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Friedhöfe in der Region"
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Pappenheim (Kreis
Weißenburg-Gunzenhausen)
Jüdischer Friedhof
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Pappenheim (interner
Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
In Pappenheim bestand bereits im Mittelalter ein jüdischer Friedhof. Erstmals werden Juden
1314 beziehungsweise 1330 in der Stadt genannt. Ob der mittelalterliche jüdische Friedhof
identisch mit dem noch erhaltenen ist, ist nicht bekannt.
Auf dem noch
erhaltenen Friedhof fanden nachweislich seit 1579 Beisetzungen statt. In der Folgezeit wurde
der Friedhof auch von den jüdischen Gemeinden u.a. Ellingen,
Treuchtlingen, Berolzheim und Regensburg benutzt, bis dort teilweise eigene
Friedhöfe angelegt wurden. Die noch erhaltenen älteren Grabsteine stammen aus
dem 17. und 18. Jahrhundert (meist rechteckige Kalksteinplatten). Die älteste
lesbare Grabinschrift ist von 1687. Im neueren Teil des Friedhofes besteht noch
das Taharagebäude (Totenwaschhaus).
In der NS-Zeit wurde der Friedhof geschändet. Quer durch das
Friedhofsgrundstück wurde eine Straße gelegt beziehungsweise erweitert. Die Grabsteine des alten Teiles, der im November 1938 nahezu
vollständig abgeräumt wurde, sind von der Bevölkerung teilweise als Baumaterial benutzt
worden. 1940 wurden auf dem Gelände drei Baracken gebaut und ein Spielplatz
angelegt. 1950 wurden die Baracken entfernt und die noch auffindbaren Grabsteine
wieder aufgestellt. Der jetzige neue Friedhofsteil umfasst die Grabstätten seit
der Zeit um 1825. Die Friedhofsfläche umfasst 34,41 ar (alter Teil) und 17,92
ar (neuer Teil).
Lage des Friedhofes
Der Friedhof liegt gegenüber der Altstadt nördlich der
Altmühl. Die in der NS-Zeit quer über den Friedhof (aus)gebaute Straße ist die
"Bürgermeister-Rukwid-Straße"
Fotos
Rest des mittelalterlichen Friedhofes
(Foto von Theodor
Harburger, Aufnahme am 16. Juli 1928; Quelle
s.u.; Grabstein war damals im Eigentum des Grafen von und zu Pappenheim) |
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Grabsteinfragment aus dem 15.
Jahrhundert: Name des Verstorbenen:
Naftali bar Jechiel |
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Der Friedhof im Sommer 1928
(Fotos von Theodor
Harburger, Aufnahmen im Juli 1928; Quelle: Central Archives for the
History of the Jewish People, Jerusalem; veröffentlicht u.a. in Th.
Harburger: "Die Inventarisation jüd. Kunst- und Kulturdenkmäler in Bayern.
1998 Bd. 3 S. 645-656); weitere Veröffentlichungen teilweise in Pinkas
Hakehillot s.Lit. S. 337-338)
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| Teilansichten des Friedhofes |
Rechts: Grabsteine
des Naftali Hirsch, Sohn des verstorbenen Rabbiners
Efraim Segal,
(gest. 24. Januar 1692) und des Alexander, Sohn des
Samuel Chajim aus Treuchtlingen
(gest. 3. März 1692) |
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Prächtig gestalteter
Grabstein
des Rabbiners Aschel Anschel Ansbach,
Sohn des Eli, aus Neuburg
(gest. 25. Juni 1727) |
Grabstein der Nochah Dinah,
Frau des
Abraham Schaz aus Treuchtlingen (gest.
5. Juli 1742) und ihrer 8
Monate alten
Tochter Leah (gest. 3. August 1742) |
Grabstein für Mirjam, Tochter
des verstorbenen Salman aus Berolzheim
(gest. 24. Dezember 1732) |
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Rechts: Die teilweise Zerstörung
des
Friedhofes 1938 |
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| Grabstein des Menachem Mennle
Berolzheim (gest. 10. Februar 1687) |
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Bauarbeiten für die heutige
Bürgermeister-Rukwid-Straße (Quelle: Pinkas Hakehillot s. Lit. S. 337) |
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Der Friedhof im Sommer 2006
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 30.07.2006) |
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Eingangstor zum oberen
Teil
des Friedhofes |
Hinweistafeln
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Blick entlang der
Bürgermeister-
Rukwid-Straße; links der obere Teil
des Friedhofes; in der
Bildmitte ist das
Tor zum unteren Teil erkennbar |
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| "Gottesacker - Deine
Frucht heiße Friede" Denkmal zur Erinnerung an die Zerstörung des
Friedhofes in der NS-Zeit mit Grabsteinfragmenten |
Ansichten des
oberen Teil des Friedhofes |
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| Tor zum unteren Teil |
Teilansicht des unteren Teiles |
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Fotos des Friedhofs -
Sommer 2007
(Fotos: Matti Goldschmidt) |
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Eingangstor zum oberen
Teil des Friedhofes |
Blick über den oberen
Teil des Friedhofes |
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Zwei Grabsteine
im
unteren Teil des Friedhofes
(Fotos: Matti Goldschmidt) |
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Grabstein links für Nathan
Becker (1866-1911) |
Grabstein für den
Buchdruckereibesitzer
Sigmund Hirschbaum (1877-1912) |
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