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Seeheim mit
Jugenheim (Gemeinde Seeheim-Jugenheim, Kreis Darmstadt-Dieburg)
Jüdische Geschichte / Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Seeheim (english version)
In Seeheim bestand eine jüdische
Gemeinde bis um 1935. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18.
Jahrhunderts zurück. Um 1700 lebten zwei jüdische Familien am Ort,
gegen Ende des 18. Jahrhunderts waren es vier Familien mit 20 Personen (1791). Bis
Mitte des 19. Jahrhunderts gehörten die in Seeheim und Jugenheim lebenden jüdischen Personen
zum jüdischen Gemeindeverband Alsbach; erst nach 1850 entstand eine
selbständige jüdische Gemeinde Seeheim; die in Jugenheim lebenden
jüdischen Familien gehörten weiterhin zum Gemeindeverband Alsbach.
Die Zahl der jüdischen Einwohner entwickelte sich im 19. Jahrhundert
wie folgt: 1805 24 jüdische Einwohner, 1828 48, 1861 78 (7,2 % von
insgesamt 1.087 Einwohnern), 1880 39 (3,5 % von 1.100), 1900 62 (4,3 % von
1.433), 1910 38 (2,1 % von 1.773).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge (s.u.), eine
Religionsschule und ein rituelles Bad. Die Toten der Gemeinde
wurden im jüdischen Friedhof in Alsbach beigesetzt.
Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der
zugleich als Vorsänger und Schochet tätig war (vgl. Ausschreibungstext unten
von 1876). Die jüdische
Gemeinde gehörte zum orthodoxen Rabbinat Darmstadt II.
Im Ersten Weltkrieg fiel aus der
jüdischen Gemeinde Siegmund Feitler (geb. 14.12.1892 in Seeheim, gef. 3.1.1917).
Um 1924, als noch 22 jüdische Gemeindeglieder gezählt wurden
(1,2 % von insgesamt etwa 1.800 Einwohnern), war Vorstand der jüdischen
Gemeinde Rudolf Mayer (auch noch 1932). 1932 sind neben Rudolf Mayer als weitere Vorsitzende Meyer
Milton und Hermann Rosenfeld eingetragen.
Nach 1933 sind die
meisten der
jüdischen Gemeindeglieder (1933: 19 Personen) auf Grund der zunehmenden Entrechtung und der
Repressalien weggezogen beziehungsweise ausgewandert (zehn Personen nach
Nordamerika, Dr. Arthur Mayer und Frau nach Frankreich, Auguste Frank nach
Zürich). Sieben Personen verzogen nach Frankfurt und Darmstadt. Zur Zeit des
Novemberpogroms 1938 wohnten noch fünf jüdische Personen in Seeheim und
Jugenheim. Trotzdem kam es auch hier zu Übergriffen. Ein Gemischtwarenladen in
der Ludwigstraße in Seeheim wurde nahezu völlig leergeräumt.
Einrichtungsgegenstände und Waren wurden auf die Straße geworfen. Die letzten
beiden jüdischen Einwohner wurden 1942 deportiert.
Von den in
Seeheim geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Ruth Bachenheimer (1905), Moritz (Moshe) Bamberger
(1869), Bethge (Betty) Ettinghausen geb. Feitler (1861), Selma Ewald geb.
Goldberg (1879), Auguste Goldberg geb. Hausang (1873), Edmund Goldberg (1877), Dr. Arthur Mayer (1888),
Margarite Mayer
geb. Benedikt (geb. ?), Max (Marx) Mayer (1886), Nathan Mayer (1895), Rudolf Mayer (1868), Emilie Rosenfeld
geb. Mayer (1888), Betty Steinthal geb. Feitler (1860), Franziska Weiler geb.
Mayer (1876).
Aus den in Jugenheim geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): Moritz Abraham (1882),
Ottilie Brodnitz geb. Trier (1877), Siegfried Brodnitz (1866), Erna Regina
Steinberg geb. Feitler (1896), Julius Sachse (1865).
Anmerkung: es kommt in den Listen immer wieder zu einzelnen Verwechslungen mit
Personen, die im rheinhessischen Jugenheim
gelebt haben. Die vier zusammengestellten Namen sind - ohne Garantie für die
Richtigkeit - der Liste des Bundesarchives entnommen.
Am Gemeindehaus Seeheim ist eine Gedenktafel mit Namen der Ermordeten angebracht.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
Aus der Geschichte der
jüdischen Lehrer
Ausschreibung der Stelle der
Vorsängers / Religionslehrers / Schächters 1876
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 1. März 1876: "Die
Vorsänger-, Religionslehrer- und Schächterstelle in Seeheim bei Bensheim
(Bergstraße) ist vakant und sofort zu besetzen. Jährlicher Gehalt 400
Mark nebst 200 Mark Nebenverdienten, sowie freies Logis, Bett und Heizung.
Meldungen nimmt entgegen. Der israelitische Vorstand. Mayer." |
Tragische Geschichte vom Tod eines Bewerbers
auf die Lehrerstelle in Seeheim sowie ihre fehlerhafte und korrekte Darstellung
in der Presse (1863)
Anmerkung: der nachstehende Artikel in der Zeitschrift "Der
Israelit" bezieht sich auf einen Bericht in der Zeitschrift "Der
israelitische Lehrer", der die tragische Geschichte eines Bewerbers auf die
Lehrerstelle in Seeheim ausnützte, um damalige Zeitverhältnisse kritisch zu
beleuchten. Die - in gewisser Weise auch selbstkritische - Darstellung wurde
dann in nichtjüdischen Zeitungen übernommen und entsprechend antijüdisch
gedeutet. Darauf bezieht sich der Artikel in der Zeitschrift "Der
Israelit" und stellt auf Grund von eigenen Recherchen die Geschichte so
dar, wie sie tatsächlich stattgefunden hat:
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. März 1863:
"Mainz. Im "Israelitischen Lehrer" Nr. 7 lesen wir
Folgendes: "Aus der hessischen Provinz Starkenburg meldet man uns
eine schauderhafte Geschichte, die in ihrer nackten Wirklichkeit ein
Schmachbild der Verhältnisse ist, in welchen die Religionslehrer des
Großherzogtums Hessen gesetzlich noch leben. - In Seeheim, soviel wir
wissen einem Dorfe im Kreise Bensheim, war ein Lehrer Behr erst wenige
Tage oder Wochen aufgenommen, der kurz zuvor in Wolfskehlen, unweit davon
war. Schon nach wenigen Tagen wurde Behr krank - er soll ein starker
Branntweintrinker gewesen sein, - und die Gemeinde, in Furcht sich mit
demselben Last zu machen - gab ihrem kranken Lehrer eines Abends den
Abschied - nach einer anderen Version noch das Geleite bis vor den Wald,
dort ließ sie ihn laufen. Der Lehrer ging, kam mitten in der Nacht nach
Pfungstadt, das 1 1/2 Stunden von Seeheim ist, und fiel vor der
Nachtwächterstube hin, wo er wohl Licht erblickend, sich Rettung gesucht
haben möchte. Die Wächter kamen heraus, brachten ihn in ihre Stube, wo
er nach kurzer Zeit verschied. --- Wir finden kein Wort, das wir diesem
Gemälde heute beifügen könnten. So etwas kann nur noch in einer
jüdischen Gemeinde Hessens vorkommen.'
Diese Mitteilung des 'Israelitischen Lehrers' ist in eine große Menge von
Zeitungen übergangen und hat namentlich die Nutzanwendung: 'so etwas kann
nur in einer jüdischen Gemeinde Hessens vorkommen,' nicht verfehlt, viel Rischuth
(hier: antijüdische Gotteslästerung) zu machen. Wie wir jedoch erfahren,
verhält sich die Geschichte wesentlich anders: Der verstorbene Lehrer
Behr stand noch nicht in Seeheim im Amte, sondern war auf die Aufforderung
des dortigen Vorstandes hingekommen, um sich daselbst als Lehrer
engagieren zu lassen. Als er dort ankam, fand er die Vorsteher nicht
zuhause und logierte sich im Gasthause ein, um deren Ankunft abzuwarten.
Drei Tage wartete er daselbst vergeblich und unterhielt sich inzwischen
mit Branntweintrinken. Als ihm die Zeit zu lange währte, ging er von da
nach Pfungstadt, kehrte dort in einem Wirtshause ein, wurde krank und
starb nach einiger Zeit, im Beisein und unter Hilfeleistung der
israelitischen Beerdigungsbruderschaft.
Wir ersuchen die Redaktion des "Israelitischen Lehrers"
künftighin vorsichtiger zu sein und die israelitischen Gemeinden Hessens
nicht als eine Horde von Barbaren darzustellen, denen die Stammestugenden
des israelitischen Volkes, zu welchen namentlich Mitleid und Erbarmen
gehören, abhanden gekommen sind. Alle löblichen Zeitungsredaktionen,
welche die Schauergeschichte des israelitischen Lehrers aufgenommen,
werden ergebenst ersucht, auch dieser Berichtigung ihre Spalten zu
öffnen." |
Berichte
zu einzelnen Personen aus der jüdischen Gemeinde
Über den Arzt Dr. Arthur Mayer
(1888-1945)
| Der in Seeheim geborene und hier auch
praktizierende, sehr beliebte Arzt Dr. Arthur Mayer (1888-1945,
Praxis Oberbeerbacher Str. 11, später Lindenstr. 8) konnte mit seiner Frau Margarite
geb. Benedikt zwar bereits 1933/34 nach Frankreich auswandern,
wurde jedoch 1943 bei Lyon verhaftet und von dort nach Auschwitz deportiert.
Er war in Auschwitz als Lagerarzt eingesetzt und wurde 1945 von den Russen
befreit. Drei Tage nach der Befreiung starb er an Tuberkulose in einem
polnischen Lazarett. Seine Frau Margarite wurde in Auschwitz ermordet. An Dr.
Arthur Mayer erinnert seit 1960 in Seeheim in der Dr.-Arthur-Mayer-Ruhe (Grünanlage)
ein Gedenkstein. |
Anzeigen
jüdischer Gewerbebetriebe und Privatpersonen
Verlobungsanzeige von Rose Meyer und Moritz Lorsch
(1923)
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7. Juni 1923: "Rose
Meyer - Moritz Lorsch. Verlobte.
Seeheim an der Bergstraße - Romrod im Odenwald - Frankfurt a.
Main, Rechneigrabenstraße 12b. Juni 1923." |
Zur Geschichte der Synagoge
Spätestens seit Mitte des 19. Jahrhunderts war ein Betsaal in Seeheim
eingerichtet. Die jüdischen Familien des Ortes hatten dazu gemeinsam einen Raum
gemietet. 1865 erwarb die Gemeinde ein Grundstück (Hofreite des nach Amerika
ausgewanderten Peter Grund). Auf diesem Grundstück plante man ein Gemeindezentrum
mit Synagoge, Gemeindehaus (mit Schule und Lehrerwohnung) und rituellem Bad.
Da die Gemeinde mit der Finanzierung alleine überfordert war, wurden Kollekten
durchgeführt. Spenden kamen unter anderem von Großherzog Ludwig III., von der
Familie Rothschild, aber ein genauso ansehnlicher Betrag von 450 Gulden von der
politischen Gemeinde Seeheim). 1866/67 wurde der Bau ausgeführt. Am Freitag,
14. Februar 1868 wurden die Torarollen feierlich vom alten Betsaal in die
Synagoge überführt. Der Festgottesdienst zur Einweihung war am Sabbatmorgen,
15. Februar 1868 (22. Shevat 5628). Die Weihepredigt hielt der streng orthodoxe
Joseph Jeidel aus Pfungstadt.
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 11.
März 1868: Von der hessischen Bergstraße. Die israelitische Gemeinde Seeheim,
die früher nur acht bis neun Familien zählte, besteht nunmehr b"h
(Gott sei Dank) aus 15 Familien; dieselben hatten bisher ihren Gottesdienst in
einem gemieteten Lokale abgehalten. Bereits vor zwei Jahren gelang es dem gegenwärtigen
Vorstand daselbst einen geeigneten Platz zu Synagoge, Gemeindehaus und Frauenbad
käuflich zu erwerben; derselbe Vorstand wirkte mit allen ihm zu Gebote
stehenden Mitteln dahin, dass jetzt dort ein neues schönes Gebäude steht,
welches Synagoge, Gemeindehaus und Frauenbad nach echt jüdischem Ritus
enthält.
Nachdem dies <lles vollendet war, wurde von dem dortigen israelitischen
Vorstande in Erwägung gezogen, wer wohl die Weihepredigt halten solle. Die
Gemeinde Seeheim gehört zum Rabbinate des Herrn Rabbiners Dr. Landsberger
(bekannt durch Nr. 45 dieser geschätzten Zeitung vom 7. November 5627), den man
jedoch aus bekannten Gründen nicht dazu berufen wollte. Daher machte der
israelitische Vorstand zu Seeheim eine Eingabe bei Großherzlichem Kreisamte
Bensheim und bat, die Erlebnis erteilen zu wollen, dass die Weihepredigt von
Herrn Rabbiner Dr. Lehmann zu Mainz gehalten werde; als aber Herr Dr.
Landsberger zu Darmstadt von dem Vorhaben Kunde erhielt, tat er Schritte
dagegen, weshalb dem Gesuch nicht willfahrt wurden.
Um aber dem vorzukommen, das Herr Dr. Landsberger sich der Gemeinde Seeheim
durch Helfershelfer aufdringt, wie er es einmal vor 3 Jahren bei der
Nachbargemeinde Alsbach getan, so machte man die Sache so kurz und einfach als
möglich, und ersuchte man den in unserer Gegend seit neuerer Zeit rühmlichst
bekannten streng orthodoxen Herrn Joseph Jeidel, Sohn des Kaufmanns Lazarus
Jeidel zu Pfungstadt, die Weihe durch eine Derascha (Predigt) zu vollziehen, zu
welchem Gesuch Herr Jeidel sich auch bereitwilligst verstand. Die Einzelheiten
dieser Veranstaltung (wörtlich Chinuch: Erziehung), welche
recht feierlich waren, übergehend, will ich nur einige Momente
hervorheben.
Am Sabbatmorgen Paraschat Jithra (Schabbat mit der Toralesung Jithra
= 2. Mose 18,1-20,23; es war am Schabbat, 15. Februar 1868) versammelte
sich die Gemeinde und einige Fremde sowie der Großherzogliche
Bürgermeister mit dem Gemeinderat, von denen besonders als rühmlich und
dankenswert hervorgehoben werden muss, dass sie ihren jüdischen
Mitbürgern zu dem Bau des Gotteshauses aus der |
Gemeindekasse
450 Gulden gewährten, in der neuen Synagoge, wohin man tags zuvor in
feierlichem Zuge die Sifre Tora (Torarollen) gebracht hatte. Als
nun alle Anwesende ihre angewiesenen Plätze eingenommen hatten, bestieg
Herr Jeidel die Kanzel und bekann mit seiner Predigt über: 'Einen
Altar von Erde sollst du mir machen und darauf opfern deine Brandopfer und
deine Mahlopfer, deine Schafe und deine Rinde; an jeglichem Orte, wo ich
meinem Namen ein Gedächtnis stifte, werde ich zu dir kommen und dich
segnen. Und wenn du mir einen Altar von Steinen machst, so baue sie nicht
von behauenen; denn hast du dein Eisen darüber geschwungen, so hast du
ihn entweihet' zum Texte [der Parascha zu diesem Schabbat 2.
Mose 20,21-22]. Der Redner entwickelte in schwungvollen und begeisternden
Worten, dass das israelitische Gotteshaus geweiht sein müsse als eine
Stätte der Gottesverehrung, der Andacht und der Bekehrung; hat jeder
Israelit diesen Altar in seinem Herzen errichtet, ist jeder sich selbst
bewusst, recht zu handeln und er will dem Ewigen auch ein sichtbares
Zeichen der Verehrung weihen, dann soll er einen Altar von Steinen bauen,
er ist verpflichtet, diesen Altar, einen Tempel, eine Synagoge zu bauen,
aber keine behauenen Steine sollen hierzu verwendet werden, nicht
Eigennutz, nicht Zwietracht, nicht unlautere Absichten sollen bei diesem
Bau mitwirken, sondern er soll aus ganzen Steinen aufgeführt werden;
seine Grundlage soll die reine Gottesverehrung., die Anerkennung für die
unzähligen Wohltaten sein. Dann wird auch der Allmächtige seinen Segen
geben zu dem Werke und seinen Namen darauf ruhen lassen auf immer.
Möge das neu erbaute Gotteshaus der Gemeinde Seeheim dasjenige werden,
als was es die Festrede bezeichnete, und so diese noch kleine Gemeinde mit
göttlicher Hilfe immer mehr und mehr erblühen." |
Nachdem schon kurz nach 1933 die zu den Gottesdienst
notwendige Zehnzahl der Männer nicht mehr zustande kam, wurde die Synagoge
geschlossen und an eine nichtjüdische Familie verkauft. Nach 1935 wurde
das Gebäude zu einem Wohnhaus umgebaut. Daher wurde das Gebäude beim Novemberpogrom 1938
nicht beschädigt oder zerstört.
Eine Erinnerung aus der Synagoge Seeheim
befindet sich heute im Jüdischen Museum in Frankfurt mit der sogenannten "Seeheimer
Tafel" (Fürstengebetstafel, die in der Synagoge aufgehängt
war, Größe 1,3 x 1,5 m). Die Tafel wurde 1990 bei Aufräumarbeiten auf dem
Dachboden der ehemaligen Synagoge gefunden. Sie war mit dem Test nach unten auf
dem Dachboden festgenagelt. Der Text des Gebetes lautet: "Er, der den
Königen Sieg und Gewalt den Fürsten verleiht, sein Reich ist aller Welten
Reich, der seinen Knecht David von der Bosheit Schwert gerettet, der durchs Meer
durch mächtige Fluten seinen Weg bahnt, er segne und behüte unseren
Großherzog Ludwig III., ihn und sein ganzes fürstliches Haus, er bewahre ihn
vor jedem Übel und beglücke ihn in allen seinen Wegen. Er, der Allbarmherzige,
der König aller Könige, möge seinen Geist und den Geist seiner hohen Räte
und Beamten stets erleuchten, auf dass Recht und Wahrheit, Friede und Wohlstand
immer blühe in seinem Reich. In seinen und in unseren Tagen möge der Erlöser
Zion kommen. Amen".
Adresse/Standort der Synagoge: Schlossstr. 24 (frühere Anschrift
Ludwigstraße 17; die Ludwigstraße hieß früher Bachgasse).
Fotos
(Quelle: links aus Arnsberg Bilder s.Lit. S. 186; Mitte
und rechts von Martin Krapp, Malchen: www.synagogen.info
zu Seeheim)
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Die ehemalige Synagoge in
Seeheim
(um 1970) |
Die ehemalige
Synagoge 2003 |
Die Fürstengebetstafel aus
der
ehemaligen Synagoge |
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Die ehemalige
Synagoge
2006
(Foto: Hahn, Aufnahmedatum 18.6.2006) |
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Zur
Geschichte der jüdischen Familien in Jugenheim
Die in Jugenheim lebenden jüdischen Familien
gehörten zur gemeinsamen "Israelitischen Religionsgemeinde Alsbach,
Bickenbach, Hähnlein und Jugenheim an der Bergstraße" (weiteres auf
der Seite als Alsbach). Die Gemeinde gehörte zum
orthodoxen Bezirksrabbinat Darmstadt II. Im Mittelpunkt des jüdischen Lebens in
Jugenheim standen die seit Ende des 19. Jahrhunderts am Ort bestehende streng
rituell geführte Israelitische Pension Heymann und das koschere
Speisehaus von David Koppel (später Heinrich Koppel, um 1930 unter dem
Namen "Pension Sandmühle"). Die Pension Heymann wurde seit
spätestens 1904 von Familie Rosenbaum-Bamberger weitergeführt.
An Zahlen jüdischer Einwohner in Jugenheim liegen vor: 1924 10 Personen.
Artikel/Anzeigen zur Geschichte jüdischer Familien in
Jugenheim:
| Die in Jugenheim lebenden
jüdischen Personen gehören zur "Israelitischen Religionsgemeinde
Alsbach, Bickenbach, Hähnlein und Jugenheim a.d. Bergstraße" und
werden von einem gemeinsamen Lehrer betreut: |
Anzeige in der Zeitschrift "Der
Israelit" vom 7. Februar 1889: "Vakanz. Die Lehrer-, Kantor-,
Schächter- und Friedhof-Aufseher-Stelle in der israelitischen
Religionsgemeinde Alsbach, Bickenbach,
Hähnlein und Jugenheim a.d. Bergstraße, zusammen eine Gemeinde
bildend, mit welcher freie Wohnung, mit welcher freie Wohnung und schöner
Garten verbunden, soll bis 1. Mai diesen Jahres besetzt werden.
Aufnahme des Bewerbers nach Übereinkunft. Befähigte, dem religiösen
Standpunkte angehörende Bewerber wollen sich unter Einrichtung ihrer
Qualifikationszeugnisse und Angabe ihrer Verhältnisse an den
unterzeichneten Vorstand wenden.
Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet.
Bickenbach, 4. Februar 1889. Der Vorstand S. Bentheim." |
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| Anzeigen
der jüdischen Pension Heymann und des Speisehauses Koppel 1879 bis 1931: |
Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Juli 1879: "Jugenheim a.d.
Bergstraße. Empfehle meine jüdische Pension für die Besucher der
Kurfremde mit der Zusicherung bester und reeller Bedienung.
Hochachtungsvoll H. Heymann." |
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Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 13. Juli 1891: "Jugenheim an der
Bergstrasse.
Israelitische Pension Heymann.
In unmittelbarer Nähe der
herrlichsten Waldungen und Parkanlagen gelegen. Großer Garten mit
Pavillon. Komfortabel eingerichtete Zimmer. Anerkannt gute Küche. Unter
der von Rabbiner Dr. Marx, Darmstadt, bestellten Aufsicht. Referenzen von
Rabbiner Herren: Dr. Selver, Darmstadt und Dr. Steckelmacher, Mannheim." |
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Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 18. Mai 1893: "Jugenheim an der
Bergstraße
– klimatischer Luftkurort. Streng koscher - Israelitische Pension Heymann – streng koscher.
In unmittelbarer Nähe der herrlichsten Waldungen und Parkanlagen gelegen.
Großer Garten mit Pavillon, komfortabel eingerichtete Zimmer, anerkannte
gute Küche. Pension 5 Mark." |
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Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 16. Juni 1898: "Luftkurort Jugenheim an
der Bergstrasse.
Dem geehrten Publikum bringe mein koscher Speisehaus koscher
in empfehlende Erinnerung.
Hochachtungsvoll: David Koppel.
Referenzen:
Seiner Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Marx beauftragt Herrn Lehrer Frank,
Alsbach." |
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Anzeige in
der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juni 1904: "Jugenheim a.d.
Bergstraße.
Restauration & Pension Heymann.
Inhaber: Rosenbaum-Bamberger.
Hübsche
Zimmer. – Großer Garten. Referenz Seiner Ehrwürden Herr Rabbiner Dr.
Marx, Darmstadt." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 28. Juni 1900: "Luftkurort
Jugenheim a.B.
Bringe meine israelitische Privat-Pension, streng koscher zur
gefälligen Erinnerung als anerkannte gute Küche; den Kurfremden und
Vereinen freundlichst empfohlen.
Hochachtungsvoll. Pension Heymann." |
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Anzeige im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15.
April 1904: "Jugenheim a.d. Bergstrasse. Restauration und Pension
Heymann, Inh. Rosenbaum - Bamberger. Hübsche Zimmer. - Großer Garten.
Referenz Seiner Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Marx, Darmstadt." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 23. Juni 1904:
"Streng koscher(es)
Speisehaus H. Koppel,
Jugenheim an der Bergstraße.
Referenz Seiner Ehrwürden
Herr Rabbiner Dr. Marx, Darmstadt". |
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Anzeige
im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 20. April 1914:
"Jugenheim,
umgeben von den schönsten Waldungen. Pension Sandmühle. Koscher Koppels Restaurant Koscher.
Unter Aufsicht des von Seiner Ehrwürdigen Rabbiner Dr. Marx – Darmstadt
gestellten Lehrers Frank – Alsbach". |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. Oktober 1925:
"Empfehle mich als
Küchenchef
für Hochzeiten und Gesellschaften jeder Art, in und außer
dem Hause. Servierfräulein kann mitgebracht werden.
Julius Koppel, Jugenheim a.d. Bergstraße. Tel.
251." |
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Anzeige
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. März 1931: "Luftkurort
Jugenheim (a.d. Bergstraße)
Pension Sandmühle Heinrich Koppel. Telefon
251. Herrlicher Frühjahrsaufenthalt.
Gute Verpflegung. Mäßige Preise. Pessach geöffnet.
Unter Aufsicht Seiner Ehrwürden Herrn Rabbiner
Dr. Merzbach, Darmstadt."
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Begegnung zwischen dem russischen Zaren und einer jüdischen Mädchengruppe
aus Frankfurt in Jugenheim (1876)
Anmerkung: Das östlich von Jugenheim am Rande des Odenwaldes gelegene Schloss Heiligenberg war im ausgehenden 19. Jahrhundert mehrmals
Sommerresidenz des russischen Zaren.
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 12. Juli 1876: "Jugenheim an der
Bergstraße, 22. Juni (1876). Heute Vormittag hatten Seine Majestät der
Kaiser von Russland einen seltenen Besuch im Schlosspark dahier: eine
mittlere Klasse der höheren Töchterschule der orthodoxen
Israelitengemeinde zu Frankfurt am Main. Die Kinder waren nämlich, unter
Führung ihrer Lehrerinnen, auf einem Ausfluge nach dem Felsberge
begriffen und wollten gelegentlich den Schlosspark besuchen, wurden aber
von den Schlosswärtern zurückgewiesen. Seine Majestät, der mit seinen
Adjutanten eben aus dem Schlosse heraustrat, bemerkte dies kaum, als er
sofort durch den Adjutanten den Lehrerinnen bedeuten ließ, mit den
Kindern einzutreten und munterte Allerhöchst selbst die Kinder dazu auf.
Er unterhielt sich nun bald mit einer Lehrerin, bald mit dieser oder jener
Kindergruppe aufs leutseligste, frage nach der betreffenden Anstalt und
dem Namen des Direktors, dann nach dem gegenwärtigen Stand ihres
Mundvorrates und bot ihnen huldvollste gastfreundliche Bewirtung an. Die
kleine Gesellschaft dankte ehrerbietigst und wies auf ihre wohlgefüllten
Botanisierbüchsen hin. Er führte sie nun nach Punkten, von wo aus sich
die herrlichste Umschau darbot und machte sie auf das Eine und andere
aufmerksam. Als sie den Felsberg als ihr Reiseziel angaben, schloss er
sich ihnen in herablassenster, gewissermaßen traulicher Weise bis ans
Ende des Parkes an, zeigte ihnen den Fußweg, riet nachdrücklich von der
staubigen Landstraße ab und wollte sich eben empfehlen, als die Kinder,
wohl auf einen Wink der Lehrerin, das schöne Lied: ‚Kennst Du das Land
in deutschen Gauen’, gut eingeübt, munter und brav, ungeniert, wie die
Waldsänger, frei in die Waldluft ertönen ließen. Das schien den Kaiser
sehr zu freuen; gelehnt auf seinen Spazierstock hörte er ihnen lächelnd
bis zu Ede zu und grüßte dankend, was die Kinder mit Tücherschwenken
erwiderten. Darauf wandte sich der Kaiser noch einmal um, grüßte noch
einmal freundlich und wünschte einen guten Tag. (Jüdische Presse)." |
Beschreibung Jugenheims mit Werbung für die Pension Heymann (1904)
Artikel im
"Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 30. März 1904: "Von der
Bergstraße. Sie ist ein schönes Fleckchen Erde, diese Bergstraße, und
wer einmal ihren Zauber gekostet, der kann sie so leicht nicht wieder
vergessen. Abseits von der großen Heerstraße des Verkehrs, atmet sie
Ruhe und Frieden und lockt mit ihren lieblichen Gefilden den müden
Wanderer heraus aus dem hastenden Verkehr der modernen Zeit, bietet ihm
ein ruhiges, behagliches Plätzchen zum Sammeln neuer Kräfte und frischen
Lebensmutes.
Wenn anderwärts die Natur noch im Kampfe liegt mit den starren Gewalten
des Winters, regt sich’s schon lebhaft im Schoße der bergstraßlichen
Erde, die Herolde des Frühlings erheben keck ihr Haupt und streben dem lebensspendenden
Lichte der Sonne zu. Nur noch kurze Zeit – und die Bergstraße steht
geschmückt da in jungfräulicher Pracht und harret der schönheitssuchenden
Menschenkinder, die sich ihr erwartungsvoll und vertrauend nahen.
Wenn Du, lieber Leser, zu den Freunden und Besuchern der Bergstraße gehörst,
so kennst Du auch das idyllisch gelegene Jugenheim, das uns gar lieblich
anmutet.
Zwischen duftenden Gärten und blühenden Feldern gelegen, in
unmittelbarer Nähe der herrlichen Laubwälder des Odenwaldgebirges, zehn
Minuten entfernt von ausgedehnten Kiefernwäldern, durch vorspringende
Gebirge vor Nordost- und Ostwinden geschützt, gilt Jugenheim mit Recht für
einen der vorzüglichsten klimatischen Kurorte Mitteldeutschlands. Hübsche,
wohl gepflegte Wege im Gebirge und in der Ebene laden zu Spaziergängen
ein und eine große Anzahl herrlicher Ausflugsorte in der Nähe sorgen für
reiche Abwechslung.
Von Frankfurt aus in einer Stunde in direkter Bahnverbindung zu erreichen,
vereinigt Jugenheim alle Annehmlichkeiten in sich, die das Leben an einem
der Erholung gewidmeten Orte erfordert und die Leser dieses Blattes wird
es interessieren, dass auch für die leiblichen Bedürfnisse im Sinne
eines orthodoxen Juden in Pension Heymann, jetziger Inhaber Rosenbaum -
Bamberger, bestens gesorgt ist." |
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Derselbe
Text erschien in der Zeitschrift 2Der Israelit" vom 29. März
1904. |
Erzählung "Der Spieler" von H. Berger (1891)
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Artikel in der Zeitschrift
"Der Israelit" vom 7. Mai 1891: "Der Spieler. Von H.
Berger. Wer im Sommer die Bergstraße bereist, der wird nicht verfehlen,
den herrlich am Fuße des Heiligenberges gelegenen Luftkurort J. (für
Jugenheim) zu besuchen. Um nach Jugenheim zu gelangen, verlässt der
Reisende die Eisenbahn auf der Station B. und besteigt einen der dort
stets bereitstehenden Wagen, um in halbstündiger Fahrt sein Ziel zu
erreichen, oder er legt den schönen Weg zu Fuß zurück und gelangt fast
ebenso rasch in das in paradiesischer Gegend liegende Dorf. Zur Zeit, da
unsere Geschichte spielt, hatte J. noch keinen Weltruf; es war der
Hauptvergnügungsort der Bewohner, der in der Nähe liegenden Städte D.
und F. An Sonn- und Feiertagen zogen Herren und Damen, Kinder und
Erwachsene nach H., um einige Stunden die freie Natur und deren Freuden zu
genießen. Es entwickelte sich dann das bunteste Leben und Treiben im
Walde und auf den Höhen, denn die Lebensfreudigkeit und die Fröhlichkeit
erfassen den Menschen zuerst in der schönen freien Natur..."
Bitte bei Interesse an der Erzählung die Seiten des Artikels
anklicken. |
In der NS-Zeit: das Schwimmbad in Jugenheim soll "judenfrei" werden
(1934)
Mitteilung
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 14. September 1934: "Darmstadt.
In der Badeanstalt zu Jugenheim an der Bergstraße war eine Tafel
mit der Inschrift 'Judenfreies Schwimmbad' angebracht. Das hessische
Ministerium hat nunmehr die Entfernung der Tafel
verfügt." |
Weitere Dokumente
(aus der Sammlung von Peter Karl Müller, Kirchheim /
Ries)
Postkarte
an den sich bei Heinrich Koppel
in Jugenheim aufhaltenden
Berthold Rothschild aus Fürth (1934) |
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Die
Postkarte wurde an Berthold Rothschild (damals bei Herrn Heinrich Koppel
in der Villa Koppel in Jugenheim) von seiner Schwester Fanny am 18. Juni
1934 von Fürth verschickt. Berthold und
Fanny waren nach der Website www.juedische-fuerther.de
Kinder von David Rothschild und der Hannchen geb. Heilbutt (gest. 1930).
Die Familie wohnt 1934 in Fürth in der Schwabacher Straße 3 I. David
Rothschild wurde 1941 nach Riga deportiert; er ist wenig später
umgekommen. Berthold Rothschild emigrierte 1937 nach Palästina/Israel, wo
er 1977 gestorben ist; seine Schwester Fanny emigrierte in die USA
(verheiratete
Dingfelder). |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Anfang -
Untergang - Neubeginn. 1971. Bd. 2 S. 245-246. |
 | ders.: Die jüdischen Gemeinden in Hessen. Bilder -
Dokumente. S. 186. |
 | Thea Altaras: Synagogen in Hessen. Was geschah seit
1945? 1988 S. 134-135. |
 | dies.: Das jüdische Rituelle Tauchbad und: Synagogen in
Hessen. Was geschah seit 1945 Teil II. 1994. S. 116 (hier Näheres zur
"Fürstengebetstafel"). |
 | Studienkreis Deutscher Widerstand (Hg.):
Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hessen I Regierungsbezirk Darmstadt. 1995 S. 48-49. |
 | Pinkas Hakehillot: Encyclopedia of Jewish
Communities from their foundation till after the Holocaust. Germany Volume
III: Hesse - Hesse-Nassau - Frankfurt. Hg. von Yad Vashem 1992
(hebräisch) S. 212. |
 | Katja Behrens: Auszug
aus dem Buch "Von Symbiose war einmal die Rede", darunter auch
ein Abschnitt zu Seeheim. dass. im Archiv
von "Die Zeit" |
 | Robert Bertsch: Juden in Seeheim und Jugenheim. Hg.
vom Gemeindevorstand Seeheim-Jugenheim 2005. 224 S. |
 | Hans-Helmut Hoos: Die Lebenserinnerungen des
Friedberger Juden Heinrich (Henry) Buxbaum (1900-1979). Einführung und Edition
(1) in Archiv für Hessische Geschichte und Altertumskunde NF 46 (1988),
Einführung und Edition (2) in ebd. NF 47 (1989).
Dieser Beitrag ist auch erschienen unter dem Titel: "Scherben der
Erinnerung - Memoiren des Wetterauer Juden Henry Buxbaum". 246 S.
Friedberg 1994.
ISBN-10: 3870760788. In diesem Buch gibt es
verschiedene Bezüge zur jüdischen Geschichte in Seeheim. |

Article from "The Encyclopedia of Jewish life Before and During the
Holocaust".
First published in 2001 by NEW
YORK UNIVERSITY PRESS; Copyright © 2001 by Yad
Vashem Jerusalem, Israel.
Seeheim
Hesse. Jews lived there form 1700, established a community in 1850, and
numbered 78 (7 % of the total) in 1861. Most Jews left, ten emigrating to the
United States after 1933; five perished in the Holocaust.

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