|
Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
|
Jüdische Friedhöfe in Mittelfranken Übersicht: Ansbach (AN)
Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer
Friedhof in Gunzenhausen ist seit 1460 nachzuweisen. Ab 1473 wurde er von
den Juden aus der gesamten Markgrafschaft belegt. Nach der Vertreibung der Juden
aus der Stadt (vermutlich 1539) wurde der Friedhof zerstört. Die Grabsteine
wurden zum Bau von Gebäuden in der Stadt verwendet. Bis zur
NS-Zeit wurden etwa 400 bis 500 Beisetzungen vorgenommen. Auch nach 1933 wurde
der Friedhof wiederholt schwer geschändet. Bis 1945 wurden die meisten Grabsteine teilweise entwendet,
verkauft oder als Bau- und Pflastersteine missbraucht. Die Friedhofsfläche
wurde eingeebnet. Nach dem Krieg wurden nur noch 41 Grabsteine gefunden und auf
den Friedhof zurückgebracht. Sie wurden wahllos aufgestellt. Lage: Südöstlich des alten kommunalen Friedhofes an der Leonhardsruhstraße.
Links: Website
der Stadt Gunzenhausen
Lage: Rechts der Straße von Hersbruck nach Förrenbach, ca. 1 km außerhalb Förrenbachs. Link: Website der
Gemeinde Happurg Happurg - Schupf-Förrenbach (LAU)
Zur Geschichte des Friedhofes: Nachdem das Krematorium zwischen Happurg und Förrenbach zur Verbrennung der Toten des KZ Hersbruck nicht mehr ausreichte, wurden auch im Wald bei Schupf die Leichen verbrannt. An der Stelle steht ein Denkmal mit der Aufschrift: "Den Opfern des KZ-Lagers Hersbruck, die in den Jahren 1944-45 an dieser Stelle eingeäschert wurden". Es ist nicht bekannt, wieviele der Häftlinge hier verbrannt wurden. Insgesamt starben etwa 4.000 der zusammen 10.000 Häftlinge des KZ Hersbruck (von diesen mindestens 3.000 Juden). Lage: Links an der Straße von Hersbruck nach Kainsbach im Wald, etwa 2 km außerhalb von Kainsbach. Link: Website der
Gemeinde Happurg
Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Herzogenaurach lebten im 15. Jahrhundert einige jüdische Personen, eventuell kam es damals (oder auch in späterer Zeit) zur Gründung einer jüdischen Gemeinde. Ein jüdischer Friedhof war in oder bei der Stadt vorhanden, über dessen Standort jedoch nichts mehr bekannt ist. Lage: Unbekannt. Link: Website
der Stadt
Herzogenaurach Langenzenn (FÜ) Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Langenzenn bestand vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Zu ihren Einrichtungen gehörte auch ein Friedhof (am Ort "Judenfredhuf" genannt), dessen ungefähre Lage noch bekannt ist. Dennoch finden sich keine Grabsteine, auch keine Einfriedung mehr in diesem Bereich. Es ist nicht bekannt, wie lange dieser Friedhof bestand. Lage: Der Friedhof lag nordöstlich von Langenzenn am Südhang des Alitzberges, wo sich ein kleiner, gut sichtbarer Birkenwald befindet. Link: Website
der Stadt
Langenzenn.
Lage: Der Friedhof liegt auf einer kleinen Anhöhe nordwestlich des Ortes, erreichbar über den Lochweg. Beim Ortsende bzw. unmittelbar nach dem Brunnenhaus führt der Weg links direkt zum Friedhof. Link: Website
des Marktes Mühlhausen Zur Seite
über die Synagoge in Mühlhausen (interner Link)
Lage: Rechts der Straße von Pommelsbrunn nach Hubmersberg, etwa 2 km außerhalb des Ortes. Link: Website
der Gemeinde Pommelsbrunn
Lage: Der Friedhof liegt etwa einen Kilometer nordwestlich des Ortes an einem Hügel unmittelbar links der Straße nach Burghaslach. Link: Website der
Gemeinde Uehlfeld Seite zur Synagoge in Uehlfeld (interner
Link) Uehlfeld -
Schornweisach (NEA) Zur Geschichte des Friedhofes: In Schornweissach bestand von ca. 1579 bis 1877 eine jüdische Gemeinde. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war - unweit der Kirche - auch ein jüdischer Friedhof vorhanden, der auf Betreiben der christlichen Geistlichkeit des Ortes wieder aufgegeben musste. Urkunden mit den Beschwerden der Geistlichkeit sind noch erhalten; auch wird von tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden bei Bestattungen berichtet. Zwischen 1750 und 1850 wurde der Friedhof dann wohl aufgegeben. Er verfiel und wurde schließlich von den christlichen Einwohnern des Ortes anderweitig verwendet. Es sind keine Spuren mehr erhalten. Lage: Unbekannt, jedoch "unweit der Kirche" Link: Website der
Gemeinde Uehlfeld Zur Geschichte des Friedhofes: In
Weißenburg war die Festungsanlage Wülzburg vom 1. September 1939 bis zum
Kriegsende 1945 ein Internierungslager, eingerichtet durch die
Heeresstandortverwaltung Schwabach. Zunächst waren hier in Deutschland lebende
ausländische Staatsangehörige (v.a. Engländer, Holländer, Belgier und
Franzosen) untergebracht. Im Juli 1941 wurde das Lager geräumt und mit
sowjetischen Internierten - in Deutschland und Polen lebende Zivilisten sowie
Angehörige der sowjetischen Handelsflotte - belegt, die schwere Zwangsarbeit
leisten mussten und teilweise an den Folgen von Unterernährung, Erschöpfung
und Krankheiten (Typhus) starben. Etwa 40 der verstorbenen Personen wurden auf einem eigenen Terrain - einer abgesonderten
Begräbnisstätte - dem "Fallgarten" - unweit der Festung
beigesetzt. Unter den Beigesetzten sind zahlreiche jüdische Toten, wie
die Namen deutlich machen: Israel Abragan, Salomon Grünchstein, Samuel Gutmann,
Samuel Mgaloischwilli, Naftalis Michelssons, Lazar Olschancky, Abraham Plotkine,
Ludwig Rabinowitsch, Elias Rempel, Moses Roiter, Mosle-Leiba Sztern, Schlema
Uscharowski u.a.m.
| |||||||
|
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia
Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
|