Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bonfeld (Stadt Bad Rappenau, Landkreis Heilbronn) 
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge

Übersicht:

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
bulletBerichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben 
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen   
bulletZur Geschichte der Synagoge   
bulletFotos / Darstellungen     
bulletLinks und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)           
   
In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts den Freiherren von Gemmingen gehörenden Bonfeld bestand eine jüdische Gemeinde von der Zeit des 16./18. Jahrhunderts bis 1939. 1598 wird in der Judenordnung der Reichsstadt Wimpfen Bonfeld als Wohnstätte von Juden genannt. 1717 lebten zwei Juden im Ort (Süßkind/Süßle und Jodel/Judele/Judas), die nicht lange zuvor in Bonfeld zugezogen waren. Mitte des 18. Jahrhunderts gab es fünf bis sechs jüdische Haushaltungen in Bonfeld (1767/77: Mordig, Gumpel, Sandel, Ruben, Manasse und Moses). In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundert nahm die Zahl jüdischer Familien zu, 1795 waren es bereits 14 Familien, 1803/04 15 jüdische Haushaltungen: Marx Judel, Moses Judel, Seligmann Judel, Simon Lazarus, Jonas Lazarus, Judel Manasse, Moses Manasse, Lazarus Manasse, Lazarus Moses, Lazarus Ruben, Moses Löw Ruben, Joseph Ruben, Salomon Samuel, Hirsch Samuel und Löw Samuel. 
    
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 92 jüdische Einwohner, 1824 98 (7,6 % von insgesamt 1.290 Einwohnern), Höchstzahl um 1852 mit 131 Personen, 1872/73 44, 1892 54 (in 14 Familien), 1900 44, 1910 43 (4,3 % von 979 Einwohnern). 1825 hatten die jüdischen Familien folgende Familiennamen angenommen: Bamberger, Blumenthaler, Ottenheimer, Rosenthaler, Strasburger, später erscheinen die Familiennamen Flehinger, Hertz, Ladenburger, Schlesinger und Zion. 
   
Nach der Neueinteilung der israelitischen Gemeinden 1832 war Bonfeld Filialgemeinde zur israelitischen Gemeinde Massenbachhausen, bis diese Gemeinde 1865 aufgelöst wurde. Seitdem war die jüdische Gemeinde in Bonfeld wieder selbständig. An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule (zum Bau eines Schulhauses wurde 1843/44 ein Staatsbeitrag bewilligt; die Bonfelder Schule war in der Folgezeit zunächst Konfessionsschule, danach noch Religionsschule bzw. jüdischer Religionsunterricht in der Volksschule des Ortes, vor 1911 aufgelöst) und ein rituelles Bad (im Untergeschoss des Fachwerkhauses Rappenauer Straße 7, das Bad bzw. das Tauchbecken ist nicht erhalten). Die Toten der jüdischen Gemeinde wurden in Heinsheim und Waibstadt beigesetzt. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinatsbezirk Lehrensteinsfeld, nach dessen Auflösung 1864 zum Rabbinatsbezirk Heilbronn. Von den jüdischen Lehrern sind bekannt: ca. 1835 bis 1838 Aron Hilbert (danach in Oedheim, ab 1841 in Niederstetten, hier ausführliche Informationen), um 1884/91 Lehrer Leopold Flehinger (ehrenamtlich?, lebte 1846 bis 1903). Nach 1903 erteilte Lehrer Reiß aus Massenbach Religionsunterricht den 1903 12 jüdischen Schulkindern in Bonfeld.    
 
Von den Gemeindevorstehern sind bekannt: um 1892 L. Schlesinger (zugleich Synagogendiener), L. Adler und L. Hirsch.   
 
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der jüdischen Gemeinde Josef Zion (geb. 19.12.1893 in Bonfeld, gef. 3.10.1916). Sein Name steht auf dem Bonfelder Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Mit dem Eisernen Kreuz II wurde für seinen Kriegseinsatz ausgezeichnet: Kaufmann Julius Zion, Leutnant und Kompanieführer im württembergischen Reserveregiment Nr. 248 (Israelit. Familienblatt vom 17.2.1916 S. 3, Ernennung zum Leutnant im Infanterieregiment Nr. 122 nach Dr. Bloch's österreichischer Wochenschrift vom 23.4.1915 S. 315).    
   
Im wirtschaftlichen Leben des Ortes nahmen die Juden bereits im 19. Jahrhundert durch verschiedene Handlungen und Gewerbebetriebe einen wichtigen Platz ein.  
  
Um 1924, als noch 42 Personen zur jüdischen Gemeinde gehörten (4,2 % von insgesamt etwa 1.000 Einwohnern), waren die Gemeindevorsteher Max Flehinger, Leopold Schlesinger, Julius Zion und Sigmund Zion. Den Religionsunterricht der damals fünf jüdischen Kindern der Gemeinde erteilte Lehrer Meyer aus Massenbach. 1932 war Gemeindevorsteher weiterhin Max Flehinger. Die im Schuljahr 1931/32 sieben schulpflichtigen jüdischen Kinder der Gemeinde wurden durch Religionsoberlehrer Straus aus Talheim unterrichtet.   

An ehemaligen, bis nach 1933 bestehenden Handels- und Gewerbebetrieben im Besitz jüdischer Familien sind bekannt: Manufakturwarenhandlung Max Flehinger (Kirchhausener Straße 19), Vieh- und Fruchthandlung Ferdinand Hirsch (Fürfelder Straße 9), Viehhandlung und Metzgerei Karl Ladenburger (Sonnenstraße 13), Fam. Elias Ottenheimer (Kirchhausener Straße 3), Viehhandlung Ferdinand und Hermann Ottenheimer (Fürfelder Straße 14), Landesproduktenhandlung und Schuhgeschäft Leopold Schlesinger (Rappenauer Straße 13), Lebensmittelgeschäft Mathilde und Albert Schlesinger (Martin-Luther-Straße 42), Kolonial- und Manufakturwarenladen Sophie und Moritz Schlesinger (Kirchhausener Straße 18), Manufakturwarengeschäft Julius und Sigmund Zion (Kaufhaus bzw. Bekleidungs- und Stoffgeschäft ZION; Rappenauer Straße 27).   
   
1933 wurden noch 40 jüdische Einwohner in Bonfeld gezählt. Auf Grund der zunehmenden Repressalien und der Entrechtung sowie der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts sind in den folgenden Jahren mehrere von ihnen ausgewandert oder in andere Orte gezogen. Unter dem Druck örtlicher Parteifunktionäre wurde der Boykott immer schärfer durchgeführt. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge demoliert (s.u.), mehrere jüdische Personen schwer misshandelt - der damalige Lehrer Stiegele hatte sich aktiv dabei eingebracht und den SA-Männern die Häuser der jüdischen Familien gezeigt. An den Folgen der Misshandlungen starb Hugo Heinrich Hertz 1940 im jüdischen Krankenhaus in Frankfurt. 1941/42 wurden die noch in Bonfeld lebenden jüdischen Personen in die Vernichtungslager deportiert.  
      
Von den in Bonfeld geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Erna Hertz geb. Ottenheimer (1908), Friedrich Karl Hertz (1933), Hugo Heinrich Hertz (1898), Inge Hertz (1932), Alfred Hirsch (1929), Elise Hirsch geb. Henle (1891), Ferdinand Hirsch (1883), Margot Hirsch (1925), Karl Ladenburger (1879), Karoline (Kathi) Ladenburger geb. Zion (1880), Johanna Marmorstein geb. Straßburger (1864), Emma Metzger geb. Ottenheimer (1887), Ferdinand Ottenheimer (1883), Frieda Ottenheimer geb. Wiesenbacher (1888), Richard Ottenheimer (1924), Joseph Schlesinger (1870), Karoline Schlesinger geb. Marx (1873), Leopold Schlesinger (1866), Mathilda Schlesinger (1877), Simon Schlesinger (1876), Heinz Zion (1925), Julius Zion (Frontoffizier des Ersten Weltkrieges, 1885), Sofie Zion geb. Ottenheimer (1898).                
     
      
      
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde  
  
Aus der Geschichte der jüdischen Lehrer und der Schule 

Ausschreibungen der Stelle des Lehrers, Vorbeters und Schochet - gemeinsam für Massenbach und Bonfeld (1903 / 1910)                          

Massenbach Israelit 05011903.jpg (50069 Byte)Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Januar 1903: "Lehrer gesucht.  
Die Vorsängeramtsverweser-Stelle in Massenbach - Bonfeld soll baldigst wieder besetzt werden (Einkommen ca. 1.000 Mark). Bewerbungen wollen bis 15. Januar dem Rabbinat Heilbronn eingereicht werden. 
Massenbach
Israelitisches Kirchenvorsteheramt."  
   
Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 1. Dezember 1910: "Vorsänger, Religionslehrer und Schochet in Bonfeld - Massenbach, Sitz in Bonfeld. Einkommen ca. 1100 Mark und freie Wohnung. Offerten an das Kirchenvorsteheramt in Bonfeld."  

   
Zu Lehrer Leopold Flehinger (um 1884/1903 Lehrer in Bonfeld) 

Grabstein für Leopold Flehinger, Kaufmann/Lehrer in Bonfeld: Geboren am 9. Februar 1846 als Sohn des Lehrers Wolf Flehinger und der Luise geb. Stahl. Leopold heiratete am 22. Juni 1875 Mina geb. Adler, geb. am 25. Januar 1843 als Tochter von Seligmann Adler und der Rachel geb. Strauß. Leopold Flehinger starb am 9. Dezember 1903 und wurde im jüdischen Friedhof in Waibstadt begraben (Foto links aus Wikimedia Commons).
Leopold und Mina Flehinger hatten vier Kinder: Wilhelm (Chajim Wolf, geb. 17. Mai 1876, verheiratet 20. Dezember 1907), Max (geb. 24. Februar 1880, verheiratet 17. August 1909, siehe unten zum Tod 1936), Sofie (geb. 2. März 1881, verheiratet 14. August 1905) und Selma (geb. 28. Dezember 1881, verheiratet 16. August 1908) .
Weitere genealogische Informationen siehe https://www.wikitree.com/wiki/Flehinger-9. Familienregister Bonfeld: http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440609-7 

  
 
Aus dem jüdischen Gemeinde- und Vereinsleben   
Spendensammlung in der Gemeinde "für die Armen im Heiligen Land" (1893 / 1899) 
Anmerkung: Spendensammlungen wurden regelmäßig in der Gemeinde durchgeführt und über ihr Ergebnis in jüdischen Periodika berichtet.  

Mitteilung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Juni 1893: "Bonfeld. Durch L. Flehinger, A. ... von der Gemeinde 3.90 M. — B. Challah-Geld von nachgenannten Frauen: Lina Ottenheimer 2.50, Esther Hirsch 2, Minna Ottenheimer 3, Minna Flehinger 3, Hannchen Ottenheimer 1.50, Babette Zion 1, Auguste Zion 1.50, Katti Adler 2.40 M. Zus. abz. Porto 20.60 M., wovon 3.60 M. für Zwecke im Heiligen Land".  
 
Mitteilung in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1899: "Bonfeld Durch L. Flehinger, A. Aufrufspenden von: Benedikt Schlesinger 0.50, Max Ottenheimer 4, Leop. Flehinger 1, Bernhard Ottenheimer 1, Elias Ottenheimer 1, Louis Adler 0.50, Seligmann Zion 0.50, Kaufmann Zion 0 50 M.   B. ... von der Gemeinde 3.70 M. — C. Challah-Geld von den Frauen: Mina Ottenheimer 4, Lina Ottenheimer 1, Babette Zion 1, Auguste Zion 1, Sofie Schlesinger 2, Mina Flehinger 3.40, Caroline Schlesinger 0.50, Kathie Adler 3.55, Julchen Ottenheimer 2. Esther Hirsch 1M. Zus. abz. Porto 31.85 M., wovon 3.85 M. für Zwecke im Heiligen Land — D. Für Mizwot: B. Ottenheim 1, Adler und Flehinger 3, zus. 4 M. — L. Für J. Badhab in J.: Louis Adler 1 , Frau Judas Schlesinger Wwe. 1, zus. 2 M. — Für J. Zeilingold: L. Flehinger 1.50 M. — Für die Rokeach'schen Kinder: Louis Adler 2 M. Gesamtsumme 43.85 M."   

    
Vortrag von Heinz Koch (Heilbronn) in Bonfeld (1935)             

Artikel in der "Gemeindezeitung für die Israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Juli 1935: "Freudental. Hier und in Bonfeld sprach Heinz Koch (Heilbronn) über 'Palästina und der Zionismus'."         

  
Chanukkafeier mit Lehrer Isaak Straus (Talheim) und seinem Sohn Dr. Helmut Straus (1935/1936) 
Anmerkung: Dr. Helmut Straus war der Sohn des Volksschullehrers und jüdischen Religionslehrers Isaak Straus (siehe Seite zu Talheim) und seiner Frau Sara (Serry) geb. Hallheimer. Helmut Straus ist am 18. Mai 1911 in Crailsheim geboren und in Michelbach a.d.L. und in Talheim aufgewachsen, wo sein Vater als Lehrer tätig war. Helmut Straus besuchte das Gymnasium in Heilbronn (Abitur 1930) und studierte anschließend in Frankfurt und München Zahnmedizin (1934 zahnärztliches Staatsexamen, doch erhielt er auf Grund der NS-Bestimmungen keine Approbation und keine Zulassung zur Promotion). 1934 bis 1935 Studium und Promotion zum Dr.med.dent. in Basel. Danach war er offenbar einige Zeit bei den Eltern in Talheim, von wo aus er gemeinsam mit seinem Vater die Chanukkafeier in Bonfeld veranstaltete. Noch 1936 emigrierte er nach Palästina/Israel, wurde Mitglied in einem Kibbuz, nannte sich nun Chaim Straus. 1938 heiratete er; mit seiner Frau hatte er zwei Kinder (Jochanan, geb. 1942 in Afulah, und Uri, geb. 1947 in Petach Tikwah). Seit 1943 war er als Zahnarzt tätig, doch konnte er durch gesundheitliche Probleme nur eingeschränkt seinen Beruf ausüben. 1965 lebte er in Hadar Ramatayim (Stadtteil von Hod HaSharon).     

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Januar 1936: "Bonfeld. Für die kleine Gemeinde Bonfeld war es eine große Freude, dass Oberlehrer Straus mit der Bonfelder Schuljugend eine Chanukkahfeier in der Synagoge veranstaltete. Dr. Helmut Straus hielt einen fesselnden Vortrag, der mit großem Beifall aufgenommen wurde. Max Flehinger dankte als Vorsteher der Gemeinde für den genussreichen Nachmittag".      

   
   
Berichte zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde  
80. Geburtstag von Vorsteher Elias Ottenheimer (1927)       

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 1. Januar 1927: "Bonfeld. In voller geistiger und körperlicher Frische feierte der um die hiesige Gemeinde hochverdiente Vorsteher Elias Ottenheimer im Kreise seiner Kinder und Kindeskinder seinen 80. Geburtstag. Der Jubilar ist bereits vor 30 Jahren in das Vorsteheramt gewählt worden und gehört zu den beliebtesten und geachtetsten Mitbürger der Gemeinde."      

       
Stiftung zugunsten armer Kinder an die bürgerliche Gemeinde von Albert Ottenheimer (1929)   
Anmerkung: Albert Ottenheimer (geb. 1886 in Bonfeld) machte sich später als Kaufmann, Unternehmer, Kunstsammler und Mäzen sich einen Namen machte. Bereits als 24jähriger eröffnete er in Köln das selbständige Großhandelsunternehmen "Albert Ottenheimer Eisengroßhandlung". Nach dem Ersten Weltkrieg expandierte sein Unternehmen und unterhielt ein Filialnetz in Deutschland und den Niederlanden. Zudem hielt Ottenheimer Beteiligungen an Unternehmen der Eisen- u. Stahlindustrie und Maschinenbauunternehmen. 1937 emigrierte er über die Schweiz in die USA, wo er bis in die 1950er Jahre mit der "Albot Industries" (New Jersey) als Unternehmer im Eisen-/Stahlhandel tätig war. Als Sammler war Ottenheimer – er war auch Mitglied im Kölner Museumsverein – an moderner bildender Kunst interessiert und galt als Mäzan. Seine Kunstsammlung befindet sich seit den 1990er Jahren im "Museum of Art" in Portland (Maine).
In seinem Geburtsort Bonfeld sorgte Ottenheimer im Jahre 1929 für eine Stiftung, die Armen und Bedürftigen zu Gute kommen sollte. Dabei sollten die Zuwendungen der nach ihm benannten "Bernhard-Ottenheimer-Stiftung" zu einem Drittel jüdischen und zu zwei Dritteln nicht-jüdischen sozial Schwachen in Bonfeld zugute kommen. Von den Stiftungsmitteln - 1939 in "Bonfelder Armenstiftung" umbenannt - fehlt jegliche Spur.
Albert Ottenheimer (Otten) starb im Jahre 1985 in den USA.  Zu Albert Ottenheimer:  https://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Ottenheimer      
Zum Tod von Albert Otten in der New York Times vom 29. September 1985  https://www.nytimes.com/1985/09/29/nyregion/albert-otten-99-industrialist-who-fled-germany-in-1930-s.html    

Artikel in der "Gemeinde-Zeitung für die israelitischen Gemeinden Württembergs" vom 16. Oktober 1929: "Bonfeld. Der aus unserer Gemeinde stammende Kaufmann Albert Ottenheimer, Köln, hat anlässlich des 80. Geburtstages seines Vaters Bernhard Ottenheimer der Stadtgemeinde Bonfeld RM 10.000.- mit der Bedingung gestiftet, dass die Zinsen alljährlich an arme Kinder verteilt werden."       

  
   
Anzeigen jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen  
Anzeige von Bernhard Ottenheimer (1912)     

Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 25. September 1912: "Haushälterin-Gesuch
Für alleinstehenden Herrn wird eine Haushälterin gesucht, welche gut bürgerlich kochen kann, im Haushalt durchaus erfahren und tüchtig und nicht unter 25 Jahre alt ist. Nur Süddeutsche wollen sich melden.
Bernhard Ottenheimer.
Bonfeld b. Heilbronn
."   

 
Todesanzeige für den langjährigen Gemeindevorsteher Max Flehinger (1936) 
Anmerkung: Max Flehinger war ein am 24. Februar 1878 in Bonfeld geborener Sohn von Lehrer Leopold Flehinger (siehe oben) und seiner Frau Mina geb. Adler (geb. 17. Dezember 1878 vermutlich in Randegg als Tochter von Berthold Weil und Dolzine geb. Haarburger). Max Flehinger war als Kaufmann tätig (seit 1922 Inhaber des elterlichen Geschäftes "Adler & Flehinger", Manufakturwarenhandlung in der Kirchhausener Str. ehem. Hauptstraße 19). Er war verheiratet mit Laura geb. Weil (geb. 4. Dezember 1878 in Randegg). Die beiden hatten zwei Kinder: Berthold (Bert, geb. 25. Juni 1916 in Bonfeld) und Ruth (geb. 1. August 1922 in Bonfeld, später verheiratete Kreisler). Max Flehinger verstarb am 24. August 1936 an einer Lungenentzündung, seine Frau Laura, die mit ihrer Tochter im Mai 1937 nach Baltimore Maryland/USA emigrieren konnte (Berthold war hier bereits seit Juni 1934), starb am 22. September 1960 in Baltimore ebd. 
Gräber: Laura Flehinger: https://de.findagrave.com/memorial/35820844/laura-flehinger, Berthold Flehinger (gest. 2003): https://de.findagrave.com/memorial/35820837/berthold-flehinger, Ruth Kreisler geb. Flehinger (gest. 2015): https://de.findagrave.com/memorial/142556706/ruth-kreisler
    

Anzeige im "Israelitischen Familienblatt" vom 3. September 1936: "Nach einem arbeitsreichen Leben verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unerwartet schnell mein lieber Mann, unser guter Vater, Herr
Max Flehinger

langjähriger Vorstand der hiesigen israelitischen Kultusgemeinde, im 58. Lebensjahr.
In tiefer Trauer: Laura Flehinger geb. Weil   Berthold Flehinger   Ruth Flehinger
Bonfeld, Baltimore U.S.A., den 24. Aug. 1936"   

    
     
     
Zur Geschichte des Betsaals / der Synagoge        
   
Vermutlich gab es bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts einen Betraum. 1753 lebte ein Rabbi Jecoff (Jakob) in Bonfeld. Nach der starken Zunahme jüdischer Familien in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde um 1780 eine Synagoge erbaut. Sie bestand aus zwei Räumen im ersten Stock eines Wohnhauses auf den heutigen Grundstück Rappenauer Straße 4. 1790 starb ein Bonfelder "Judenschulmeister". Er wurde in Heinsheim begraben. In den 1803 von der Herrschaft Gemmingen erlassenen "Instruktionspapieren" für den damaligen "Judenschultheiß" Lazarus Ruben wurde geregelt, dass er unter anderem auf eine gute Ordnung in der Schule (Synagoge) achten solle. Er solle vor allem "keine Händel und Zänkereien in derselben dulden, sondern solche nach der vorhandenen Judenordnung bestrafen. Da die Schule lediglich dem Dienste Gottes geweiht ist, und es sich nicht geziemt, dass Vergehungen darinnen gerügt werden, so hat er die Untersuchung und Bestrafung derselben bloß in seinem Haus vorzunehmen..." In der zugleich verabschiedeten Judenordnung wurden die jüdischen Gemeindeglieder erinnert, ihre Fest- und Feiertage mit Würde und Anstand zu begehen und sich allen anstößigen Lärmens und Geräusches auf der Straße zu enthalten. 
  
In der Zeit, als die jüdische Gemeinde Bonfelds eine Filialgemeinde zu Massenbachhausen bildete (1832 bis 1865), wurde dennoch ein regelmäßiger Filialgottesdienst in der Bonfelder Synagoge genehmigt, da Massenbachhausen zwei Stunden entfernt lag.   
  
Über 150 Jahre diente die Synagoge Bonfeld als Zentrum des gottesdienstlichen Lebens der jüdischen Gemeinde in Bonfeld. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge durch auswärtige SA-Leute vollkommen zerstört. Tags darauf nahm der örtliche Schullehrer Stiegele seine Schulklasse zur Synagoge mit der Aufforderung, noch mehr zu verwüsten und alles klein zu schlagen. Beim Pogrom durch die SA-Leute wurden mehrere jüdische Männer schwer misshandelt. Hugo Heinrich Hertz erlitt schwere innere Verletzungen, an deren Folgen er zwei Jahre später starb. Wenige Wochen nach den Ereignissen im November 1938 wurde das Synagogengebäude verkauft und abgebrochen (1939).  
     
1988 war geplant, zum Gedenken "50 Jahre Pogromnacht" am Platz der ehemaligen Synagoge einen Gedenkstein aufzustellen. Ein Text für die Tafel wurde von der evangelischen Kirchengemeinde und ihrem damaligen Pfarrer Rudolf Eberle (1930-2015) vorgelegt. Der Plan konnte auf Grund heftigen Widerstandes vor Ort jedoch nicht verwirklicht werden. 2002 wurde auf Anregung von Susan Schoenenberger - Urenkelin von Jeanette und Karl Ladenburger aus Bonfeld - eine bronzene Gedenktafel erstellt und bezahlt. Allerdings gab es weiterhin Widerstand im Ort, worauf die Gedenktafel im Foyer des Rathauses Bad Rappenau angebracht wurde. Erst am 28. November 2021 konnte die Gedenktafel in der Bonfelder Ortsmitte aufgestellt werden; eine Rappenauer Firma lieferte die zur Befestigung notwendige Konstruktion aus Cortenstahl. 
     
     
     
Fotos / Pläne    

Historische Fotos / Pläne    Bonfeld Plan 002.jpg (116815 Byte) Bonfeld Plan 003.jpg (190209 Byte)
  Karten von Bonfeld aus dem 19. Jahrhundert mit jeweils eingetragener Synagoge an 
der Rappenauer Straße (Quelle für Karten ohne Eintragung: Heimatbuch Bonfeld 2000 
s. Lit. S. 205 und vor Rückumschlag)
   
Bonfeld Synagoge 151.jpg (87157 Byte) Bonfeld Synagoge 001.jpg (140698 Byte) Bonfeld Synagoge 01.jpg (95591 Byte)
Bonfeld um 1900: links vom Rathaus 
die Kelter und das Feuerwehrmagazin 
(mit dem vorgebauten "Waghäusle"),
 danach die Synagoge 
Ausschnitt aus dem Foto links: die
 ehemalige Synagoge in Bonfeld mit dem
 Betsaal im ersten Stock; vermutlich
 gehörten die drei Fenster links zum
 Männerabteil, die beiden Fenster
 rechts zum Frauenabteil 
Innenaufnahme der ehemaligen 
Synagoge (Quelle: Jüdische 
Gotteshäuser und Friedhöfe in
 Württemberg. 1932. S. 59) 
     

   
Fotos nach 1945/Gegenwart:  

Foto um 1985:
(Foto: Hahn) 

Bonfeld Synagoge 001.jpg (74048 Byte)  Bonfeld Synagoge 152.jpg (49196 Byte)
   "Keine Spur geblieben": hinter dem 
Zaun lag das Grundstück der 
ehemaligen Synagoge Bonfeld
Textvorschlag für die seit 1988 
zunächst nicht realisierte Gedenktafel 
  
        

Fotos 2004:
(Foto: Hahn, Aufnahmedatum 16.7.2004)

Bonfeld Synagoge 192.jpg (50337 Byte) Bonfeld Synagoge 191.jpg (49202 Byte) Bonfeld Synagoge 190.jpg (48563 Byte)
Die Rappenauer Straße in Bonfeld,
 vgl. historische Ansicht oben  
Blick auf das Synagogengrundstück (unbebaute Gartenanlage), das linke Haus ist
 identisch mit dem auf dem historischen Foto zu sehenden Haus links der Synagoge  
     
     
 Das Gebäude der ehemaligen Mikwe (rituelles Bad)
(Fotos: Renate Cochrane,
Aufnahmen vom August 2025)
   
   Das Gebäude der ehemaligen Mikwe - im Haus Rappenauer Straße 7 - von der Straßenseite und der Gartenseite.
Auffallend ist der Treppenabgang von der Straßenseite her.   
     
 Gedenktafel von 2021
(Fotos: Renate Cochrane,
Aufnahme links vom August 2025)
    
  Standort der Gedenktafel in der Ortsmitte von Bonfeld (links);
Text der Tafel (rechts): "Dem Gedenken an die jüdischen Mitbürger der Bonfelder Familien
Hertz - Hirsch - Ladenburger - Ottenheimer - Schlesinger - Zion

Bonfeld war ihnen politische Heimat - Die Synagoge ihr geistliches Zuhause. Beides wurde ihnen grausam genommen: Ihr Gotteshaus wurde am 9./10. November 1938 von SA-Leuten geschändet und zerstört. 24 Angehörige dieser Familien wurden bis 1943 deportiert und umgebracht.
Was ihnen und ihrem Volk angetan wurde, mahne uns und kommende Generationen zu Toleranz, Brüderlichkeit und Frieden." 
   
  Gedenken im Foyer des
Rathauses Bad Rappenau
(Foto: Renate Cochrane)
 
   Im Mittelpunkt die Gedenktafel von 2002, Kopie zu der seit 2021 in der Ortsmitte von Bonfeld aufgestellten Gedenktafel (Text siehe oben). Rechts der Gedenktafel eine Kopie des Hochzeitssteines der ehemaligen Synagoge in Heinsheim, für deren Erhaltung und Restaurierung sich die Stadt Bad Rappenau engagierte. 
   

    
    

Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte
  

Juli 2018: In Bonfeld werden vier Stolpersteine verlegt.
Siehe Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Stolpersteine_in_Bad_Rappenau  

Auf Initiative der gebürtigen Bonfelderin Hilde Lansche geb. Bothner wurden am 4. Juli 2018 in Bonfeld vor dem Haus Kirchhausener Straße 1 vier Stolpersteine verlegt. Drei davon für Erna Hertz geb. Ottenheimer (geb. 1908) und ihre Kindern Inge Hertz (geb. 1932) und Friedrich Carl Hertz (geb. 1933), die Ende November 1941 deportiert und in Riga ermordet wurden sowie für den Mann von Erna bzw. Vater von Inge und Friedrich Hugo Heinrich Hertz (geb. 1898), der bei den Ausschreitungen in der Pogromnacht 1938 schwer verletzt wurde und an den Folgen dieser Misshandlung am 28. Juni 1940 im Jüdischen Krankenhaus in Frankfurt am Main verstarb.
Das Haus der Familie Hertz (ehem. Kirchhausener Str. 3 / Hauptstraße 3) ist in den 1970er-Jahren zusammen mit dem alten Rathaus abgebrochen worden; am Hausgrundstück sind heute Garagen mit einer Einfahrt)
 
November 2021: In Bonfeld wird eine Gedenktafel eingeweiht   
Artikel von Gabriele Schneider in der "Kraichgau Stimme" ('Heilbronner Stimme' - Regionalausgabe) vom 29. November 2021: "Ein Licht im Dunkeln sein. Gedenktafel für deportierte und ermordete Bonfelder auf dem Dorfplatz aufgestellt.
Bad Rappenau.
Am 28. November vor genau 80 Jahren wurden Bonfelder Juden aus dem Dorf gerissen, abtransportiert und über Zwischenstationen ins KZ nach Riga deportiert. Daran haben fast 50 Jugendliche, Frauen und Männer am ersten Advent erinnert. Seit gestern gibt es eine Gedenktafel am Dorfplatz.
Rundgang. Die evangelische und katholische Kirchengemeinde sowie die Stadt Bad Rappenau hatten zur Gedenkstunde im Freien eingeladen. Unter der Leitung der Pfarrerin im Ruhestand Renate Cochrane machte sich die Gruppe auf den Weg durchs Dorf, stoppte bei den Häusern, in denen die 24 deportierten und ermordeten Menschen der Familien Hertz, Hirsch, Ladenburger, Zion, Ottenheimer und Schlesinger einst wohnten. An jedem Haus verlas Cochrane ganz schlicht, aber dadurch umso ergreifender, die Namen und, falls bekannt, Sterbedaten. Nach dem Rundgang wurde die Gedenktafel eingeweiht. Die vergangenen 19 Jahre stand diese im Foyer des Bad Rappenauer Rathauses. Die Amerikanerin Susan Schoenenberger, Nachfahrin von Jeanette und Karl Ladenburger, schenkte diese 2002 der Stadt Bad Rappenau. Das nach Bonfeld umgezogene Original wird im Rathaus durch ein Duplikat ersetzt werden.
Auf dem Dorfplatz sprach Renate Cochrane von 'Lichtern im Dunkeln', und dass jeder ein solches sein könne. In der Zeit der Judenverfolgung habe es in Bonfeld viel Dunkelheit gegeben, aber 'auch viele gute und herzenswarme Menschen'. Bis kurz vor der Pogromnacht sei die Gemeinschaft von Christen und Juden sehr gut gewesen. In der großen Armut etwa habe Metzger Ladenburger kostenlos Rindfleisch verteilt. Dann sei das Berufsverbot für Juden gekommen. Aber die Bonfelder Bauern gaben ihm und den anderen Juden Arbeit auf ihren Feldern. Karl Ladenburger, so zitierte Cochrane aus einer als Buch veröffentlichten Briefsammlung Schoenenbergers, habe einmal geschrieben: 'In der Not erkennt man seine echten Freunde. Und Cochrane benannte auch den Bonfelder Werner Schneider als Licht, schließlich habe dieser sie bei ihren Recherchen mit wichtigem Wissen versorgt. Im Dorf habe es aber auch Funktionäre der Dunkelheit gegeben, eine Urgewalt des Bösen brach bald über das Dorf herein, die jüdischen Mitbürger wurden nach Riga deportiert.
In der Dorfmitte. Dass es wichtig sei, dass die Tafel nun in der Dorfmitte steht, begründete Cochrane damit, dass die Verschleppten in der Ortsmitte gelebt haben, so wie auch die Synagoge dort stand. Cochrane schloss mit dem Wunsch: 'Möge diese Tafel als Licht der Wahrheit unserem Dorf zum Segen dienen'. Oberbürgermeister Sebastian Frey erklärte, ihn erfülle es mit Zuversicht und Hoffnung, dass an diesem 80. Jahrestag der Deportation württembergischer Juden so viele an der Tafelaufstellung teilgenommen hätten. Sie sei 'ein weiterer Mosaikstein der Gedenkkultur in Bad Rappenau, so der OB weiter." 

    

Links und Literatur 

Links: 

bulletWebsite der Stadt Bad Rappenau  
bulletWikipedia-Artikel:  https://de.wikipedia.org/wiki/Jüdische_Gemeinde_Bonfeld      

Quellen:  

Hinweis auf online einsehbare Familienregister der jüdischen Gemeinde Bonfeld 
In der Website des Landesarchivs Baden-Württemberg (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) sind die Personenstandsregister jüdischer Gemeinden in Württemberg, Baden und Hohenzollern einsehbar: https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=5632     
Zu Bonfeld sind vorhanden:    
J 386 Bü. 86 Bonfeld Geburtsregister 1897 bis 1910  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440601    
J 386 Bü. 87 Bonfeld Heiratsregister 1831 bis 1872   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440602  
J 386 Bü. 88 Bonfeld Heiratsregister 1898 bis 1912   http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440603  
J 386 Bü. 89 Bonfeld Sterberegister 1812 bis 1835    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440604             
J 386 Bü. 90 Bonfeld Sterberegister 1837 bis 1875    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440605   
J 386 Bü. 91 Bonfeld Sterberegister 1903 bis 1908    http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440606  
J 386 Bü. 92 Bonfeld Familienbuch 1773 bis 1873      http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440607        
J 386 Bü. 93 Bonfeld Familienbuch 1763 bis 1828      http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440608     
J 386 Bü. 94 Bonfeld Familienbuch 1856 bis 1912      http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440609  
J 386 Bü. 95 Bonfeld Geburtsregister 1808 bis 1876  http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-440610        

 Literatur:

bulletPaul Sauer: Die jüdischen Gemeinden in Württemberg und Hohenzollern. 1966. S. 136-137. 
bulletWolfram Angerbauer/Hans Georg Frank: Jüdische Gemeinden in Kreis und Stadt Heilbronn. S. 101-109. 
bulletGermania Judaica III,1 S. 136-137. 
bullet"Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung". Dokumentation der Evangelischen Kirchengemeinde Bonfeld. November 1988. 
bulletBonfeld. Heimatgeschichtliche Beiträge aus Vergangenheit und Gegenwart eines ehemals reichsritterschaftlichen Dorfes. Hg. von der Stadt Bad Rappenau (Redaktion: Rudolf Petzold, Anne und Helmut Schüßler). 2000. Darin von R. Petzold und Werner Schneider: Die Bonfelder Judenschaft S. 446-460. 
bulletJoseph Walk (Hrsg.): Württemberg - Hohenzollern - Baden. Reihe: Pinkas Hakehillot. Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust (hebräisch). Yad Vashem Jerusalem 1986. S. 63-64.  
bulletsynagogenbuch-1.jpg (32869 Byte)Joachim Hahn / Jürgen Krüger: "Hier ist nichts anderes als Gottes Haus...". Synagogen in Baden-Württemberg. Band 1: Geschichte und Architektur. Band 2: Orte und Einrichtungen. Hg. von Rüdiger Schmidt, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe und Meier Schwarz, Synagogue Memorial, Jerusalem. Stuttgart 2007. 
bulletRenate Cochrane: "Vergesst uns nicht" Gedenken an die jüdischen Mitbürger in Bonfeld. Teil 1, In: Bad Rappenauer Heimatbote. Veröffentlichung des Heimat- und Museumsvereins Bad Rappenau sowie der Stadt Bad Rappenau. 33. Jahrgang Dezember 2023 Nr. 35. S. 56-61.  Eingestellt als pdf-Datei
bulletdies.: "Vergesst uns nicht" Gedenken an die jüdischen Mitbürger in Bonfeld. Teil 2, In: Bad Rappenauer Heimatbote. Veröffentlichung des Heimat- und Museumsvereins Bad Rappenau sowie der Stadt Bad Rappenau. 35. Jahrgang Dezember 2024 Nr. 36. S. 44-61. Eingestellt als pdf-Datei.    

        
         


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Bonfeld  Wuerttemberg. The permanent Jewish settlement dates from the second half of the 18th century, reaching a peak population of 129 in 1854. Jews played a leading role in Bonfeld's economy, owning stores and engaging in the cattle trade. In the Nazi era businesses closed down and the synagogue was destroyed in the Kristallnacht disturbances (9-10 November 1938). Half the town's 40 Jews emigrated until 1941; the rest were deported to the east and perished.  
      
       

                   
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Stand: 31. Januar 2026