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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Rosenberg (Neckar-Odenwald-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Rosenberg bestand eine jüdische Gemeinde bis 1888. Ihre
Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge bzw. einen
Betsaal, eine Schule und ein rituelles Bad. Zur Besorgung religiöser Aufgaben
der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter tätig war.
Der letzte Vorbeter dürfte Abraham Ohnhaus gewesen sein, der 1870 per Anzeige
auf der Suche nach einer neuen Stelle war (siehe unten).
Die höchste Zahl jüdischer
Einwohner wurde um 1832 mit 74 Personen erreicht.
Die Gemeinde wurde 1827 dem
Rabbinatsbezirk Merchingen zugeteilt.
In der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts ging die Zahl der jüdischen Einwanderer schnell zurück. 1875
wurden noch 25 jüdische Einwohner gezählt, vor 1900 sind die letzten von hier
verzogen.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Lehrer und Vorsänger Abraham Ohnhaus sucht
eine neue Stelle (1870)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Juni 1870: "Der
Unterzeichnete, 50 Jahre alt, früher Lehrer, (seit ungefähr 20 Jahren
versieht er hier die Vorsängerstelle), beabsichtigt an einer größeren
Synagoge eine Synagogendienerstelle zu übernehmen, wobei er, wenn
erforderlich auch den Wochengottesdienst versehen könnte, da derselbe ein
sehr gutes Organ besitzt. Auf dem Lande kann der Unterzeichnete eine Verwendung
in seinem Fache als Vorsänger nicht finden, da er nicht Schochet
ist.
Rosenberg, Amt Adelsheim, Großherzogtum Baden. Abraham Ohnhaus." |
Zur Geschichte des Betsaales / der Synagoge
Über den Standort einer Synagoge
oder eines Betsaales ist am Ort nichts mehr bekannt. Auch in den Akten zur Auflösung
der Gemeinde am 12. Juli 1888 ist nicht von einer Synagoge die Rede. Nach 1888
besuchten die jüdischen Bewohner die Gottesdienste in Sindolsheim
(evtl. auch bereits einige Zeit zuvor).
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Hundsnurscher/Gerhard Taddey: Die jüdischen Gemeinden in Baden.
1968. S. 249. |
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