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im Elsass"
Erstein (Dep. Bas Rhin /Alsace / Unterelsass)
Jüdische Geschichte / Synagogue / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Erstein, einem ehemaligen Reichslehen der unterelsässischen Landgrafen,
lebten Juden bereits in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Bei der
Verfolgung in der Pestzeit 1348/49 wurden auch die Ersteiner Juden
ermordet.
Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts konnten sich jüdische Personen
wieder in der Stadt niederlassen. Vor allem Juden, die aus Osthouse und
Uttenheim zugezogen waren, gründeten 1864 die neue Gemeinde. Da diese zunächst
nur aus zehn Gemeindegliedern bestand, wurde einige Zeit eine gemeinsame
Gemeinde mit den Juden im benachbarten Fegersheim gebildet.
1920 gehörten 160
Personen der jüdischen Gemeinde Erstein an. Durch Abwanderung in die Städte
ging ihre Zahl bis 1932 auf 116 Personen zurück.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine Schule
(Religionsschule), ein rituelles Bad und ein Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war.
1940 wurden unter der deutschen Besatzung die in
Erstein verbliebenen Juden nach Südfrankreich deportiert. Mindestens 16 von ihnen
sind ermordet worden.
Nach 1945 wurde die Gemeinde von etwa 60 zurückkehrenden Personen wieder
begründet. 1967 gehörten noch 67 Personen dieser Gemeinde an. Seitdem ging die
Zahl der Gemeindeglieder ständig zurück, sodass schon in den 1980er-Jahren
keine regelmäßigen Gottesdienste mehr in der Synagoge gefeiert werden konnten.
Ende der 1990er-Jahre lebten nur noch etwa 12 jüdische Personen in Erstein.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
| In jüdischen Periodika des 19./20.
Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in
Erstein gefunden. |
Zur Geschichte der Synagoge
Die Synagoge wurde am 22. November 1882 eröffnet. Sie ist
im April 1941 während der NS-Zeit zerstört worden. Eine neue Synagoge wurde
nach 1945 erbaut.
Adresse/Standort der Synagoge: 67150 Erstein, Rue du
Vieux-marché
Fotos
(Historische Karte: Sammlung Hahn; neuere Fotos Hahn, Aufnahmedatum 16.4.2004)
Die 1882 eingeweihte
und
1941 zerstörte Synagoge |
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Das
Foto oben in hoher Auflösung |
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Die nach 1945
erbaute Synagoge |
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Die Synagoge in Erstein von
Westen (Eingangsbereich) |
Die Synagoge
von Südwesten |
Links und Literatur
Links:
Literatur:

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Erstein Bas-Rhin dist. Jews
from small nearby localities settled in Erstein in the middle of the 19th
century. In 1865, they were only ten Jews in Erstein. The synagogue was
inaugurated in 1882. In 1885, there were 2.308 Jews in the Erstein district,
decreasing to 1.578 in 1905 and 826 in 1931. On the eve of worldwar II, 110 Jews
were listed in Erstein. During the occupation the synagogue was destroyed and
the Jews were expelled to the south of France. After liberation, the synagogue
was reconstructed. The community numbered 67 members in 1965.

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