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Friedhöfe in der Region"
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Friedhöfe im Stadtkreis Wiesbaden"
Wiesbaden (Landeshaupstadt
von Hessen)
Jüdische Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur jüdischen Geschichte und der Synagogen in Wiesbaden
(Seite noch nicht erstellt; interner
Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe:
Die Toten der jüdischen Gemeinde
Wiesbadens wurden bis 1747 auf dem alten Friedhof in Wehen
beigesetzt. In diesem Jahr konnte ein eigener Friedhof in Wiesbaden angelegt
werden. Dieser alte jüdische Friedhof wurde bis 1890 belegt; die letzte
Beisetzung in einem Familiengrab erfolgte 1929. Die Friedhofsfläche umfasst
46,93 ar. Es sind nach der neu erstellten Dokumentation der "Kommission
für die Geschichte der Juden in Hessen" (siehe unten) 583 Grabsteine aus
der Belegzeit von 1750 bis 1924 vorhanden.
Ein neuer
jüdischer Friedhof wurde seit 1891 belegt. Bis 1943 sind 1.802 Beisetzungen
vorgenommen worden. Unter den Gräbern sind auch mehrere von Kurgästen, die in
Wiesbaden während der Kur verstarben. Auch seit 1945 ist dieser Friedhof wieder
als Friedhof der jüdischen Gemeinde der Stadt in Benutzung. Die
Friedhofsfläche umfasst 50,32 ar.
Die orthodoxe, "Alt-Israelitische
Kultusgemeinde" hatte gleichfalls einen Friedhof. Er konnte 1877
angelegt werden. Dieser Friedhof enthält 372 Gräber (um 1970) und umfasst eine
Fläche von 26,94 ar.
Auf den Friedhöfen in Wiesbaden wurden - bis zur Anlage eigener Friedhöfe auch
die Toten der umliegenden Gemeinden (Biebrich,
Bierstadt, Schierstein)
beigesetzt.
| Hinweis: Nach dem Verzeichnis der
durch die "Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen"
bearbeiteten hessischen Friedhöfe ergibt sich für den alten
Friedhof in Wiesbaden die Zahl von 583
vorhandenen Grabsteinen aus der festgestellten Belegzeit
von 1750 bis 1924. Siehe landesgeschichtliches
Informationssystem Hessen - Kommission für die Geschichte der Juden
in Hessen und Hessisches Landesamt für geschichtliche Landeskunde in
Marburg: Dokumentation
der jüdischen Friedhöfe in Hessen - Online zugänglich |
Lage der Friedhöfe:
Der alte jüdische Friedhof liegt "auf dem
Kuhberg" nördlich des Stadtzentrums an der Straße "Schöne
Aussicht"/Hergenhahnstraße.
Der neue Friedhof ist Teil des städtischen Nordfriedhof an der Platter Straße.
Der orthodoxe Friedhof ist gleichfalls ein Teil städtischen Nordfriedhof.
Auf der Website der Stadt Wiesbaden findet sich ein Link zu einem Stadtplan, auf dem die Friedhöfe eingezeichnet sind.
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)
| Der alte Friedhof |
Vom alten
jüdischen Friedhof sind noch keine Fotos vorhanden; über Zusendungen
freut sich der Webmaster der "Alemannia Judaica"; Adresse siehe Eingangsseite. |
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| Der neue Friedhof - Teil
des städtischen Nordfriedhofes |
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| Das Eingangstor zum jüdischen
Friedhof |
Tafel mit den Öffnungszeiten |
Hinweis auf Feiertage |
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| Hinweis für Kopfbedeckung der
Männer |
Blick zum Eingangstor vom
Friedhof |
Die Friedhofshalle, die im
Sommer 2008 renoviert wird |
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| Im Bereich der
Friedhofsmauer beim Eingangstor im oberen Teil befinden sich einige monumentale
Familiengräber |
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Großes Grabmal
der Familie Lieber |
Teilansicht |
Grabstätte des rumänischen
Ehepaares Costiner (gest. Juli 1915) |
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| Grabplatte für Micha Golomb,
gest. März 1938 |
Teilansichten |
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Denkmal für die Gefallenen
des
Ersten Weltkrieges |
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"Den im
Weltkrieg 1914-1918 Gefallenen unserer Gemeinde zum Gedenken"
mit Namen und Lebensdaten |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
Grabstein für Adolf Strauss
(1842-1910) und Laura geb. Kempner (1850-1917) |
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| Gräberfeld aus
den 1970er-Jahren; bei Familiengräbern erfolgen teilweise noch weitere
Beisetzungen |
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| Grabstein für Dr.
Friedrich Reichmann (19991966), Vorsitzender der jüdischen Gemeinde
Wiesbaden usw. mit Gedenkinschriften für im Holocaust umgekommene
Familienmitglieder |
Grabstein für
Kurt Magoniner (1894-1972), Ehrenvorsitzender der jüdischen Gemeinde
Wiesbaden und Marga Margoniner (1903-1978) mit "segnenden
Händen" der Kohanim |
Detail aus einem neueren
Grabmal: "Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah" |
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| Gräber aus den 1990-Jahren
und neueste Erweiterungsfläche |
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Gräber aus den 1990er-Jahren,
dahinter der ältere Teil des Friedhofes |
Gräber aus den 1990er-Jahren,
rechts der Hecke die neueste Erweiterungsfläche |
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| Blick vom
Gräberfeld der 1990er-Jahre auf die neueste Erweiterungsfläche hinter
der Hecke |
Neuere Gräber
von 2007/2008 |
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| Der Orthodoxe Teil des
Nordfriedhofes |
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| Blick auf das Eingangstor |
Blick auf den Friedhof vom
nichtjüdischen Friedhofsteil, rechts das Eingangstor. |
Teilansicht |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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Presseartikel zu den jüdischen Friedhöfe in Wiesbaden
| August 2009:
Kritischer Beitrag zum Pflegezustand des alten
Friedhofes |
Foto
links von Friedhof Windolf/RMB: Der Komposthaufen gammelt vor sich
hin und verbreitet unschöne Gerüche.
Artikel von Birgit Emnet vom 6. August 2009 im "Wiesbadener
Kurier" (Artikel)
"WIESBADEN. Pietätlose Komposthalde: Auf altem jüdischen
Friedhof gammelt Grünschnitt vor sich hin.
'Pietätlos', meint Antje Laumann, Anwohnerin der Hergenhahnstraße 8 und somit direkte Anliegerin am alten jüdischen Friedhof im Komponistenviertel. Heute eine der ersten Adressen der Stadt und damals, 1747, noch draußen vor den Stadttoren liegt das Grundstück
'Auf dem Kuhberg", ein Kulturdenkmal. Und auf diesem stinkt's zum Himmel, denn seit Wochen, weiß Antje Laumann, ist im hinteren Teil des jüdischen Friedhofs eine Grünschnittdeponie eingerichtet, auf der wohl Grababraum und auch Sträucher und Hecken vermodern.
'Die Rotte deckt noch die letzten Grabstätten aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts", so die Anliegerin, und muffelt in die angrenzenden Häuser.
'Ein treffliches Beispiel für den Umgang der Stadt mit ihren Kulturgütern, insbesondere mit dem jüdischen
Erbe' sei's, meint sie. Denn Antje Laumann weiß, dass nach jüdischem Ritus ein Friedhof nicht angetastet werden darf, seine Grabmale für die Ewigkeit seien.
'Wir wissen nicht, ob das Grünflächenamt dafür verantwortlich ist", so die Auskunft von Rathaussprecher Florian Grösch. Aber das Amt werde für eine umgehende Beseitigung des Grünschnitts sorgen. Grundsätzlich sei die Stadt für die Pflege der Anlage verantwortlich, so Grösch weiter.
Der Friedhof 'Auf dem Kuhberg' lag früher an der Idsteiner Straße, heute Schöne Aussicht, und ist der erste jüdische, der in Wiesbaden angelegt wurde. Vorher, also vor 1747, mussten die Wiesbadener Juden ihre Toten in Wehen beerdigen. 1779 wurde eine erste Erweiterung fällig, 1850 folgte bereits die nächste. Der Friedhof wurde eingezäunt und noch bis 1891 genutzt. Danach wurden lediglich noch bis etwa 1935 gelegentlich Urnen in Familiengräbern beigesetzt.
Rund 520 Grabstätten wurden vom Hauptstaatsarchiv 1987 erfasst, die älteste von 1752. Stehende und liegende bemooste Grabsteine, meist Stelen aus rotem Mainsandstein und oft stark verwittert, sind auf dem fast 4700 Quadratmeter großen Areal verstreut. Der jüdischen Tradition folgend sind die Grabsteine nach Osten ausgerichtet. Jüdische Tradition ist auch, dass der Friedhof als solcher erhalten bleiben muss und die Totenruhe nicht gestört werden darf." |
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Links und Literatur
Links:
Literatur / Medien:
 | Arnsberg II,384-402.
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 | CD-Dokumentation des Verlages 1media.org: |

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