Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Die Israelitische Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg 
in Innsbruck (Österreich) und ihre Synagoge

Übersicht:

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Innsbruck  
Berichte aus der jüdischen Geschichte  
Zur Geschichte der Synagoge   
Fotos / Darstellungen
Links und Literatur   

   

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde in Innsbruck (english version)

In Innsbruck bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im Mittelalter. Am 22. Februar 1342 nahm Herzog Ludwig den Juden Salmen von Innsbruck und seine Nachkommen gegen eine jährliche Abgabe von 40 Gulden in seinen Schutz. Bei den Judenverfolgungen in der Pestzeit wurden auch in Innsbruck Juden ermordet. Danach wird 1415 wieder ein Jude in Innsbruck genannt. 1434 gab es mindestens zwei jüdische Steuerzahler in der Stadt. 1451-76 lebte in der Stadt Seligmann, Arzt Herzog Sigmunds des Münzreichen, der hier ein Haus besaß. Um 1475 gab es ein jüdisches Gericht in der Stadt. Das Tiroler Vertreibungsedikt von 1520 wurde in Innsbruck nicht ausgeführt. 

Vom 17. Jahrhundert an lebten in der Stadt jüdische Personen, wenngleich nicht kontinuierlich. Unter Herzog Ferdinand II von Tirol (1618-23) dienten Juden am Hof als Flötenspieler und Tanzmeister. 1714 wurden die Juden vorübergehend ausgewiesen. 

1785 bestand wieder eine kleine Gemeinde in der Stadt. Während der Tiroler Revolte unter Andreas Hofer 1809, gab es Ausschreitungen gegen Juden in der Stadt. 

Seit 1867 war es für jüdische Personen möglich, ohne bürokratische Hürden ihren Wohnsitz in Innsbruck (und ganz Tirol) zu beantragen. 1890 erfolgte die Gründung der neuen Israelitischen Kultusgemeinde in Innsbruck. Die Zahl der Juden in Tirol blieb immer gering – den Höchststand erreichte sie im Jahr 1910, als 1624 Juden in Tirol lebten, was einem Anteil von 0,2 Prozent an der Tiroler Bevölkerung entsprach. 

1872 wurde mit W. Tannhäuser erstmals ein jüdischer Bürger in die Stadtvertretung gewählt
Innsbruck Israelit 15051872.jpg (48387 Byte)Die Zeitschrift "Der Israelit" berichtete am 15. Mai 1872: "Innsbruck. Der 'Deutschen Zeitung' schreibt man aus Innsbruck Folgendes: Noch nicht da gewesen ist es, dass ein Jude als Mitglied der Stadtbehörde in der Hauptstadt Tirols angehört hatte. Und doch ist dies in Folge der jetzigen Wahlen eingetreten. Der gebildete, gut deutsch gesinnte Kaufmann W. Tannhäuser, obschon er Jude ist und obschon die Geistlichen die gläubigen Tiroler vor diesem Juden warnten, wurde doch in die Stadtvertretung gewählt! Wer hätte sich so etwas vor 10 Jahren nur zu denken getraut?"
 
1892 konnte eine israelitische Privatschule für den Religionsunterricht der jüdischen Kinder eingerichtet werden.  
Innsbruck Israelit 22021892.jpg (40987 Byte)Die Zeitschrift "Der Israelit" berichtete am 22. Februar 1892: "Innsbruck, 5. Februar (1892). Mit dem gestrigen Tage erhielt, wie die 'Neue Tiroler Stimme' meldet, unsere Stadt eine israelitische Privatschule für Religionsunterricht. Die Bewilligung dazu wurde von der k.k. provisorischen Landesschulbehörde bereits am 7. Dezember 1891 erteilt über Ansuchen des Direktoriums-Komitees Dannhauser, Bauer und Abeles. Als Religionslehrer fungiert der Kantor Emil Fränkl von Hohenems. Es sollen 25 Kinder für diesen Unterricht gemeldet sein. Als Schullokal wurde ihnen ein Klassenzimmer der Bürgerschule angewiesen."
 
1914 wurde das "Rabbinat für Tirol und Vorarlberg" von Hohenems nach Innsbruck verlegt.
Innsbruck FfIsrFambl 06021914.jpg (27486 Byte)Das "Frankfurter Israelitische Familienblatt" berichtete am 6. Februar 1914: "Innsbruck: Das 'Rabbinat für Tirol und Vorarlberg' ist auf Ansuchen der Kultusgemeinde Innsbruck von Hohenems nach Innsbruck verlegt und Rabbiner Dr. J. Link, bisher in Hohenems, als Landesrabbiner mit dem Sitze in Innsbruck genehmigt worden". 

1905 wurden 120 jüdische Einwohner in Innsbruck gezählt, 1920 200, 1934 317.

Die Entrechtung und Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Regime begann 1938. Auch in Tirol und Innsbruck mussten Juden ab diesem Zeitpunkt mit Benachteiligungen, Anfeindungen und wirtschaftlicher Isolation leben. Ganz Tirol sollte "judenfrei" gemacht werden. Jüdische Häuser und Grundbesitze wurden beschlagnahmt . In der Pogromnacht im November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge zerstört. 18 Juden wurden verletzt festgenommen, vier wurden getötet. Unter ihnen auch der damalige Leiter der Israelitischen Kultusgemeinde, Ingenieur Richard Berger. Bis Mitte 1939 mussten fast alle Juden den Gau "Tirol und Vorarlberg" verlassen. Mindestens zweihundert Tiroler und Vorarlberger Juden erlebten nicht das Jahr 1945. Von über dreihundert ist bekannt, dass sie im Ausland oder auch im KZ überlebt haben; über siebzig Schicksale von verfolgter Tiroler und Vorarlberger Juden sind bis heute ungeklärt.

Nach 1945 entstand nur langsam wieder eine jüdische Gemeinde. Am 14. März 1952 erfolgte die gesetzliche Errichtung der nunmehrigen "Kultusgemeinde Innsbruck für die Bundesländer Tirol und Vorarlberg". Zur Gemeinde gehören derzeit (2003) etwa 70 Gemeindemitglieder in Tirol und Vorarlberg. 
 
  
  
   
Berichte aus der jüdischen Geschichte      
     
Einzelne Berichte über den Antisemitismus in Innsbruck und in Tirol 
Ein "katholischer Verein" möchte den Zuzug aller Nichtkatholiken nach Tirol verhindern (1865)   

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 8. August 1865:      

   
Ein antisemitischer "Tiroler Bauernverein" soll gegründet werden (1887)     

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 25. August 1887:         
Innsbruck AZJ 25081887a.jpg (423013 Byte)  

  
Der Kitzbühler Fremdenverkehrsverein will jüdischer Touristen ausschließen (1905)    

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 8. Dezember 1905:         

  
Beschlüsse einer Versammlung von Antisemiten (1920)    

Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. Januar 1920:      

  
  
Berichte zu einzelnen Personen  
Erinnerung an Julius Mosen (1803-1867)   (Artikel von 1934)    

Innsbruck Israelit 05101934.jpg (217859 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. Oktober 1934:   

        
Ein jüdischer Mann gibt sich erst auf dem Sterbebett als Jude zu erkennen (1907)   

Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. März 1907:        

   
Paul Wolter wurde zum Ober-Ingenieur und Bau-Oberkommissar der Staatsbahnen ernannt (1911)     

Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 6. Januar 1911:        

     
        
   

Zur Geschichte der Synagoge

Im 19. Jahrhundert war zunächst ein Betsaal vorhanden. 1905 konnte man ein Grundstück in der Sillgasse erwerben. Das hier stehende Haus wurde abgebrochen. An seiner Stelle wurde eine Synagoge erbaut. 

Innsbruck FfIsrFambl 13101905.jpg (27356 Byte)Das "Frankfurter Israelitische Familienblatt" berichtete am 13. Oktober 1905: "Innsbruck. Trotzdem die hiesige jüdische Gemeinde 160 Seelen zählt, hatte sie bisher noch keine Synagoge. Nunmehr hat sie für 110.000 Kronen ein Haus gekauft und wird auf dem Grundstück eine Synagoge bauen."

1910 wurde eine Synagoge auf dem Grundstück Sillgasse 15 erbaut. Diese Synagoge diente der Gemeinde als religiöses Zentrum bis zu den Verwüstungen in der Pogromnacht im November 1938 und den schweren Beschädigungen des Gebäudes durch einen Bombenangriff 1943. Auf dem Grundstück wurde ein Parkplatz angelegt, auf dem 1981 ein Gedenkstein erstellt wurde. Wenige Jahre später wurde das Grundstück neu bebaut und der Gedenkstein entfernt. Die kleine jüdische Gemeinde, die sich seit 1961 mit provisorischen Unterbringungen in angemieteten Räumen, zuletzt in der Zollerstraße 1, begnügen musste, konnte im März 1993 einen neuen Betsaal (Synagoge) in der Sillgasse 15 einrichten. Die Israelitische Kultusgemeinde kehrte somit wieder an ihren ehemaligen Standort zurück. 
 
2003 konnte das zehnjährige Bestehen der neuen Synagoge gefeiert werden. 

1. Juni 2003"Zehn Jahre Synagoge: Akt der 'Seilsicherung'"

Zum zehnjährigen Bestehen ihrer Synagoge in Innsbruck lud die jüdische Kultusgemeinde Tirol-Vorarlberg am vergangenen Sonntag zu einer Feier (auf Foto von links: Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg, Alt-Bischof Reinhold Stecher, Präsidentin Esther Fritsch, Bürgermeisterin Hilde Zach. Ganz rechts Superintendentin Luise Müller).

Die Synagoge ist in das Wohnhaus Sillgasse 15 integriert. Sie wurde an derselben Stelle errichtet, an der vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg bereits das jüdische Gebetshaus stand. In Tirol zählt die jüdische Gemeinde derzeit 70 Mitglieder. Das Interesse an der Synagoge ist groß. Seit ihrer Eröffnung am 21. März 1993 wurden mehr als 250 Führungen vorrangig für Schulklassen angeboten.
Zur Zehn-Jahresfeier waren neben den Mitgliedern der Kultusgemeinde selbst auch VertreterInnen aus Politik, Gesellschaft und Kirchen in Tirol geladen. Aus Wien waren Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg und Ariel Musicant, Präsident der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, angereist.
Festredner Alt-Bischof Reinhold Stecher bezeichnete die Feier als "Seilsicherung". Wie eine schwierige Bergtour an ausgesetzten Stellen vieler Absicherungen bedürfe, so solle das gute Verhältnis zur jüdischen Gemeinden in kurzen Zeitabständen gefeiert werden. Stecher warnte vor dem "Filz jahrhundertealter Vorurteile" und rief zum gegenseitigen Respekt aus. Er hoffe, dass sich jüdische MitbürgerInnnen in Tirol zu Hause fühlen können. Besonders erfreut zeigte sich Stecher über die räumliche und geistige Nähe der Synagoge zur Katholisch-theologischen Fakultät.
Esther Frisch, Die Präsidentin der jüdischen Kultusgemeinde für Tirol und Vorarlberg, erinnerte daran, dass jüdische BürgerInnen, die nach dem 2. Weltkrieg nach Tirol zurückkehrten, bis in die 1980er Jahre ein Leben abseits der Tiroler Bevölkerung geführt haben. Die Errichtung der Synagoge, die mittlerweile zum Stadtbild Innsbrucks gehöre, sei dem positiven Wandel des gesellschaftlichen Klimas zu verdanken. Zur Besserung des Klimas habe Bischof Stecher durch seine Dialogbereitschaft und sein Verbot des Anderl-von-Rinn-Kultes, der einer antisemitischen Ritualmordlegende entsprang, wesentlich beigetragen.

Kopie des Originalartikels in "Kirche. Sonntagszeitung für die Diözese Innsbruck" vom 1. Juni 2003: hier anklicken
 
Februar 2009: Anschläge auf die Synagoge  
Artikel von Peter Nindler in tt.com vom 4. Februar 2009 (Artikel):   "Fritsch besorgt: Synagoge wird zur Zielscheibe. Vandalen richteten erhebliche Schäden in der Innsbrucker Synagoge an. Die Präsidentin der Kultusgemeinde forderte Polizeischutz an.
Innsbruck - Angefangen hat es nach der Demonstration gegen den Gaza-Krieg am 10. Januar in Innsbruck. 'Gegen die Eingangstüre wurde heftig getreten und eine Bierflasche auf sie geworfen', schildert Esther Frisch. Die Synagoge wurde in den vergangenen Wochen
zur Zielscheibe von mehreren Vandalenakten. Am Montag wird dann die Überwachungskamera beschädigt, ein Schloss verklebt und der Eingangsbereich bespritzt. Fritsch forderte daraufhin die ständige Präsenz eines Polizisten vor der Synagoge. 
Gegensprechanlage zerstört. Die Vandalenakte setzten sich gestern allerdings weiter fort. Am helllichten Tag wurde die Gegensprechanlage zerstört. 'Das kann es wohl nicht sein", empörte sich Fritsch. Mit Polizeipatrouillen allein sei es nicht mehr getan, 'wenn schon untertags die Vandalen nicht mehr vor Zerstörung zurückschrecken".
Ständige Bewachung. Der Leiter des Verfassungsschutzes Ludwig Spörr erklärte gestern, 'dass wir aufgrund der sensiblen Situation die Synagoge stets verstärkt überwachen". Der Täter von Anfang Jänner wurde ausgeforscht. Spörr: 'Er bedauert seinen Vandalenakt.' Es handle sich um einen Österreicher mit türkischem Migrationshintergrund. Der Vorfall vom Dienstag hat jetzt aber doch Konsequenzen. 'Ich habe gerade mit dem Innenministerium gesprochen, die Sicherheitsmaßnahmen für die Innsbrucker Synagoge werden ausgeweitet", versichert Spörr. Ab heute wird ein Polizist den Eingangsbereich der Synagoge während der Öffnungszeiten überwachen."
 

  
   

Fotos: Die Synagoge in der Sillgasse 15 in Innsbruck 
(Außenaufnahmen: Hahn, Juni 2003; Innenaufnahmen von www.ikg-innsbruck.at):

Innsbruck01.jpg (64753 Byte) Innsbruck02.jpg (48119 Byte) Innsbruck03.jpg (33140 Byte)
Mitte: Gebäude Sillgasse 15 Hinweisschild am Eingang Eingangstür mit Inschrift
     
Innsbruck Synagoge 005.jpg (159565 Byte) Innsbruck Synagoge 006.jpg (84255 Byte) Innsbruck Synagoge 007.jpg (87173 Byte)
Blick in die Synagoge  Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg 
in der Innsbrucker Synagoge

   

  

Links und Literatur

Links

Link zur Israelitischen Kultusgemeinde Innsbruck  

Link zur Synagoge Hohenems (interner Link)

Stadtrundfahrt auf den Spuren der jüdischen Geschichte Innsbrucks in der NS-Zeit: hier anklicken 

Weitere Infoseite zur Synagoge Innsbruck

Zur Seite über den jüdischen Friedhof (interner Link)   

Anfang August 2002: Synagoge in Innsbruck wurde mit antisemitischen Parolen beschmiert: hier anklicken 

Interview mit Landeshauptmann DDR. Herwig von Staa im Juli 2003 zur Geschichte und Situation der Juden in Tirol (in der Kulturzeitschrift "David"): hier anklicken 

Literatur:    
         

Innsbruck Lit 026.jpg (59707 Byte)Christoph W. Bauer: Graubart Boulevard. Roman. 2008.  
Zum Inhalt: November 1938: Der jüdische Kaufmann Richard Graubart wird in seinem Haus von einem Rollkommando der SS ermordet. Seine Familie wird nach Wien ausgewiesen, von dort wird ihr – wie Graubarts Bruder Siegfried, einem führenden Mitglied der zionistischen Bewegung – die Flucht ins Exil gelingen. Auf der anderen Seite: Ein Innsbrucker Hoteliersohn und Schilehrer, als SS-Hauptsturmführer einer der Täter. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs vor Gericht gestellt, flieht er ins Ausland. 1959 kehrt er nach Österreich zurück und wird nach nur zweijähriger Haft als freier Mann entlassen. 
Schnörkellos und leidenschaftlich begibt sich Christoph W. Bauer anhand von Originaldokumenten, Briefen und Archivmaterialien auf eine literarische Spurensuche durch die Lebens- und Leidenswege der Familie Graubart und erzählt damit zugleich zwei exemplarische Geschichten aus der jüngeren Vergangenheit Österreichs: Die Geschichte der Täter und die der Opfer, die durch den Nazi-Terror alles verloren haben: ihre Heimat, ihr Eigentum, ihre Familien – und ihr Leben.

ISBN: 978-3-85218-572-9. Umfang: 297 Seiten. Preis: EUR 19.90. SFR 35.90. Erschienen 2008 im HaymonVerlag  

Innsbruck Lit 042.jpg (44893 Byte)Horst Schreiber (Hg.): Von Bauer & Schwarz zum Kaufhaus Tyrol.  
In der Geschichte der jüdischen Familien Bauer und Schwarz spiegelt sich die Migrations-, Wirtschafts-, Sozial- und Konsumgeschichte der Stadt Innsbruck wider, nicht zuletzt auch die Zeit des Nationalsozialismus und seine Auswirkungen auf die Lebensgeschichte der jüdischen BürgerInnen.  Weitere Informationen
Innsbruck-Wien-Bozen 2010 (Studien zu Politik und Geschichte 12; Veröffentlichungen des Innsbrucker Stadtarchivs 42), 304 Seiten. Euro 24,95

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Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the Holocaust". 
First published in 2001 by NEW YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad Vashem Jerusalem, Israel.

Innsbruck  Tyrol.  Jews maintained a continuous presence in Innsbruck from the 13th century. They were engaged in moneylending and trade. During the Black Death persecutions (1348-49), the community suffered but was not destroyed. Under the tolerant reign of Duke Ferdinand II of Tyrol (1618-23) Jews served as flute players and dance masters at his court. In 1714, the city council expelled the Jews. In 1785 there was a small community in Innsbruck. During the Tyrol revolt against Bavarian-French rule led by Andreas Hofer in 1809, Jews in Innsbruck were attacked. The community apparently maintained a Reform synagigue from the 1870s. In 1914 it was recognized as a religious corporation (Kultusgemeinde). In 1930, Elimelekh Rimalt was elected as a Zionist representative on the community council. He served as rabbi of Innsbruck until 1938. He subsequently became active politically in Israel, where he served as a government minister from 1969. By 1869, the Jewish population stood at 27, rising to 200 in 1920 and to 317 in 1934 (total 79,250). Jews engaged in trade; there were also some university professors and doctors. Following the Nazi rise to power in Germany in 1933, Jewish shops in Innsbruck were boycotted and many Jews emigrated. Two months after the Anschluss (13 March 1938), only 80 Jews were still living in Innsbruck. In fall 1938, all community facilities were closed. On Kristallnacht (9-10 November 1938), Jewish property was severely damaged, the synagogue was desecrated, and 18 Jews were beaten and arrested. Three were murdered. By the end of 1939, all remaining Jews left for Palestine. A small community was reestablished in 1961.   
      

          

 

 

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Copyright © 2003 Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft für die Erforschung der Geschichte der Juden im süddeutschen und angrenzenden Raum
Stand: 18. Januar 2011