Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Breuna mit Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen (Kreis Kassel)
Jüdische Geschichte / Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde   
- Berichte zu einzelnen Personen / Familien aus der Gemeinde   
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

      

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english version)

In Breuna bestand eine jüdische Gemeinde bis nach 1933. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1744 und 1776 gab es je vier jüdische Familien am Ort.  

Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie folgt: 1833 53 jüdische Einwohner (mit dem Gut Escheberg, vgl. unten Artikel zu Bernhard Weinberg), 1861 43 jüdische Einwohner (4,3 % von insgesamt 996 Einwohnern), 1871 29 (2,1 % von 924), 1885 40 (4,3 % von 934), 1895 33 (3,5 % von 950), 1905 23 (2,6 % von 896), 1910 14 (1,5 % von 908). Zur jüdischen Gemeinde Breuna gehörten auch die in den umliegenden Orten lebenden jüdischen Personen: in Niederelsungen (1924 12, 1932 10; Angehörige der Familien ), Oberlistingen (1924 6, 1932 3), Wettesingen (1932 1). Die jüdischen Haushaltsvorsteher verdienten den Lebensunterhalt insbesondere durch den Vieh- und Pferdehandel; viele hatten aber auch Landwirtschaft. 

An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule, ein rituelles Bad und ein Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war im 19. Jahrhundert zeitweise ein jüdischer Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die Gemeinde gehörte innerhalb des damaligen Kreises Wolfhagen zum Rabbinatsbezirk Niederhessen mit Sitz in Kassel.     
 
Im Ersten Weltkrieg fielen aus der jüdischen Gemeinde Leopold Goldschmidt aus Oberlistingen (geb. 17.4.1895 in Oberlistingen, gef. 25.10.1916) sowie Hermann Rosenbaum aus Wettesingen (geb. 1.8.1881 in Wettesingen, gef. 25.7.1918). Außerdem ist gefallen: Siegmund Hamburg (geb. 6.2.1876 in Breuna, vor 1914 in Essen wohnhaft, gef. 3.5.1917).   
 
Um 1924, als noch 18 jüdische Einwohner gezählt wurden (1,8 % von insgesamt 1.002 Einwohnern), war Vorsteher der Gemeinde Baruch M. Hamberg. An jüdischen Vereinen gab es den Wohltätigkeits- und Bestattungsverein Chewra Kadischa (beziehungsweise Chevroth, gegründet 1869; 1924/32 unter Leitung von Viktor Braunsberg mit 15/10 Mitgliedern; Ziele: Unterstützung Hilfsbedürftiger). 1932 war Gemeindevorsteher weiterhin Baruch M. Hamberg (1. Vors.; gestorben 1934, nachdem er insgesamt fast 50 Jahre Vorsteher der Gemeinde war; Grab auf dem Friedhof).        
   
1933 lebten noch 13 jüdische Personen in Breuna. In den folgenden Jahren ist ein Teil der jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. 
       
Von den in Breuna geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Emilie Braunsberg geb. Stern (1892), Hermann Braunsberg (1888), Viktor Braunsberg (1887), Rosa Cohn geb. Hamberg (1859), Fanny David geb. Hamberg (1894), Moritz Goldwein (1884; war Lehrer in Korbach); Betty Hamberg geb. Pulver (1897), Hermann Hamberg (1890), Minna Hamberg (1861), Minna Hamberg geb. Braunsberg (1889), Moritz Hamberg (1886), Sally Hamberg (1887), Susanne (Susi) Hamberg (1929), Julie Lichtmann geb. Hamberg (1882), Henriette Meyer geb. Hamberg (1884), Johanna Münz geb. Hamberg (1897).  

Erinnerung an Susanne (Susi) Hamberg Breuna Friedhof 166.jpg (59689 Byte) Breuna Friedhof 167.jpg (61225 Byte)
  Zum jüdischen Friedhof führt der "Susanne-Hamberg-Weg". Text der Tafel: "Susanne (Susi) Hamberg, 1929-1942. Einziges Breunaer Kind jüdischen Glaubens, welches durch die Nationalsozialisten (Nazis) in das Konzentrationslager (KZ) Majdanek/Lublin (Polen) deportiert wurde."

Von den in Niederelsungen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind umgekommen: Bernhard Eichholz (1892), Isidor Eichholz (1890), Rosel Eichholz (1925), Ida Katz geb. Möllerich (1888), Mathilde Katzenberg geb. Möllerich (1892), Minna Löwenstein geb. Eichholz (1862), Minna Markus geb. Möllerich (1890), Max Möllerich (1896), Moritz Möllerich (1886), Simon Möllerich (1853), Willi Möllerich (1893).      
  
Von den in Oberlistingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind umgekommen: Hedwig Johanna Cahn geb. Ferse (1892), Hedwig Goldschmidt (1918), Jakob Goldschmidt (1921), Siegfried Goldschmidt (1896), Gottfried Israel (1900), Hermann Israel (1896), Siegfried Israel (1893), Jettchen Katz (1873), Rosalie Löwenstern (1879). 
    
Von den in Wettesingen geborenen und/oder längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen ist umgekommen: Malwine Rosenthal geb. Rose (1885).        
       
   
  

Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde 

Es wurden in jüdischen Periodika des 19./20. Jahrhunderts noch keine Artikel zur jüdischen Geschichte in Breuna und den Teilorten der Gemeinde gefunden.  

   
Berichte zu einzelnen Personen/Familien aus der Gemeinde 
  
Über die Familie Weinberg  
Quelle: Arnsberg s.Lit. I S. 95; Delvaus Chronik von Frankfurt am Main (pdf-Datei); 

Salomon Weinberg war Anfang des 19. Jahrhunderts Landwirt und Pferdehändler auf dem Gut Escheberg
   
Sein Sohn Bernhard Weinberg (geb. 1815 in Kassel, gest. 1877 in Frankfurt) heiratete am 18. Juni 1858 in Frankfurt Pauline Gans (geb. 5. November 1836 als Tochter von Ludwig Aron Gans und Rosette geb. Goldschmidt). Ludwig Aron Gans war der Schwiegersohn einer Schwester des aus Friedberg stammenden jüdischen Kaufmanns Leopold Cassella. Dieser Leopold Cassella hatte 1798 in Frankfurt eine "Handlung" eröffnet, die natürliche Farbstoffe und Farbhölzer aus Indien, China und Südamerika importierte. Nach dem Tod Cassellas 1847 führten Ludwig Gans und Bernhard Weinberg die Firma Cassella weiter. 1870 wurde in Fechenheim bei Frankfurt die Frankfurter Anilinfabrik gegründet. Maßgeblich war an der Gründung Dr. Leo Gans beteiligt, der Sohn von Ludwig Gans. Mit der Gründung der Firma sollte die Handelsfirma Cassella von den Farbproduzenten in Höchst und Biebrich unabhängig machen.
   
Bernhard Weinberg hatte zwei Söhne: Arthur und Carl Weinberg (beide 1908 durch Kaiser Wilhelm II geadelt: Arthur von Weinberg [geb. 1860 in Frankfurt] und Carl von Weinberg [geb. 1861 in Frankfurt]). 1882/83 traten Arthur und Carl Weinberg in die Firma Leopold Cassella & Co. ein, die 1894 mit der Frankfurter Anillinfabrik von Leo Gans zu den Cassella Farbwerken Mainkur AG fusionierte. Die Firma stieg ein in die Teerfarbenproduktion und in die synthetische Farbproduktion von Baumwollfarbstoffen und wurde bis um 1900 die weltweit größte Produktionsstätte von Azolfarben (1900 neben 80 Chemikern, 170 Kaufleuten etwa 1800 Arbeiter). Arthur und Carl von Weinberg hatten maßgeblichen Anteil an dem Aufbau der 1925 gegründeten IG Farbenindustrie AG, in der die Firma Cassella aufgegangen ist. 
Arthur
war über viele Jahre ein bedeutender Mäzen und Stifter wissenschaftlicher und kultureller Einrichtungen (1930 10. Ehrenbürger der Stadt Frankfurt). In der NS-Zeit verlor er alle Funktionen und Ämter. Er übersiedelte zu einer seiner Töchter nach Schloss Pähl am Ammersee in Bayern, wo er am 2. Juni 1942 verhaftet und in das KZ Theresienstadt verschleppt wurde. Hier ist er am 20. März 1943 umgekommen.
Weitere Informationen siehe Wikipedia-Artikel zu Arthur von Weinberg und Seite der Universität Frankfurt sowie Artikel in der FAZ.    
Auch Carl von Weinberg hatte große Bedeutung als Müzen und Stifter. Als Dank für seine Stiftungen an die Universität Frankfurt erhielt er 1927 die Ehrendoktorwürde. Auch politisch hatte er besondere Bedeutung, u.a. 1919 als Mitglied der deutschen Delegation bei den Versailler Friedensverhandlungen. Nach 1933 musste auch er alle Ämter und Funktionen aufgeben. Er zog 1937 zu seiner Schwester ins Exil nach Italien, wo er am 14. März 1943 starb. Weitere Informationen siehe u.a. Wikipedia-Artikel zu Carl von Weinberg

   

    
Zur Geschichte der Synagoge

Zunächst war eine erste Synagoge beziehungsweise ein Gebäude vorhanden, in dem vermutlich sowohl der Betraum wie auch die Schule eingerichtet waren. 1867 wurden die Schuleinrichtungen der Israeliten im Kreis Wolfhagen geprüft. Aus dem Bericht des Landbaumeisters Herrmann geht hervor, dass das Schulzimmer in Größe und zweckmäßiger Einrichtung für die Anzahl der Schüler ausreichend war. Das Schulzimmer befand sich nach dem Bericht im zweiten Obergeschoss eines "aus Holz erbauten Privathauses". Dabei ist war nicht die Rede von einer Synagoge, dennoch kann sich in dem Gebäude - wie auch andernorts üblich - auch der Betraum befunden haben.  
   
Seit Sommer 1869 bemühte sich die jüdische Gemeinde um den Neubau einer Synagoge. Man wollte zunächst ein großes Grundstück mit zwei darauf bestehenden Fachwerkhäusern kaufen, um eines davon abbrechen und das andere für eine Synagoge und einen Schulraum umzubauen. Der vom Kreisamt für ein Gutachten beauftragte Baukommissar Hudernitz sprach sich jedoch gegen diesen Plan aus. Er schlug einen Abbruch beider Gebäude und den Verkauf abgetragener Baumaterialien vor, um auf dem großen "Gartenbauplatz" einen Synagogenneubau errichten zu können. Die jüdische Gemeinde ging darauf ein und kaufte das für den Synagogenbau vorgesehene Anwesen im November 1869 für 300 Thaler. An die Bauausführung konnte man - vermutlich aus finanziellen Gründen - nicht gleich gehen. 

Vier Jahre später (1873/74) kam es zu erneuten Verhandlung zwischen der jüdischen Gemeinde und der Ortsgemeinde im Blick auf den Synagogen-Neubau. Über einen neuen Plan wurde nachgedacht, nämlich auf einem Grundstück, dem sogenannten "Reuterplatz" am Warburger Weg die Synagoge zu bauen. Die jüdische Gemeinde hoffte, dass die Ortsgemeinde das in ihrem Besitz befindliche Grundstück möglicherweise kostenlos zum Synagogenbau abgeben könnte. Bürgermeister Raabe und der Gemeinderat von Breuna gingen auf den Vorschlag jedoch nicht ein. 
 
Im Oktober 1875 kaufte die jüdische Gemeinde - vertreten durch Marcus Goldwein - ein Grundstück für die Errichtung einer neuen Synagoge zum Preis von 600 Mark. Goldwein Im Februar 1876 war der Bauplatz im Eigentum der Gemeinde. Im März konnte ein Vertrag mit Maurermeister Christoph Hohlmann abgeschlossen werden. Er verpflichtete sich, das Gebäude "schlüsselfertig" zu erstellen. Hohlmann ging zügig ans Werk. Noch im selben Jahr (1876) konnte die Synagoge fertiggestellt und eingeweiht werden. Die Kosten betrugen insgesamt 5.100 Mark, die durch Spenden, Kollekten und durch einen Kredit bei der Sparkasse in Wolfhagen aufgebracht wurden. Die Rückzahlung des aufgenommenen Kredites bedeutet noch eine längere finanzielle Belastung der Gemeindeglieder.  
 
Maurermeister Hohlmann erstellte zur Nutzung als Synagoge einen zweigeschossigen verputzten Massivbau aus Bruchsteinmauerwerk mit einem steilen Satteldach (möglicherweise ursprünglich beidseitige Krüppelwalmen). Der Bau ist 11,70 Meter lang und etwa 9 m breit. Die Rundbogenöffnungen (Fenster, Eingangstor) haben Steinumrahmungen aus rotem Sandstein. 
 
Vermutlich in den 1920er-Jahren (kurz vor der 1926 durchgeführten 50-jährigen Jubiläumsfeier) wurde das Gebäude umfassend renoviert. Die Inneneinrichtung wurde beim Umbau völlig verändert, auch die Gebetsrichtung wurde um 90 Grad verändert von südöstlicher auf nordöstlicher Richtung (siehe Zeichnung unten). Eine neue Frauenempore wurde eingezogen. Vor der Renovierung hatte es 36 Plätze für Männer, 12 für Frauen, nach der Renovierung 50 beziehungsweise 20 Plätze. Beim 50-jährigen Jubiläum der Synagoge hielt Lehrer Goldwein die Festpredigt; gleichzeitig wurde eine Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingeweiht.    

Im August 1938 wurde die Synagoge von der jüdischen Gemeinde verkauft. Dennoch ist das Gebäude beim Novemberpogrom 1938 durch SA-Leute angezündet worden, wodurch die Inneneinrichtung und das Dach vernichtet wurden. Dennoch blieb das Gebäude insgesamt erhalten und wurde 1939 in eine Scheune umgebaut. Das ursprünglich Aussehen veränderte sich durch neu eingebrochene Fenster, Türen und Tore. Auch in der Folgezeit (Besitzerwechsel um 1980) wurde immer wieder an dem Gebäude gebaut. Ende der 1980er-Jahre befand sich in der ehemaligen Synagoge eine Garage auf der linken und ein Kaninchenstall mit Boxen bis zur Decke auf der rechten Seite. 
 
Im November 1988 wurde eine Gedenktafel an der ehemaligen Synagoge angebracht.  
 
1991 wurden die Kaninchen-Boxen aus der ehemaligen Synagoge entfernt. Offenbar war vom Besitzer der Umbau in ein Wohnhaus geplant, zu dem es jedoch nicht gekommen ist.   
  
  
Adresse/Standort der Synagoge   Lange Straße 

Fotos 

Ortsbewohner von Breuna - links im Hintergrund die Synagoge (1931)
(Quelle: Pinkas HaKehillot s. Lit. S. 483)
Breuna Synagoge 810.jpg (117729 Byte)  
        
     
Pläne / Rekonstruktionen 
der Synagoge von Thea Altaras
(Quelle: Thea Altaras 1994 S.162)
Breuna Synagoge 805.jpg (34348 Byte) Breuna Synagoge 802.jpg (51466 Byte)
  Lageplan der Synagoge Rekonstruktion: südwestliche Traufseite
     
Breuna Synagoge 801.jpg (38800 Byte) Breuna Synagoge 808.jpg (38598 Byte) Breuna Synagoge 809.jpg (55808 Byte)
Rekonstruktion: Südöstlicher Giebel Rekonstruktion: nordwestlicher Giebel Rekonstruktion: nordöstliche Traufseite
      
Breuna Synagoge 800.jpg (55920 Byte)  Breuna Synagoge 803.jpg (45730 Byte) Breuna Synagoge 804.jpg (57633 Byte)
 Rekonstruktion: 
Querschnitt
Rekonstruktion: Grundriss des Erdgeschosses vor und nach der Renovierung in den 1920er-Jahren; vor der Renovierung wurde in südöstlicher Richtung gebetet, nach der Renovierung in nordöstlicher Richtung.
  
     
   Breuna Synagoge 806.jpg (34777 Byte) Breuna Synagoge 807.jpg (58203 Byte)
    Bereich des Obergeschosses vor und nach der Renovierung in den 1920er-Jahren. 
Eine neue Empore wurde mit nun 20 Frauenplätzen eingerichtet.
      
Neuere Fotos der ehemaligen Synagoge
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.6.2008)
Breuna Synagoge 152.jpg (76447 Byte) Breuna Synagoge 153.jpg (72612 Byte) Breuna Synagoge 155.jpg (99361 Byte)
 Blick auf die nordöstliche Traufseite 
und den nordwestlichen Giebel
 Blick auf die nordöstliche Traufseite 
und den südöstlichen Giebel
 Fenster am 
nordwestlichen Giebel
     
Breuna Synagoge 154.jpg (97308 Byte) Breuna Synagoge 151a.jpg (71080 Byte) Breuna Synagoge 151.jpg (64071 Byte)
 Blick auf den Eingang an der 
nördöstlichen Traufseite
 Hinweistafel zur Geschichte 
der Synagoge am Gebäude*
 Gedenktafel: "Ehemalige Synagoge der
 jüdischen Gemeinde zu Breuna. Sie wurde am
 9. November 1938 zerstört und angezündet."
 

*Text der Hinweistafel: "In diesem 1876 erbauten Gebäude befand sich bis 1938 die Synagoge der jüdischen Gemeinde, zu der auch Familien aus Niederelsungen, Oberlistingen und Wettesingen gehörten. In der Pogromnacht am 9. November 1938 stand auch sie in Flammen. Jetzt Privatbesitz". 

  
   
Links und Literatur

Links:

Website der Gemeinde Breuna   

Literatur:  

Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 94-95 (zu Breuna), Bd. II S. 364-365 (zu Wettesingen).
Kein Artikel zu Breuna bei Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945? 1988.  
Ausführliche Beschreibungen und Rekonstruktionen in dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 42-44.162.   
Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirke Gießen und Kassel. 1995 S. 72. 
Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume III: Hesse -  Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992 (hebräisch) S. 403-404.  
    


 

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Breuna  Hesse-Nassau. Jews lived there from the mid-18th century, hat a regional synagogue (1876), and numbered 43 (4 % of the total) in 1861. Only 17 Jews remained by September 1937; the last six were deported in 1942.  
    

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 01. Juni 2011