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Friedhöfe in Bayern"
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links:
Davidstern und Symbol des abgeknickten jungen Baumes
auf dem Grabstein von Gontarz Sala
Feldafing (Kreis
Starnberg)
Jüdischer Friedhof
(erstellt unter Mitarbeit von Otmar Frühauf, Breitenthal)
Zur Geschichte des Friedhofes
Vom Mai 1945 bis März 1953 gab es
auf dem Gelände einer ehemaligen Reichsschule der NSDAP ein jüdisches Camp (DP-Camp
Feldafing), in dem befreite KZ-Opfer lebten, die auf ihre Auswanderung nach
Israel oder in andere Länder warteten. Es handelte sich mit gleichzeitig bis zu
6.000 Personen um das größte DP-Lager der amerikanischen Zone. Das Lager stand
unter Selbstverwaltung und verfügte über eine Vielzahl kultureller
Einrichtungen und sogar mit einer eigenen Währung, dem Feldafinger
Dollar.
Die in dieser Zeit auf Grund der Folgen der KZ-Zeiten Verstorbenen wurden
auf einem neben dem christlichen Friedhof angelegten jüdischen Friedhof
beigesetzt. Ein Denkmal mit der Inschrift ist vorhanden: "Hier ruhen
unzählige Opfer jüdischen Glaubens. Sie wurden in den Jahren 1933-1945 durch
Nazischergen ermordet".
Auf dem Friedhof sind insgesamt 112 Gräber vorhanden. Der Friedhof wurde am 1.
Oktober 1950 vom Präsidenten des Landesentschädigungsamtes Dr. Auerbach als
"KZ-Ehrenhain" eingeweiht.
Das Friedhofsgrundstück ist von einer Mauer mit schmiedeeisernem Tor und von
Hecken umgeben. Der Friedhof macht nur auf den ersten Blick einen gepflegten
Eindruck. Zahlreiche ursprünglich stehende Grabsteinplatten liegen im Gras,
einzelne Grabsteine sind nicht mehr am ursprünglichen Grabplatz. Viele
Grabsteine sind stark verwittert und unlesbar geworden.
Hinweis auf Fotos aus dem DP-Camp Feldafing
(Quelle: United States Holocaust Museum)
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Eine der Baracken im
DP-Camp Feldafing |
Talmud-Tora-Schule unter
Leitung von Rabbinern |
Auf dem Weg zur
Beisetzung
eines Verstorbenen |
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| Hinweis: das
United States Holocaust Museum
verfügt über eine größere Anzahl von Fotos aus Feldafing. Sie können
eingesehen werden über die Eingabe des Suchbegriffs "Feldafing"
auf der entsprechenden Seite
mit Suchfunktion der Website. |
Lage des Friedhofes
Im Norden von Feldafing, unmittelbar beim allgemeinen Friedhof: am Ende der
Friedenstraße links hinter dem Verwaltergebäude (hier auch Parkmöglichkeit)
Link zu den Google-Maps
(der grüne Pfeil markiert die Lage des
Friedhofes)
Größere Kartenansicht
Fotos
(Fotos: Otmar Frühauf, Breitenthal, Fotos vom Juli 2010)
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| Aufgang zum
Friedhof |
Weg zum Mahnmal |
Blick vom Friedhof
auf Feldafing |
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Mahnmal
mit alter Inschrift: "Die friede- und heimatlos - nun ruhen - in
Abrams Schoß" und Inschriftentafel: "Hier ruhen
unzählige Opfer Jüdischen Glaubens.
Sie wurden in den Jahren 1933-1945 durch Nazischergen ermordet".
Die Inschrift ist missverständlich, da die auf dem Friedhof Beigesetzten
erst 1945 und danach an den erlittenen furchtbaren Strapazen bzw. auf
Grund der Haftfolgen gestorben sind. |
Blick vom
Friedhof
auf Feldafing |
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| Teilansicht |
Gräberfeld mit
kleinen Grabplatten |
Weg durch den
Friedhof |
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| Teilansicht |
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Umgestürzte
Grabsteine |
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| Teilansicht
des sich in insgesamt schlechtem Zustand befindlichen Friedhofes |
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Einzelne
Grabsteine; viele der ursprünglich stehenden Grabsteine liegen auf dem
Boden,
wodurch der Verwitterungsprozess noch beschleunigt wurde. |
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| Einzelner
Grabstein |
Teilansicht |
"Verschwundene"
Grabsteinplatte |
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| Teilansicht |
Grabmal
für den Rabbiner (Gaon) Baruch Bar David HaKohen Kaplan
mit "segnenden Händen" der Kohanim |
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| Einzelne
Grabsteine |
Grabstein
für Renia Fizhman
(1922 - 4.10.1945) |
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Grabstein für
Gontarz Sala
(1926 - 4.10.1945) |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens
in Bayern. 1988 S. 296-297. |
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Bundeszentrale für politische Bildung (Hg. von
Ulrike Puvogel/Martin Stankowski): Gedenkstätten für die Opfer
des Nationalsozialismus. 1995 S. 131. |
 | Simon Schochet [geb. 1926 in Lodz, lebte später als Historiker in Brooklyn
Heights, N.Y.],: Feldafing. Vancouver, November House, 1983. 175 S. [Augenzeugenbericht eines der frühesten Lagerbewohner aus den Jahren 1945-46]. - |
 | Ernest Landau: Die ersten Tage in Freiheit. In: Michael Brenner, Nach dem Holocaust. Juden in Deutschland 1945-1950. München 1995. S. 117-28. -
[Augenzeugenbericht]. |

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