|
Zurück zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in
Hessen
Die jüdischen Friedhöfe im
Stadtkreis
Kassel und Landkreis Kassel (KS)
Übersicht:
Bad Karlshafen - Helmarshausen
Zum Friedhof in Helmarshausen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Breuna
Zum Friedhof in Breuna besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Breuna - Wettesingen
Zum Friedhof in Wettesingen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Calden - Meimbressen
Zum Friedhof in Meimbressen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Grebenstein
Zum Friedhof in Grebenstein besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Hofgeismar
Zum Friedhof in Hofgeismar besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Hofgeismar - Hümme
Zum Friedhof in Hümme besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Kassel
Zur Geschichte der Friedhöfe: Einen ersten jüdischen
Friedhof soll es bereits im Mittelalter gegeben haben. Um 1360 lag er
vermutlich an der Ahne, nahe der Judengasse. Von 1385 bis etwa 1587 gab es einen
zweiten Friedhof an der Stelle des heutigen Königsplatzes.
Während der Zeit des 30jährigen Krieges (um 1630) wurde der jetzt noch
bestehende alte jüdische Friedhof in der Gemarkung Bettenhausen
angelegt. Er war Begräbnisstätte auch für die jüdischen Gemeinden Kaufungen,
Heiligenrode und Waldau. Bis vor der NS-Zeit waren die Gräber von der Mitte des
17. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhundert noch fast vollständig
erhalten. Bis um 1800 hab es auf diesem Friedhof nur liegende Grabsteine, erst
nach 1800 gab es auch aufrecht stehenden Steine. Der neuere Teil des Friedhofes
wurde 1841 der jüdischen Gemeinde von Jeremias Rothfels geschenkt. Auf dem
Friedhof befand sich ein Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg 1914-18
gefallenen Juden aus Kassel.
| Hinweis: Nach dem Verzeichnis der
durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen"
bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den Friedhof in
Bettenhausen die Zahl von 644 vorhandenen
Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit
von 1647 bis 1850. Siehe landesgeschichtliches
Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden
in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in
Marburg: Dokumentation
der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich |
Ein neuer jüdischer Friedhof wurde erst 1932 in Benutzung genommen. Auf
ihm fanden bis 1942 Beisetzungen statt, zuletzt ohne Steinsetzungen. Auf diesem
Grundstück wurden im mittleren Teil während des Krieges russische und
polnische Zwangsarbeiter beerdigt (ohne Grabsteine). Nach 1945 errichteten
Überlebende aus Konzentrationslagern ein Mahnmal zur Erinnerung an die in der
NS-Zeit umgekommenen Juden. Zusätzlich ließ die Stadt Kassel eine
Gedenkstätte errichten. Der Friedhof wird bis zur Gegenwart benutzt.
 |
 |
Aktuell 2007: CD-Rom über den alten Kasseler
Friedhof erhältlich - siehe links den Beitrag aus der "Jüdischen
Allgemeine" vom 5. Juli 2007:
Die CD-Rom "Jüdischer Friedhof Kassel" kostet 7,50 Euro. Sie
ist erhältlich bei der Jüdischen Gemeinde (Bremer Strasse 3, 34117
Kassel, Telefon 0561/788093-0) oder5 im Museum für Sepulkralkultur
(Weinbergstrasse 25-27, 34117 Kassel, Telefon 0561/91893-0), www.sepulkralmuseum.de |
Lage der Friedhöfe: Bettenhausen am Fasanenweg.
 |
Lage des jüdischen Friedhofes
in Kassel auf dem dortigen Stadtplan: links anklicken und unter
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken zu
"Friedhof, jüd. Bettenhausen" |
Link: Website der Stadt
Kassel
Liebenau/Hessen
Zum Friedhof in Liebenau besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Liebenau/Hessen - Niedermeiser
Zum Friedhof in Niedermeiser besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Naumburg/Hessen
Zum Friedhof in Naumburg besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Schauenburg -
Breitenbach bzw. Hoof
Zum Friedhof in Breitenbach besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Trendelburg
Zum Friedhof in Trendelburg besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Trendelburg - Sielen
Zum Friedhof in Sielen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Wolfhagen
Zu den Friedhöfen in Wolfhagen besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Zierenberg
Zum Friedhof in Zierenberg besteht eine Unterseite
(interner Link): hier anklicken
Quellen und Literatur (kleine Auswahl):
 | Fremde im eigenen Land. Beiträge
zur Kultur- und Sozialgeschichte der Juden in den alten Krei8sen Hofgeismar,
Kassel, Wolfhagen und in der Stadt Kassel. Hofgeismar 1985. |
 |
Verbrannte Geschichte. Schrifttumsverzeichnis zur
Kultur- und Sozialgeschichte der Juden in den alten Kreisen Hofgeismar,
Kassel, Wolfhagen und in der Stadt Kassel. Hofgeismar/Kassel 1989
(Schriftenreihe: Die Geschichte unserer Heimat Bd. 5). |
 |
Juden - Hessen - Deutsche. Beiträge zur Kultur- und
Sozialgeschichte der Juden in Nordhessen. Hofgeismar 1991. (Schriftenreihe:
Die Geschichte unserer Heimat. Bd. 8). |
 |
Helmut Burmeister/Michael Dorhs (Hg.): Das
achte Licht. Beiträge zur Kultur- und Sozialgeschichte der Juden in
Nordhessen. Hofgeismar 2002 (Schriftenreihe: Die Geschichte unserer Heimat.
Bd. 39).
|
|