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Rosenthal (Kreis
Waldeck-Frankenberg)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Rosenthal bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/40. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts
zurück. Bereits 1569 werden jüdische Personen in der Stadt genannt. In
den folgenden Jahrzehnten waren ein bis drei jüdische Familien in Rosenthal.
1622 wird nur ein Schutzjude (vermutlich mit Familie) genannt, 1700 waren es
zwei Familien mit insgesamt 16 Personen. Im 18.
Jahrhundert stieg die Zahl auf fünf jüdische Familien (1776).
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1812 sieben jüdische Familien, 1827 23 jüdische Einwohner (3,3 % von
insgesamt 1.302 Einwohnern), 1835 45, 1853 51, 1861 Höchstzahl von 63 (4,8 % von insgesamt
1.310), 1871 43 (4,0 % von 1.083), 1885 59 (5,4 % von 1.095), 1895 55 (5,1 % von
1.077), 1905 38 (3,8 % von 997). Die jüdischen Familien lebten vom Vieh- und
Warenhandel; einige waren als Handwerker tätig (Schneider, Schreiner, Schlosser).
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eröffneten mehrere von ihnen (als
Kaufleute) offene Läden und Handlungen am Ort.
Der seit den 1880er-Jahren aufkommende starke Antisemitismus in der Region macht
sich auch in Rosenthal bemerkbar, wo es 1894 zu einer schweren Schlägerei
gekommen ist.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische Schule
(Religionsschule) und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde wurden im
jüdischen Friedhof
in Gemünden a.d. Wohra beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der
Gemeinde war im 19. Jahrhundert zeitweise ein jüdischer Lehrer
angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. 1820 bis 1831 war
als Lehrer Samuel Levi Wetterhan aus Fürth am
Ort tätig, sein Nachfolger war Koppel Hechinger aus Mainstockheim
(wechselte 1834 nach Rauschenberg).
Weitere Lehrer folgten. Die Einrichtung einer israelitischen Konfessionsschule
in Rosenthal wurde mehrfach angestrebt, doch aus unterschiedlichen Gründen nie
realisiert (der letzte Versuch wurde 1892 aufgegeben). Um 1900 war
Lehrer Spier aus Gemünden a.d. Wohra
für die Gemeinde zuständig (s.u. Bericht zur Renovierung der Synagoge 1901). Die Gemeinde
gehörte zum Rabbinatsbezirk Oberhessen mit Sitz in Marburg.
Um 1924, als zur Gemeinde 34 Personen gehörten (3,4 % von insgesamt 1.009
Einwohnern) war Gemeindevorsteher Moses Buchheim (er war von 1923 bis 1928
Gemeindevorsteher und verzog dann nach Frankenberg). Religionslehrer der damals
zwei schulpflichtigen Kinder der jüdischen Gemeinde war Lehrer Willy Spier aus
Gemünden a. Wohra. 1932 waren die Gemeindevorsteher Nathan Goldschmidt
(1. Vors.; war Gemeindevorsteher seit dem Wegzug von Moses Buchheim nach
Frankenberg) und Moritz Rosenberg (Schatzmeister). Weiterhin unterrichtete
Lehrer Willy Spier die im Schuljahr 1931/32 vier jüdischen Schulkinder der
Gemeinde in Religion. An jüdischen Vereinen gab es insbesondere den Jüdischen
Frauenverein.
1933 lebten 27 jüdische Personen in Rosenthal. In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen (insbesondere nach Frankfurt) beziehungsweise
ausgewandert (eine Familie mit vier Personen in die USA). Die Gemeinde wurde im
Mai 1938 aufgelöst. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die Inneneinrichtung
der Synagoge zerstört (s.u.). 1939 wurden noch 20 jüdische Einwohner
gezählt. Die letzten wurden 1941/42 vom Ort deportiert.
Von den in Rosenthal geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Betti Blach geb.
Blumenthal (1885), Johanna Blumenthal (1889), Johanna Blumhof geb. Goldschmidt
(1894), Isaak Julius Buchheim (1877), Joseph Buchheim (1890), Meier (Maier)
Buchheim (1884), Bella Goldschmidt (1899), Hermann Goldschmidt (1878), Horst
Julius Goldschmidt (1923), Jonas Goldschmidt (171), Julie (Julia) Goldschmidt
(1862), Martha Goldschmidt (1907), Meier Goldschmidt (1882), Moses Goldschmidt
(1865), Nathan Goldschmidt (1869), Auguste Kann geb. Goldschmidt (1872), Emma
Levy geb. Blumenthal (1886), Bernhard Pukatz (1880), Karl Samuel B. Pukatz
(1883), Helmut Rosenberg (1922), Josef Rosenberg (1913), Klara Rosenberg geb.
Simon (1888), Dina Stein geb. Blumenthal (1884), Helene Stock geb. Buchheim
(1892).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus dem jüdischen Gemeindeleben
Spendenaufruf für eine verarmte Familie
(1882)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. April 1882: "Bei
der gegenwärtigen Notlage vieler unserer Glaubensgenossen, welcher so
große Opfer gebracht werden müssen, zögert man, für einzelne
Bedrängte die Mildtätigkeit anzurufen. Aber ist nicht auch der Einzelne
ein Glied der Gesamtheit? Soll er seinem Elende hilflos unterliegen?
Wohltätige Glaubensbrüder, helfet einer sehr unglücklichen Familie in
der hiesigen kleinen israelitischen Gemeinde. Ein Familienvater, welcher
neben seiner Frau fünf Kinder, worunter ein unheilbar verkrüppeltes, zu
ernähren hat, liegt schon den ganzen Winter hindurch auf dem Krankenlager;
voraussichtlich endet sein leiden der Erlöser aller Erdenpein, der Tod.
Um das Maß des Elends voll zu machen, ist die armselige Wohnung des Armen
so baufällig, dass derselbe, wenn nicht alsbald eine gründliche
Reparatur vorgenommen wird, über seinem Kopfe einstürzt. Wo sollen dann
die Unglücklichen ein Obdach finden? Unsere Absicht ist, durch milde
Gaben von unserem wohltätigen Glaubensgenossen, die der Ewige mit Gütern
gesegnet, und deren Ohr sich den Bitten des Armen niemals verschließt,
einen Betrag von ungefähr 300 Mark, welcher zur Instandsetzung der
Wohnung erfordert wird, zusammenzubringen, während wir die weiteren
Bedürfnisse der Familie gern aus der Gemeine aufbringen wollen. Helfet,
teure Glaubensbrüder, dieses barmherzige Werk vollbringen und der Ewige
möge Euch dafür reichlich mit allen Gütern segnen. Gaben wolle man an
den hiesigen Vorstand, J. Rosenberg, und an M.J. Rosenberg
richten. Rosenthal (Regierungsbezirk Kassel), den 12. April
1882.
Der Vorstand der Gemeinde J. Rosenberg.
Wir sind gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiterzubefördern.
Die Expedition des
'Israelit'." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der
Gemeinde
94. Geburtstag von Jacob Rosenberg
(1910)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. Juli 1910:
"Rosenthal, Regierungsbezirk Kassel, 3. Juli (1910), Am
gestrigen Sabbat feierte Herr Jacob Rosenberg, Vater des Herrn
Rabbiner Dr. Rosenberg in Thorn, in voller geistiger und
körperlicher Frische seinen 94. Geburtstag. Von weit und briet wurden dem
hier und in der ganzen Umgegend geachteten Manne die herzlichsten
Glückwünsche dargebracht. Auch der hiesige evangelische Geistliche
sprach ihm schriftlich seine Glück- und Segenswünsche aus. Möge es dem
begnadeten Greis vergönnt sein, noch eine recht lange Reihe von Jahren in
gleich körperlicher und geistiger Frische zu
genießen." |
Zum Tod von Jacob Rosenberg und zum Tod seines Sohnes (1911)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16.
Dezember 1910: "Rosenthal, Regierungsbezirk Kassel, 11.
Dezember (1910). Am 29. November ward hier der frühere Vorsteher unserer
Gemeinde, Herr Jacob Rosenberg, beerdigt. Er hat nahezu das 95.
Lebensjahr erreicht und erfreute sich bis zwei Tage vor seinem Tode einer
seltenen geistigen und körperlichen Frische. Von nah und fern waren die
Freunde und Bekannten des allgemein geachteten Mannes herbeigeeilt, um ihm
die letzte Ehre zu erweisen. An seiner Bahre sprachen Herr
Provinzialrabbiner Dr. Munk aus Marburg, der Sohn des Verstorbenen, Herr
Rabbiner Dr. Rosenberg aus Thorn und Herr Lehrer Spier aus
Gemünden. In dem überaus großen Trauergefolge bemerkte man sehr viele
hiesige christliche Einwohner, unter diesen den evangelischen Pfarrer und
sämtliche Lehrer. - Der betagte Greis wurde durch seinen sanften Tod noch
vor einer sehr schmerzlichen Erfahrung bewahrt. Denn wenige Tage nach ihm
starb sein hier wohnender zweiter Sohn, der einer heftigen
Lungenentzündung nach kurzer Zeit erlag und unter großem Trauergefolge
an der Seite des Vaters beigesetzt wurde. Möge Gott die doppelt
schmerzlich getroffene Familie
trösten." |
Zum Tod von Mendel Rosenberg (1928)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Januar 1929: "Rosenthal,
30. Dezember (1928). Am Schabbos Wajigasch (d.i. Schabbat mit der
Toralesung Wajigasch = 1. Mose 44,18 - 47,27; das war Schabbat, 22.
Dezember 1928) starb fünf Wochen nach einer Operation im
Krankenhause zu Marburg a.d.L. Mendel Rosenberg - seligen Andenkens - und
wurde Montag, 24. Dezember, von Rosenthal aus in Gemünden a.W. zu Grabe
getragen. Die große Beteiligung an seinem Begräbnis aus allen Kreisen
der Bevölkerung des Ortes, sowie aus nahen und fernen Orten bewies, welch
großer Hochachtung und Liebe sich der Verschiedene in allen kreisen
erfreute. Jahrzehnte lang wirkte er vorbildlich als Schochet in seinem
Orte. Sein Gaus war eine echt jüdische Stätte der Wohltätigkeit, der
Mittelpunkt der Familie und der Gemeinde. Schwere Schicksalsschläge: der
frühe Tod der Gattin, der Tod zweier hoffnungsvoller Söhne in
jugendlichem Alter, von denen der eine sich als Arzt schon in jungen
Jahren einen Ruf erworben hatte, konnten ihn in seiner Wohltätigkeit
und seiner Gottesfurcht nicht wankend machen. An seiner Bahre widmeten ihm
ehrende Worte dankbaren Gedenkens Lehrer Spier - Gemünden, Rabbiner Dr.
Rosenberg - Berlin als Bruder, Lehrer Blumenfeld - Witzenhausen, Lehrer
Gans - Niederaula. Sein Leben war für die Familie vorbildlich. Mit seinem
Hinscheiden ist sie ihres führenden Hauptes beraubte. Möge Gott der
Familie ein Tröster sein. Seine Seele sei eingebunden in den Bund des
Lebens." |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Februar 1929: "Rosenthal,
10. Februar (1929). Im Alter von 75 Jahren verschied hier Herr Mendel Rosenberg.
Mehr als 25 Jahre bekleidete er das Amt als Gemeindeältester. Ein großes
Leichengefolge begleitete den Verstorbenen zu Grabe. An seiner Bahre
sprachen Dr. Rosenberg - Berlin, ein Bruder des Verstorbenen, Herr
Lehrer Blumenfeld - Witzenhausen, sein Schwiegersohn, Lehrer Gans
- Niederaula und Lehrer Spier - Gemeinden a.W." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war ein gemieteter Betraum in einem
Privathaus vorhanden. Wegen der steigenden Zahl der jüdischen Gemeindeglieder
stellte der jüdische Gemeindevorstand im Februar 1855 den Antrag auf
Genehmigung der Einrichtung einer Synagoge in einem von der Gemeinde gekauften
Haus (vormals des Johannes Schneider).
Der Antrag wurde genehmigt, das erworbene Gebäude alsbald zur Synagoge umgebaut
und ab 1856-57 als solche genutzt. 1901 waren größere
Renovierungsarbeiten notwendig, über die ein Bericht
vorliegt:
Über den Renovierung der Synagoge in
Rosenthal (1901)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. Juli 1901:
"Die hiesige kleine, israelitische Gemeinde besitzt eine Synagoge,
welche ohne eine gründliche Reparatur nicht mehr zu benutzen war, bei
längerem Aufschub damit sogar befürchten ließ, gänzlich zu verfallen.
Die Gemeinde musste, um ihr Gotteshaus nicht verfallen zu lassen, die
Reparatur vornehmen lassen, und tat das in dem Glauben, dass sie diese mit
einem Kostenaufwand von 600 - 700 Mark bestreiten könne. Allein der
Verfall war größer als gedacht und kostete bald das Doppelte. Dieser
Betrag aus unserer noch mit älteren Schulen belasteten Familie
aufzubringen, ist nicht möglich, da sie nur neun Familien zählt,
worunter vier unterstützungsbedürftige Witwen mit Familien sich befinden
und daher nur fünf zu den Kosten beitragen können. Es bedarf wohl keiner
Begründung, dass für die Erhaltung einer jüdischen Gemeinde das Bethaus
das allernötigste Bedürfnis und unentbehrliche Bindemittel für ihre
Mitglieder ist, und dass ohne dieses eine Gemeinde dem unaufhaltbaren und
sittlichen Verfall entgegentreibt (Zügellosigkeit, Richter 5,2),
religiös und sittlich verwildert. Wir rufen deshalb den unserem
Stammesgenossen angeborenen Wohltätigkeitssinn an, und bitten für
jüdische Gottesverehrung begeisterte, vermögende Glaubensgenossen uns
durch milde Gaben zu unterstützen, damit wir in die Lage kommen, die
unsere Leistungsfähigkeit übersteigenden Baukosten decken zu können. In
dem wieder würdig eingerichteten Gotteshause werden wir für die edlen
Geber um Gottes Segen flehen.
Zur Empfangnahme von Gaben sind bereit der Gemeindevorsteher M. J.
Rosenberg und Herr Lehrer Spier in Gemünden an der
Wohra.
Rosenthal, 7. Juli 1901." |
1930 beschloss die jüdische Gemeinde eine erneute Renovierung der Synagoge; ob
dies ausgeführt wurde, ist nicht bekannt.
Im Zusammenhang mit der Auflösung der jüdischen Gemeinde im Mai 1938 wurde
auch die Synagoge geschlossen. Das Synagogengebäude wurde im September 1938 an
einen Schreinermeister verkauft, der das Gebäude als Werkstatt und Wohnhaus
nutzte. Dennoch wurde die Inneneinrichtung beim Novemberpogrom 1938
verwüstet und alle Kultgegenstände vernichtet. Nach anderen Quellen wurden die
Ritualien noch verkauft beziehungsweise an einer andere Gemeinde gegeben.
Durch den Umbau der früheren Synagoge zu einer Schreinerwerkstatt und Wohnung
wurde das Gebäude als frühere Synagoge unkenntlich gemacht.
Am Gebäude ist eine kleine Hinweistafel vorhanden mit dem Text:
"Die ehemalige Synagoge von 1850-1933 im Besitz der israelitischen Gemeinde".
Adresse/Standort der Synagoge: In
Ortsmitte hinter der Hauptstraße, an der Sackstraße
Fotos
(Quelle: Altaras s. Lit. 1988 S. 68)
Das Gebäude der ehemaligen
Synagoge
im August 1984 |
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Das Gebäude - von Südwesten
aus gesehen; von der früheren Nutzung als Synagoge ist nichts mehr zu
sehen. |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. II S. 232-233. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 68-69. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 66 (keine weiteren
Informationen) |
 | dies.: Neubearbeitung der beiden Bände. 2007. S.
184-185. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen II Regierungsbezirk Gießen und Kassel. 1995 S.
220. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 576-577. |
 | Horst Hecker: Aus der Geschichte des jüdischen
Schulwesens in Rosenthal. In. Zeitschrift des Vereins für hessische
Geschichte und Landeskunde. Bd. 116 2011 S. 197-206.
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Rosenthal Hesse-Nassau. Jews lived
there from the 17th century, numbering 63 (5 % of the total) in 1861 and 27 in
1933. The community disbanded in 1938 and 14 Jews were eventually deported.

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