Am Nachmittag des 10. November wurden vom
NSDAP-Ortsgruppenleiter ein Lehrer mit Schulkindern in die Synagoge geschickt,
um alles zu zertrümmern, was unzerstört geblieben war. Am Abend sollte das
Gebäude mit Dynamit gesprengt werden, doch konnten diesen Plan der
Bürgermeister und die Ortsgendarmen verhindern.
Bei einem Bombenangriff wurde das ehemalige Synagogengebäude noch weiter
zerstört, die Ruine wurde 1946 vollends abgetragen.
1979 wurde an der Stadtmauer eine Bronzetafel angebracht, mit der
an die jüdische Gemeinde Dierdorf und ihre zerstörte Synagoge erinnert
wird.
Adresse/Standort der Synagoge: Hauptstraße
/ Ecke Marktplatz (ehemalige Vordergasse)
Fotos
(Quelle: Landesamt s. Lit. S. 136-137)
| Die alte
Synagoge von 1829 |
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| Die neue
Synagoge von 1928 |
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Das in der
Pogromnacht 1938
und zusätzlich durch einen
Bombenangriff im 2. Weltkrieg
zerstörte
Synagogengebäude (1946) |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Uli Jungbluth: Juden in Dierdorf. In: Sachor -
Beiträge zur Jüdischen Geschichte und zur Gedenkstättenarbeit in
Rheinland-Pfalz Heft Nr. 14 2/97 S. 25-32.
|
 | Gerhard Ebbinghaus: Die Geschichte der Juden in
Urbach / Westerwald. In: Sachor - Beiträge zur jüdischen Geschichte in
Rheinland-Pfalz Heft Nr. 5 2/1993 S. 62-72. |
 | Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt
des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies
ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem
Saarland. Mainz 2005. S. 136-137 (mit weiteren Literaturangaben).
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Dierdorf Rhineland. A Jewish
family is mentioned in 1683 and the Jewish population grew to 60 individuals in
1817 and probably reached its peak in 1885 with 142. A Jewish school was opened
c. 1825 and in 1829 a synagogue was in use. A cemetery was opened in 1890. By
1925, the Jewish population hat dropped to 84. The community dedicated a new
synagogue in 1928. On Kristallnacht (9-10 November 1938), the synagogue
was destroyed, Jewish homes and stores were severely damaged, and Jews beaten.
Jewish emigration, which had begun at the outset of the Nazi era, intensified
after the Kristallnacht disturbances. Twenty-one Jews are known to have
reached foreign countries, including 14 who arrived in the United States. The
remaining Jews were sent to the camps, the last four in 1942.

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