|
Eingangsseite
Aktuelle Informationen
Jahrestagungen von Alemannia
Judaica
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft
Jüdische Friedhöfe
(Frühere und
bestehende) Synagogen
Übersicht:
Jüdische Kulturdenkmale in der Region
Bestehende
jüdische Gemeinden in der Region
Jüdische
Museen
FORSCHUNGS-
PROJEKTE
Literatur
und Presseartikel
Adressliste
Digitale
Postkarten
Links
| |
zurück zur Übersicht "Synagogen in der Region"
zurück zur Übersicht "Synagogen in Hessen"
Zur Übersicht
"Synagogen im Kreis Marburg-Biedenkopf
Zu den Synagogen in Marburg vor 1938/45
Marburg (Kreisstadt, Hessen)
Jüdische Gemeinde nach 1945 / neue Synagoge
Zur Geschichte und Gegenwart der neuen
jüdischen Gemeinde siehe
die Seiten bei
www.jg-marburg.de
Bei "Alemannia Judaica" finden Sie:
Kurzer
Überblick zur Geschichte der jüdischen Gemeinde nach 1945
Nach 1945 gründeten Überlebende der Lager
("Displaced Persons", DPs) eine neue jüdische Gemeinde in der Stadt.
1946 gehörten zu ihr 234 Personen. Nach Gründung des Staates Israel 1948
wanderten die meisten von ihnen aus. In den 1950er-Jahren gehörten etwa 70
Personen zur Gemeinde. 1961 war die Zahl der Gemeindeglieder auf 15
zurückgegangen. Von Mitte der 1960er- bis Mitte der 1980er-Jahre lebten 20-25
jüdische Personen in der Stadt. Ein jüdisches Gemeindeleben fand jedoch nicht
mehr statt.
Eine neue Gemeinde wurde auf Grund der Initiative von dem aus
Israel zugezogenen Amnon Orbach gegründet. Zu einem ersten Kabbalat Schabbat
lud er 1984 in das Marburger Stadthallenrestaurant ein. Ab 1985
wurden die jüdischen Feiertage wieder begangen. 1988 konnte ein jüdisches
Gemeindehaus im Haus Pilgrimstein 25 eingerichtet werden. Seit der Zuwanderung
von jüdischen Emigranten aus den GUS-Staaten ab 1990/91 wuchs die
Gemeinde auf eine Größe von etwa 350 Mitgliedern im Jahr 2005 an (dazu kommen etwa 150
nichtjüdische Familienangehörige).
Zur den Synagogen. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde - vermutlich bereits im Mai 1945 -
vom amerikanischen Stadtkommandanten das Haus der Studentenverbindung
"Verein deutscher Studenten" (VDSt) beschlagnahmt und darin ein
Betsaal/eine Synagoge eingerichtet, die sowohl von Displaced Persons wie auch
von amerikanischem Militärpersonal und wenigen nach Marburg zurückgekehrten
jüdischen Personen genutzt wurde. Am 3. Februar 1946 fand die Einweihung eines
Synagogenraumes in der Landgraf-Philipp-Straße statt (durch die 3.
US-Infanterie-Division und die "Jewish Community" in Marburg). Nach
der Einweihung des Synagogenraumes wurden vom Direktor der Religionskundlichen
Sammlung an der Marburger Universität die ihm 1943 zur Aufbewahrung
übergegebenen Torarollen, Bücher usw. der jüdischen Gemeinde zur Verfügung
gestellt. Vermutlich ab Mai 1950 fand der Gottesdienst im Haus Schulstraße 7
statt.
Nach der Gründung des Staates Israel 1948 waren die meisten DPs nach Israel
ausgewandert, sodass der Betsaal in der Schulstraße wieder
geschlossen werden musste. Die in den 1980er-Jahren wieder begründete jüdische
Gemeinde Marburg konnte 1988 Räume im Haus Pilgrimstein 25 für einen Betsaal
und als jüdisches Gemeindezentrum benützen. Die Stadt Marburg stellte die
Räume mietfrei zur Verfügung. Mit Unterstützung der Stadt Marburg konnte auch
für die Inneneinrichtung gesorgt werden. Die Einweihung der Räume war am 1.
September 1989.
Zur Geschichte der neuen Synagoge in der Liebigstraße s.u. im Text von
Thorsten Akiva Schmermund.
Bericht über das Wirken von Rabbiner Yizchak Blumenfeld in Marburg
1945
(aus: Rabbi Mayer Abramowitz: The View from 82. Distinguished
DPs Online
zugänglich)
...In my work as a chaplain, I would regularly visit several
enclaves in nearby villages where Jewish survivors were given housing by the
U.S. Army immediately following the war. At each of these enclaves, I would
conduct a brief religious service (with a lot of singing), followed by a
cultural hour around refreshment tables. One of those towns was Marburg,
Germany's "College City." The U.S. Army, through its publicity branch
of service, decided to occupy a beautiful villa in Marburg, convert it into a
synagogue and schedule a well-publicized dedication ceremony with the 3rd
Division Commanding General present and participating. Also speaking at the
ceremony was Yitzchak Blumenfeld, who used his speech to convert the affair into
a demand to open the gates of Palestine. His speech that afternoon was one of
the highlights of the ceremony. About twenty-five Jewish survivors lived in an
apartment complex in Marburg, and what made this experience different than other
towns was their leader Yitzchak Blumenfeld. He was young, about my age --
twenty-five -- blondish and short. As I now recall, he looked liked Natan
Sharansky but with a full head of hair. He was brilliant, highly educated, and
had one goal: to publish the Jewish magazine Judische Rundschau (Jewish Review),
which was the prestigious magazine for European Jewry and had a circulation of
over 30,000 copies. It's last editorial, written after Hitler ordered Jews to
wear the Jewish star, read "wear it with pride." In 1938 its
publication was banned. Blumenfeld gathered literary items, philosophical works,
and articles on politics for inclusion in the magazine. He arranged the entire
layout, signed an agreement for a printer to set type, and somehow
gathered enough funds to publish the first issue. There remained one problem: In
Occupied Germany nothing could be published without approval of the Civilian
Censorship Division (CCD). My previous experience with that department of
military government convinced me that approval would take years. "But,
Chaplain, the Judische Rundschau will be exhibit A that Jewish life survived
Hitler's Germany," was Blumenfeld's response to my reminding him of CCD's
requirements. I finally agreed to take him with me in my Jeep to Weisbaden,
CCD's Headquarters, where he would, in his words, "intervene with the
highest officials." He couldn't even get past the receptionist who bluntly
stated that without submitting a proper application, which was to be routed
through several channels, no CCD official would meet with him. I called the
receptionist's commanding officer, asking him to see me on an urgent matter. He
agreed to see me and, surprisingly, allowed me to bring Blumenfeld with me
to his office. I argued as best I could for permission to print the Judische
Rundschau. I couldn't get to the proverbial first base with him. Instead,
tt was Blumenfeld who scored the winning run when instead of quoting the
contents of the first issue, he described what the Judische Rundschau symbolized
in pre-war Germany. "Every Friday, people would line up for a copy of the
magazine," he said. I recall Blumenfeld's dramatic description of the
Rundschau. "It was the voice of Jewry and Judaism, a voice that was muted,
stifled, silenced under Hitler." The officer was not impressed. Blumenfeld
didn't give up. "By not allowing this publication, you, the Americans, are
continuing to silence the Jewish voice. Are you ready to accept that
responsibility?" After a long period of silence, the officer called an aide,
handed her an application form, and instructed her to help Blumenfeld fill it
out. Driving back to Marburg, Blumenfeld held on to the signed CCD approval as
though it were the Magna Carta.
Beitrag
von Thorsten Akiva Schmermund zur Geschichte der jüdischen Gemeinde nach
1945 und der neuen Synagoge
"Nach dem Krieg befand sich zunächst eine große
Anzahl von 'Displaced Persons' in Marburg, also Juden vornehmlich aus den Lagern
im Osten. Durch die amerikanische Militärverwaltung bekamen diese Flüchtlinge
das Haus 'Schaumburgia' in der Landgraf-Philipp-Straße als Gebetshaus
zugewiesen, die allerdings nur für ca. ein Jahr. Die meisten dieser
Flüchtlinge reisten nach Israel oder in andere Länder aus, sodass ein
einfacher Gebetsraum für die verbliebenen Juden ausreichend war, zumal man 'auf
den Koffern saß', d.h. sich das Bleiben in Deutschland nicht vorstellen konnte.
So wurde unter Jacob Lanzewitzki in der Schulstraße 15 bis 1956 ein Gebetraum
benutzt, danach war die Gemeinde aber praktisch nicht mehr existent und bestand
eigentlich nur noch aus einem Briefkasten am Hause von Jacob Lanzewitzki. Die
Gottesdienste wurden in verschiedenen Privaträumen abgehalten, ab 1971 war die
Gemeinde dann ganz verschwunden, also auch nicht mehr im Telefonbuch oder als
Postkasten existent. Dennoch konnten durch die Bemühungen von Willy Sage, dem
langjährigen Vorsitzenden der Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit in Marburg, ab 1978 wieder Gottesdienst in Marburg stattfinden,
denn es gelang ihm, ehemalige Marburger Juden einmal jährlich nach Marburg
einzuladen. Viele dieser Gäste kamen bald regelmäßig, manche auch nicht nur
einmal im Jahr.
Der Neuanfang. Mitte der 1980er-Jahre
kam Amnon Orbach nach Marburg, und nun begann die Gemeinde neu zu entstehen. Es
gab über Willy Sage Kontakt mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinde in
Hessen und es wurde mit der Integrationsarbeit von Juden, die aus der ehemaligen
Sowjetunion einwanderten, begonnen. Nur wenig später, im Jahr 1989, konnte
Amnon Orbach, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Marburg, ein neues Bethaus
im Pilgrimstein 25 einweihen. Dieses bestand aus einer umgebauten Wohnung im
ersten Obergeschoss mit Lehrraum und Synagoge sowie einem Büro und weiteren
Räumen im Erdgeschoss. Die oberen Etagen des Hauses wurden weiterhin als
Wohnungen durch die Stadt Marburg vermietet.
In den 1990er-Jahren setzte eine sehr starke Einwanderung von Juden aus
den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ein. Seit dieser Zeit hat sich die
Gemeinde um ein vielfaches vergrößert, heute machen die Einwanderer die
Gemeinde bis auf wenige Ausnahmen praktisch aus. Man kann jedoch sagen, dass es
ohne die Einwanderer heute möglicherweise keine funktionierende Jüdische
Gemeinde in Marburg geben würde. So sind zum Beispiel zu einem Gottesdienst
zehn jüdische Männer nötig (ein 'Minjan'), damit bestimmte Gebete gesprochen
werden können.
Schul- und Betraum waren schon Ende der 1990er-Jahre viel zu klein
geworden, sodass die Gemeinde sich nach neuen Räumlichkeiten umsah. Diese neuen
Räumlichkeiten konnten dann auch mit der Hilfe und der Unterstützung des
Magistrates der Stadt Marburg und des Oberbürgermeisters in der Liebigstraße
21a gefunden werden.
Das Haus in der Liebigstraße. Das Haus in
der LIebigstraße wurde von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) gebaut und 1931
fertiggestellt. Es diente zunächst als Schalterhallte, der Empfangsschalter
befand sich damals etwa an der Stelle, wo heute die Bimah (das Torahpult) steht.
Der Innenraum besaß - wie heute auch wieder - ein Oberlicht, das jedoch
zeitweilig durch ein festes Dach ersetzt wurde. Die Wände müssen damals mit
sehr kräftigen Farben angestrichen worden sein, wie Farbreste bei der
Renovierung des Gebäudes gezeigt haben.
Das Haus wurde von der AOK bis 1968 genutzt. Danach wurde hier eine
Lebensmittel-Verkaufsstelle für den öffentlichen Dienst eingerichtet. Schon 1970 zog ein allgemeiner Lebensmittelmarkt der Firma Jöckel ein. Anfang der
1980er-Jahre zog die Firma Jöckel jedoch in die Temmlerstraße um (zwischen
dem Südbahnhof und dem Ortsteil Cappel), und das Gebäude wurde wieder von der
AOK als Bürofläche genutzt.
Im Dezember 2002 kam das Gebäude dann in den Besitz der Jüdischen Gemeinde
Marburg. Noch im gleichen Winter wurde mit den Umbauarbeiten begonnen, die
ersten Gottesdienste konnten jedoch erst ab Oktober 2004 im Untergeschoss
des Hauses stattfinden, nachdem dort fertig umgebaut war. Diese Gottesdienste
hatten noch einen sehr behelfsmäßigen Charakter, und so wurde im Obergeschoss
am Synagogenraum eifrig weiter umgebaut. Viele der Bauaktivitäten wurden durch
Gemeindemitglieder in Eigenleistung erbracht, um die Kosten möglichst niedrig
zu halten.
Am 6. Februar 2005 konnten wir dann Richtfest feiern, und am jüdischen
Neujahrsfest Rosch Haschanah 5766 und am Versöhnungstag Jom Kippur im Oktober
2005 konnten wir bereits in unserer neuen Synagoge beten. Die offizielle Einweihung
folgte dann vom 25. bis zum 27. November 2005."
Fotos
(neuere Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 25.3.2008)
|
Von Mai 1945 bis 1948/50
(Quelle: www.vdst-marburg.de)
|
|
|
 |
 |
 |
Im Mai 1945 wurde
vom amerikanischen Stadtkommandanten im
Haus der Studentenverbindung
"Verein Deutscher Studenten" (VDSt)
ein Betsaal eingerichtet |
Eröffnung der Synagoge für
Displaced Persons in Marburg 1945 durch Rabbiner
Yizchak
Blumenfeld (Quelle) |
| |
|
|
Von 1988 bis 2005
(Quelle für das rechte Foto: www.jg-marburg.de) |
 |
 |
| |
Gebäude Pilgrimstein 25,
worin sich
im 1. Stock der Betsaal befand |
Betsaal
Pilgrimstein 25 |
| |
|
|
| |
|
|
|
Die neue
Synagoge, eingeweiht im November 2005
|
|
 |
 |
 |
Blick vom Schloss -
helles
Dach der Synagoge |
Die neue Synagoge
in der
Liebigstraße |
"Mein Haus soll ein
Bethaus heißen für alle Völker spricht Gott, der Herr, der die
Versprengten Israels sammelt" (Jesaja 57) |
| |
|
|
 |
 |
 |
Im Foyer der Synagoge: Modell
der
1938 zerstörten alten Synagoge |
Rundleuchter,
darüber das Ornamentfenster an der Decke: Darstellung von Psalm 81,3-4:
"Lasst Gesang und Paukenschlag samt lieblicher Laute und Harfe
ertönen. Blast am Neumond den Schofar, am Vollmond zum Tag unseres
Festes". |
| |
|
 |
 |
 |
| Blick in den Betraum |
Der Toraschrein
mit dem Parochet (Vorhang): Abbildung des Lebensbaumes und dem
hebräischen Vers: "Sie (die Tora) ist ein Baum des Lebens allen, die
sie festhalten, wer sich auf sie stützt, ist gesegnet." |
Geöffneter Toraschrein mit
den Torarollen |
| |
|
| |
|
| |
|
| |
|
|
 |
 |
 |
Die Bimah, Lesepult für die
Tora
während dem Gottesdienst |
Lesepult für
den Vorbeter |
Vitrine im Vorraum mit Erde
vom Tempelberg in Jerusalem |
| |
|
|
 |
 |
|
Markierung zwischen den Lampen
des Ringleuchters - gibt die
Gebetsrichtung nach Jerusalem an |
Fenster an der Westseite |
|
| |
Einzelne
Presseberichte
| August 2008:
"Hoffest der Jüdischen
Gemeinde" |
Bericht von Anna Ntemiris in der "Oberhessischen Presse" vom 24. August 2008:
"Im Marburger Südviertel einkaufen wie auf einem Markt in Jerusalem.
Marburg. Koschere Kerzen, Kosmetik vom Toten Meer oder Klezmer-Musik: Das Hoffest der Jüdischen Gemeinde in der Liebigstraße bot Kultur aus Israel.
Hier ist es wie auf einem Markt in Jerusalem", sagte Ursula Dorn, Geschäftsführerin der Christlich-Jüdischen Gesellschaft beim Anblick des israelischen Basars im Untergeschoss der Synagoge. Die Jüdische Gemeinde Marburg hatte sich zu ihrem traditionellen Hoffest ein besonderes Programm ausgedacht. Anlässlich 60 Jahre Israel veranstaltete die Gemeinde einen israelischen Basar, der bei den mehreren hundert Besuchern sehr gut ankam.
Dicht gedrängt schauten sich die Gäste Schmuck, Pflegeprodukte mit Mineralien aus dem Toten Meer, Bücher oder israelische Musik-CDs an. Aber auch jüdische Gegenstände für den Schabbat waren in verschiedenen Varianten zu bestaunen und zu kaufen: Koschere – also ohne Tierfett produzierte – Kerzen, Torazeiger, traditionelle Kopfbedeckungen für Männer und vieles mehr gehören zu den für Christen ungewöhnlichen religiösen Gegenständen.
Auf dem Hof hinter der Synagoge fanden sich ebenfalls viele Besucher ein. Dort spielte die Gruppe
'Mizwa' aus Hannover jiddische Lieder, und in der Gourmet-Ecke gab es viele israelische Spezialitäten zum Essen und Trinken. Die Kinder der Sonntagsschule der Gemeinde sorgten ebenfalls für musikalische Unterhaltung.
'Es ist eine Herzenssache meines Mannes, dass die jüdische Gemeinde ein Bethaus für alle Völker wird. Daher ist das größte Anliegen des Festes, dass der Kontakt zur Öffentlichkeit hergestellt wird', sagte Hannelore Orbach, die Ehefrau des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Amnon Orbach, der gestern krank war.
Die Gemeinde hat laut Hannelore Orbach etwa 350 Mitglieder hat sowie 100 russischstämmige Besucher, die nicht in der offiziellen Statistik geführt seien.
Monika Bunk, stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, war zufrieden mit der Resonanz. Viele Besucher waren zum
ersten Mal gekommen, manche sogar aus anderen Regionen Hessens. Die Synagogen-Führungen wurden daher ebenfalls gut angenommen. Die jüdische Gemeinde Marburg definiert sich laut Bunk als
konservativ-traditionell.'" |
| |
| November 2010:
Neue Torarolle für die jüdische Gemeinde |
Artikel von Anna Ntemiris in der "Oberhessischen Presse" vom 26.
Oktober 2010 (Artikel):
"Einweihung - Neue Thorarolle für Jüdische Gemeinde
Der Förderverein für Synagoge und Kulturzentrum der Jüdischen Gemeinde übergibt am Sonntag feierlich die neue Thorarolle an die Jüdische
Gemeinde.
Marburg. Fünf Jahre nach dem feierlichen Einzug in die neue Synagoge weiht die Jüdische Gemeinde Marburg an diesem Sonntag ihre neue Thorarolle ein. Thorarollen sind ein wesentlicher Bestandteil des jüdischen Gottesdienstes und die Grundlage für das jüdische Leben, das von den Regeln der Halacha (jüdisches religiöses Gesetz) geleitet wird. Die Thora ist Weisung und Lehre und besteht aus den fünf Büchern Mose.
Nachdem der Förderverein für Synagoge und Kulturzentrum der Jüdischen Gemeinde Marburg mithilfe von Spenden zunächst einen wesentlichen Beitrag zur Ausstattung der neuen Synagoge leisten konnte, ist inzwischen die erforderliche Summe zusammengekommen, die es der Jüdischen Gemeinde Marburg ermöglicht hat, eine erste neue Thorarolle in Auftrag zu geben, die nun feierlich übergeben werden und in die Gemeinde einziehen soll, erklärt Monika Bunk, stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde.
'Die alten Thorarollen, die bisher im Gottesdienst verwandt wurden, sind seit über 150 Jahren in Gebrauch, die unübersehbare Spuren hinterlassen haben und einige Teile der Rollen bereits unlesbar werden ließen', so
Bunk.." |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 |
Thorsten Akiva Schmermund: Die
neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde Marburg. Handreichung zur
Synagogenführung. |

vorherige Synagoge zur ersten Synagoge nächste Synagoge
|