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jüdische Gemeinden in der Region
zu den Synagogen in der Region - Überblick

Die Israelitische Kultusgemeinde
für Tirol und Vorarlberg
in Innsbruck (Österreich) und ihre Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Innsbruck (english
version)
In Innsbruck bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im Mittelalter.
Am 22. Februar 1342 nahm Herzog Ludwig den Juden Salmen von Innsbruck und seine
Nachkommen gegen eine jährliche Abgabe von 40 Gulden in seinen Schutz. Bei den
Judenverfolgungen in der Pestzeit wurden auch in Innsbruck Juden ermordet. Danach
wird 1415 wieder ein Jude in Innsbruck genannt. 1434 gab es mindestens
zwei jüdische Steuerzahler in der Stadt. 1451-76 lebte in der Stadt Seligmann,
Arzt Herzog Sigmunds des Münzreichen, der hier ein Haus besaß. Um 1475 gab es
ein jüdisches Gericht in der Stadt. Das Tiroler Vertreibungsedikt von 1520
wurde in Innsbruck nicht ausgeführt.
Vom 17. Jahrhundert an lebten in
der Stadt jüdische Personen, wenngleich nicht kontinuierlich. Unter Herzog Ferdinand II
von Tirol (1618-23) dienten Juden am Hof als Flötenspieler und Tanzmeister.
1714 wurden die Juden vorübergehend ausgewiesen.
1785 bestand wieder eine
kleine Gemeinde in der Stadt. Während der Tiroler Revolte unter Andreas Hofer
1809, gab es Ausschreitungen gegen Juden in der Stadt.
Seit 1867 war es für jüdische Personen möglich, ohne bürokratische Hürden ihren Wohnsitz in
Innsbruck (und ganz Tirol) zu beantragen. 1890 erfolgte die Gründung der
neuen Israelitischen Kultusgemeinde in Innsbruck. Die Zahl der Juden in Tirol
blieb immer gering – den Höchststand erreichte sie im Jahr 1910, als 1624 Juden in Tirol lebten, was einem Anteil von 0,2 Prozent an der Tiroler Bevölkerung entsprach.
| 1872 wurde mit W. Tannhäuser
erstmals ein jüdischer Bürger in die Stadtvertretung gewählt. |
Die
Zeitschrift "Der Israelit" berichtete am 15. Mai 1872:
"Innsbruck. Der 'Deutschen Zeitung' schreibt man aus Innsbruck
Folgendes: Noch nicht da gewesen ist es, dass ein Jude als Mitglied der
Stadtbehörde in der Hauptstadt Tirols angehört hatte. Und doch ist dies
in Folge der jetzigen Wahlen eingetreten. Der gebildete, gut deutsch
gesinnte Kaufmann W. Tannhäuser, obschon er Jude ist und obschon die
Geistlichen die gläubigen Tiroler vor diesem Juden warnten, wurde doch in
die Stadtvertretung gewählt! Wer hätte sich so etwas vor 10 Jahren nur
zu denken getraut?"
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| 1892 konnte eine israelitische
Privatschule für den Religionsunterricht der jüdischen Kinder
eingerichtet werden. |
Die
Zeitschrift "Der Israelit" berichtete am 22. Februar 1892:
"Innsbruck, 5. Februar (1892). Mit dem gestrigen Tage erhielt, wie
die 'Neue Tiroler Stimme' meldet, unsere Stadt eine israelitische
Privatschule für Religionsunterricht. Die Bewilligung dazu wurde von der
k.k. provisorischen Landesschulbehörde bereits am 7. Dezember 1891
erteilt über Ansuchen des Direktoriums-Komitees Dannhauser, Bauer und
Abeles. Als Religionslehrer fungiert der Kantor Emil Fränkl von Hohenems.
Es sollen 25 Kinder für diesen Unterricht gemeldet sein. Als Schullokal
wurde ihnen ein Klassenzimmer der Bürgerschule angewiesen."
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| 1914 wurde das "Rabbinat für
Tirol und Vorarlberg" von Hohenems
nach Innsbruck verlegt. |
Das
"Frankfurter Israelitische Familienblatt" berichtete am 6.
Februar 1914: "Innsbruck: Das 'Rabbinat für Tirol und Vorarlberg'
ist auf Ansuchen der Kultusgemeinde Innsbruck von Hohenems nach Innsbruck
verlegt und Rabbiner Dr. J. Link, bisher in Hohenems, als Landesrabbiner
mit dem Sitze in Innsbruck genehmigt worden". |
1905 wurden 120 jüdische Einwohner in Innsbruck
gezählt, 1920 200, 1934 317.
Die Entrechtung und Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Regime begann
1938.
Auch in Tirol und Innsbruck mussten Juden ab diesem Zeitpunkt mit Benachteiligungen, Anfeindungen und wirtschaftlicher Isolation leben.
Ganz Tirol sollte "judenfrei" gemacht werden. Jüdische Häuser und Grundbesitze
wurden beschlagnahmt . In der Pogromnacht im November 1938 wurde die
Inneneinrichtung der Synagoge zerstört. 18 Juden wurden verletzt festgenommen, vier wurden getötet. Unter ihnen auch der damalige Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde,
Ingenieur Richard Berger. Bis Mitte 1939 mussten fast alle Juden den Gau "Tirol und Vorarlberg" verlassen. Mindestens zweihundert Tiroler und Vorarlberger Juden erlebten
nicht das Jahr 1945. Von
über dreihundert ist bekannt, dass sie im Ausland oder auch im KZ überlebt haben; über siebzig Schicksale
von verfolgter Tiroler und Vorarlberger Juden sind bis heute ungeklärt.
Nach 1945 entstand nur langsam wieder eine jüdische Gemeinde. Am 14. März 1952 erfolgte die gesetzliche Errichtung der nunmehrigen "Kultusgemeinde Innsbruck für die Bundesländer Tirol und
Vorarlberg". Zur Gemeinde gehören derzeit (2003) etwa 70
Gemeindemitglieder in Tirol und Vorarlberg.
Berichte
aus der jüdischen Geschichte
Einzelne
Berichte über den Antisemitismus in Innsbruck und in Tirol
Ein "katholischer
Verein" möchte den Zuzug aller Nichtkatholiken nach Tirol verhindern
(1865)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. August
1865: |
Ein antisemitischer "Tiroler Bauernverein"
soll gegründet werden (1887)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. August
1887: |
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Der Kitzbühler Fremdenverkehrsverein will jüdischer
Touristen ausschließen (1905)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8.
Dezember 1905: |
Beschlüsse einer Versammlung von Antisemiten (1920)
Artikel
in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Januar
1920: |
Berichte zu einzelnen Personen
Erinnerung an Julius Mosen (1803-1867)
(Artikel von 1934)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Oktober
1934: |
Ein jüdischer Mann gibt sich erst auf dem Sterbebett
als Jude zu erkennen (1907)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. März
1907: |
Paul Wolter wurde zum Ober-Ingenieur und
Bau-Oberkommissar der Staatsbahnen ernannt (1911)
Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom
6. Januar 1911: |
Zur Geschichte der Synagoge
Im 19. Jahrhundert war zunächst ein Betsaal
vorhanden. 1905 konnte man ein Grundstück in der Sillgasse erwerben. Das
hier stehende Haus wurde abgebrochen. An seiner Stelle wurde eine Synagoge
erbaut.
Das "Frankfurter Israelitische Familienblatt" berichtete am 13.
Oktober 1905: "Innsbruck. Trotzdem die hiesige jüdische Gemeinde 160
Seelen zählt, hatte sie bisher noch keine Synagoge. Nunmehr hat sie für
110.000 Kronen ein Haus gekauft und wird auf dem Grundstück eine Synagoge
bauen." |
1910 wurde eine Synagoge auf dem Grundstück Sillgasse 15 erbaut. Diese
Synagoge diente der Gemeinde als religiöses Zentrum bis zu den Verwüstungen in
der Pogromnacht im November 1938 und den schweren Beschädigungen des Gebäudes
durch einen Bombenangriff 1943. Auf dem Grundstück wurde ein Parkplatz
angelegt, auf dem 1981 ein Gedenkstein erstellt wurde. Wenige Jahre später
wurde das Grundstück neu bebaut und der Gedenkstein entfernt. Die kleine
jüdische Gemeinde, die sich seit 1961 mit provisorischen Unterbringungen in
angemieteten Räumen, zuletzt in der Zollerstraße 1, begnügen musste, konnte
im März 1993 einen neuen Betsaal (Synagoge) in der Sillgasse 15 einrichten. Die Israelitische Kultusgemeinde kehrte somit wieder an ihren ehemaligen Standort zurück.
2003 konnte das zehnjährige Bestehen der neuen Synagoge gefeiert
werden.
| 1. Juni 2003: "Zehn Jahre Synagoge: Akt der 'Seilsicherung'" |
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Zum zehnjährigen Bestehen ihrer Synagoge in
Innsbruck lud die jüdische Kultusgemeinde Tirol-Vorarlberg am vergangenen
Sonntag zu einer Feier (auf Foto von links: Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg,
Alt-Bischof Reinhold Stecher, Präsidentin Esther Fritsch, Bürgermeisterin
Hilde Zach. Ganz rechts Superintendentin Luise Müller).
Die Synagoge ist in das Wohnhaus Sillgasse 15
integriert. Sie wurde an derselben Stelle errichtet, an der vor der Zerstörung
im 2. Weltkrieg bereits das jüdische Gebetshaus stand. In Tirol zählt die jüdische Gemeinde derzeit 70 Mitglieder. Das Interesse an
der Synagoge ist groß. Seit ihrer Eröffnung am 21. März 1993 wurden mehr als
250 Führungen vorrangig für Schulklassen angeboten.
Zur Zehn-Jahresfeier waren neben den Mitgliedern der Kultusgemeinde selbst auch
VertreterInnen aus Politik, Gesellschaft und Kirchen in Tirol geladen. Aus Wien
waren Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Ariel Musicant, Präsident der
Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, angereist.
Festredner Alt-Bischof Reinhold Stecher bezeichnete die Feier als
"Seilsicherung". Wie eine schwierige Bergtour an ausgesetzten Stellen
vieler Absicherungen bedürfe, so solle das gute Verhältnis zur jüdischen
Gemeinden in kurzen Zeitabständen gefeiert werden. Stecher warnte vor dem
"Filz jahrhundertealter Vorurteile" und rief zum gegenseitigen Respekt
aus. Er hoffe, dass sich jüdische MitbürgerInnnen in Tirol zu Hause fühlen
können. Besonders erfreut zeigte sich Stecher über die räumliche und geistige
Nähe der Synagoge zur Katholisch-theologischen Fakultät.
Esther Frisch, Die Präsidentin der jüdischen Kultusgemeinde für Tirol und
Vorarlberg, erinnerte daran, dass jüdische BürgerInnen, die nach dem 2.
Weltkrieg nach Tirol zurückkehrten, bis in die 1980er Jahre ein Leben abseits
der Tiroler Bevölkerung geführt haben. Die Errichtung der Synagoge, die
mittlerweile zum Stadtbild Innsbrucks gehöre, sei dem positiven Wandel des
gesellschaftlichen Klimas zu verdanken. Zur Besserung des Klimas habe Bischof
Stecher durch seine Dialogbereitschaft und sein Verbot des
Anderl-von-Rinn-Kultes, der einer antisemitischen Ritualmordlegende entsprang,
wesentlich beigetragen.
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| Kopie des Originalartikels in "Kirche. Sonntagszeitung für
die Diözese Innsbruck" vom 1. Juni 2003: hier
anklicken |
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| Februar 2009:
Anschläge auf die Synagoge |
Artikel von Peter Nindler in tt.com vom 4.
Februar 2009 (Artikel):
"Fritsch besorgt: Synagoge wird zur Zielscheibe. Vandalen richteten erhebliche Schäden in der Innsbrucker Synagoge an. Die Präsidentin der Kultusgemeinde forderte Polizeischutz an.
Innsbruck - Angefangen hat es nach der Demonstration gegen den Gaza-Krieg am 10.
Januar in Innsbruck. 'Gegen die Eingangstüre wurde heftig getreten und eine Bierflasche auf sie
geworfen', schildert Esther Frisch. Die Synagoge wurde in den vergangenen Wochen
zur Zielscheibe von mehreren Vandalenakten. Am Montag wird dann die Überwachungskamera beschädigt, ein Schloss verklebt und der Eingangsbereich bespritzt. Fritsch forderte daraufhin die ständige Präsenz eines Polizisten vor der Synagoge.
Gegensprechanlage zerstört. Die Vandalenakte setzten sich gestern allerdings weiter fort. Am helllichten Tag wurde die Gegensprechanlage zerstört.
'Das kann es wohl nicht sein", empörte sich Fritsch. Mit Polizeipatrouillen allein sei es nicht mehr getan,
'wenn schon untertags die Vandalen nicht mehr vor Zerstörung zurückschrecken".
Ständige Bewachung. Der Leiter des Verfassungsschutzes Ludwig Spörr erklärte gestern,
'dass wir aufgrund der sensiblen Situation die Synagoge stets verstärkt überwachen". Der Täter von Anfang Jänner wurde ausgeforscht.
Spörr: 'Er bedauert seinen Vandalenakt.' Es handle sich um einen Österreicher mit türkischem Migrationshintergrund.
Der Vorfall vom Dienstag hat jetzt aber doch Konsequenzen. 'Ich habe gerade mit dem Innenministerium gesprochen, die Sicherheitsmaßnahmen für die Innsbrucker Synagoge werden ausgeweitet", versichert Spörr. Ab heute wird ein Polizist den Eingangsbereich der Synagoge während der Öffnungszeiten überwachen." |
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Fotos: Die Synagoge in der Sillgasse 15
in Innsbruck
(Außenaufnahmen: Hahn, Juni 2003; Innenaufnahmen von www.ikg-innsbruck.at):
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| Mitte: Gebäude Sillgasse 15 |
Hinweisschild am Eingang |
Eingangstür mit Inschrift |
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| Blick in die Synagoge |
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Oberrabbiner Paul Chaim
Eisenberg
in der Innsbrucker Synagoge |
Links und Literatur
Links
Literatur:
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Christoph W. Bauer:
Graubart Boulevard. Roman. 2008.
Zum Inhalt: November 1938: Der jüdische Kaufmann Richard Graubart wird in seinem Haus von einem Rollkommando der SS ermordet. Seine Familie wird nach Wien ausgewiesen, von dort wird ihr – wie Graubarts Bruder Siegfried, einem führenden Mitglied der zionistischen Bewegung – die Flucht ins Exil gelingen.
Auf der anderen Seite: Ein Innsbrucker Hoteliersohn und Schilehrer, als SS-Hauptsturmführer einer der Täter. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs vor Gericht gestellt, flieht er ins Ausland. 1959 kehrt er nach Österreich zurück und wird nach nur zweijähriger Haft als freier Mann entlassen.
Schnörkellos und leidenschaftlich begibt sich Christoph W. Bauer anhand von Originaldokumenten, Briefen und Archivmaterialien auf eine literarische Spurensuche durch die Lebens- und Leidenswege der Familie Graubart und erzählt damit zugleich zwei exemplarische Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit Österreichs: Die Geschichte der Täter und die der Opfer, die durch den Nazi-Terror alles verloren haben: ihre Heimat, ihr Eigentum, ihre Familien – und ihr Leben.
ISBN: 978-3-85218-572-9. Umfang: 297 Seiten. Preis: EUR 19.90. SFR 35.90.
Erschienen 2008 im HaymonVerlag
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Horst Schreiber
(Hg.):
Von Bauer & Schwarz zum Kaufhaus Tyrol.
In der Geschichte der jüdischen Familien Bauer und Schwarz spiegelt sich die Migrations-, Wirtschafts-, Sozial- und Konsumgeschichte der Stadt Innsbruck wider, nicht zuletzt auch die Zeit des Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf die Lebensgeschichte der jüdischen BürgerInnen.
Weitere
Informationen.
Innsbruck-Wien-Bozen 2010 (Studien zu Politik und Geschichte 12; Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs 42), 304 Seiten. Euro 24,95
.
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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Innsbruck Tyrol. Jews
maintained a continuous presence in Innsbruck from the 13th century. They were
engaged in moneylending and trade. During the Black Death persecutions
(1348-49), the community suffered but was not destroyed. Under the tolerant
reign of Duke Ferdinand II of Tyrol (1618-23) Jews served as flute players and
dance masters at his court. In 1714, the city council expelled the Jews. In 1785
there was a small community in Innsbruck. During the Tyrol revolt against
Bavarian-French rule led by Andreas Hofer in 1809, Jews in Innsbruck were
attacked. The community apparently maintained a Reform synagigue from the 1870s.
In 1914 it was recognized as a religious corporation (Kultusgemeinde). In
1930, Elimelekh Rimalt was elected as a Zionist representative on the community
council. He served as rabbi of Innsbruck until 1938. He subsequently became
active politically in Israel, where he served as a government minister from
1969. By 1869, the Jewish population stood at 27, rising to 200 in 1920 and to
317 in 1934 (total 79,250). Jews engaged in trade; there were also some
university professors and doctors. Following the Nazi rise to power in Germany
in 1933, Jewish shops in Innsbruck were boycotted and many Jews emigrated. Two
months after the Anschluss (13 March 1938), only 80 Jews were still
living in Innsbruck. In fall 1938, all community facilities were closed. On Kristallnacht
(9-10 November 1938), Jewish property was severely damaged, the synagogue was
desecrated, and 18 Jews were beaten and arrested. Three were murdered. By the
end of 1939, all remaining Jews left for Palestine. A small community was
reestablished in 1961.
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