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Friedhöfe in der Region"
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Würzburg (Unterfranken)
Die jüdischen Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Überblicksseite zur
jüdischen Geschichte (interner Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe
a) Der mittelalterliche Friedhof
Der
erste mittelalterliche jüdische Friedhof befand sich zu Beginn des 12.
Jahrhunderts an der Ecke der heutigen Blasiusgasse zum Schmalzmarkt. Die Häuser
Blasiusgasse 11-15 stießen früher "an das Judenkirchhöflein". Als
dieser Friedhof vermutlich voll belegt war, kaufte der wohlhabene Efrajiim bar
Jaaqov Rabbi Chisquijja zusammen mit seiner Frau Judit im Jahr 1147
ein großes Grundstück im Pleicher Viertel zur Anlage eines neuen
Friedhofes. Dieses Grundstück war damals durch einen Seitenarm der
Pleichach abgegrenzt. Zur Stadtmauer hin war der die Kürnach eine natürliche
Grenze. Über sie führte eine kleine Brücke. Gegen Westen reichte der Friedhof
nicht ganz so weit wie das heutige Juliusspital. Entweder in den Jahren nach der
Judenverfolgung in der Pestzeit 1349 (in Würzburg am 20./21. April 1349) oder
in den Jahren zwischen 1429 und 1446 wurde der Friedhof zerstört. Die
Grabsteine wurden abgeräumt und zu Bauarbeiten verwendet. Auf dem Friedhofgelände wurden ab
Mai 1576 gegen den Protest der
Juden und des Kaisers von Fürstbischof Julius Echter das
"Juliusspital" errichtet.
Bereits seit dem 19. Jahrhundert (seit 1860) wurden im Stadtgebiet
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Dezember 1892:
"Würzburg. Anlehnend an den Artikel aus Worms in Nr. 93 Ihres geschätzten
Blattes dürfte es interessieren, dass man hier vor einigen Wochen beim Umbau
eines Hauses einen jüdischen Grabstein mit der Jahreszahl 5057, der also das
respektable Alter von fast 600 Jahren hat, gefunden hat. Derselbe trägt
folgende Inschrift: - es folgt die Grabsteininschrift für Mosche bar
Abraham, gest. 13. Adar 5057 (14. Februar 1297) - . Der Eigentümer des
Hauses überließ den Stein in pietätvoller Rücksicht dem israelitischen
Kultusvorstand, welcher denselben renovieren und auf dem hiesigen Friedhof
aufstellen ließ." |
Ausführliche
Informationen zu den Funden von 1987 auf der Seite der Jüdischen Gemeinde in
Würzburg
| Januar 2012:
Neue Publikation zu den mittelalterlichen
Grabsteinen aus der Würzburger Pleich |
Artikel von Alice Natter in der
"Main-Post" vom 6. Januar 2012: "Würzburg - Grabsteine
zum Sprechen gebracht.
Vor 25 Jahren entdeckte man in Würzburg 1456 jüdische Grabsteine -
Jetzt gibt es ein Buch..."
Link
zum Artikel |
Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, Reihe IX, Band 58:
Die Grabsteine vom jüdischen Friedhof in Würzburg aus der Zeit vor dem Schwarzen Tod (1147 –
1346), hrsg. v. Karlheinz Müller, Simon Schwarzfuchs und Avraham (Rami) Reiner,
Wissenschaftlicher Kommissionsverlag Stegaurach, 2456 Seiten in drei Bänden,
Subskriptionspreis bis 31. Januar 2012 198 €, danach 240 €. |
b) Der neue Friedhof seit 1882
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde 1880 bis 1882 angelegt und am
4.
Juli 1882 eingeweiht. In den
Jahrzehnten davor waren die Würzburger Juden in Höchberg
und Heidingsfeld beigesetzt
worden. Der Höchberger Friedhof blieb auch nach 1882 für viele Orthodoxe der
bevorzugte Bestattungsort, vor allem, nachdem es seit etwa 1900 auf dem neuen
Friedhof die Möglichkeit der Beisetzung von Aschenurnen gab (Urnenhalle). Der älteste
Grabstein ist von 1881 (Amalie Bechhöfer). Eine massive Steinmauer umgibt den
Friedhof. Vor dem Haupteingang steht ein großes Friedhofshaus mit einer
Leichenhalle und einer Taharahalle, einer Wohnung des Friedhofswärters und
Aufenthaltsräumen. Für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde ein
Ehrenhain eingerichtet. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges waren das
Friedhofshaus mit der Wohnung von der Stadt beschlagnahmt worden. Einem
Gemüsegärtner war der Friedhof zur Beaufsichtigung gegeben worden. Insgesamt
wurden jedoch keine größeren Zerstörungen angerichtet. Etwa 40 Grabsteine
waren bei Kriegsende umgeworfen. Einige waren durch einen Granateneinschlag
umgestürzt. Der Friedhof war jedoch durch verwilderte Sträucher und Gras
zugewachsen. Nach den ersten Wiederherstellungsmaßnahmen konnte am 11. November
1945 neben dem Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ein Mahnmal
für die in der NS-Zeit ermordeten Juden eingeweiht. Die Weiherede hielt
Rabbiner Neuhaus aus Frankfurt am Main.
Artikel zur Geschichte des Friedhofes
1. Die Einweihung des Friedhofes am 4. Juli 1882
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 19. Juli 1882: "Würzburg,
5. Juli. Gestern fand die Einweihung des israelitischen Friedhofes dahier durch
die Beerdigung eines Kindes statt. Man hatte sich dazu eigener Umstände halber
rasch entschlossen und eine besondere Feierlichkeit nicht veranstaltet. Vor der
Bestattung der dahin verbrachten Leiche versammelten sich der Herr Rabbiner, die
Kultusverwaltung und eine Anzahl Glaubensgenossen in dem bereits fertigen sehr
schönen Friedhofs-Gebäude. Es folgte dann die Rezitation einiger Psalmen und
eine kurze Ansprache seitens des Rabbiners. In dieser wurde besonders
hervorgehoben, dass auch die Bibel von Einweihungen spricht, die mit besonderer
Feierlichkeit begangen wurden, und wenn nun auch die gegenwärtige keinem
Tempel, keiner Wohn- oder Freudenstätte gelte, so gelte sie doch einem Orte des
Friedens und der selbstlosen Liebestätigkeit chässäd schäl ämät,
und die ernsten Betrachtungen, die sich daran knüpfen, sind heilsamer Natur,
als ein Einweihungsmahl, daher "Besser zu gehen in das Haus der Trauer
als zu gehen in das Haus des Mahls, indem es das Ende aller Menschen ist, und
der Lebende nehme sich das zu Herzen" (Prediger 7,2); auch zeigte sie
das Gelingen eines Werkes, das aus einem Bedürfnis hervorging und wofür wir
zunächst Gott unsern Dank schulden. Außerdem seien auch die besonderen
Fügungen, die bei jedem Unternehmen obwalten, zu beachten. Als eine solche
müssten wir es betrachten, dass diese Einweihung nach nunmehr geradezu 300
Jahren stattfinde, seitdem eine für uns leidenvolle Zeit den jüdischen
Friedhof Würzburgs geschlossen und einer anderen Bestimmung zuführte, was
wiederum zum Dank gegen Gott für die Veränderung der Zeiten, aber auch zum
Danke gegen eine weise gerechte Regierung und gegen eine einsichtsvolle
wohlwollende städtische Verwaltung veranlasse. Eine ferne Fügung sei auch der
Einweihungstag, der mit einem allgemeinen jüdischen Fasttag (17. Tamus)
zusammenfalle; denn nach einem alten Herkommen solle bei der Einweihung eines
Friedhofes gefastet werden, um in Fasten und Gebet den Himmel um seine Gnade und
seinen Schutz anzuflehen, dass die Stätte nicht eine solche allgemeiner Trauer
oder größeren Unglücks werde, dass der Tod keine reiche Ernte halte. Und
endlich sei es eine besondere Fügung, dass dieser Boden mit der Leiche eines
unschuldigen Kindes seine Weihe finde, was zu beherzigen gebe, dass ein jeder
dahin strebe, wie dieses Kind in Unschuld die irdische Laufbahn zu beschließen
und dass diese letzte Ruhestätte eine solche für Schuldbefreite werde. Mit den
Worten des Propheten, die auf die Wiederauferstehung der Toten hinweisen,
schließend, endete die kurze, aber tiefernste Feier."
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2. Die Einweihung der Ehrengrabstätte für die Gefallenen des Ersten
Weltkrieges (1924)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. September 1924:
"Würzburg, 12. September (1924). Sonntag, den 21. September, vormittags 11
Uhr, findet auf dem Israelitischen Friedhofe die Übergabe der Ehrengrabstätte
statt in Verbindung mit einer Gedächtnisfeier für die im Kampfe für das
Vaterland Gefallenen."
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Dezember 1924: "Würzburg,
27. Oktober (1924). Nun hat auch die Israelitische Kultusgemeinde unserer
Stadt ihren im Kampfe für das Vaterland Gefallenen ein Ehrenmal errichtet
in Form einer schlichten Ehrengrabstätte auf dem israelitischen Friedhof.
Sieben nebeneinander liegende Gräber gefallener Offiziere und Soldaten
wurden mit einer nach künstlerischen Motiven (Entwurf von Stadtbaurat
Kreuter) erstellten steinernen Umfassungsmauer umgeben, jedes der Gräber
mit einem Grabstein versehen und die ganze Anlage gärtnerisch
ausgeschmückt. An beiden Seiten der Mauer sind die Namen der Gefallenen
verzeichnet. Würdig und eindrucksvoll wie die Ehrengrabstätte selbst war
auch die Feier, mit der sie gestern übergeben wurde. Außer den sehr
zahlreich versammelten Angehörigen der Israelitischen Kultusgemeinde
hatte sich eine größere Anzahl geladener Gäste auf dem an der äußeren
Faulenbergstraße gelegenen Friedhof eingefunden. Im Halbkreis um die
Ehrengrabstätte herum gruppierten sich die hiesigen Krieger- und
Regimentsvereine mit ihren Fahnen. Eine kleine Sängerschar leitete mit
einem Liede die Gedächtnisfeier ein. Nach einem von Oberkantor Eschwege
vorgetragenen Gebet ergriff der Vorstand der Verwaltung der
Kultusgemeinde, Justizrat Dr. Haas, das Wort, um mit herzlichen Worten die
Ehrengrabstätte in treue Obhut der Kultusgemeinde zu
nehmen.
Rabbiner Dr. Hanover hielt darauf die Weiherede. Der Vorstand des hiesigen
Frontbundes jüdischer Soldaten, Rechtsanwalt Schloß, feierte die treue
Kameradschaft, die im Felde alle ohne Unterschied der Konfession einte,
und bedauerte den heutigen entsetzlichen Zwiespalt in unserem Volke. Dann
beschloss Oberkantor Eschwege die Feier wieder mit einem Gebet.
Standsbankoberkassier Hauptmann a.D. Moser legte im Namen der
Bezirksobmannschaft Würzburg des Bayerischen Kriegerbundes einen Kranz an
der Ehrengrabstätte nieder. Ebenso Gewerkschaftssekretär Langhans für
das Reichsbanner Schwarzrotgold, ferner je ein Vertreter der
Reichsvereinigung ehemaliger Kriegsgefangener der Reichsbundes der
Kriegsbeschädigten und des Reichsverbandes der
Kriegsbeschädigten." |
3. Sonstiges
Schwierigkeiten mit der Beisetzung eines zunächst
unbekannten Verstorbenen (1885)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juli 1885: "Würzburg,
29. Juni (1885). Vor etwa zwei Monaten fand man in der Nähe von hier, im
Unterpleichfelder Walde einen Unbekannten erhängt. Die katholische
Gemeindeverwaltung begrub ihn auf dem dortigen Kirchhofe. Kaum hatte sich
das Grab über demselben geschlossen, als bekannt wurde, dass der
vermeintliche Katholik in Wirklichkeit ein Jude gewesen. Das Rabbinat
dahier veranlasste die Exhumierung und Beisetzung der Leiche auf dem
hiesigen jüdischen Friedhofe. Polizeiliche Recherchen nach der
Identität des Verstorbenen ergaben jetzt aber, dass derselbe in Fürth
die Taufe empfangen und zur protestantischen Kirche übergetreten
war!" |
Ausschreibung der Stelle des Friedhofsaufsehers
(1904)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom |
Lage des Friedhofes:
Der neue jüdische
Friedhof liegt an der Werner-von-Siemens-Straße /
David-Schuster-Weg
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Lage des jüdischen Friedhofes
in Würzburg auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und über das
Verzeichnis der "Behörden und öffentlichen Einrichtungen" zu
"Friedhof, jüd., David-Schuster-Weg" |
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 30.7.2009)
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Zweigt am Friedhof
von der
Werner-von-Siemens-Straße ab:
der David-Schuster Weg |
Das Eingangstor
zum Friedhof |
Hinweistafeln zum
Schutz des
Friedhofes und zu den Öffnungszeiten |
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Friedhofshaus mit einer
Leichenhalle und einer Taharahalle, Räumen für
die Wohnung des Friedhofswärters und
Aufenthaltsräume. |
Unmittelbar bei Eingang:
Genisa zur
Beisetzung insbesondere von nicht mehr
gebrauchten religiösen
Schriften |
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| Vom Eingang
gesehen aus im Bereich links der Friedhofshalle: neuere Gräber |
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Am Friedhofshaus:
Waschbecken für das rituell gebotene Händewaschen sowie
Gebete beim
Betreten des Friedhofes und Verheißung des Propheten Jesaja |
Neueste Fläche für künftige
Beisetzungen (ab 2009/2010); im
Hintergrund die Urnenhalle |
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Denkmal für die Gefallenen des Ersten
Weltkrieges und Ehrengrabstätte (eingeweiht 1924 siehe Bericht oben);
rechts mit Blick auf die Urnenhalle.
Text auf den Gedenksteinen: aus der rechten Seite:
"FÜR DAS VATERLAND SIND GESTORBEN:
1914 FRITZ STRAUSS AM 23.VIII. BRUNO KATZMANN AM 27.XI. FRIEDR. NEUSTAEDTER AM 27.IX. PHIL. FREUDENBERGER AM 10.X. GUST. HEILNER AM 16.X. ISIDOR SCHLOSS AM 4.XI. SIGMUND SICHEL AM 7.XI. HUGO STEINBERGER AM 10.XI. FRITZ ROTHSTEIN AM 15.XI.
1915 EMANUEL GOLDSCHMIDT AM 12.I. MAX SCHILD AM 12.IV. SIEGFR. COHEN AM 13.VI. MORITZ MARX AM 15.V. MAX LUTZKY AM 30.VI. JULIUS KIRCHHAUESER AM 1.VIII. LEO SCHARLACH AM 4.VIII. FRIEDR. HANAUER AM 30.VIII. RICH. KÜRZINGER AM 23.XI. WILH. BACHARACH AM 20.XII.
1916 ISRAEL VICTOR AM 17.VII. ALBERT SACHS AM 23.VII. THEOD. JOSEPH AM 20.VIII. ERNST COHN AM 31.VIII. MAX STRAUSS AM 5.IX. MAX GOLDSTEIN AM 16.IX.
Auf der rechten Seite: 1917 OTTO BAUMBLATT AM 26.I. FRITZ WERTHEIMER AM 17.II. JOS. LEHMANN AM 23.III. HERBERT ANFAENGER AM 17.IV. MORITZ HÖHNLEIN AM 23.VI. OSKAR STEIN AM 6.V. FRITZ STERN AM 27.XI.
1918 OTTO SPRINZ AM 21.III. FRITZ DESSAUER AM 12.IV. BERNH. GOLDSCHMIDT AM 10.V. DAVID STAHL AM 1.VI. GUST. REINHOLD AM 22.VIII. WILL. FRANK AM 7.IX. KARL KRONTHAL AM 2.X. SIMON KRONTHAL AM 20.XI.
1919 JOS. SIMON AM 6.II. 1920 EMIL HECHT AM 19.I.
1922 DAN. STEIN AM 12.III.
Vor den beiden großen Gedenksteinen stehen auf beiden Seiten Grabsteine von jüdischen deutschen Soldaten mit folgenden Angaben:
Auf der linken Seite:
LEUTNANT D.R. DR. DANIEL STEIN RECHTSANWALT GEB. 3. JAN 1892 GEST. 12. MÄRZ 1922
SIMON STIEFEL GEB. 13. JULI 1875 GEST. 19. OKT. 1918
ABRAHAM MENSINGER GEST. 10. DEZ. 1918
WILLI FRANK GEB. 24. DEZ. 1883 GEST. 7. SEPT. 1918
Auf der rechten Seite:
MAX RUSCHKEWITZ GEB. 26.SEPT.1899 GEST. 17. NOV 1930
JULIUS BLUMENTHAL GEB. 26.OKT. 1883 GEST. 18. DEZ. 1918
MAYER KAHN GEST. 12. JULI 1916
WILHELM BACHARACH GEB. 16. DEZ. 1889 GEST. 20. DEZ. 1916
LEUTNANT RICHARD KÜRZINGER GEB. 17. DEZ. 1895 GEST. 23. NOV. 1915 |
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| Verbunden mit der
Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges: das Denkmal
für die in der NS-Zeit ermordeten Juden aus Würzburg und
Unterfranken |
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Inschrift
des Denkmals: "Dem Andenken unserer Opfer aus Würzburg und
Unterfranken der Konzentrations-Lager in Deutschland Lettland Polen
Theresienstadt,
deren Namen ausgelöscht und deren sterbliche Überreste
vernichtet.
Ihre Seelen mögen bei Gott geborgen sein." |
Erinnerungstafeln: links für
Fritz Grünpeter
(1877) und Hedwig Grünpeter geb.
Kosterlitz (1884) -
umgekommen in
Auschwitz; rechts für Rosa Schuster
geb. Steinfeld (1891)
und Margot Schuster
(1922) aus Sterbfritz. |
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Erinnerungstafeln: links für
Frieda Stein (1906), Ruth Stein (1933)
aus Arnstein; Mitte für Simon
Stein
(1872), Fanny Stein (1876) aus Arnstein. |
Erinnerungstafel: Mitte für
Therese
Thekla Gutmann geb. Schwab,
Samuel Gutmann (umgekommen 1942
KZ Jungfernhof bei Riga) und
Louis Gutmann, Schwanfeld,
umgekommen 1943
Theresienstadt |
Erinnerungstafeln: links für
Abraham
Kaufmann (1875 Burgsinn - 1943
Theresienstadt), Gutta Neumann geb.
Lion
(1888 Fürth - 1942 Theresienstadt), Mitte
für Dr. Max Frank
(Würzburg 1878) und
Meta Frank geb. Eisemann (Kitzingen 1885) |
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Erstes Grab des Friedhofes:
für
Amalie Bechhofer 1881 mit
Widmungsinschrift für den Friedhof |
Grabsteine von
links für Richard Stein ();
David Th Heidenheimer (1876-1922);
Prof. Dr.
Max Bacharach (1854-1922) und
Eugenie Bacharach geb. Viktor
(1859-1925);
Samuel Stahl (1855-1922) |
Familiengrab
Familie Hofmann. Beigesetzt
sind: Tochter Hansi Hofmann (1901-1918),
Sohn
Georg Hofmann (1922-1928), Moritz
Hofmann (1867-1933) und Selma Hofmann
geb. Hanauer (1880-2939) |
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Einfache
Grabsteinplatten für die Beigesetzten 1940-1942 |
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| Mausoleum |
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| Grabstein Mitte
für Jakob Hirsch (1857 Frankenwinheim- 1900), rechts davon für Adolf
Kohn (1841 Buchau - 1900), links davon (teilw. verdeckt) für Jette
Kastanienbaum geb. Stiefel verw. Scheuer (1832 Hochhausen- 1900) |
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Grabstein für Kommerzienrat
Moritz Zunz (1833 Dettelbach - 1898 St. Moritz - Schweiz) |
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Grabstein Mitte für Heinemann
Dinkel
(1821 Unsleben - 1900 Würzburg), links
davon (teilweise verdeckt)
für
Ernestine Buxbaum geb. Adler
(1860 Eberstadt/Baden - 1900 Würzburg) |
Grabstein für Schuldirektor
Aron Blum
(1831-1898) und Marianne Blum
(1838-1922) |
Grabsteine von
links: für Samson (Simon)
Fröhlich (1839 Unteraltertheim - 1902),
Leopold Oster, Verwalter des isr.
Krankenhauses WÜ (1850 Brodenbach/Mosel
- 1902), rechts dahinter für Louis Klau
(1847 Theilheim - 1901) |
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Grabstein für Simon Sichel
aus
Montreal (Canada)
(1836 Veitshöchheim - 1899 Würzburg) |
Grabstein Mitte für Fanny
Klein geb.
Goldmann (1832 Zeil am Main - 1899),
rechts dahinter für Selma
Schäfer
(1880-1897), links dahinter für
Julia Rosenthal geb. Franc
(1835-1897) |
Grabstein für Julius Adler
(1829 Eberstadt -
1910) und Luise Adler geb. Arnold
(1838 Jebenhausen -
1905) |
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Grabstein für Marianne
Weickersheimer
geb. Dreschfeld (1933 Niederwerrn -
1905 Würzburg) |
Grabstein rechts für Karoline
Stern geb.
Kaufmann, Weingroßhändlersgattin (1849
Fechenbach -1911
Würzburg), links für
Janchen Scheidt geb. Kahn (1840-1903) |
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Grabstein für Lina
Blonske-Klages geb.
Fechenbach aus Igersheim (1884-1973) |
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Grabstein für Ludwig Gutmann
(Ascher ben Elieser) (1902 Schwanfeld - 1984 Schwanfeld) |
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Grabstein für Anita Schuster
geb. Grünpeter (1914-1992) und Senator David Schuster (1910 Bad
Brückenau - 1999; 1. Vorsitzender der Israelitischen Gemeinde 1958-1996). |
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| Nächste
Fotoreihen: Fotos von Jürgen Hanke, Kronach |
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Der Eingang
zum Friedhof |
Hinweistafel
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Erstes Grab des Friedhofes:
für
Amalie Bechhofer 1881 mit
Widmungsinschrift für den Friedhof |
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| Teilansicht der Abteilung 1 |
Teilansicht der Abteilung 2 |
Teilansicht der Abteilung 5 |
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Friedhofsgebäude
- Ansicht
vom Friedhof |
Friedhofsgebäude
- Ansicht
vom Eingang
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Genisa-Grab für die
Beisetzung nicht mehr
gebrauchter religiöser Schriften |
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| Mausoleum |
Fenster im Mausoleum |
Teil der Innenbemalung |
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Grabstein für David Weil aus
Mühlhausen
im Elsass (1821-1897) |
Grabmal (im Mausoleum) für "Herr H.M.
Rosenberg aus Kiew in Rußland gest. in Baden-Baden den 29. Juni
1884" |
Grabmal (im
Mausoleum) für
"Karl
Rosenberg, geb. in Heidelberg a.N.
1888, gest. in Rom 1899"
mit
Akrostichon "Chaim Rosenberg" |
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Grabstein für Justizrat Dr.
Gerson Haas
(1871-1940, 1. Vors. der israelitischen
Kultusgemeinde
Würzburg 1919-1939)
und Amuel Haas geb. Gümbel sowie
Dr. jur Otto Ernst
Haas (1908-1999) |
Grabmal (im Mausoleum) für "Herr
Joseph
von Hirsch auf Gereuth, geb. 1831, gest.
1920 - Ein treubesorgter
Vater. Aufrichtig und rechtlich auf allen seinen Wegen". |
Grabmal (im
Mausoleum) für "Frau
Rosa
von Hirsch geb. Rosenberg. Inhaberin des
königlichen bayrischen
Verdienstkreuzes,
des königlichen preußischen Louisen-Ordens etc. geb.
1845, gest. 1884" |
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Die Urnenhalle vor der
Renovierung |
Die Urnenhalle nach der
Renovierung |
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Gefallenendenkmal: Gefallene /
Gestorbene der Jahrgänge 1914-1916 |
Gefallenendenkmal: Gefallene /
Gestorbene der Jahre 1917-1922 |
Denkmal für die Umgekommenen
in der Zeit
der Shoa aus Würzburg und Unterfranken |
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Grabstein für Nanni Oster
geb. Steinhardt,
Verwalterin des isr. Krankenhauses in
Würzburg
(1831-1910) |
Grabstein für Leopold Oster,
Verwalter
des isr. Krankenhauses in Würzburg
(1830-1902) |
Grabstein für Hauptlehrer
Salomon Eisemann (1860-1930) |
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Grabstein für David
Heinsfurter
aus Berlin (1882-1930) |
Grabstein für Sanitätsrat
Dr. Alexander
Guttenberg (1863-1930) und Gattin
Klotilde Guttenberg geb.
Schwab
(1867-1932) |
Grabsteine für Martin Moses (1896-1990)
und Heinrich Katzmann (1897-1980) mit
Levitenkanne (links) und
segnenden
Händen der Kohanim (rechts) |
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Grabstein für Senator David
Schuster
(1910-1999), 1. Vorsitzender der
Israelitischen Gemeinde
1958-1996 |
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Einzelne
Presseartikel
| April 2012:
Besuch des Friedhofes durch eine jüdische
Besuchergruppe |
Artikel in der "Main-Post" vom 22.
April 2012: "Würzburg - Spurensuche am jüdischen Friedhof.
Ein Besuch ehemaliger jüdischer Würzburger endete am
Wochenende..."
Link
zum Artikel |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte, Reihe IX, Band 58:
Die Grabsteine vom jüdischen Friedhof in Würzburg aus der Zeit vor dem Schwarzen Tod (1147 –
1346), hrsg. v. Karlheinz Müller, Simon Schwarzfuchs und Avraham (Rami) Reiner,
Wissenschaftlicher Kommissionsverlag Stegaurach, 2456 Seiten in drei Bänden. Subskriptionspreis bis 31. Januar
2012: 198 €, danach 240 €. |
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 129-135. |
 |
Roland Flade: Die Würzburger Juden.
1987.
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