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Cochem (Kreisstadt,
Kreis
Cochem-Zell)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Cochem bestand eine jüdische
Gemeinde zunächst im Mittelalter. Die Juden der Stadt waren zuerst königliche,
dann trierische Kammerknechte. Erstmals werden Juden in der Stadt 1242
genannt. Namentlich werden damals Helemannus (Heilmann) und Heckelin erwähnt.
Die jüdischen Familien lebten vor allem vom Geldhandel. 1339 hatten
beispielsweise die Grafen Ruprecht und Philipp von Virneburg bei Jud Salomon in
Cochem hohe Schulden; dieser war Verwalter der Zollstation in Cochem. Bei der Judenverfolgung
1287 in Folge der den Juden zu Oberwesel
zur Last gelegten Ermordung des "guten Werner" wird auch Cochem
genannt: im Frühjahr 1287 wurden in der Stadt 17 jüdische Personen erschlagen.
Auch bei der sogenannten "Armleder"-Verfolgung 1337 und der
grausamen Verfolgung
während der Pestzeit 1348/49 wurden Juden in der Stadt ermordet. Nach der
Katastrophe von 1348/49 wurde der jüdische Besitz durch den Erzbischof
veräußert.
Nach der Verfolgung in der Pestzeit wird 1355 und 1359 wieder ein
jüdischer Einwohner namens Carpil genannt. Ab 1378 wird ein weiterer
Jude, Abraham von Cochem in der Stadt bezeugt. Beide wohnten - möglicherweise
nacheinander - in einem Haus am Markt, das das große Judenhus genannt
wurde. Auch Carpil und Abraham lebten von Geldhandel. Der Judenschutz lag beim Erzbischof von Trier. Daher betraf die Vertreibung der Juden aus
dem Erzstift Trier 1418 auch die Cochemer Juden.
Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert werden nur vereinzelt Juden in der Stadt
genannt. So erlaubte der Trierer Erzbischof 1554 einem Juden das
Niederlassungsrecht in der Stadt (es handelte sich - nach der Familientradition
der Familie Hein - um einen Ahnen dieser Familie, dessen Vorfahren 1492 aus Spanien vertrieben worden waren).
Eine jüdische Gemeinde bestand in Cochem erst wieder im 19./20. Jahrhundert. Ihre Entstehung
geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück, als offenbar einige
Familien zuziehen konnten.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1808 42 jüdische Einwohner, 1817 46, 1822 45 (2,1 % von insgesamt 2.104
Einwohnern), 1858 69 (2,7 % von 2.520), 1895 114 (3,3 % von 3.454).
Die jüdischen Einwohner waren im Leben der Stadt weitestgehend integriert. Sie
engagierten sich auch im allgemeinen Vereinsleben. So gehörten zu den
Gründungsmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr 1882 auch Jacques
Hein, Isaak Hein II, Isaak Hein III und Gottschalk Hein. Das Engagement im
Vereinsleben und das problemlose Miteinander kommt u.a. im unten stehenden
Bericht zur Feier der Goldenen Hochzeit von Salomon Hein 1901 zum Ausdruck.
Zur jüdischen Gemeinde Cochem gehörten auch die in Cond, Sehl und nach Auflösung der
dortigen jüdischen Gemeinde die in Bruttig lebenden jüdischen Einwohner. In Sehl
lebten 1895 12 jüdische Einwohner, 1925 6.
1932
gehörten zur Gemeinde die in folgenden Orten lebenden jüdischen Personen: in
Sehl 6 Personen (insbesondere Weinhändler Siegmund Hirsch mit Frau Hedwig Bach
und zwei Söhnen), in Cond 9, in Büchel 4, in Alflen 4, in Bruttig
7.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische
Schule, ein rituelles Bad (möglicherweise im Synagogengebäude) und ein Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. 1901 wird Lehrer Mannheimer
genannt, von 1924 bis 1939 Lehrer Paul (Pinkas) Goetzoff.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde der
Feldhilfsveterinär Hugo Hein (geb. 10.8.1891 in Cochem, gef. 19.8.1918) und
Leutnant Heinrich Hirsch (geb. 26.10.1897 in Cochem, gef.
2.10.1918).
In der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg gab es in Cochem vor allem die folgenden
jüdischen Familien: Familie Isaak Hein III (Bernstraße 541) mit den
Söhnen Siegfried, Ludwig und Julius, die gemeinsam ein Pferde- und
Rindviehgeschäft führten (Endertstraße 557, an der Tunnelbrücke):
Viehhändler Siegfried Hein mit Frau Rose geb. Salomon und zwei Kindern,
Viehhändler Ludwig Hein mit Frau Sophia geb. Faber und zwei Töchtern,
Viehhändler Julius Hein (Bernstraße 541), Josef Horn und Frau Jenny geb. Hein
mit Sohn (Bernstraße 541), Leopold Hein (Häutehändler, Endertstraße 548) mit
Frau Johanna geb. Haas und zwei Töchtern, Erwin Haimann (Händler,
Endertstraße 548) mit Frau Gertrude geb. Hein, Adelheid Heinz (Inhaberin eines
Lebensmittel- und Porzellangeschäftes, Bernstraße 538), Viehhändler Siegmund
Hein, Leo Hein mit Frau Agatha geb. Schoemann (Lebensmittelgeschäft
Oberbachstraße 29), Viehhändler Leo Hein mit Frau Paula geb. Mayer und Tochter
(Oberbachstraße 292 oder 311),Louis Hein mit Frau Selma geb. Abraham (Metzger,
Herrenstraße 221), Wilhelm Mayer mit Frau Else geb. Nonem und Sohn (Weinhandel,
Ravenéstraße 41), Moritz Mayer mit Frau Ida geb. Herz und Tochter (Kaufmann,
Ravenéstraße 47), Wilhelm Hirsch mit Frau Clara geb. Hahn (Weinhandlung
Ravenéstraße 25 oder 35), Eugen Hirsch (Weinkommissär, Endertstraße 565),
Isaak Dahl mit Frau Emma geb. Fernich und sechs Kindern (Viehhändler, Fuhrweg
379 oder Kelberger Straße 401), Valentine Simon geb. Kaufmann mit Tochter Änne.
Um 1924, als zur Gemeinde etwa 60 Personen (in 21 Familien) gehörten,
waren die Gemeindevorsteher H. Dahl, Moritz Meyer und Siegmund Hirsch.
Zur Repräsentanz gehörten Markus Hirsch, J. Hirsch, Eugen Hirsch, S. Hein, Wilhelm Mayer,
Leo Hein und Louis Heinz. Als Kantor, Lehrer und Schochet war Paul (Pinkas) Götzoff
angestellt (geb. 1897 in Minsk). Er erteilte in der Religionsschule der Gemeinde 12 Kindern der
Religionsunterricht. An jüdischen Vereinen gab es die Jüdische Armenkasse
(1924/32 unter Leitung von Moritz Mayer mit zwölf Mitgliedern; Zwecke und
Arbeitsgebiet: Unterstützung Hilfsbedürftiger, Wanderfürsorge) und den Israelitischen
Frauenverein (1870 gegründet, 1924/32 unter Leitung von Frau Ida Mayer mit
15 beziehungsweise 26 Mitgliedern; Zweck und Arbeitsgebiet: Unterstützung
Hilfsbedürftiger). 1932 waren die Gemeindevorsteher: Isaak Dahl (1. Vors.),
Moritz Mayer (2. Vors.) und Marcus Hirsch (3. Vors.). Die beiden Vorsteher der
Repräsentanz waren Siegmund Hirsch (1. Vors.) und Wilhelm Mayer (2. Vors.).
Weiterhin war Paul (Pinkas) Götzoff als Lehrer, Kantor und Schochet tätig. Im
Schuljahr 1931/32 hatte er acht Kindern den Religionsunterricht zu
erteilen.
1933 lebten noch etwa 45 jüdische Personen in Cochem. In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Beim Novemberpogrom
1938 wurde die Synagoge geschändet, jüdische Wohnungen überfallen, die
jüdischen Männer verhaftet, teilweise misshandelt (Ludwig Hein wurde nach der
Verhaftung ins Wittlicher Gefängnis eingeliefert und mehrfach verprügelt) und
in das Konzentrationslager nach Dachau verschleppt. Letztes
"Judenhaus" in der Stadt war das Haus der Familie Hein in der
Bernstraße. Im Juni 1942 wurden aus diesem die letzten drei jüdischen
Einwohner der Stadt abgeholt und deportiert (Isaak Dahl mit Frau Emma geb.
Fernich sowie ihr Bruder Jakob Fernich aus Ulmen).
Von den in Cochem geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", teilweise unter "Kochem"
eingegeben): Edith Baer (1902), Edith Dahl (1936), Felix Dahl (1900),
Hedwig Dahl geb. Herz (1908), Isaak Dahl (1861), Johanna Dahl (1890), Lena Dahl
(),Siegmund Dahl (1891), Rosa Goetzoff geb. Gurfinkel (1891), Senta Goetzoff
(1929), Irma Hanau (1897), Fernand Hayum (1924), Adelheid Hein (1860), Elfriede
Hein (1924), Erwin Hein (), Fanny Hein (1858), Johanna Hein geb. Haas (1866),
Julius Hein (1882), Leo Hein (1881), Leopold Hein (1867), Paula Hein geb. Mayer
(1892), Rosa Hein geb. Salomon (), Siegfried Hein (1880), Siegmund Hein (1871),
Sophie Hein (1865), Hedwig Hirsch geb. Bach (1869), Selma Hirsch geb. Bender
(1875), Siegmund Hirsch (), Bernhard Horn (1926), Jenny Horn geb. Hein (1894),
Josef Horn (1887), Josephine de Leeuw geb. Hein (1875), Albert Liffmann (1880),
Frida May geb. Hahn (1873), Benno Simon (1878), Hilde Stern geb. Simon (1903),
Alex Wolff (1880), Julia Wolff geb. Hein (1886),
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1876 /
1924
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. März 1876:
"Die Gemeinde Cochem an der Mosel sucht zum sofortigen
Eintritt einen seminaristisch gebildeten Lehrer, welcher zugleich Kantor
und Schochet sein muss. Fixes Gehalt bei freier Wohnung 600
Mark.
Schechita circa 150 Mark. Zu bedeutendem Nebenverdienst beste
Gelegenheit, Offerten beliebe man an den Unterzeichneten zu richten. Isidor
Isay." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Dezember 1876:
"Die Gemeinde Cochem a.d. Mosel sucht einen staatlich geprüften
Elementarlehrer, der zugleich Chasan und Schochet sein muss.
Fixes Gehalt bei freier Wohnung Mark 600; dies kann jedoch nach den
Leistungen erhöht werden. Die Schechita bringt ca. Mark 150 ein. -
Außerdem bietet sich hier Gelegenheit zu bedeutendem Nebenverdienst. Der
Antritt kann sofort erfolgen. Reflektanten wollen sich baldigst an den
Unterzeichneten wenden. Isidor Isay." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 31. Juli 1924:
"Die Synagogen-Gemeinde Cochem an der Mosel sucht einen
seminaristisch gebildeten Kantor, Religionslehrer und Schauchet.
Bewerbungen erbeten an den Vorstand
J. Dahl". |
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Die israelitische Gemeinde in Cochem erhält die Rechte
einer Synagogengemeinde (1890)
Mitteilung
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 5. September
1890: "Der israelitischen Gemeinde zu Cochem sind die Rechte
einer Synagogen-Gemeinde erteilt worden." |
Berichte zu
einzelnen Personen aus der Gemeinde
Goldene Hochzeit des Ehepaares Salomon Hein
(1901)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Juni 1901: "Cochem,
19. Juni (1901). Gestern feierte unter allgemeiner Teilnahme der ganzen
Stadt das Ehepaar Salomon Hein dahier das Fest der goldenen
Hochzeit. Abends zuvor brachte der katholische Männergesangverein ein
Ständchen, und der Landwehrverein, dessen Mitbegründer der Jubilar ist,
ehrte das Paar durch einen Fackelzug. Der Vorstand des Vereins
überreichte dem Jubelpaare nach schwungvoll gehaltener Rede einen
großartigen silbernen Pokal. Ein feierlicher Gottesdienst, bei welcher
Gelegenheit auch die Ehejubiläums-Medaille überreicht wurde, fand in der
Synagoge am anderen Morgen durch Lehrer Mannheimer statt. Die
jüdische Gemeinde ehrte das Paar durch Übergabe eines silbernen Bechers
mit entsprechender Widmung." |
Zur Geschichte der Synagoge
Über eine mittelalterliche Betstube oder Synagoge liegen
keine Informationen vor.
1853 war eine Betstube im Haus des Isaac Haas eingerichtet. Damals
hatte die Gemeinde schon einen Bauplatz für eine neue Synagoge erworben.
1860 konnte sie fertiggestellt werden. Bei der Synagoge handelte es sich
um einen traufständigen Bruchsteinbau im Rundbogenstil. Charakteristisch waren
die in große Blendbogennischen eingelassenen Fenster. Neben der Synagoge wurde
1897 ein jüdisches Schulhaus mit einer Lehrerwohnung eingerichtet.
Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Synagoge
verwüstet, gleichfalls das jüdische Schulhaus und die Wohnung von Lehrer
Goetzoff. Anfang 1945 wurde das Synagogengebäude durch einen Bombentreffen
beschädigt und später abgebrochen. Das Grundstück ist neu bebaut.
Adresse/Standort der Synagoge: Oberbachstraße 361
Fotos
(Quelle: neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum:
27.08.2009)
| Die Synagoge in Cochem |
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Blick in die Oberbachstraße
in Cochem;
rechts ist die Synagoge erkennbar
(Foto um 1925) |
Synagoge und Schule mit
Lehrerwohnung
in der Oberbachstraße in Cochem
(Zeichnung aus der
Erinnerung von M. Day) |
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Gedenktafeln am Durchgang
der Pfarrkirche St. Martin |
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Blick auf die
Pfarrkirche St. Martin und den dortigen Durchgang, an dem
die Gedenktafeln
angebracht sind |
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Gedenktafeln am
Durchgang
der Pfarrkirche St. Martin
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Gedenktafel mit
Inschrift: "Die jüdische
Gemeinde in Cochem verlor am 9. November
1938 - Reichskristallnacht - durch
Verwüstung Synagoge und Schulhaus in
der
Oberbachstraße Nr. 361. Zur Erinnerung und
Mahnung gegeben am 9.
November 1988". |
Gedenkinschrift
mit Text:
"Jahrhunderte lebten Juden in Cochem.
Die Familie Mayer,
Goethoff, Hirsch, Dahl,
Haimann, Hein, Simon wurden Opfer der
Schoah 1933
- 1945. Zur Erinnerung und
Mahnung November 1998". |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica II,1 S. 151-153; III,1 S.
215.
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 | Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt
des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies
ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem
Saarland. Mainz 2005. (mit weiteren Literaturangaben).
|
 | Angelika
Schleindl: Spuren der Vergangenheit. Jüdisches Leben im Landkreis
Cochem-Zell. Hg. vom Landkreis Cochem-Zell. Briedel 1996. Das Buch ist auch online
zugänglich! |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Cochem a.d. Mosel
Rhineland. A Jewish community existed in the 13th century. Seventeen Jes were
murdered in the Oberwesel blood libel of 1287. Jews were also victimized in the
Armleder massacres of 1336-39 and the community was destroyed in the Black Death
persecutions of 1348-49. A permanent Jewish settlement existed in the early 19th
century, reaching a population of 42 in 1808 and a peak of 114 in 1895 before
dropping to 49 in 1932. A synagogue was built in 1861. Most Jews left in the
Nazi era. The last three were deported to the Theresienstadt ghetto in June
1942. At least nine Jews perished in the Holocaust.

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