Hinweis: die Seite zu Lohne wurde vor allem auf Grund der Nennung eines
jüdischen Lehrers in Lohne 1865 eingestellt (Quelle),
obwohl dem Webmaster sonst nur wenige Informationen zur jüdischen Geschichte in
Lohne vorliegen, die nachfolgend zusammengestellt werden. Für weitere
Informationen ist der Webmaster dankbar; Adresse siehe Eingangsseite.
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Lohne bestand im 19. Jahrhundert zeitweise eine jüdische
Gemeinde, über die nur wenige Informationen vorliegen.
1744 werden drei jüdische Einwohner (oder Familien?) in Lohne
genannt.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: es liegen noch keine Zahlen vor.
Unter den Kriegsteilnehmern im Krieg 1870/71 war Jakob
Gutheim.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.) und eine Religionsschule. Die
Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof
in Obervorschütz beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der
Gemeinde war zeitweise ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter
und Schochet tätig war. 1865 wird als solcher M. Kaufmann genannt (Quelle).
1933 lebte noch Joseph Gutheim in Lohne.
Er emigrierte 1938 in die USA. Er war in Ungedanken geboren und ein Bruder des
letzten Vorstehers der Synagogengemeinde in Ungedanken Levi Gutheim. Nach seinem
Tod sorgte nach Angaben von Paulgerhard Lohmann (s.u.) seine Tochter Grete
verheiratete Schilling dafür, dass die Urne von Joseph Gutheim aus den USA zur
Beisetzung auf den jüdischen Friedhof nach Ungedanken überführt wurde (aus
dem Buch von Paulgerhard Lohmann s.Lit.; doch kein Nachweis für seine
Grabstätte in der Dokumentation zum jüdischen Friedhof
Ungedanken).
Von den in Lohne geborenen und/oder längere Zeit am Ort
wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Adelheid Andorn geb.
Sauer (1875), Isaak Heiser (1872), Rosa Katz geb. Sauer (1863), Sara Sauer geb.
Gutheim (1871), Julie Simon (1869), Berta Simons geb. Simon (1871).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Zur Geschichte der Synagoge
Ein Betsaal dürfte vorhanden gewesen sein. Nachweise
liegen noch nicht vor.
Adresse/Standort der Synagoge: unbekannt
Fotos