|
Eingangsseite
Aktuelle Informationen
Jahrestagungen von Alemannia
Judaica
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Jüdische Friedhöfe
(Frühere und
bestehende) Synagogen
Übersicht:
Jüdische Kulturdenkmale in der Region
Bestehende
jüdische Gemeinden in der Region
Jüdische
Museen
FORSCHUNGS-
PROJEKTE
Literatur
und Presseartikel
Adressliste
Digitale
Postkarten
Links
| |
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"
zurück zur Übersicht "Synagogen in Rheinland-Pfalz"
Zur Übersicht "Synagogen im Kreis
Ahrweiler"
Niederzissen mit
Kempenich, Oberzissen (VG Brohltal, Kreis
Ahrweiler)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Niederzissen bestand eine jüdische Gemeinde bis
1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17. Jahrhunderts zurück, doch
könnten bereits im Mittelalter im Brohltal beziehungsweise in Niederzissen
jüdische Personen gelebt haben. Erstmals werden Juden Ende des 17. Jahrhunderts
in Olbrücker Kellereirechnungen genannt. 1752 wurden nach einer damaligen
Verordnung über die Ausweisung 'überflüssiger' Juden fünf der bis dahin zehn
jüdischen Familien aus Niederzissen ausgewiesen. 1763 waren sechs jüdische
Familien am Ort, um 1775 nur noch zwei. Danach nahm die Zahl wieder
zu.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1808 53 jüdische Einwohner, 1858 75, 1895 64. Zu Beginn des 19.
Jahrhunderts gehörten zum Niederzissener Synagogenverband auch die in Orten der
Umgebung lebenden jüdischen Personen: Oberzissen, Königsfeld,
Dedenbach, Hain, Burgbrohl, Weil,
Glees und Wehr. Nach der Neugliederung der Synagogenbezirke 1843 bildeten die in
Königsfeld und Dedenbach lebenden jüdischen Familien einen eigenen
Synagogenbezirk.
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge
(s.u.), eine Religionsschule, ein rituelles Bad und einen Friedhof.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein
Religionslehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig
war.
Um 1924, als noch 18 jüdische Familien mit 73 Personen zur Gemeinde gehörten (außer
Niederzissen auch die in Oberzissen, Kempenich und inzwischen auch die in
Burgbrohl lebenden jüdischen Einwohner), waren die Vorsteher der Gemeinde L.
Cahn (Oberzissen), Gustav Gottschalk (Niederzissen) und Hermann Teit. Zur
Repräsentanz gehörten Hermann Berger, Karl Berger und Simon Eggner. 1932
war Gemeindevorsteher Simon Cahn (1. Vors.). Damals lebten noch etwa 50
jüdische Personen in Niederzissen; zur Gemeinde gehörten auch 16 in Burgbrohl
und 6 in Oberzissen lebenden Personen.
Nach 1933 ist ein Teil der
jüdischen Gemeindeglieder (1933: ca. 45 Personen) auf Grund der Folgen des
wirtschaftlichen Boykotts, der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert.
Von den in Niederzissen geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945", ergänzt durch Namen auf den Gedenksteinen des Friedhofes): Jette Abraham geb. Kahn (1907), Leo Abraham (),
Ruth Abraham (), Albert Arnberg
(1861), Arthur Berger (1914), Elisabeth Berger (1885), Esther Berger (1929),
Friedrich (Fritz) Berger (1888), Heinz Berger (1935), Henriette Berger (1884), Iwan Berger (1900), Johanna
(Hanne) Berger geb. Kahn (1907),
Julius Berger (1905), Karl Berger (1871), Karl Berger (1926), Karla
Berger (1933), Kurt Alexander Berger
(1921), Leopold Berger (1874), Max Berger (1882), Moses Berger (1866),
Ottilie (Tilly) Berger geb. Samuel (1870), Paula Berger geb. Rose (1907),
Sophie Berger geb. Berger (1910),
Therese Berger (1902), Wilhelmine (Mina) Berger geb. Stern (1873), Sofia
Blumenthal geb. Wollheim (1868), Hedwig Bluth (1860), Irma (Irmgard) Brünnel
geb. Berger (1904), Emmi Cahn geb. Frieburg (1859), Gustav Cahn (1905), Klara
Cahn geb. Friesem (1882), Leonie Cahn (1874), Antoinette Cohen geb. Berger
(1880), Fritz Eggener (1907) Heinrich Eggener (1878), Josef
Freund (1869), Klara Friesem (1908), Leo Fultheim (1879), Rosa Fultheim (1889), Jenny Goldberg geb.
Schiff (1888), Sally Goldberg (1872), Augustine Gottschalk (1902), Bernhard
Gottschalk (1870), Bertha Gottschalk (1909), Gustav Gottschalk (1872), Jakob Gottschalk
(1868), Karoline Gottschalk (1860), Minna Gottschalk geb. Kahn (1870), Moritz
Gottschalk (1906), Sally Gottschalk (1901), Selma Heilbrunn geb. Berger (1910),
Alwine Kahn geb. Vyth (1873), Eva Kahn geb. Gottschalk (1883), Friedrich Kahn (1867), Josef Kahn (1867),
Lina
Kahn (1910), Max Kahn (1901), Minna Kahn geb. Gottschalk (1877), Helene Levi
(1867), Frieda Lilienthal geb. Gottschalk (1899), Hedwig Lion geb. Berger (1892),
Elisabeth Marx geb. Feit (1890), Selma Marx geb. Feit (1894), Leopold Mayer (), Julie (Julia) Meyer
geb. Berger (1893), Rosa Meyer geb. Berger (1892), Julie Müller geb.
Silberschmidt (1894), Julius Müller (1881), Rosalie Pins (Pinz) geb. Berger (1894),
Klara Salomon (1887), Regina Simons geb. Berger (1908),
Klara Stein geb. Weis
(1868), Hanna Treidel (1938), Norbert Treidel (1903), Else Vos geb. Berger
(1899), Ellen Wolf (1935), Ernst Wolf (1902), Gottfried Wolf (1854), Karoline Wolf
(1857), Ida Wolff geb. Berger (1910), Ludwig Wollheim (1871).
Anmerkung: Die kursiv gesetzten Namen finden sich auch auf den Gedenksteinen im
jüdischen Friedhof. Die auf den Gedenksteinen nicht genannten Personen der
obigen Liste sind großenteils in Niederzissen geboren, lebten jedoch später in
anderen Orten.
Aus Oberzissen sind umgekommen: Arthur Berger (1881), Julie Berger geb.
Berger (1882), Johanna Cahn (1912), Gertrud Cohn geb. Rothmann (1901), Leopold
Mayer (1865), Regina Schwarz geb. Berger (1884), Regina Wolff geb. Meyer
(1855).
Aus Kempenich sind umgekommen: Josef Kempenich (1864), Josef Kempenich
(1883).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibung der Stelle des Religionslehrers / Vorbeters / Schochet 1907
Anmerkung: aus dem 19. Jahrhundert wurde noch keine Ausschreibung
gefunden. 1907 hatte Niederzissen bereits keinen eigenen Lehrer mehr.
Damals wurde der Unterricht durch den Lehrer in Ahrweiler
erteilt.
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 27. Dezember 1907:
"Die Religionslehrer- und Kantorstelle in Ahrweiler ist per 1. Mai
1908 zu besetzen. Der Lehrer ist verpflichtet, den Religionsunterricht in
den Nachbargemeinden Remagen, Sinzig
und Niederzissen mitzuerteilen. Schochet mit Kaboloh orthodoxer
Rabbiner bevorzugt. Gehalt Mark 1200.- sowie Reisespesen, Nebenverdienste.
Staatlich geprüfte, unverheiratete Bewerber wollen sich unter Beifügung
von Zeugnisabschriften melden bei Abraham Bär, Ahrweiler." |
Berichte zu einzelnen Personen aus der Gemeinde
Zur Diamantenen Hochzeit von Simon Kahn und seiner
Frau (1910)
Artikel
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 23. Dezember
1910:"Niederzissen bei Andernach. Das Simon Kahn'sche Ehepaar feierte
die diamantene Hochzeit. Der Jubilar zählt 90, die Jubilarin 84
Jahre." |
Zur Geschichte der Synagoge
Zunächst war eine Betstube in einem der jüdischen Häuser
vorhanden. Ab etwa 1685 ist in den Olbrücker Kellereirechnungen auch von einer
"Synagoge" oder "SChul" die Rede. 1763 wird von den "synagoge
und judenschull" im Haus der Juden Isaac gesprochen, die damals auch
von den in Burgbrohl und Dedenbach lebenden
Juden besucht wurde.
Nachdem in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Zahl der jüdischen
Einwohner stark zunahm, wurde der Bau einer Synagoge notwendig. 1838
konnte von der jüdischen Gemeinde ein Grundstück in der Mittelstraße gekauft
werden. In der Mittelstraße (auch "Jüdgass" genannt) lebten damals
auch die meisten jüdischen Einwohner. 1840 begannen die Bauarbeiten für die
Synagoge. Die Einweihung wurde am 3. September 1841 durch den Oberrabbiner aus
Bonn vorgenommen. Die Finanzierung gelang nur mit Hilfe von Krediten, u.a. einen
Kredit von 200 Talern von jüdischen Familien in Burgbrohl.
Fast 100 Jahre war die Synagoge in Niederzissen Zentrum des jüdischen Lebens am
Ort. Am frühren Morgen des 10. November 1938 wurde der Betsaal von einem
SA-Kommando überfallen. Fünf oder sechs Männer zerschlugen die Eingangstür
mit Äxten, zertrümmerten das Inventar und warfen Torarollen, Gebetbücher und
Teile der Einrichtung auf die Straße. Im Laufe des Tages vollendeten ältere
Volksschüler des Ortes das Zerstörungswerk. 1939 wurde das Gebäude
verkauft und zu einer Schmiedewerkstatt umgebaut. Zwar wurde durch Um- und Anbauten das Erscheinungsbild stark
verändert, dennoch erinnern die Ostseite mit den Rundbogenfenstern und die
Rundfenster in den Giebeln noch stark an die Vergangenheit des Gebäudes als
Sakralbau.
Aktuelle Entwicklung (Stand 2010): Das seit
einiger Zeit leerstehende Gebäude soll erhalten und neu genutzt werden.
Diskussionen am Ort führten im Sommer 2009 zu Bürgerbegehren, das ein
positives Resultat für den Erhalt der ehemaligen Synagoge erbrachte. Mit
Beschluss vom 9. November 2009 sprach sich auch der Gemeinderat Niederzissen
für den Ankauf des Synagogengebäudes durch die Gemeinde aus. Im Februar 2010
erfolgte die Zusage des Landes Rheinland-Pfalz, ein Drittel der Kosten des
Ankaufs durch die Stiftung des Landes Rheinland-Pfalz für Kultur zu
übernehmen.
Adresse/Standort der Synagoge: Mittelstraße (alte Anschrift:
Schmidsberg)
Fotos
Historische Aufnahmen
(Quelle: Landesamt S. 293
und Warnecke s.Lit. S. 121) |
 |
 |
| |
Alte Ansicht der
Mittelstraße: zur
Synagoge führte ein Tor zwischen den
beiden
Fachwerkhäusern in der Mitte
des Bildes; beide Fachwerkhäuser sind
inzwischen abgebrochen, sodass das
Synagogengebäude frei steht. |
Zur Schmiede umgebautes
Synagogengebäude um 1940 |
| |
| |
| |
|
|
Das Synagogengebäude
im Spätsommer 2007
(Foto: Hahn, Aufnahmedatum 31.8.2007) |
 |
 |
| |
|
|
Erinnerungsarbeit vor
Ort - einzelne Berichte
| Februar 2010:
Unterstützung aus Landesmitteln zum Ankauf der
ehemaligen Synagoge durch die Gemeinde |
Artikel in der "Main-Spitze" vom
5. Februar 2010 (Artikel):
"Land unterstützt Ankauf von ehemaliger Synagoge.
Niederzissen/Mainz (dpa/lrs) - Das Land Rheinland-Pfalz will die Gemeinde Niederzissen (Kreis Ahrweiler) beim Kauf einer ehemaligen Synagoge unterstützen. Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur übernehme ein Drittel des Kaufpreises von rund 35.000 Euro, teilte das Kulturministerium am Freitag in Mainz mit. Die Erhaltung der Synagoge sei wichtig für die Wissenschaft und fördere das geschichtliche Bewusstsein. Die Gemeinde plane in dem Gebäude eine Begegnungs- und Erinnerungsstätte für die jüdische Geschichte der Region einzurichten. Die Synagoge war 1844 eingeweiht worden, in der Zeit des Nationalsozialismus wurden die Besitzer gezwungen, das Anwesen zu verkaufen. Nach einer Nutzung als Schmiede stand es zuletzt leer." |
| |
| Oktober 2010:
Eine Genisa wurde in der
ehemaligen Synagoge entdeckt |
Artikel in der "Rhein-Zeitung" vom 7. Oktober 2010 (Artikel):
"Kulturschätze in der ehemaligen Synagoge Niederzissen entdeckt
Niederzissen - Zu einer spannenden Exkursion in die Vergangenheit von Niederzissen und seiner bis 1939 existierenden jüdischen Gemeinde entwickelt sich die Renovierung der ehemaligen Synagoge in der Mittelstraße. Zeugnisse des einstigen Gemeindelebens tauchen auf.
Bei Aufräumarbeiten auf dem Speicher der ehemaligen Synagoge in Niederzissen wurde eine unversehrte Genisa entdeckt. Das ist normalerweise ein vermauerter Hohlraum zur Aufbewahrung ausgedienter jüdischer Schriften. Zum Einmauern hatten die Niederzissener Juden wohl keine Zeit mehr und versteckten deshalb alles auf dem Dachboden und dort in Nischen, Deckenwölbungen sowie in Hohlräumen zwischen den Deckenbalken. Unter den jetzt wiederentdeckten Schätzen sind nicht nur Handschriften und Bücher, sondern auch liturgische Tücher, Säckchen mit Gebetsriemen, Thoramäntel und Beschneidungswindeln."
(Artikel gekürzt) |
| |
| Dezember 2010:
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt
die Sanierung der ehemaligen Synagoge |
Artikel in der "Rhein-Zeitung"
(Lokalteil Bad Neuenahr) vom 17. Dezember 2010 (Artikel):
"70.000 Euro fürs "Haus der Kultur" in Niederzissen
Niederzissen - Für die Dachsanierung und weitere Wiederherstellung der ehemaligen Synagoge in Niederzissen erhielt Ortsbürgermeister Richard Keuler einen Fördervertrag über 70.000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Die ehemalige Synagoge ist somit eines von über 100 Projekten, die die private Stiftung in Bonn bisher allein in Rheinland-Pfalz dank privater Spenden und Mitteln der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, fördern konnte. Richard Keuler, der den Kultur- und Heimatverein Niederzissen vertritt, kann mit weiteren
Mitteln für das Projekt aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes und durch das Landesamt für Denkmalpflege rechnen..." |
| |
| Januar 2011:
Bau- und Denkmal-Genehmigung für die ehemalige
Synagoge überreicht |
Artikel in den Pressemitteilungen des Kreises Ahrweiler vom 21. Januar
2011 (Quelle):
Bau- und Denkmal-Genehmigung für Synagoge überreicht
In Niederzissen steht das älteste noch erhaltene jüdische Gebetshaus im Kreis Ahrweiler
Dem Umbau der ehemaligen Synagoge in Niederzissen zu einer Erinnerungs- und Begegnungsstätte steht nichts mehr im Wege. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat die Baugenehmigung und die denkmalrechtliche Genehmigung der Kreisverwaltung Ahrweiler überreicht. Ortsbürgermeister Richard Keuler nahm die Unterlagen des Kreisbauamts im Beisein von Brohltal-Bürgermeister Johannes Bell
entgegen..." |
| |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Hans
Warnecke
(Hg.): Zeugnisse jüdischen Lebens im Kreis Ahrweiler. Bad
Neuenahr-Ahrweiler 1998.
|
 | Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz/Staatliches Konservatoramt
des Saarlandes/ Synagogue Memorial Jerusalem (Hg.): "...und dies
ist die Pforte des Himmels". Synagogen in Rheinland-Pfalz und dem
Saarland. Mainz 2005. S. 292-293 (mit weiteren Literaturangaben).
|

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Niederzissen
Rhineland. Jews are first mentioned in 1752. In 1808, the Jewish population was
53 and an organized community existed by 1830, reaching a peak population of 89
in 1854. Niederzissen became the seat of a regional congregation in 1863 with a
number of attached communites (Oberzissen, Burgbrohl, Glees, Niederweiler, Wehr,
Kempenich). A synagogue and school operating out of a private home was completed
in 1844. The community was Orthodox. In the Weimar period, most Jews were
merchants, dealing mainly in livestock. In 1925, the Jewish population was 73
(total 1.258). By 1935, only two small butcher shops, a shoe store, and a few
Jewish cattle traders were active. The synagogue was wrecked on Kristallnacht
(9-10 November 1938). Nine Jews emigrated in January-February 1939 and 44
remained in early 1942. Ten were deported in July 1942 along with 26 Jews,
mostly women, brought to the town from Bad Neuenahr for forced labor. In all, 29
local Jews perished in the Holocaust.

vorherige Synagoge zur ersten Synagoge nächste Synagoge
|