Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bad Königshofen (Kreis Rhön-Grabfeld) 
Der jüdische Friedhof

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde 

Siehe Seite zur Synagoge in Bad Königshofen (interner Link)   
   

Zur Geschichte des Friedhofes  

Die Toten der jüdischen Gemeinde Königshofen wurden zunächst in Kleinbardorf beigesetzt. 1920 wurde ein eigener Friedhof (auf Gemarkung des damals noch selbständigen Ortes Ipthausen) als Begräbnisplatz für die in Königshofen und Umgebung lebenden jüdischen Familien angelegt. Der Friedhof ist mit einem Drahtzaun und einer Hecke eingefriedet. Die letzte Beisetzung war 1942. Der Friedhof wurde bereits 1921, 1925 und 1933 geschändet. Von den ehemals 150 Grabsteinen sind  in der NS-Zeit 104 abgeräumt und zweckentfremdet worden (zum Beispiel als Treppen im Stadtpark). Von den restlichen 46 Steinen sind nur noch 12 vorhanden. Die Friedhofsfläche umfasst 30,22 ar. 
 
Links von Eingangstor wurde 1974 ein Mahnmal zur Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Juden von Königshofen und Umgebung aufgestellt. 1997 wurde ein Teil der in der NS-Zeit abgeräumten Grabsteine zurückgebracht und teilweise zu einem Mahnmal zusammengefügt. 

Koenigshofen Friedhof 158.jpg (61187 Byte)Lage des Friedhofes: Der Friedhof liegt seit inmitten eines Wohngebietes von Bad Königshofen (Straße "Am Judenfriedhof").   

   
       
Aus der Geschichte des Friedhofes 
Die Friedhofschändung 1925  

Koenigshofen JuedlibZtg 10041925.jpg (42068 Byte)Artikel in der "Jüdischen liberalen Zeitung" vom 10. April 1925: "Königshofen. Auf dem jüdischen Friedhof in Königshofen wurde eine große Anzahl von Grabsteinen umgeworfen, aus mehreren Grabdenkmälern wurden die Marmorplatten herausgeschlagen und die Trümmer auf dem Friedhof zerstreut. Die Erhebungen sind eingeleitet, bisher wurden die Täten nicht eruiert."
     
Koenigshofen Israelit 30041925.jpg (34089 Byte)Derselbe Bericht erschien in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. April 1925.

     
    

Fotos
 
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) 

Ipthausen Friedhof 124.jpg (85296 Byte) Ipthausen Friedhof 120.jpg (85624 Byte) Ipthausen Friedhof 122.jpg (56110 Byte)
Eingangstor Blick über den Friedhof Oben Gedenkstein von 1974: "Zur ewigen Erinnerung. 1920-1942. Den Toten zur Ehre und Ewigen Erinnerung an die hier bestatteten jüdischen Bürger aus Königshofen und Umgebung und zum Gedenken der in den Vernichtungslagern 1933-1945 grausam hingemordeten. Uns Lebenden zur Mahnung, dem kommenden Geschlechtern zur eindringlichen Lehre. Mögen ihre Seelen eingebunden sein und den Bund des Lebens.
Errichtet im Jahre 1974 vom Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern auf Anregung der ehemaligen jüdischen Bürger von Königshofen im Grabfeld und Umgebung.
Ipthausen Friedhof 123.jpg (55713 Byte) Ipthausen Friedhof 121.jpg (56654 Byte)
Blick auf den Friedhof mit dem Denkmal von 1997 Denkmal aus 1997 zurückgebrachten Grabsteinen bzw. Grabsteinfragmenten
     
Fotos von 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 29.5.2007)
   
Koenigshofen Friedhof 151.jpg (95512 Byte) Koenigshofen Friedhof 152.jpg (76584 Byte) Koenigshofen Friedhof 154.jpg (85428 Byte)
Eingangstor mit Hinweistafeln Hinweistafel: "Judenfriedhof - angelegt 1923. Im Besitz der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern" Blick über den Friedhof
   
     
Koenigshofen Friedhof 155.jpg (99480 Byte) Koenigshofen Friedhof 157.jpg (109832 Byte) Koenigshofen Friedhof 156.jpg (84769 Byte)
Blick vom Denkmal 
auf den Friedhof
Hinter dem Denkmal liegen größere Fragmente von Grabsteinen    
     
  Koenigshofen Friedhof 150.jpg (72986 Byte)   
  Zwischen der Stadt und dem Friedhof verläuft der "Judenpfad"  

  

    

Links und Literatur

Links:

Website der Stadt Bad Königshofen 

Literatur:  

Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in Bayern. 1988 S. 70-71.
Michael Trüger: Der jüdische Friedhof in Bad Königshofen. In: Der Landesverband der Israelit. Kultusgemeinden in Bayern. 10. Jahrgang Nr. 68 vom Dezember 1995 S. 17. Beitrag von Michael Trüger online zugänglich  

    

                   
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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 04. November 2010