Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Irrel bestand eine kleine jüdische
Gemeinde von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis nach
1933.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1843 vier jüdische Einwohner, 1888 30 (in vier Familien), 1895 36.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine Schule
(Religionsschule) und ein Friedhof.
1932, als noch 18 jüdische Einwohner in Irrel gezählt wurden, waren die
Gemeindevorsteher Leopold Levy (1. Vors.) und ein Herr Kallmann (2. Vors.). Als
Religionslehrer der damals zwei jüdischen Kinder in Irrel kam regelmäßig
Lehrer David Mandel aus Bitburg in die
Gemeinde.
1933 lebten noch etwa 15 jüdische Personen in Irrel. In
den folgenden Jahren ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der Folgen des wirtschaftlichen Boykotts,
der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert.
Von den in Irrel geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Paula Rike Ermann geb.
Kallmann (1884), Adolf Kallmann (1891), Alex Kallmann (1911), Bernhard Kallmann
(1880), Hermann (Heymann) Kallmann (1861), Leo Kallmann (1833), Selma Kallmann
geb. Kaufmann (1890), Silve Kallmann (1888), Walter Kallmann (1920), Berta Levy
(1899), Berta Meyer geb. Kallmann (1885), Johanna Süssmann geb. Kallmann
(1890).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde