|
Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
|
Jüdische Friedhöfe in Niederbayern Übersicht:
Eging am See (PA, KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: In Nammering wurden beim Aufenthalt eines Transport von KZ-Häftlingen von Buchenwald nach Dachau Mitte April 1945 von der SS zahlreiche Häftlinge erschossen. Viele waren bereits auf dem Transport verstorben. Insgesamt 794 Tote wurden in Nammering und Umgebung zunächst in Massengräbern beerdigt. 171 der Umgekommenen wurden später in Eging beigesetzt. Auf dem Denkmal in einer Grünanlage findet sich die Inschrift: "NAMENLOSE, DIE NIEMAND KENNT, GOTT DEREINST BEIM NAMEN NENNT, GIBT KEINEN JA VERLOREN" . Lage: Auf dem Gemeindefriedhof am Ende der Frühlingsstraße. Link: Website der
Gemeinde Eging am See (Ortsplan ist von dort aus zugänglich) Fürstenstein (PA, KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: In Nammering wurden beim Aufenthalt eines Transport von KZ-Häftlingen von Buchenwald nach Dachau Mitte April 1945 von der SS zahlreiche Häftlinge erschossen. Viele waren bereits auf dem Transport verstorben. Insgesamt 794 Tote wurden in Nammering und Umgebung zunächst in Massengräbern beerdigt. 92 der Toten wurden später auf dem Ortsfriedhof in Fürstenstein beigesetzt. 1958 wurden 33 der Toten exhumiert und in Flossenbürg beigesetzt. 20 Tote wurden nach Italien und Frankreich umgebettet. 39 Tote verblieben in Fürstenstein, unter ihnen waren mit Sicherheit auch jüdische Personen. Auf dem Grab- und Gedenkstein im Fürstensteiner Friedhof steht die Inschrift: "ÜBER EUCH NEIGEN SICH PSALMEN DES FRIEDENS. RUHESTÄTTE VON 39 OPFERN DES NATIONALSOZIALISMUS - APRIL 1945". Lage: Im Fürstensteiner Friedhof. Link: Website der
Gemeinde Fürstenstein Fürstenstein - Nammering (PA, KZ-Friedhof)
Zur Geschichte des Friedhofes: In Landshut bestand eine mittelalterliche jüdische Gemeinde, zu deren Einrichtungen auch ein Friedhof gehörte (genannt 1380 als "der Juden freithof"). Von diesem Friedhof ist nur noch die ungefähre Lage bekannt. Es sind keine Spuren mehr erhalten. Lage: Außerhalb der Stadt an einer alten Hochstraße hinter dem Hofberg bei "Maria Bründl". Eine genauere Ortsbestimmung ist nicht möglich.
Link: Website der
Stadt Landshut Feldkirchen - Mitterhartshausen (SR, Gedenkstätte) Zur Geschichte der Gedenkstätte: Einer der "Todesmärsche" aus dem KZ Flossenbürg kam im April 1945 auch an Feldkirchen vorbei. Dabei starben (oder wurden ermordet) auf der Gemarkung Feldkirchen neun KZ-Häftlinge. Ein bildstockartiger Gedenkstein weist am Stadtrand darauf hin: "Zum Gedenken an 9 unbekannte Opfer des Nationalsozialismus. Gestorben 1945". Lage: Bei einer Bushaltestelle neben zwei Bäumen, unmittelbar vor der Straßenkreuzung Straubing/Dingolfing/Alterhofen/Feldkirchen. Link: Website der
Gemeinde Feldkirchen Mallersdorf, OT Steinrain (SR, KZ-Friedhof)
Lage: Kurz hinter Pfaffenberg in Steinrain an der Einmündung der alten B 15 aus Richtung Regensburg. Link: Website
des Marktes Mallersdorf-Pfaffenberg (von hier auch das Foto) Passau (PA = Stadtkreis Passau, ma.) Zur Geschichte des Friedhofes: Im Mittelalter war in Passau
vermutlich nach der Mitte des 14. Jahrhunderts ein jüdischer Friedhof vorhanden
(1418 urkundlich erwähnt). Vor den Verfolgungen 1338 und während der Pestzeit
1348/49 wurden die Toten der jüdischen Gemeinde vermutlich in Regensburg
beigesetzt. Hinweis ist eine Urkunde von 1311, wonach die Grafen von Hals,
damals Pfleger zu Vilshofen, anboten, gegen eine Gebühr von einem halben
Passauer Pfennig und einem Pfund Pfeffer für jeden Toten beziehungsweise einem
Pfund Pfeffer für jeden Lebenden die Passauer Juden bis Straubing zu geleiten.
Die Zahlung von Pfeffer lässt darauf schließen, dass der Tarif für die
Beisetzung in Regensburg (in Straubing ist kein jüdischer Friedhof nachweisbar)
und das Geleit auf langer Gewohnheit beruhten. Lage: Der Friedhof lag nördlich der Freyung und der "Oberhauser Leite", heute "Am Vogelherd" (Angaben bei Schwierz). Link: Website
der Stadt Passau Kirchham - Waldstadt (PA, KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: In Waldstadt steht auf einem
Friedhof ein hohes Denkmal in Form eines Obelisken mit den Inschriften:
"Den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933-1945"
und zusätzlich: "Die ehemals hier bestatteten 95 KZ-Häftlinge ruhen jetzt
im KZ-Ehrenfriedhof Flossenbürg". Das Denkmal wurde nach Kriegsende auf
Veranlassung von Rabbiner Lipot Meisels, einem Überlebenden des KZ-Außenlagers
Pocking aufgestellt. Nachdem 1957 die hier beigesetzten KZ-Opfer nach
Flossenbürg umgebettet wurden, sind ihre Namen auf dem Denkmal entfernt worden.
Auch die Davidsterne und die Hinweise auf die Geschichte des Lagers wurden
entfernt. Rabbiner Lipot Meisels war einer der Verantwortlichen für die
Jüdische Kultusgemeinde, die von 1945 bis 1947 in Waldstadt bestand (in der
ehemaligen Flieger-Kaserne, spätere Rottal-Kaserne). Sie setzte sich aus
befreiten KZ-Opfern zusammen, die hier auf ihre Auswanderung nach Israel oder in
ein anderes Land warteten. Lage: Rechts der Bundesstraße 12 Passau-München bei Waldstadt Link: Website der
Stadt Pocking Saal an der Donau (KEH, KZ-Friedhof)
Wallersdorf (DGF, KZ-Friedhof) Zur Geschichte des Friedhofes: In Ganacker befand sich vom 21. Februar bis zur "Evakuierung" im April 1945 das Außenlager Nr. 552 des Konzentrationslagers Flossenbürg. Die Zwangsarbeiter waren eingesetzt zum Ausheben von Einmann-Erdlöchern und zur Beseitigung von Bombentrichtern auf dem Flugplatzgelände Pilsting. Von den unter den katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen Umgekommenen wurden nach Kriegsende 1945 in Wallersdorf 149 Personen beigesetzt. Im April 1957 wurden sie auf den KZ-Ehrenfriedhof Flossenbürg umgebettet. Eine Gedenkstätte ist bis heute in Wallersdorf erhalten. Lage: Erreichbar von der Landshuter Straße in südwestlicher Richtung (Richtung Ganacker): Ca. 700 m hinter dem Ortsschild Wallerdorf nach links in einen geteerten Feldweg; nach ca. 500 m nach rechts in einen Feldweg, der nach ca. 100 m links neben einer Kapelle endet. Hier befinden sich rechts und links der Kapelle zwei Denkmale. Link: Website der
Gemeinde Wallersdorf (Gewerbeverein) |
|
Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an Alemannia
Judaica (E-Mail-Adresse auf der Eingangsseite)
|