Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Jüdische Friedhöfe in Mittelfranken

Übersicht:
Jüdische Friedhöfe und Begräbnisstätten (KZ-Friedhöfe) gibt es in Mittelfranken in den Stadt- und Landkreisen Ansbach (AN), Erlangen (ER), Erlangen-Höchstadt (ERH), Fürth (FÜ), Neustadt a.d. Aisch - Bad Windsheim (NEA), Nürnberg (N), Nürnberger Land (LAU), Roth (RH), Weißenburg-Gunzenhausen (WUG).

Ansbach (AN)        
Unterseite
Gunzenhausen (WUG)  Markt Obernzenn (NEA)       
Unterseite
Schnaittach (LAU)       
Unterseite
   
Baiersdorf (ERH)       
Unterseite
Happurg - Förrenbach (LAU)   Markt Sugenheim- Ullstadt (NEA)       
Unterseite
Schopfloch (AN)       
Unterseite
  
Bechhofen a.d. Heide (AN)       
Unterseite 
Happurg - Schupf-Förrenbach (LAU) Mühlhausen (ERH)    Thalmässing (RH)        
Unterseite
    
Diespeck (NEA)       
Unterseite
Hemhofen - Zeckern (ERH)       
Unterseite  
Nürnberg (N) - alte Friedhöfe         
Unterseite
Treuchtlingen (WUG)       
Unterseite  
Ergersheim- Ermetzhofen (NEA)    
Unterseite
Herzogenaurach (ERH)        Nürnberg (N) - neuer Friedhof von 1906/10   Unterseite Uehlfeld (NEA)  
Erlangen (ER)       
Unterseite
Langenzenn (FÜ)   Pappenheim (WUG)       
Unterseite
Uehlfeld - Schornweisach (NEA)  
Fürth (FÜ)       
Unterseite
Markt Burghaslach (NEA)   Pommelsbrunn - Hubmersberg (LAU)       Weißenburg in Bayern (WUG)  
Georgensgmünd (RH)       
Unterseite  
     Rothenburg o.d.T. (AN)      
Unterseite
         
Wilhermsdorf (FÜ)       
Unterseite   

   
   
   

Ansbach (AN)  
    
Ansbach Friedhof 163.jpg (102660 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Ansbach (interner Link)
      
       
      
Baiersdorf (ERH)

Baiersdorf Friedhof 016.jpg (36582 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Baiersdorf (interner Link)    
        
        
        
Bechhofen an der Heide (AN)
  

Bechhofen Friedhof 200.jpg (96928 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Bechhofen (interner Link)      
   
   
        

Diespeck (NEA)

Diespeck Friedhof 104.jpg (96604 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Diespeck (interner Link)   
    
      

                  

Ergersheim- Ermetzhofen (NEA)

Ermetzhofen Friedhof 015.jpg (40378 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Ermetzhofen (interner Link)  
          
     
     

Erlangen

Erlangen Friedhof 205.jpg (134185 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Erlangen (interner Link)   
    
    
   

Fürth (FÜ)
  

Fuerth Friedhof 101.jpg (72544 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zu den jüdischen Friedhöfen in Fürth (interner Link)   
    
    
        

Georgensgmünd (RH)

Georgensgmuend Friedhof 119.jpg (95253 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Georgensgmünd (interner Link)  

   
     
      

Gunzenhausen (WUG)

Zur Geschichte des Friedhofes: Ein jüdischer Friedhof in Gunzenhausen ist seit 1460 nachzuweisen. Ab 1473 wurde er von den Juden aus der gesamten Markgrafschaft belegt. Nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt (vermutlich 1539) wurde der Friedhof zerstört. Die Grabsteine wurden zum Bau von Gebäuden in der Stadt verwendet.  
 
Seit Ende des 16. Jahrhunderts wurden die Toten der jüdischen Gemeinde in Bechhofen beigesetzt. Erst 1875 wurde ein eigener Friedhof in Gunzenhausen angelegt und am 26. August 1875 durch den Ansbacher Distriktsrabbiner eingeweiht. Er wurde mit einer massiven Bruchsteinmauer umgeben. Links neben dem Eingang wurde ein Taharahaus erstellt, das nach 1945 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Mauer und Taharahaus hatten die Gemeinde 3.017 Gulden gekostet. Die erste Beisetzung war am 3. Oktober 1875 (Hugo Eichbaum). Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Friedhof erweitert. Erstmals wurde der Friedhof Ende 1929 geschändet:  
      
Zur Schändung des jüdischen Friedhofes vor Weihnachten 1929 

Gunzenhausen JuedlibZtg 01011930.jpg (37832 Byte)Artikel in der jüdisch-liberalen Zeitung vom 1. Januar 1930: "Nürnberg. Auf dem israelitischen Friedhof in Gunzenhausen bei Ansbach wurde eine neue Friedhofsschändung entdeckt. Man fand 18 zertrümmerte Grabsteine. Die Täter konnten nicht gefasst werden. Auf ihre Ergreifung ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt."   
  
Gunzenhausen Israelit 09011930.jpg (37771 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 9. Januar 1930: dieselbe Meldung wie oben. 
  
Artikel in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 15. Januar 1930: "Wieder eine Friedhofschändung. Nürnberg, 29. Dezember (1929). Wie aus Nürnberg gemeldet wird, wurde auf dem Israelitischen Friedhof in Gunzenhausen bei Ansbach eine neue Friedhofschändung entdeckt. Man fand 18 zertrümmerte Grabsteine. Die Täter konnten noch nicht gefasst werden. Auf ihre Ergreifung ist eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt."  
 
Artikel in der "Bayerischen Israelitischen Gemeindezeitung" vom 1. Februar 1930: "Bekanntlich wurden in der Weihnachtszeit auf dem israelitischen Friedhof in Gunzenhausen 18 Grabsteine umgeworfen und zertrümmert. Die Bekanntmachungen der Kultusgemeinde, des Ersten Bürgermeisters von Gunzenhausen und der Regierung von Mittelfranken sind im folgenden abgedruckt.   
Bekanntmachung der Kultusgemeinde Gunzenhausen. Auf dem israelitischen Friedhof wurden in einer der letzten Nächte von ruchloser Hand 18 Grabdenkmäler umgeworfen und beschädigt. Die israelitische Kultusgemeinde setzt hiermit eine Belohnung von insgesamt RM 500.- (Fünfhundert RM) für den oder diejenigen aus, welche Angaben machen können, die es ermöglichen, dass die Täter der gerichtlichen Bestrafung zugeführt werden können. 
Gunzenhausen, den 24. Dezember 1929. Die Verwaltung der israelitischen Kultusgemeinde.  
  
Bekanntmachung des 1. Bürgermeisters. Schandbuben blieb es vorbehalten, unserer Stadt zu einer traurigen 'Berühmtheit' zu verhelfen! In der Zeit vom 20. Dezember abends bis 23. Dezember morgens wurden im israelitischen Friedhofe nicht weniger als 18 Grabsteine böswillig umgeworfen und dadurch teilweise zertrümmert. Die Tat ist für jeden, der nur noch einen Funken von Moral besitzt, gemein und niederträchtig. Die israelitische Kultusgemeinde hat für die Ermittlung der Täter eine Belohnung von RM 500.- ausgesetzt. Auch die Stadt Gunzenhausen als solche hat ein sehr lebhaftes Interesse daran, die nichtswürdigen Täter baldmöglichst festgestellt zu wissen. Wir bitten deshalb dringendst jedermann, der Sachdienliches weiß, dies der Gendarmerie-Hauptstation Gunzenhausen, welche zur Zeit mitdem Ermittlungsverfahren betraut ist, mitzuteilen. Fall aus irgendwelchen Gründen dieser Weg nicht beschritten werden will, ist auch der unterzeichnete Bürgermeister bereit, eventuell streng vertrauliche Informationen entgegenzunehmen. Gunzenhausen, den 24. Dezember 1929. 
Die Ortspolizeibehörde gez. Dr. Münch, rechtskundiger 1. Bürgermeister. 
 
Bezirksamtliche Bekanntmachung. Nr. 724. Gunzenhausen, 21. Januar 1930. 
Betreff: Beschädigungen im israelitischen Friedhof in Gunzenhausen.  Die Regierung von Mittelfranken, K.d.J., hat mit Entschließung vom 15.1.30 Nr. 2931 h1 mitgeteilt: 
In einer der beiden letzten Nächte vor dem 23. Dezember 1929 wurden im israelitischen Friedhof in Gunzenhausen etwa 18 Grabsteine umgeworfen. Abgesehen von dem dadurch verursachten Schaden ist die in den letzten Jahren im Landgerichtsbezirke Ansbach wiederholt erfolgte Schändung israelitischer Friedhöfe und Gotteshäuser eine solche schmähliche Handlungsweise, dass auch die Allgemeinheit an einer baldigen Aufklärung dieser neuen Straftat interessiert ist. Für die Ermittlung oder sichere Ermöglichung der Ergreifung der Täter wird deshalb seitens der Regierung von Mittelfranken, Kammer des Innern, eine Belohnung von RM 100.- ausgesetzt. Die Zuerkennung oder Verteilung dieses Betrages erfolgt und Ausschluss des Rechtsweges durch die Regierung, K.d.J., Ansbach.  
Bezirksamt, Dr. Schnetzer." 

Bis zur NS-Zeit wurden etwa 400 bis 500 Beisetzungen vorgenommen. Auch nach 1933 wurde der Friedhof wiederholt schwer geschändet. Bis 1945 wurden die meisten Grabsteine teilweise entwendet, verkauft oder als Bau- und Pflastersteine missbraucht. Die Friedhofsfläche wurde eingeebnet. Nach dem Krieg wurden nur noch 41 Grabsteine gefunden und auf den Friedhof zurückgebracht. Sie wurden wahllos aufgestellt. 
  
1948 ist ein Gedenkstein für die in der NS-Zeit umgekommenen Juden erstellt worden. 

Lage: Südöstlich des alten kommunalen Friedhofes an der Leonhardsruhstraße.

Lage des jüdischen Friedhofes in Gunzenhausen auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und über das Verzeichnis der "Behörden und öffentl. Einrichtungen" zu "Friedhof (ehem.), jüd.". 

Links: Website der Stadt Gunzenhausen     
Katharina Krug/Tobias Meister: Die Geschichte des jüdischen Friedhofes von Gunzenhausen: Dokumentation mit zahlreichen Fotos: hier anklicken innerhalb des beispielhaften Projektes des Stephani-Volksschule Gunzenhausen: "Jüdisches Leben in Gunzenhausen"
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 161; Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Gunzenhausen. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11. Jahrgang Nr. 72 vom März 1997 S. 17-18; Michael Schneeberger: Die Juden von Gunzenhausen. In: Jüdisches Leben in Bayern. 19. Jahrgang Nr. 94 vom April 2004 S. 22-30.
   
       
    

Happurg - Förrenbach (LAU)

Foerrenbach Gedenkstein 01.jpg (29547 Byte)Zur Geschichte der Gedenkstätte: Auf dem Gebiet des heutigen Stausees zwischen Happurg und Förrenbach stand das Krematorium, in dem 1944/45 die toten KZ-Insassen aus dem KZ Hersbruck verbrannt wurden. Als dies nicht mehr ausreichte, wurden die Leichen auch im Wald bei Schupf und Hubmersberg verbrannt. Das Mahnmal wurde wegen der Flutung des Sees 1955 auf einer Anhöhe nahe des Stausees errichtet. Zuvor befand sich ein Mahnmal an der Stelle des früheren Krematoriums, es wurde aber 1955 geflutet. Der Gedenkstein hat die Inschrift: "Den Opfern des KZ-Kommandos Hersbruck 1944-45" (Foto links: Jürgen Hanke, Kronach). 

Lage: Rechts der Straße von Hersbruck nach Förrenbach, ca. 1 km außerhalb Förrenbachs.

Link: Website der Gemeinde Happurg    
Website der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. (hier nähere Informationen zum KZ Hersbruck)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 155.
   
   
   

Happurg - Schupf-Förrenbach (LAU)

Schupf-Foerrenbach Gedenkstein 010.jpg (47746 Byte) Schupf-Foerrenbach Gedenkstein 011.jpg (53505 Byte)
Denkmal Schupf-Förrenbach (Fotos: Jürgen Hanke, Kronach)

Zur Geschichte des Friedhofes: Nachdem das Krematorium zwischen Happurg und Förrenbach zur Verbrennung der Toten des KZ Hersbruck nicht mehr ausreichte, wurden auch im Wald bei Schupf die Leichen verbrannt. An der Stelle steht ein Denkmal mit der Aufschrift: "Den Opfern des KZ-Lagers Hersbruck, die in den Jahren 1944-45 an dieser Stelle eingeäschert wurden". Es ist nicht bekannt, wieviele der Häftlinge hier verbrannt wurden. Insgesamt starben etwa 4.000 der zusammen 10.000 Häftlinge des KZ Hersbruck (von diesen mindestens 3.000 Juden).

Lage: Links an der Straße von Hersbruck nach Kainsbach im Wald, etwa 2 km außerhalb von Kainsbach.

Link: Website der Gemeinde Happurg    
Website der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. (hier nähere Informationen zum KZ Hersbruck)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 182.
    
    
   

Hemhofen - Zeckern (ERH)  

Zeckern Friedhof 015.jpg (59192 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Zeckern (interner Link)
     
   
    

Herzogenaurach (ERH)
 
(ehemaliger Friedhof)

Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Herzogenaurach lebten im 15. Jahrhundert einige jüdische Personen, eventuell kam es damals (oder auch in späterer Zeit) zur Gründung einer jüdischen Gemeinde. Ein jüdischer Friedhof war in oder bei der Stadt vorhanden, über dessen Standort jedoch nichts mehr bekannt ist.

Lage: Unbekannt.

Link: Website der Stadt Herzogenaurach
Literatur: Germania Judaica III,1 S. 550f; Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 162.  
  
  
  

Langenzenn (FÜ) 
(ehemaliger Friedhof)

Zur Geschichte des (abgegangenen) Friedhofes: In Langenzenn bestand vom 16. bis zum 19. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde. Zu ihren Einrichtungen gehörte auch ein Friedhof (am Ort "Judenfredhuf" genannt), dessen ungefähre Lage noch bekannt ist. Dennoch finden sich keine Grabsteine, auch keine Einfriedung mehr in diesem Bereich. Es ist nicht bekannt, wie lange dieser Friedhof bestand.

Lage: Der Friedhof lag nordöstlich von Langenzenn am Südhang des Alitzberges, wo sich ein kleiner, gut sichtbarer Birkenwald befindet. 

Link: Website der Stadt Langenzenn.
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 164f. 
  
  
  

Markt Burghaslach (NEA)

Burghaslach Friedhof 123.jpg (47261 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Burghaslach (interner Link)   
     
     
    
Markt Obernzenn (NEA)

Obernzenn Friedhof 010.jpg (51671 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Obernzenn (interner Link)   
     
     
    

Markt Sugenheim - Ullstadt (NEA)

Ullstadt Friedhof 120.jpg (73907 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Ullstadt (interner Link)    
      
      
      

Mühlhausen (ERH)

Muehlhausen Friedhof 015.jpg (53671 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: Der jüdische Friedhof in Mühlhausen wurde 1738 angelegt. Auf ihm wurden von mehreren Gemeinden (u.a. Reichmannsdorf bis 1840) die Toten beigesetzt. Er umfasst eine Fläche von 79,20 ar. Das Gelände ist von einem Maschendrahtzaun umgeben. Rechts hinter dem Eingang steht ein Taharahaus. Im hinteren, älteren Teil des Friedhofes stehen viele, teilweise schon versunkene Grabsteine. Im neueren Teil sind noch mehrere Gräber mit schmiedeeisernen Grabeinfassungen erhalten (Foto links: Jürgen Hanke, Kronach).

Lage: Der Friedhof liegt auf einer kleinen Anhöhe nordwestlich des Ortes, erreichbar über den Lochweg. Beim Ortsende bzw. unmittelbar nach dem Brunnenhaus führt der Weg links direkt zum Friedhof.

Link: Website des Marktes Mühlhausen     Zur Seite über die Synagoge in Mühlhausen (interner Link)  
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 166f; Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Mühlhausen. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. Jahrgang 14 Nr. 81 vom Dezember 1999 S. 14; Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3. Spuren jüdischer Vergangenheit in Aisch, Aurach und Seebrach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach, Uehlfeld, Mühlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. Dokumentation zu Mühlhausen S. 239-278, vgl. Auszug online
  
   
  

Nürnberg (N)

Nuernberg Friedhof 141.jpg (83649 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zu den alten jüdischen Friedhöfen in Nürnberg (interner Link)
und Unterseite zum neuen jüdischen Friedhof (von 1906/1910)      
      
     
    

Pappenheim (WUG)

Pappenheim Friedhof 206.jpg (84326 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof in Pappenheim (interner Link)
   
   
   

Pommelsbrunn - Hubmersberg (KZ-Friedhof) (LAU)

Pommelsbrunn-Hubmersberg Gedenkstein.jpg (62527 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: Das Mahnmal für KZ-Opfer steht in Verbindung mit dem Schicksal von zahlreichen Häftlingen des Konzentrationslagers Hersbruck. Mit der in eine Flamme mündende Spitze des Obelisk wird der etwa 300 toten KZ-Insassen gedacht, die nur wenige hundert Meter von der Ortschaft entfernt, in einer Nacht im November 1944 verbrannt wurden. Die Inschrift des 1950 aufgestellten Mahnmahles lautet: "Soll hier ewig lodernd die Flamme erheben die Klage. Seht zu Stein sie erstarrt. Stumm auch redet der Stein." (Foto links: Jürgen Hanke, Kronach). 

Lage: Rechts der Straße von Pommelsbrunn nach Hubmersberg, etwa 2 km außerhalb des Ortes.

Link: Website der Gemeinde Pommelsbrunn      
Website der Dokumentationsstätte KZ Hersbruck e.V. (hier nähere Informationen zum KZ Hersbruck)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 162f.
     
    
    

Rothenburg o.d.T. (AN)

Rothenburg Grabsteine 154.jpg (59405 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zu den jüdischen Friedhöfe in Rothenburg (interner Link)    
     
     
    

Schnaittach (LAU)

Schnaittach Friedhof a109.jpg (101409 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zu den jüdischen Friedhöfen Schnaittach (interner Link)    
      
       
      

Schopfloch (AN)

Schopfloch Friedhof 154.jpg (97114 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Schopfloch (interner Link)     
      
       
      

Thalmässing (RH)

Thalmaessing Friedhof 194.jpg (110199 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Thalmässing (interner Link)       
     
    
     

Treuchtlingen (WUG)

Treuchtlingen Friedhof 205.jpg (96976 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Treuchtlingen (interner Link)   
     
     
     

Uehlfeld (NEA)

Uehlfeld Friedhof 015.jpg (60509 Byte)Zur Geschichte des Friedhofes: Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden zunächst in Zeckern beigesetzt. 1732 konnte ein eigener Friedhof in Uehlfeld angelegt werden. Ein Grundstück am "Zeckenberg" wurde der jüdischen Gemeinde zum Kauf angeboten. Er wurde nach einiger Zeit mit einer massiven Steinmauer umgeben. Vom Eingang aus befinden sich auf der linken Seite die alten, teilweise bereits versunkenen Grabsteine; auf der rechten Seite die neueren Stein. Es sind etwa 275 Grabsteine erhalten. Die Friedhofsfläche umfasst 46,01 ar. In der NS-Zeit wurde der Friedhof im August 1935 erstmals geschändet, später wurde auch das kleine Taharahaus zerstört. Die letzte Beisetzung fand 1937 statt. (Foto Links: Jürgen Hanke, Kronach)

Lage: Der Friedhof liegt etwa einen Kilometer nordwestlich des Ortes an einem Hügel unmittelbar links der Straße nach Burghaslach.

Link: Website der Gemeinde Uehlfeld     Seite zur Synagoge in Uehlfeld (interner Link)
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 185; Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Ühlfeld. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 11. Jahrgang Nr. 73 vom Juni 1997 S. 18.
    
   
    

Uehlfeld - Schornweisach (NEA) 
(ehemaliger Friedhof)

Zur Geschichte des Friedhofes: In Schornweissach bestand von ca. 1579 bis 1877 eine jüdische Gemeinde. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war - unweit der Kirche - auch ein jüdischer Friedhof vorhanden, der auf Betreiben der christlichen Geistlichkeit des Ortes wieder aufgegeben musste. Urkunden mit den Beschwerden der Geistlichkeit sind noch erhalten; auch wird von tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden bei Bestattungen berichtet. Zwischen 1750 und 1850 wurde der Friedhof dann wohl aufgegeben. Er verfiel und wurde schließlich von den christlichen Einwohnern des Ortes anderweitig verwendet. Es sind keine Spuren mehr erhalten. 

Lage: Unbekannt, jedoch "unweit der Kirche"

Link: Website der Gemeinde Uehlfeld    
Literatur: Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 182 ; Johann Fleischmann (Hg.): Mesusa 3. Spuren jüdischer Vergangenheit in Aisch, Aurach und Seebrach. Die jüdischen Friedhöfe von Zeckern, Walsdorf, Aschbach, Uehlfeld, Mühlhausen, Lisberg, Burghaslach und Reichmannsdorf. Hinweis auf den ehem. Friedhof in Schornweissach S. 364-365, vgl. Auszug online
  
   
  

Weißenburg in Bayern (WUG)

Zur Geschichte des Friedhofes: In Weißenburg war die Festungsanlage Wülzburg vom 1. September 1939 bis zum Kriegsende 1945 ein Internierungslager, eingerichtet durch die Heeresstandortverwaltung Schwabach. Zunächst waren hier in Deutschland lebende ausländische Staatsangehörige (v.a. Engländer, Holländer, Belgier und Franzosen) untergebracht. Im Juli 1941 wurde das Lager geräumt und mit sowjetischen Internierten - in Deutschland und Polen lebende Zivilisten sowie Angehörige der sowjetischen Handelsflotte - belegt, die schwere Zwangsarbeit leisten mussten und teilweise an den Folgen von Unterernährung, Erschöpfung und Krankheiten (Typhus) starben. Etwa 40 der verstorbenen Personen wurden auf einem eigenen Terrain - einer abgesonderten Begräbnisstätte - dem "Fallgarten" - unweit der Festung beigesetzt. Unter den Beigesetzten sind zahlreiche jüdische Toten, wie die Namen deutlich machen: Israel Abragan, Salomon Grünchstein, Samuel Gutmann, Samuel Mgaloischwilli, Naftalis Michelssons, Lazar Olschancky, Abraham Plotkine, Ludwig Rabinowitsch, Elias Rempel, Moses Roiter, Mosle-Leiba Sztern, Schlema Uscharowski u.a.m. 
Unter den Beigesetzten jüdischer Abstammung ist auch der tschechische Komponist und Pianist Erwin Schulhoff (1894-1942) (vgl. Wikipedia-Artikel zu Erwin Schulhoff).  

1995 wurde eine dreieckige Gedenkstele des Eichstätter Bildhauers Günter Lang aus Jurastein aufgestellt. Glasarbeiten, die in die drei Seiten der Säule eingefügt sind - Davidstern, Kreuz mit Fisch und Halbmond - symbolisieren die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam, denen die hier Bestatteten angehörten.            
  
Lage: Unweit der Festung an einem Hang, inmitten von Gärten (vgl. Beschreibung in der pdf-Datei "Wanderung") 
   
Link: Website der Stadt Weissenburg in Bayern  
Literatur
:  Israel Schwierz: Die vergessenen jüdischen Toten von Weißenburg/Mittelfranken?  In: Zeitschrift für fränkische Landeskunde und Kulturpflege. 1993. S. 360-361. Als pdf-Datei online zugänglich.  
Weitere pdf-Datei mit Fotos: "Letzte Ruhestätte für Internierte - Wanderung zum Russischen Friedhof südlich von Weißenburg".   

          
     
     

Wilhermsdorf (FÜ)

Wilhermsdorf Friedhof 016.jpg (67046 Byte) Informationen und Fotos siehe Unterseite zum jüdischen Friedhof Wilhersmdorf  (interner Link)

 

 

    

 

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 17. August 2010