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im Elsass"
Duttlenheim (Düttlenheim,
Dep. Bas-Rhin
/ Alsace /
Unterelsass)
Jüdische Geschichte / Histoire juive / Synagoge / Synagogue
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Duttlenheim bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1940. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18. Jahrhunderts
zurück. 1784 wurden 17 jüdische Familien am Ort gezählt.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1807 112 jüdische Einwohner, 1849 170, 1861 157, 1870 145, 1910
88.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine jüdische
Schule (zeitweise jüdische Elementarschule) und ein rituelles Bad. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde
war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig
war. Die Toten der Gemeinde wurden auf dem jüdischen Friedhof
in Rosenwiller beigesetzt. Die Gemeinde gehörte zum Rabbinat
Straßburg.
1936 wurden noch 65 jüdische Einwohner in Duttlenheim gezählt. Vier Jahre
später sind diejenigen, die bis dahin nicht auswandern konnten, unter der
deutschen Besatzung nach Südfrankreich deportiert worden.
Von den in Duttlenheim geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Eva Angel (), Michel Angel
(1892), Elvire Bauer geb. Levy (1887), Suzanne Bernheim (1904 oder 1906),
Huguette Bloch (1931), Mathilde Bloch (1905), Sylvain Bloch (1895),Liane
Deutscher (18917), Armand Hermann (1926), Emile Isaac (1877), Emile Isaac
(1911), Anni Joseph (1896), Marcel Kahn (1900), Aline Levy (1896), Celestine
Levy (1867), Jeanne Levy (1897), Madeleine Levy geb. Levy (1901), Marie Levy
(1898), Reine Levy geb. Levy (1889), Robert Levy (1915), Ida Marx (1872),
Henriette Moise (1903), Susanna Silverenberg geb. Korngold (1903), Aron Weill
(1892), Jenri Weill (1876), Sarah Weill (1896), Suzanne Weill (1896), Lucie
Zeldenrust geb. Korngold (1904).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
"Duttlenheim hat einen ausgezeichneten
israelitischen Lehrer" (1843)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 26. Juni 1843:
"Straßburg, im Juni (1843). Wir haben in voriger Nummer aus
den Auszügen, welche die Arch. isr. de France aus dem Bericht des
Großrabbinern über seine Rundreise durch seinen Sprengel bringen.
Einziges mitzuteilen versprochen. Diese Berichterstattung ist in
Frankreich selbst etwas Neues, und von der Art und Weise, wie die
israelitischen Angelegenheiten eines ganzen Landstrichs mit einem Blicke
übersehen zu werden angefangen werden, ein löbliches, erfreuliches
Zeugnis. In der Einleitung setzt der Großrabbine auseinander, wie erst
von der Bestimmung dieser Rundreisen an sich ein näheres, unmittelbares
Verhältnis zwischen dem Konsistorium und den ihm zur seelsorgerlichen
Obhut Anvertrauten datiert. Alsdann geht er die einzelnen Gemeinden durch,
und bezeichnet, was sie für ihre Synagogen und Schulanstalten getan; insbesondere
bemerkt er auch, was sie zu diesen von den städtischen Gemeinden an
Unterstützung erhalten. - Bouxwiller gibt 1.400 Fr. für seine Schule
aus, und erhält 500 Fr. von der Stadt und frei Lokal dazu; 47 Schüler.
Der Rabbine ist alt und blind. ... Duttlenheim hat einen
ausgezeichneten israelitischen Lehrer; 950 Francs, wozu die Stadt 250
Francs (gibt)." |
Zur Geschichte der Synagoge
Eine erste Synagoge wurde 1788 erstellt. Sie ist in der
Folgezeit mehrfach renoviert und 1860 durch eine neue Synagoge ersetzt
worden.
Das Gebäude wurde nach 1940 abgebrochen. Es sind noch einige Erinnerungssteine
(Inschriften usw.) erhalten.
Adresse/Standort der Synagoge:
Fotos
(Quelle: Französische Informationsseite - siehe unter den Links;
Rothé/Warschawski s.Lit. S. 71)
| Fotos der Synagoge |
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Außenansicht mit Eingang |
Innenansicht |
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Reste der
ehemaligen Synagoge |
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Es sind vor Ort noch einzelne
Erinnerungen an die ehemalige Synagoge vorhanden |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
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Michel
Rothé / Max Warschawski: Les Synagogues d'Alsace et leur Histoire.
Ed. 'Chalom Bisamme' Jerusalem 1992. S. 71.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Duttlenheim Bas-Rhin dist.,
France. The local synagogue was inaugurated in 1860. In 1936, there were 65 Jews
listed in the town. During Worldwar II, tey were expelled by the Germans to the
south of France. The community disappeared after 1945.

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