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Friedhöfe in der Region"
Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Baden-Württemberg
Heidelberg (Stadtkreis)
Bergfriedhof / Neuer jüdischer Friedhof
Jewish Cemetery - Cimetière juif
Hinweis:
im Internet sind zwei Gesamtdokumentationen des Friedhofes
zugänglich:
1. Die Videodokumentation des Friedhofes von Michael Ohmsen -
eingestellt auf youtube.com - mit direkten
Links von dieser Seite unten.
2. Die auf der Website der jüdischen Gemeinde Heidelberg zugängliche
Dokumentation ist erreichbar über www.memoju.de
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Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in
Heidelberg (interner Link)
Zur Geschichte des Friedhofes
Nach der Schließung des Friedhofes an
der Klingenteichstraße 1876 erhielt die jüdische Gemeinde Heidelberg einen
Teil des städtischen Bergfriedhofes östlich der Rohrbacher Straße für ihre
Beisetzungen. Dieser Friedhof wird bis zur Gegenwart benutzt (Fläche 111,52 a).
Auf ihm befindet sich auch eine jüdische Friedhofshalle mit Gedenkinschrift.
Der Friedhof wird bis zur Gegenwart belegt.
Aus der Geschichte des Friedhofes
Fragen der Anlage des neuen Friedhofes
(1876)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Dezember
1876: "Wiesbaden, 18. Dezember (1876). Es ist richtig, dass
Herr Rabbiner Dr. Sondheimer in Heidelberg in der Frage der
hiesigen israelitischen Friedhofs-Angelegenheit ein Gutachten nicht
abgegeben hat, wohl aber hat der hiesigen Polizeibehörde dasjenige
Gutachten vorgelegen, welches der genannte Herr am 28. März 1875
anlässlich des Gesuchs der Bewohner des 'Klingenteichs' zu Heidelberg um
Verlegung des israelitischen Friedhofes an den dortigen Synagogenrat
abgegeben und das sich in einer längeren Auseinandersetzung für die
Notwendigkeit, 'der Heidelberger israelitischen Gemeinde den
erforderlichen Raum zu einer Begräbnisstätte neben (also außerhalb) dem
Friedhof der christlichen Gemeinde zu überlassen', aus religiösen
Gründen erklärte. Was aber für die Heidelberger Israeliten gilt, wird
auch für die Israeliten Wiesbadens Geltung haben, und die hiesigen
Orthodoxen legten umso höheren Wert gerade auf dieses Gutachten, als Herr
Dr. Sondheimer der liberalen Richtung im Judentum angehört. Das
Darmstädter Gutachten rührt von dem orthodoxen Rabbiner Herrn Dr. Marx
her. (Frankfurter Journal)". |
Die Zahl der jüdischen Kremationen ist relativ hoch
(1895)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Januar
1895: "Aus Baden. Berichte über die Resultate der im Jahre
1894 in Heidelberg vorgekommenen Leichenverbrennungen passen selbstverständlich
nicht in eine jüdisch-religiöse Zeitung, namentlich nicht in eine solche
von der Tendenz des Israelit. Wenn dieses aber dennoch geschieht, so soll
nur die Wahrnehmung verzeichnet werden, in welcher bedauernswerter Stärke
Juden (?) dabei beteiligt sind. Von den 79 Verbrennungen gehören 55 der
evangelischen, 16 der katholischen und acht der jüdischen Konfession an,
und bilden diese also 10 % der Verbrannten, während die Israeliten in
Deutschland nur 1 % der Gesamtbevölkerung ausmachen. Diese
bedauernswerten Tatsachen haben jedenfalls vorzugsweise in der irrigen
Meinung ihren Grund, diese Art der Bestattung sei eine religiös-erlaubte,
welche noch dadurch verstärkt wird, dass es Geistliche gibt, welche die
Leiche noch vorher einsegnen, - ja noch die Tahara
(Leichenwaschung) als verpflichtend hinstellen. Hier wäre, wie überall
bei Verirrungen, Belehrung notwendig. Bei keiner Konfession wählen Fromme
diese Art der Leichenbestattung, und wir Israeliten brauchen deshalb nicht
ängstlich zu sein, dass je einmal dieselbe zum Gesetze erhoben und die
Beerdigung verboten wird. Auch bei den Christen kommt das
Leichenverbrennen nur bei einer verschwindenden Minderzahl vor. Ja, wenn
bei den Juden allein die Beerdigung üblich wäre, so hätte schön
längst in der Schweiz eine Volksabstimmung aus sanitärem oder sonstigen
Grunde die Beerdigung verboten. So aber können wir ruhig zusehen, wenn
eine winzige Minorität von Menschen, aus Liebhaberei sich verbrennen
lässt. L.E." |
Lage des Friedhofes
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Lage der jüdischen Friedhöfe Heidelbergs (durch
Pfeile
markiert; östlicher Friedhof: alter Friedhof;
südlicher
Friedhof: neuer Bergfriedhof)
(Karte kann durch Anklicken
vergrößert werden) |
Lage des jüdischen Friedhofes
im allgemeinen Bergfriedhof
Heidelberg auf dem dortigen Stadtplan: oben anklicken und
unter
"Behörden und öffentliche Einrichtungen" weiterklicken
zu
"Friedhof, israel., Südstadt" |
Link zu den Google-Maps
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)
Größere Kartenansicht
Fotos
Der Friedhof im März 2009
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 29.3.2009)
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| Eingangstor mit Blick zur
Friedhofshalle |
Hinweistafel am Eingangstor |
"Davidstern" (Magen
David) |
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| Friedhofshalle -
vom Friedhof aus gesehen; rechts Gedenkinschrift von 1952 "Zum ewigen
Gedenken an unsere Brüder und Schwestern, die in den Jahren 1033-1945 aus
den Landgemeinden und der Stadt Heidelberg deportiert wurden und fern der
Heimat für ihr Judentum den Märtyrertod erlitten haben. Heidelberg
1952." |
Weg in den Friedhof -
vom Eingangstor aus gesehen |
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Neuere Gräber -
nahe der
Friedhofshalle |
Grabsteine im
ältesten Teil des
Friedhofes aus der Zeit in den Jahren
nach Anlage des
Friedhofes (1876) |
Hoher Grabstein
für Daniel Jakob Baer
(1816-1877) und Sophie Baer geb. Elsasser
(1837-1912) mit nach unten gerichteter,
erlöschender Fackel,
Pflanzenornamentik
und Levitenkanne; Grabstein rechts mit
Portrait für
Carl Abenheimer (1808-1877) |
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| Drei hohe
Grabsteine in der Mitte: links für Rosa Herrmann geb. Mayer (1861-1909)
und Ludwig Herrmann (1858-1924), dahinter für Sigmund Hirsch aus Weinheim
(1845-1908) und Sophie Hirsch geb. Oppenheimer (1844-1909), rechts für
Moses Hurwitz aus St. Petersburg (1861-1911) |
Grabstein im Schatten links
für
Salomon Weill (1808-1888), rechts
für Carl Traumann von Schwetzingen |
Hohe Grabsteine: links für
Lazarus Reis (1808-1890),
rechts für Albert Reis (1846-1890) |
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Relativ selten auf jüdischen
Friedhöfen: Darstellung
einer Engelsfigur |
Grabstein für
Gertrud Marx
geb. Fisch
(1899-1933) |
Grabsteine von
links für Julie Salomon geb. Marx (1862-1925) und Hermann Salomon
(1864-1927); Sally Kirchheimer (1876-1927); Dr. Peter Schliferowitsch
(1856-1929) und Pauline Schl. geb. Fortus (1863-1931); Siegfried Jacob
(1908-1929) |
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Blick auf eine der
Terrassen
des Friedhofes |
Großes Grabmal für Bertha,
Siegfried und Amalie Goldscheider |
Eine der obersten Terrassen
des Friedhofes; im Vordergrund Grabstein für die früh verstorbene Bella
Jacob (1905-1923) |
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Grabstein für Adolf Held
(1873-1919) und
Nannette Held geb. Seligmann (1872-1926)
aus Mosbach;
Eltern des Kunsthistorikers
Prof. Dr. Julius Held (1905-2002) |
Grabstein für den
"Bayrischen
Hauptlehrer" Michael Wolf (1851-1931)
und Rosa Wolf
geb. Klotz aus Winnweiler
(1850-1915) |
Grabstein für Beni Wolff aus
Rohrbach
(1851-1917) und Sophie Wolff
geb. Münzesheimer (1857-1935) |
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Grabstein für Elise Spiegel
geb.
Schwarzmann (1879-1928) und
Erinnerung an den in Köln beigesetzten
Elias Spiegel (1864-1942) |
Grabstein der Familie Kramer:
für Bernhard
Kramer (1866-1929) und Rosa Kramer geb.
Sternweiler mit
Gedenkinschriften für
Hans Bernd Oppenheimer (1921-1945)
und Leopold
Oppenheimer (1881-1943) |
Kindergräber, vorne links
Grabstein
für Rudolf Heinz Bodenheimer (1906),
darüber für Liselotte
Leiser (1915) |
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| Grabstein für
Maier Kahn, Hauptlehrer an der Volksschule in Heidelberg (aus Sulzburg,
1844-1900) und Lisette Kahn geb. Müller (aus Krautheim,
1844-1912) |
Grabstein für
Selma Lichtenthal
geb. Kugelmann (1900 in Witzenhausen -
1974 in
Heidelberg, "fern ihrer
Heimat in Israel") |
Neue Gräber |
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Der Friedhof im Juni 2004
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 25.6.2004)
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Eingang in den Friedhof
mit Hinweistafel |
1952 angebrachte
Gedenkinschrift an der Eingangshalle (Inschrift siehe oben) |
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| Familiengrab der Familie
Krämer - Oppenheimer |
Mitte: Grab von "Moses
Hurwitz
aus St. Petersburg" |
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| Großes Grabmonument |
Grabstein für Rabbiner Dr. Hermann Pinkus und seine Frau
Olga |
Kindergräber |
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| Grabstein für Helga Levinson
geb. Heimberg (1926-1968) |
Innerhalb der älteren Teile
finden sich neuere Gräberreihen mit liegenden Grabplatten |
Neues Grabfeld |
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| Grabsteine
russisch-jüdischer Emigranten |
Neueste Gräber (2003/04) |
Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, entstanden Mitte der 1980er-Jahre)
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| Teilansichten des jüdischen Friedhofes im Bergfriedhof
Heidelberg |
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Grabstein für Rabbiner Dr. Hermann Pinkus und seine Frau
Olga |
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Alter Gedenkstein für die zerstörte Synagoge Heidelberg,
jahrelang (bis 2001) im Bergfriedhof aufgestellt |
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Video-Dokumentation des Friedhofes von Michael Ohmsen - eingestellt auf
youtube.com - direkte Verlinkung zu den Teilen der Dokumentation
(zu den einzelnen Teilen der Dokumentation bitte das jeweilige Bild
anklicken)
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| Teil 1 [14:46] |
Teil 2 [5:49] |
Teil 3 [7:29] |
Teil 4 [11:41] |
Teil 5 [14:25] |
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| Teil 6 [12:46] |
Teil 7 [12:13] |
Teil 8 [11:05] |
Teil 9 [14:35] |
Teil 10 [4:13] |
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| Teil 11 [7:10] |
Teil 12 [8:08] |
Teil 13 [5:22] |
Teil 14 [9:07] |
Teil 15 [8:52] |
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| Teil 16 [6:52] |
Teil 17 [8:55] |
Teil 18 [5:55] |
Teil 19 [8:34] |
Teil 20 [5:52] |
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| Teil 21 [6:22] |
Teil 22 [11:59] |
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Links und Literatur
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