Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Engers bestand eine kleine jüdische
Gemeinde im 19./20. Jahrhundert.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Zahl der jüdischen Einwohner wie
folgt: 1822 sieben jüdische Einwohner, 1858 und 1862 jeweils 16, 1895 19.
An Einrichtungen bestand zu Beginn des 19. Jahrhunderts zeitweise ein
Betraum im Haus einer jüdischen Familie, der auch den in Sayn, Weis und
Heimbach zur Mitbenutzung offen stand. Über die weitere Geschichte dieses
Betraums ist nichts bekannt.
Um 1924 gab es noch elf jüdische Einwohner in Engers.
1933 lebten noch etwa zehn jüdische Personen am Ort. Die
letzten von ihnen wurden im März 1942 deportiert.
Von den in Engers geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Franziska Herz (1890),
Hilde Kahn geb. Mendel (1888), Günter Mendel (1925), Josef Mendel (1925),
Rosalie Scheye geb. Mendel (1885), Karolina (Lina) Simons geb. Jakoby (1892).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde