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Biebesheim am Rhein
mit
Stockstadt am Rhein (Kreis Groß-Gerau)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde (english
version)
In Biebesheim bestand eine jüdische
Gemeinde bis 1938/42. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 17./18.
Jahrhunderts zurück. 1630 werden erstmals Juden am Ort genannt. 1728 wird
"Schutzjude Mäntle zu Biebesheim" erwähnt. 1736 sind vier jüdische
Familien mit zusammen 27 Personen am Ort. Auch 1770 wurden vier jüdische
Familien gezählt. Die Familien standen unter
hessischem Schutz: noch 1805 wurde ein Schutzbrief des Landgrafen
Ludwig (damals für Herz Löb zu Biebesheim) ausgestellt, dem die Bestimmungen
der hessischen Judenordnung von 1765 vorangestellt waren.
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebten die jüdischen Familien meist
in sehr armseligen Verhältnissen von ihren Einnahmen als Hausierer oder
Trödler, in der 1. Hälfte des 19. Jahrhundert wurden die Verhältnisse jedoch
insgesamt besser. Es gab in Biebesheim unter den jüdischen Einwohnern Text-,
Landesprodukten- und Pferdehändler, Viehhändler sowie Metzger. In der zweiten
Hälfte des 19. Jahrhundert wurden einige Läden und Handlungen am Ort
eröffnet, die für das wirtschaftliche Leben in Biebesheim von Bedeutung
waren.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert
wie
folgt: 1837 41 jüdische Einwohner, 1861 49 (3,1 % von insgesamt 1.560
Einwohnern), 1871 67, 1880 37 (2,1 % von 1.786), 1900 38 (1,9 % von 2.032), 1910
27 (1,2 % von 2.320). Zur jüdischen Gemeinde Biebesheim gehörten auch die im
benachbarten Stockstadt lebenden jüdischen Personen (fünf, später drei
jüdische Familien: 1830 17, 1905 18, 1924 10 jüdische Einwohner). Sie
besuchten in Biebesheim die Synagoge und waren meist auch im Vorstand der
Gemeinde vertreten. Die Familiennamen der Stockstädter Familien waren u.a.
Gutjahr, Wolf, Auerbach und Westerfeld.
Die jüdische Gemeinde Biebesheim gehörte zum orthodoxen Bezirksrabbinat
Darmstadt II.
An Einrichtungen bestanden eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule, eine Lehrerwohnung sowie ein rituelles Bad. Die Toten der
jüdischen Gemeinde wurden in Alsbach und Groß-Gerau
beigesetzt. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich
als Vorsänger und als Schochet (Schächter) tätig war. Die Stelle war bei
Neubesetzungen immer wieder auszuschreiben (siehe unten Ausschreibungstexte von 1877 und
1889). Aus den Ausschreibungstexten gehen auch zwei Namen von
Vorstehern der Gemeinde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hervor:
Tomas Mayer (um 1876) sowie Moses Mayerfeld (beziehungsweise Meyerfeld, um 1889/90). Ergänzt werden kann der
Name des Vorstehers Salomon Wachenheimer, der 1867 im Zusammenhang mit der
Einweihung der Synagoge genannt wird.
Im Ersten Weltkrieg fiel aus Stockstadt: Vizefeldwebel Ludwig Gutjahr
(geb. 13.5.1884 in Stockstadt, gef. 9.1.1915).
Um 1924, als noch 25 jüdische Gemeindeglieder gezählt wurden (1 % von
insgesamt etwa 2.500 Einwohnern), waren die Vorsteher der Gemeinde Mayer
Wachenheimer, Hermann Goldstein und Salomon Westerfeld (Stockstadt). 1932
waren die Gemeindevorsteher (in anderer Reihenfolge wie 1924) Hermann Goldstein
(1. Vors.), Mayer Wachenheimer (2. Vors.) und Siegmund Westerfeld (Stockstadt,
3. Vors.). Im Schuljahr 1931/32 gab es sechs schulpflichtige jüdische Kinder am
Ort, die in der Religionsschule der Gemeinde ihren Religionsunterricht
erhielten.
An jüdischen Gewerbebetrieben bestanden u.a.: das "Kaufhaus" der
Familie Goldschmidt, später "Gemischtwarenhandlung" Ermann
(Heinrichstr. 5), die Metzgerei Wachenheimer, die Landesproduktenhandlung Herzlöb bzw.
Josef Wachenheimer, Die jüdischen Einwohner waren im Leben des Dorfes vor 1933
völlig integriert. Auch in den örtlichen Vereinen waren sie aktiv wie Liebmann
Goldschmidt und sein Sohn Hermann Goldschmidt, die sich im Geflügelzuchtverein
engagierten.
1933 lebten noch 24 jüdische Personen in Biebesheim, etwa 10 in
Stockstadt. In
den folgenden Jahren sind alle jüdischen Gemeindeglieder auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert. Unter anderem verzog aus Biebesheim
Familie Ermann im September 1935 nach Frankfurt, von dort in die USA. Familie
Leo Wachenheimer (dieser war von der SA vorübergehend aus nichtigen Gründen in das KZ Osthofen eingesperrt
worden) emigrierte im Dezember 1935 nach Südafrika, Familie Goldschmidt im
August 1936 in die USA, Familie Mayer Wachenheimer im Februar 1938 nach
Südafrika. Aus Stockstadt emigrierte Familie Moses Kahn 1937 in die USA;
die Eheleute Siegmund und Frieda Westerfeld verzogen nach Darmstadt, von wo die
beiden 1942 deportiert wurden; die Tochter Edith konnte 1936 noch mit einem
Kindertransport in die USA gelangen (vgl. unten Literatur - Buch von Fern
Schumer Chapman).
Beim Novemberpogrom 1938 wurde
in Biebesheim die Wohnung der Familie Josef Wachenheimer in der Rheinstr. 58
überfallen und demoliert, das Haus der Familie Goldstein in der Rheinstr. 23
schwer beschädigt, die Inneneinrichtung völlig zerstört (dieses Haus wurde Anfang
der 1980er-Jahre abgebrochen). Nach den Ereignissen in der Pogromnacht
verließen auch die Familien Wachenheimer und Goldstein Biebesheim. Damit war
der Ort in der NS-Sprache "judenfrei".
Von den in Biebesheim geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945": Stefan (Franz Steffen) Bruchfeld (1929), Rina Bruchfeld geb.
Wachenheimer (1899), Liebmann Goldschmidt (1871), Bertha Hofmann geb.
Frankfurter (1873), Johanna Mainzer geb. Mayer
(1863), Ida Reinheimer geb. Frankfurter (1876), Isaak Wachenheimer (1869).
Auf dem Grundstück Rheinstraße 20 (Standort eine 1995 abgebrochenen jüdischen
Hauses) befindet sich eine Grünanlage mit einem am 29. November 2000
enthüllten Gedenkstein für die aus Biebesheim vertriebenen Juden mit der
Inschrift: "1933 - Erinnerung ist das Geheimnis der Versöhnung - Die
Gemeinde Biebesheim gedenkt ihrer heimatvertriebenen jüdischen Mitbürger -
1945".
Von den in Stockstadt geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945": Rosel Gutjahr (1914,
lebte später in Darmstadt), Franziska Guttman geb. Siesel (1873), Frieda Westerfeld geb. Kahn
(1898) und ihr Mann Siegmund Westerfeld (1891; war Viehhändler in Stockstadt,
geb. als Sohn von Meyer Westerfeld), Isidor Westerfeld (1898) Settchen Wolf geb. Gutjahr
(1890, geb. in Stockstadt, lebte in Frankfurt).
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibungen der Stelle des Lehrers / Vorsängers / Schochet 1877 /
1884 / 1889 / 1901 / 1903
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 3. Januar 1877: "Die
Stelle eines Lehrers, Vorsängers und Schächters in der Gemeinde
Biebesheim am Rhein ist vakant. Bewerber kann jederzeit eintreten. Gehalt
inklusive Nebenverdienste circa 700 Mark. Reflektierende wollen sich
baldigst an den unterzeichnete Vorstand wenden.
Biebesheim, den 30. Dezember 1876. Der Vorstand Tomas Mayer." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. April 1884:
"Die hiesige Stelle als Vorbeter, Schächter und Religionslehrer kann
sofort oder bis zum 1. Juli besetzt werden. Fester Gehalt jährlich 500
Mark nebst freier Wohnung und ca. 150 Mark Nebeneinkommen. Nur
unverheiratete Bewerber wollen unter Einsendung ihrer Zeugnisse sich bei
uns melden.
Biebesheim, 21. April 1884. Der Vorstand der
Synagogengemeinde." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Februar 1889: "Die
hiesige Gemeinde beabsichtigt, einen Religionslehrer anzunehmen, wobei wir
auf einen unverheirateten jüngern Mann reflektieren, der Vorsänger und
guter Kinderlehrer ist und wo möglich Schochet. Gehalt wurde hier seither
500 bis 550 Mark von der Gemeinde bewilligt. Bewerber wollen sich
schriftlich an den Vorstand wenden. Biebesheim, 30. Januar 1889. Moses
Mayerfeld." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 15. Juli 1901:
"Gesucht zum alsbaldigen Einritt wird ein seminaristisch
gebildeter Religionslehrer, Chasan und Schochet,
unverheiratet, mit einem Gehalt von 550 Mark, freier Wohnung und Heizung;
Nebeneinkommen Mark 300. Bewerber wollen sich schriftlich an den vorstand
wenden.
Biebesheim, Juli 1901. M. Mayerfeld." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 2. April 1903:
"Bei der israelitischen Gemeinde zu Biebesheim ist die Stelle eines
Religionslehrers, Chasan und Schochet alsbald zu besetzen. Bewerber wollen
sich schriftlich melden. Gehalt ist bei freier Wohnung Mark 550.
Der Vorstand: Moses Mayerfeld." |
Suche nach einem Hilfsvorbeter für die Feiertage im Herbst 1890
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11. August 1890: "Die
hiesige israelitische Gemeinde sucht für die Feiertage einen Jom
Jeroim Chasan. Nach gewünschter Tätigkeit werden Mark 50 nebst
freier Station bewilligt. Bewerber wollen sich an den Unterzeichneten
schriftlich wenden. Biebesheim. Moses Meyerfeld." |
Zur Geschichte der Synagoge
In der Kirchenchronik der Evangelischen Kirchengemeinde
Biebesheim wird berichtet, dass die jüdischen Familien zwischen 1720 und 1730
eine "Schul", d.h. eine Synagoge beziehungsweise einen Betraum
eingerichtet haben. Nach einer hessischen Judenordnung von 1765 war den Juden
ein Bau neuer Synagogen nicht erlaubt. Daher wird die zwischen 1720 und 1730
eingerichtete erste Synagoge der jüdischen Gemeinde bis 1818, dem Jahr
der Einrichtung einer neuen Synagoge genutzt worden sein. Die Biebesheimer
Synagoge auch von den im benachbarten Stockstadt lebenden jüdischen Einwohnern
benutzt.
1818 kaufte das jüdische Gemeindeglied Wolf Mainzer ein Haus, das,
"solange hier und in Stockstadt Judenschaft bestehe", als Synagoge
verwendet werden sollte. Die Regelungen zur weiteren Unterhaltung der Synagoge
wurden von drei Stockstadter Juden (Abraham Auerbach, Aaron und Salomon
Westerfeld) und vier Biebesheimer Juden (Wolf Löb Mainzer, Herz Wachenheimer,
Moses Meierfeld und Jacob Wachenheimer) unterzeichnet. Der Stifter Wolf Mainzer
lies eine neue Tora für die Synagoge schreiben und stiftete mehrere
Einrichtungsgegenstände (zwei kleine Wandleuchter, der Bronze-Kandelaber mit
der Inschrift: "Dieser Leuchter gehört zu Ehren von Wolf, Sohn des Löb
Mainzer, und soll hier in der Synagoge in Biebesheim sein und bis in Ewigkeit
mit Lichtern besteckt werden").
Auf Grund der Zunahme der jüdischen Einwohner wurde um 1860 der Neubau einer
Synagoge notwendig geworden. Die jüdische Gemeinde ließ sich dazu Zeichnungen
anfertigen "zur Umänderung der Scheune neben der Synagoge zu einer
Lehrerwohnung, Schule und Bad" und gleichfalls einen
"Situationsplan über die Synagoge und deren Umgebung in Biebesheim"
erstellen. Zwar wurden diese ersten Pläne nicht verwirklicht, doch geht aus
ihnen hervor, dass sich auch die 1818 erbaute Synagoge und ein Israelitisches
Schulhaus bereits im Bereich der
späteren Bahnhofstraße (frühere Odenwaldgasse) befanden.
Die neue, am 22. November 1867 eingeweihte Synagoge wurde an Stelle des
abgebrochenen Israelitischen Schulhauses/der älteren Synagoge erbaut.
Die bürgerliche Gemeinde stellte ein Darlehen von 1.000 Gulden zur Verfügung.
Zur Einweihung der Synagoge berichtet die Chronik der evangelischen Kirchengemeinde:
"Am
22. November 1867 wurde die in der Odenwaldgasse erbaute Synagoge durch den
Rabbiner Dr. Landsberger unter Anwohnung einer großen Einwohnerzahl von hier
und vieler auswärtiger Israeliten im Beisein der Großherzoglichen Kirchrats Dr. Böckmann Groß-Gerau und des hiesigen Kirchenvorstandes eingeweiht. Die
Israeliten zogen in einem geschlossenen Zuge, voran der erwähnte
Großherzogliche Kirchrat, der Ortsvorstand, der Rabbiner etc. etc. vom Hause
des israelitischen Vorstehers Salomon Wachenheimer nach der Synagoge, worauf die
Einweihung stattfand. Darauf fand ein Festessen bei Metzger Wirthwein statt, an
dem sich viele Ortseinwohner beteiligten, am folgenden Tag ein sogenannter Ball
von Seiten der Israeliten".
Die Synagoge in Biebesheim war Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens bis nach
1933. Nachdem die meisten jüdischen Familien bereits vor 1938
Biebesheim verlassen hatten, wurde das Synagogengebäude im Mai 1938 für
4.200 RM an eine nichtjüdische Familie verkauft, die es zu einem Wohnhaus
umbaute (Einbau einer Zwischendecke, Verkleinerung und Begradigung der Fenster).
Durch den Verkauf blieb das Synagogengebäude zwar von der Zerstörung beim Novemberpogrom 1938
zwar verschont, trotzdem wurden die Fensterscheiben eingeworfen.
1963 wurde das Gebäude weiterverkauft. Es wird bis heute als
Wohnhaus mit einem Ladengeschäft verwendet.
Kult- und Einrichtungsgegenstände aus der ehemaligen Synagoge wurden
über 50 Jahre lang in London von Max Wachenheimer aufbewahrt. Sie wurden von
diesem zur Ausstellung in der ehemaligen Synagoge in Erfelden gestiftet
(Wandleuchter, Deckenleuchter, Bücher). Auch zwei Toraschrein-Vorhänge
sind erhalten und in der ehemaligen Synagoge in Erfelden zu sehen (von 1867 und
1877).
Adresse/Standort der Synagoge: Bahnhofstraße
12.
Fotos
(Quelle der Darstellungen in der oberen Reihe: http://www.biebesheim.de/Jud_Bhm_neu/Synagogen.htm
- Wiedergabe der unter Literatur angegebenen Publikation des Fördervereins
jüdische Geschichte usw.; das Foto von 1985 aus: Altaras s.Lit. 1988 S. 136).
Bauzeichnung von 1867
und
Leuchter von 1818 |
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Bauzeichnung der Synagoge von
1867:
Straßenfront mit drei hohen
Rundbogenfenster und einem
rundbogigen
Doppelfenster im Giebel
(Symbol der Gebotstafeln) |
Der von Wolf Mainzer für die
zweite Synagoge (1818) gestiftete
Leuchter, heute in der ehemaligen
Synagoge Erfelden. |
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| Die Toravorhänge aus
Biebesheim in der restaurierten Synagoge in Erfelden |
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Toravorhang mit
Stifterinschrift
von 1867 (gestiftet durch "Michael,
Sohn des Meir
seligen Andenkens" |
Toravorhang mit
Stifterinschrift
von 1877 (gestiftet durch "Jona Sohn
des Michael und
seiner Frau Ester
Tochter des Chaim von Biebesheim") |
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| Weitere
Abbildungen und Pläne siehe http://www.biebesheim.de/Jud_Bhm_neu/Synagogen.htm |
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Das Gebäude der
ehemaligen Synagoge nach 1945 |
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Das ehemalige
Synagogengebäude im August 1985 |
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Das Gebäude der
ehemaligen Synagoge 2007
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 6.7.2007) |
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Blick auf die
ehemalige Synagoge von der Bahnhofstraße |
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Historische
Fenster als Erinnerung an die Zeit als Synagoge |
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| Gedenkstein
auf dem Grundstück Rheinstraße 20 |
Hinweis: Im Biebesheimer Heimatmuseum
gibt es eine Abteilung zur jüdischen Geschichte.
Anschrift und Kontakt: Heimatmuseum, Rheinstr. 44, 64584 Biebesheim am Rhein,
Tel.: 06258 / 81 599, Fax: 06258 / 97 10 48, E-Mail
Öffnungszeiten: Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr - Der Eintritt ist kostenlos
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. I S. 70. Bd. II S. 299-300
(Stockstadt) |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 136-137. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 116. |
 | Angelika Schleindl: Verschwundene Nachbarn.
Jüdische Gemeinden und Synagogen im Kreis Groß-Gerau. Hg. Kreisausschuss
des Kreises Groß-Gerau und Kreisvolkshochschule. Groß-Gerau 1990. |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 154.177. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 97. |
 | Förderverein jüdische Geschichte und Kultus im Kreis
Groß-Gerau in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis jüdische Geschichte in
Biebesheim (Hg.): Die Geschichte der Juden in
Biebesheim. Erfelder Heft 1. Online
zugänglich.
Der Band enthält Beiträge von Ilse Fehr, Volker Hain, Anke Joisten-Pruschke,
Elfriede Marwitz, Ernst Standhartinger. |
 | Fern
Schumer Chapman: Is it Night or Day?
Hinweis: ein Jugendbuch, in dem die Reise der zwölfjährigen Edith geb.
Westerfeld aus Stockstadt und ihre ersten Jahre bei Verwandten in Chicago
verarbeitet werden.
Website der Verfasserin mit
Informationen
zu diesem und dem nachstehenden Buch. |
 | dies.:
Motherland - Beyond the Holocaust. A Daughter's Journey to Reclaim
the Past.
Als Taschenbuch im Reprint 2001 erschienen. Penguin (Non-Classics). 190
S. Amazon
auch in deutscher Übersetzung von Dörte Eliass erschienen unter dem
Titel:
Fern Schumer Chapman: Mutterland ... nach dem
Holocaust. Eine Tochter fordert die Erinnerung zurück.
Christel Göttert Verlag Rüsselsheim 2002 ISBN 3-922499-58-9
22,50 € Informationen
auf Verlagsseite Amazon |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Biebesheim Hesse. Numbering 49
(3.1 % of the total) in 1861, the community dwindled to 22 in 1933. By the end
of 1938 all the Jews had emigrated.

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