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Friedhöfe in der Region"
Zusammenstellung:
Jüdische KZ-Friedhöfe in Baden-Württemberg
Neckargartach
(Stadt Heilbronn)
KZ-Friedhof
Übersicht:
Zur Geschichte des Konzentrationslagers Neckargartach und des
Friedhofes
Von Spätsommer 1944 bis Ende März 1945 befand sich in Neckargartach ein
Konzentrationslager-Außenkommando. Es gehörte zu den sogenannten
"Neckarlagern", in die Häftlinge des Konzentrationslagers
Natzweiler/Elsass und seiner im besetzten Frankreich gelegenen Außenkommandos
vor den heranrückenden alliierten Truppen verlegt wurden. Die ersten 200
KZ-Häftlinge kamen am 4. September 1944 aus dem KZ-Außenkommando Kochendorf
nach Neckargartach; bis Mitte September folgten Transporte mit 600
Häftlingen aus dem KZ-Außenkommando Markkirch/Elsass. Im Winter 1944/45 stieg
die Belegung auf 1000-1100 Häftlinge an. Diese wurden im Salzbergwerk
Neckargartach eingesetzt, worin ein Rüstungsbetrieb der IG Farben AG aufgebaut
wurde. Ein weiterer Stollen wurde für die Lebensmittelfirma Tengelmann
ausgebaut, die hier mehrere Schiffsladungen Lebensmittel einlagerte. Auch zu
anderen Arbeiten wurden die Häftlinge eingesetzt (unter anderem zur Bergung der
Bombenopfer bei der Bombardierung Heilbronns am 4. Dezember 1944). Die Arbeit
geschah unter katastrophalen Lebens- und Arbeitsbedingungen, wodurch zahlreiche
Häftlinge umgekommen sind, unter ihnen auch viele jüdische Männer. In der
ersten Aprilwoche 1945 räumte die SS das Lager. Die Häftlinge wurden teils zu
Fuß ("Hessentaler Todesmarsch"), teils in Güterwaggons in das KZ
Dachau gebracht.
KZ-Friedhof: Zwei Neckargartacher Häftlinge wurden auf dem Jüdischen
Friedhof Sontheim begraben, die Mehrzahl der Toten vergrub man auf einer
Anhöhe oberhalb des Lagers zwischen dem Gewann Werthalde und Hüttenäcker.
Nach der Befreiung des Lagers legten Neckargartacher Bürger in unmittelbarer
Nähe den KZ-Friedhof Neckargartach, Böllinger Straße an. Sie fanden 246 Tote,
bestatteten sie und errichteten ein Mahnmal: "Sie starben kurz vor ihrer
Befreiung".
Spuren des Konzentrationslagers sind nicht erhalten. Es befand
sich am Ortsende von Neckargartach zwischen Böllinger und Wimpfener Straße, wo
sich heute ein Sportplatz, dahinter verschiedene Fabrikgebäude und Lagerhallen
befindet. Auf diesem Areal standen die insgesamt neunzehn Baracken des
KZ-Außenkommandos, von einem hohen Bretterzaun, Stacheldraht und vier
Wachttürmen umgeben.
Plan des Friedhofes
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Lage (des KZ Neckargartach
und) des KZ-Friedhofes auf dem dortigen Stadtplan
(Heilbronn): oben anklicken und
unter "Behörden, öffentl. Einrichtungen"
zu "KZ-Friedhof,
Neckargartach". |
Fotos zur Lage des Konzentrationslagers und des Friedhofes
| Luftbild der US-Airforce
(1945) |
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Luftbild der
US-Airforce vom 2.3.1945 zur Dokumentation des Angriffes
auf Neckarsulm
vom vorhergehenden Tag;
rechts Ausschnitt aus der Gesamtaufnahme mit Blick auf Neckargartach
(obere Hälfte des Bildes) und dem Lagerbereich)
Quelle: H. Risel: KZ in Heilbronn s.Lit. S. 30 |
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Foto aus H. Risel s.
Lit.: die letzte
der ehemaligen Häftlingsbaracken an
der Böllinger
Straße, 1986 abgebrochen |
Blick über das
Gelände des ehemaligen KZ Neckargartach
(Sportplatzgelände bzw.
Umgebung) |
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Fotos des Friedhofes
Neuere Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 16.7.2004)
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Hinweistafel von der
Böllinger Straße |
Blick zum Friedhof |
Eingangstor |
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| Blick über den vorderen Teil
des Friedhofes vom Platz des Denkmals zum Eingang |
Denkmal auf
dem Friedhof |
Blick über den hinteren
Teil
des Friedhofes |
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Ältere Fotos
(Fotos: Hahn, aufgenommen Mitte der 1980er-Jahre)
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| Blick zum Friedhof |
Im KZ-Friedhof - die
Gedenkstätte |
Hinweistafel am Eingang |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der
Verfolgung 1933-1945. Hg. vom Studienkreis: Deutscher Widerstand. Band 5.
Baden-Württemberg I. Regierungsbezirke Karlsruhe und Stuttgart. 1991. S. 200-202. |
 | Heinz Risel: KZ in Heilbronn: Das "SS-Arbeitslager
Steinbock" in Neckargartach. Augenzeugenberichte - Dokumente -
Tatsachen. |

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