Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Herrlisheim (Herlisheim, Dep. Bas-Rhin /Alsace / Unterelsass) 
Jüdische Geschichte   /   Synagogue / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)   

In Herrlisheim bestand ein jüdische Gemeinde bis 1940. Ihre Entstehung geht in die Zeit der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. 1780 waren 15 jüdische Familien mit zusammen 66 Personen am Ort, 1784 12 Familien mit 63 Personen. 
   
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1807 82 jüdische Einwohner, 1846 266, 1861 156, 1870 169, 1900 172, 1910 156. 
   
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine Schule, ein rituelles Bad und einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinat in Haguenau, 1910 zum Rabbinat Bischwiller.     
 
1936 gehörten noch 80 Personen der jüdischen Gemeinde an.  Vier Jahre später (1940) wurden unter der deutschen Besatzung die noch in Herrlisheim verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert. Mindestens elf von ihnen wurden ermordet. 
Ein Denkmal mit den Namen der Ermordeten findet sich im jüdischen Friedhof des Ortes.   
    
Nach 1945 kehrte ein Teil der früheren jüdischen Einwohner zurück. 1953 wurden 36 jüdische Einwohner am Ort gezählt.     
 
     
     

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde      
    
Anzeigen jüdischer Privatpersonen  
 
Anzeige von Henry Meyer (1889)      

Anzeige in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Mai 1889: "Ich suche für meinen Haushalt ein tüchtiges Mädchen im Alter von 30 bis 36 Jahren als Haushälterin, am liebsten aus Elsass. Antritt kann sofort erfolgen. 
Henry Meyer, Herlisheim a.d. Zorn
(Elsass)."       

     
   

Zur Geschichte der Synagoge

1805 wurde eine Synagoge wahrscheinlich an der Stelle eines früheren Gebäudes erbaut. Eine neue Synagoge wurde 1850 erstellt.
   
1940 wurde die Synagoge durch ein Bombardement zerstört. Es blieben von ihr nur noch die Mauern. Auch das angrenzende Gebäude wurde völlig zerstört. Beide Gebäude sind im Laufe der 1950er Jahre wieder aufgebaut worden. Auf Grund der nicht mehr ausreichenden Zahl jüdischer Gemeindeglieder wurde die Synagoge 1969 geschlossen.  
 
Das Gebäude der Synagoge ist erhalten.     
   
  
Adresse der Synagoge:     6 Rue des Limoges  
  


Fotos
(Fotos Hahn, Aufnahmedatum 14.4.2004) 

Herrlisheim Synagogue 102.jpg (53942 Byte) Herrlisheim Synagogue 100.jpg (70149 Byte) Herrlisheim Synagogue 104.jpg (54122 Byte)
Die Synagoge und das Nachbargebäude, vermutlich frühere jüdische Schule Die ehemalige 
Synagoge 
Das Eingangstor zum 
Synagogenhof mit Davidstern
     
Herrlisheim Synagogue 103.jpg (59501 Byte) Herrlisheim Synagogue 101.jpg (55464 Byte)    
Die westliche Seite mit dem Eingang Die Synagoge von Norden   

   
   

Links und Literatur

Links:

Französische Informationsseite zur Synagoge in Herrlisheim   
Zur Seite über den jüdischen Friedhof Herrlisheim (interner Link)   
Website des Ministère de la culture mit Informationen zur Synagoge in Herrlisheim    

Literatur:  

Alsace Lit 010.jpg (67412 Byte)Michel Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire. Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992.  S. 38.84.    

     


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Herrlisheim (German Herlisheim)  Bas-Rhin dist. There were Jews in Herrlisheim from the first half of the 18th century. By 1780, there were 15 families (66 persons). In 1936, the lical Jewish community numbered 80 members. In 1940, bombardment destroyed the synagogue. The Jews were expelled to the xouth of France, with the rest of Alsace-Lorraine Jews.  
   

  

  

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 13. Oktober 2011