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Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe
in der Region
Zur Übersicht: Jüdische Friedhöfe in Rheinland-Pfalz
Zur Übersicht über die jüdischen Friedhöfe im Kreis
Mainz-Bingen
Mainz (Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz)
Die jüdischen Friedhöfe
(ohne die jüdischen Friedhöfe in den Vororten, zu diesen
siehe die Kreisseite)
Übersicht:
Der mittelalterliche / alte Friedhof
oberhalb der Mombacher Straße
In Mainz gab es vermutlich
seit Anfang des 11. Jahrhunderts einen mittelalterlichen jüdischen
Friedhof.
Nach einer - allerdings ungesicherten Überlieferung - wurde 1012 von Mar
Samuel und seiner Frau Rahel ein Grundstück zur Anlage eines Friedhofes
erworben. 1286 wird der Friedhof erstmals als "Judensand" urkundlich
erwähnt, 1397 als "Judenkirchhof". Auf dem Friedhof befand sich ein
Leichenwaschhäuschen. Nach Ausweisung der Mainzer Juden 1438 wurde das
Friedhofsgrundstück abgeräumt und umgepflügt. Die Grabsteine wurden
großenteils als Baumaterial verwendet, ein Teil des Friedhofsgeländes wurde
von der Stadt zur Benutzung von Weingärten verpachtet. Als 1445 wieder Juden in
der Stadt aufgenommen wurden, erhielten sie einen Teil des früheren Friedhofes
zurück. Bei der Vertreibung der Juden 1462 wurde das Häuschen auf dem Friedhof
niedergebrannt.
Seit etwa 1700 konnte ein jüdischer Friedhof
(alter Friedhof) belegt werden (die Abbildung links zeigt einen
Beerdigungszug auf dem Weg vom Judenviertel zum Friedhof). Das Gelände dieses Friedhofes schloss sich an den
"alten Judensand" an der Mombacher Straße an. Dieser Friedhof wurde
bis 1880 belegt. Er umfasst eine Fläche von 184,58 ar. Bis 1813 war der
Friedhof mit einem Zaun umgeben. 1937 wurden etwa 1.500 Grabsteine (vom 17.
Jahrhundert bis 1880) gezählt. Auf einem von der jüdischen Gemeinde 1864
erworbenen Erweiterungsgrundstück zu diesem Friedhof, das jedoch nicht mehr
belegt worden ist, wurde 1926 ein Denkmalsfriedhof angelegt. Die
Betreuung der Arbeiten geschah durch den damaligen Rabbiner Dr. Sali Levi.
Grabsteine des mittelalterlichen Friedhofes aus der Zeit von 1049 bis 1421
wurden auf diesem Grundstück aufgestellt. Die meisten dieser Grabsteine waren
zwischen 1825 und 1922 (bzw. noch bis 1958) bei der Beseitigung alter
Befestigungsanlagen in der Nähe des Judensandes, bei Abbrucharbeiten in der
Altstadt und bei Erdarbeiten auf dem Gelände des Friedhofes gefunden worden.
Insgesamt enthält dieser Denkmalsfriedhof 196 Steine; davon stammen sechs
Grabsteine aus dem 11. Jahrhundert.
Zum neuen jüdischen Friedhof an der Unteren
Zahlbacher Straße siehe unten
Lage des mittelalterlichen bzw. alten Friedhofes
Der mittelalterliche Friedhof lag auf dem sogenannten
"Judensand" vor dem Münstertor an der heutigen Mombacher Straße und
reichte bis zu der Höhe des Forts Hartenberg. Der (alte, bis 1880 belegte)
Friedhof schloss sich an das Gelände des "Judensandes" in der
Mombacher Straße an.
Link zu den Google-Maps
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)
Größere Kartenansicht
Fotos
des "Denkmalfriedhofes" und des alten Friedhofes
Der
Friedhof im Frühjahr 2005
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.3.2005) |
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Hinweistafel zur Geschichte
des Friedhofes am Eingang |
Grabstein des Gerschom bar
Jehuda
aus dem 12. Jahrhundert
(Abbildung bei Hinweistafel) |
Blick über den
Denkmalsfriedhof |
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| Teilansichten des
Denkmalfriedhofes |
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Blick auf die den
Denkmalsfriedhof
vom alten Friedhof an der Mombacher
Straße trennende
Mauer |
Teilansichten des
Friedhofes an der Mombacher Straße |
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| Ansichten des
alten Friedhofes von der Mombacher Straße |
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Der Friedhof im
Sommer 2010
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.7.2010) |
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| Hinweistafel zur
Geschichte des Friedhofes am Eingang |
Hinweistafel zum Besuch des
Friedhofes |
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| Teilansichten des
Denkmalfriedhofes |
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| Einzelne
Grabsteine des Denkmalfriedhofes |
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Das Eingangstor an
der
Mombacher Straße |
Teilansichten des
Friedhofes |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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Der Sturm vom 14.7.2010 hat
einen
Baum in den Friedhof gedrückt |
Stark verwitterte
Grabsteine |
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Der neue Friedhof an der Unteren Zahlbacher Straße
Nachdem der alte jüdische Friedhof auf Grund der Erweiterung der Stadt nicht
weiter belegt werden konnte, wurde ein neuer jüdischer Friedhof
angelegt
und seit dem 2. Januar 1881 belegt. Dieser Friedhof grenzt südlich an den
allgemeinen städtischen Friedhof an der Zahlbacher Straße an. 1948 wurde auf
dem Friedhof eine Gedenktafel angebracht mit der Inschrift: "Unseren Opfern
zum Gedenken, Den Mördern zur Schande, Den Lebenden zur Mahnung". Dieser
Friedhof wird bis heute belegt. Er umfasst eine Fläche von
207,21 ar. Eine Friedhofshalle mit Trauerhalle, Wärterhaus und
Nebenräumen wurde 1880/81 durch den Mainzer Stadtbaumeister Eduard Kreißig
erbaut. Das Gebäude ist erhalten.
Die in maurischem Stil erbaute Trauerhalle wurde 2005/06 umfassend saniert. Das vom Verfall bedrohte Baudenkmal litt seit Jahren
unter Schwamm, Schädlingen und Wassereinbruch, wobei auch Deckenflächen stark
in Leidenschaft gezogen wurden. Die zum Teil noch aus der Bauzeit stammende
Zinklegierung des Daches war durch Materialermüdung spröde geworden. Ende
2005/Anfang 2006 wurde das Dach mit den Zwiebelaufsätzen nach vorliegenden
Originalplänen saniert, danach erfolgten abschließende Sanierungsarbeiten.
Lage des neuen Friedhofes
Der neue Friedhof liegt in der Unteren Zahlbacher Straße 11
Link zu den Google-Maps
(der grüne Pfeil markiert die Lage des Friedhofes)
Größere Kartenansicht
Fotos des Friedhofes an der Unteren Zahlbacher Straße
Der
Friedhof im Frühjahr 2005
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 31.3.2005) |
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Eingangstor mit Blick auf die
Trauerhalle,
die derzeit (2005) renoviert wird. |
Hinweistafeln
am Eingang |
Rückblick auf die
Friedhofshalle vom Friedhof |
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Denkmal der jüd. Gemeinde
(aufgestellt
1948): "1933-1945 - Unseren Opfern zum
Gedenken, den
Mördern zur Schande,
den Lebenden zur Mahnung" |
Klassizistisch
geprägte Grabstätte der
Familie Simon: Gustav Simon (1847-1929),
Nannette Simon geb. Mayer (1818-1902)
und Markus Simon (1810-1892) |
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Rechts Grabstein für Moritz
Oppenheim
(1814-1884), Präses der Israelit. Gemeinde
und
Stadtverordneter; links Grabstein
für seine Frau Rosine geb. Feist |
Ruhestätte von Hermann Meyer |
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| Teilansichten des
neueren Teiles |
Grabmal für Heinrich Knobloch
(1837-1905)
und Josefine geb. Ganz (1841-1919) |
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| Grab- und
Gedenkstätten - Zeugen der Geschichte |
Neuere Gräber |
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| Teilansichten im
neuen Teil |
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Auffallendes Grab im neuesten
Teil,
belegt mit Steinen |
Neuere Gräber |
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Der
Friedhof im Sommer 2010
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 15.7.2010) |
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| Tafel am Eingang |
Eingangstor mit
Blick zur Friedhofshalle |
Eingangstor |
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Blick auf die
Friedhofshalle
vom Friedhof |
Portale der
Friedhofshalle
zum Friedhof |
Mittleres
Tor
zum Friedhof |
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| Zedoko-Büchse am
Friedhofstor |
Inschriften
/ Bibelzitate an der Friedhofshalle |
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| Weitere
Inschriften / Bibelzitate an der Friedhofhalle |
"Davidstern"
auf der Kuppel der Friedhofshalle |
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Gedenkstein für
die
Märtyrer der Shoa |
Grabstein rechts
am Rand für
Isaac Jeremias (1855-1894) |
Dunkler Grabstein
rechts der Mitte für
Sophie Beck geb. Frank (1857-1894) |
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Obeliken rechts
der Mitte für
Emilie Marx geb. Ransburg (1838-1920)
und Michael Marx (1833-1894) |
Kleinere
Grabsteine von links für
Elise Schloss geb. Willstaedt (1846-1913),
Isaac Schloss (1840-1894) und
Alfred Joseph Rosenmeyer (gest. 1894) |
Familiengrabstein
für Kommerzienrat Martin
Moritz Mayer (Beigeordneter der Stadt Mainz,
1841-1917), Rosalie Mayer geb. Hamburg
(1851-1921) und Anna Mayer
(1880-1896) |
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Teilansicht mit
charakteristischen
Obelisken aus der Zeit um 1900 |
Grabsteine
für
David Feist (1830-1911) und
Julie Feist geb. Marx (1834-1900) |
Die durch den
Friedhof
führende Baumallee |
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Grabstein rechts
für Bertha Marxsohn
geb. Sternfels (1869-1904) und
Ludwig Marxsohn
(1863-1923) |
Grabstein für
Josefine Knobloch
geb. Ganz (1841-1919) und
Heinrich Knobloch (1837-1905) |
Familiengrabstein
Schönberger |
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| Teilansichten
- Grabsteine aus den 1880er- und 1890er-Jahren |
Charakteristische
Steine um 1890
mit Amphoren |
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Grabsteine Mitte
für Emil Heiden-Heimer
(1831-190.) und Clementine Heiden-Heimer geb.
Schwabacher (1835-1903) |
Grabstätten
aus
der Zeit um 1940 |
Grabstein für
Gottschalk Mayer
aus Harxheim (1852-1941) |
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Gedenkstein
für Angehörige der
Familie Blatt / Kaelbermann |
Neuere Gräber |
Gräber
rechts vorne
von 2010 |
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Weitere ergänzende Fotos von Michael Ohmsen
(Link zur
Fotoseite zu Mainz mit - teilweise hoch aufgelösten - Fotos zum jüdischen
Friedhof)
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Die Friedhofshalle
Das Foto
oben in hoher Auflösung
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Grabstein für den
"kunstgeübten
hochgeachteten" Kantor Theodor Sänger
(1827 Bingen - 1881 Kassel) |
Grabstein für
Moritz Oppenheim, Präses
der Israelitischen Gemeinde und
Stadtverordneter (1814-1884) |
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| Denkmal für die Opfer der
Shoa |
Grabstein
für Rabbiner Prof. Dr. Siegmund
Salfeld (1843-1926) und seine Frau
Zipora geb. Herzberg (1845-1933) |
Grab-
und Gedenkstein für Angehörige
und Nachkommen von Josef Waldmann
(1866-1922) |
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Überlegungen
zur Erweiterung des jüdischen Friedhofes (2011)
Da der jüdische Friedhof in Mainz in absehbarer Zeit belegt ist, stellt
sich die Frage nach einer Erweiterungsfläche. Eine von der Stadt zunächst in
Aussicht genommene Fläche ist jedoch umstritten - es regt sich
Widerstand.
| April 2011:
Wie kann der jüdische Friedhof erweitert
werden? |
Artikel in der "Allgemeinen
Zeitung" vom 18. April 2011 (Artikel):
"Schäfer-Wiese hat viele Unterstützer
Mainz - OBERSTADT. RÖMERSTEINE Zur Freundeskreis-Gründung versammeln sich 200 Bürger
(mij). Mit einer solch großen Resonanz hatte Schäfer Günter Dorn nicht gerechnet: Geschätzte 200 Unterstützer kamen zur Gründungsversammlung seines jüngst ins Leben gerufenen
'Freundeskreis Lebendiges Denkmal Römersteine', davon trugen sich spontan 170 Bürger als Gründungsmitglieder ein. Auf so viele Sympathisanten sei er gar nicht eingestellt gewesen, sagt Dorn,
'Ich hatte nur 100 Formulare dabei.' Wie berichtet will der Hobby-Hirte, der seit 1999 auf den Wiesen an den Römersteinen seine Schafe hütet, gegen Pläne vorgehen, die das städtische Grundstück als Erweiterungsfläche für den benachbarten jüdischen Friedhof vorsehen. Die Stadt habe schon Vermessungs-Pflöcke eingeschlagen, es sei nun höchste Zeit, öffentlich Zeichen für den Erhalt der Wiesen zu setzen, meint Dorn. Zumal sich als Erweiterungsfläche für den Friedhof auch ein Grundstück zwischen jüdischem Friedhof und Albert Schweizer-Straße anbiete, das sich im Besitz der evangelischen Landeskirche in Hessen und Nassau befinde. Nach AZ-Informationen kann sich die Landeskirche den Verkauf dieses Areals durchaus vorstellen. 700 Unterschriften hat Dorn bereits gesammelt. Nun wolle er mit dem frischformierten Freundeskreis bei der Stadt vorstellig werden. Aus deren Pressestelle verlautete, dass bislang noch nichts entschieden sei.
Bei der Freundeskreis-Gründung am Samstag, so Dorn, hätten sich allerdings auch ungebetene Unterstützer breitgemacht. Die rechtslastige
'Bürgerbewegung' Pro Mainz verteilte Flugblätter, allerdings ohne großen Erfolg. Viele der Wiesenfreunde hätten die Zettel einfach zerrissen." |
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Texte zur Geschichte der Friedhöfe aus jüdischen Periodika des 19./20.
Jahrhunderts
Anmerkung: Die nachfolgenden Texte konnten noch
nicht ausgeschrieben werden - zum Lesen bitte Textabbildung
anklicken.
Fragen um den Blumenschmuck auf dem jüdischen
Friedhof (1858)
Artikel
in der Zeitschrift "Jeschurun" vom Juli
1858: |
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In der Nähe des Ludwigsbahnhofes wurden etwa 100
mittelalterliche Grabsteine entdeckt (1860)
Artikel
in der Zeitschrift "Jeschurun" vom November 1860 S. 204: |
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Fund von mittelalterlichen jüdischen Gräbern und Grabsteinen
(1862)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7.
Mai 1862: |
Überlegungen zur Neuanlage eines interkonfessionellen
kommunalen Friedhofes (1874)
Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 17. März 1874: |
Über den Israelitischen Friedhof in Mainz
(1876)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
1. März 1876: |
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Klärung
von Fragen zur Anlage eines neuen Friedhofes (1876)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6. Dezember
1876: |
Die jüdische Gemeinde wartet auf die Genehmigung des
Baus eines Friedhofsgebäudes am neuen Friedhof
(1879)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Juli
1879: |
Am neuen jüdischen Friedhof darf die
Religionsgemeinde ein Friedhofsgebäude erstellen
(1879)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
6. August 1879: |
Über den neuen israelitischen Friedhof anlässlich der
Beisetzung eines armen Durchreisenden (1881)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 26. Januar
1881: |
Weitere Funde mittelalterlicher Grabsteine
(1884)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. November
1884: |
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Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 17. November
1884: |
Ein Streit zwischen der israelitischen
Religionsgemeinde und der Stadt um den Friedhof wurde gerichtlich entschieden
(1886)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. November
1886: |
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Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 7. Dezember 1886: |
Hinter Zahlbach wurde ein mittelalterlicher jüdischer
Grabstein entdeckt (1887)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 22. September
1887: |
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Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums"
vom 13. Oktober 1887: |
Schändung des jüdischen Friedhofes
(1895)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 24. Juni
1895: |
Weitere mittelalterliche Grabsteine wurden gefunden
(1896)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom
11. September 1896: |
Gemälde des israelitischen Friedhofes von Gregor
Schwenzer (1897)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 8.
Oktober 1897: |
Über den alten israelitischen Friedhof
(1902)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 7.
August 1902: |
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Überlegungen zur Aufstellung mittelalterlicher Grabsteine
(1903)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. November
1903: |
Grabsteine aus dem 11. Jahrhundert wurden aufgefunden
(1907)
Artikel
in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 30. Mai
1907: |
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Entzifferung mittelalterlicher Grabsteine durch Prof. Dr.
Salfeld (1924)
Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 6.
November 1924: |
Einzelne Presseberichte
| August/ September 2007:
In Mainz wurden Ende August bei Bauarbeiten für
sieben Stadtvillen Gebeine sowie 26 mittelalterliche jüdische Grabsteine
gefunden |
Erster
Artikel Ende August zum Fund jüdischer Grabsteine im Bereich der
Fritz-Kohl-Straße 24. |
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Weiterer
Presseartikel vom 6.9.2007: Jüdische Grabfunde: Rabbiner wollen Londoner
Zentrale konsultieren
Die Entscheidung über die Zukunft der jüdischen Grabfunde in Mainz verzögert
sich. Ein Vertreter der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland ließ
sich am Donnerstag die Funde am Fundort zeigen. Danach habe der Rabbiner
mitgeteilt, sich vor einer Aussage zum weiteren Vorgehen bei einer
Londoner Zentralstelle rückversichern zu wollen, sagte ein Sprecher der
Stadt Mainz auf ddp-Anfrage. Die Rabbinerkonferenz wolle dann in einem
Schreiben ihre Entscheidung zum Umgang mit den Funden bekannt geben. Das
werde innerhalb der kommenden 14 Tage der Fall sein. Zu welcher Lösung
die Rabbinerkonferenz neigt, ist derzeit noch völlig offen.
Mainz (ddp-rps). Die Entscheidung über die Zukunft
der jüdischen Grabfunde in Mainz verzögert sich. Ein Vertreter der
Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland ließ sich am Donnerstag die
Funde am Fundort zeigen. Danach habe der Rabbiner mitgeteilt, sich vor
einer Aussage zum weiteren Vorgehen bei einer Londoner Zentralstelle rückversichern
zu wollen, sagte ein Sprecher der Stadt Mainz auf ddp-Anfrage. Die
Rabbinerkonferenz wolle dann in einem Schreiben ihre Entscheidung zum
Umgang mit den Funden bekannt geben. Das werde innerhalb der kommenden 14
Tage der Fall sein. Zu welcher Lösung die Rabbinerkonferenz neigt, ist
derzeit noch völlig offen. In Mainz waren Ende August bei Bauarbeiten für
sieben Stadtvillen Gebeine sowie 26 jüdische Grabsteine gefunden worden,
die wahrscheinlich aus dem 9. oder 10. Jahrhundert stammen. Nach dem jüdischen
Religionsgesetz, der Halacha, dürfen aber jüdische Gräber nicht
angetastet werden, um die Totenruhe nicht zu stören. Der Fundort gehörte
wahrscheinlich einmal zu einem jüdischen Friedhof, wurde aber im 15.
Jahrhundert enteignet und umgepflügt. Der Rabbiner habe ein Schreiben der
Stadtverwaltung erbeten, in dem sämtliche Optionen für das weitere
Vorgehen beschrieben würden, sagte der Sprecher weiter. Die denkbaren
Varianten reichten von der völligen Einstellung der Bauarbeiten bis hin
zu einer Betonabdeckung für die Gräber, über die dann weiter gebaut
werden könne. Denkbar sei auch, nur einen Teil des Geländes zu bebauen.
Der Sprecher betonte weiter, die Stadt versuche, «in beiderseitigem
Einvernehmen» eine Lösung zu finden. Die Rabbiner hätten das Verhalten
der Stadt als «musterhaft» gelobt. Die Stadt Mainz hatte nach Bekanntwerden
der Funde unverzüglich einen Baustopp verhängt. Das Gelände wird von
Sicherheitsleuten bewacht. ddp/gik/uge. |
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| Fotos des Gebäudes
Fritz-Kohl-Straße 24 im Sommer 2010 - auf dem Grundstück wurden drei
Jahre zuvor die Grabsteine gefunden |
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Gebäude
Fritz-Kohl-Straße 24 |
Blick vom Grundstück
zum Friedhof
oberhalb der Mombacher Straße |
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| Frühjahr
2010: Die Ergebnisse der Forschungen werden präsentiert |
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Artikel von Nicole Weisheit-Zenz:
Tod und Trauer im Judentum. In: Allgemeine Zeitung (Region Mainz)
vom 17.5.2010:
Inhalt: Judensand. Mainzer Professor Dr. Andreas Lehnardt präsentiert
Forschungsergebnisse auf internationaler Konferenz in Tel Aviv. Artikel
als pdf-Datei einsehbar. |
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Artikel von Anna Kröning: Das
Rätsel um die jüdischen Grabsteine ist gelöst. Nach
spektakulärem Fund in der Fritz-Kohl-Straße berichten Forscher von
Erkenntnissen. In: Mainzer Rhein-Zeitung vom 28.4.2010 (S. 17). Artikel
als pdf-Datei einsehbar. |
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| September
2011: Hinweistafel an der
Trauerhalle |
Artikel in der
"Allgemeinen Zeitung" vom 23. September 2011: "Zeugnis jüdischer Kultur
MAINZ. EINWEIHUNG Neue Hinweistafel informiert über Trauerhalle in Zahlbacher Straße
(dot). 'Die jüdische Gemeinde ist zu einem festen Bestandteil von Mainz geworden, und jeder soll wissen, was war und was
ist.' Mit diesen Worten enthüllte Oberbürgermeister Jens Beutel gestern eine neue Hinweistafel, die über Geschichte und Planung der jüdischen Trauerhalle von Stadtbaumeister Eduard Kreyßig informiert.
Die Stele in der Unteren Zahlbacher Straße ist im Rahmen der vor 19 Jahren ins Leben gerufenen Initiative
'Historisches Mainz' die 192. ihrer Art in der Domstadt. Vor der Trauerhalle hatten sich zahlreiche Menschen eingefunden, darunter die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Mainz, Stella Schindler-Siegreich. Pate der vom ZDF gestifteten Informationstafel ist der Redaktionsleiter Kultur, Dr. Rolf Hartmann. Der OB überreichte ihm eine Stiftungsurkunde.
Auf der im Friedhofseingang befindlichen Tafel bekommt der Betrachter historische und auch architektonische Informationen. Die 2009 komplett renovierte Trauerhalle sei gemeinsam mit der Synagoge in Weisenau, den Grabsteinen auf dem alten und neuen jüdischen Friedhof eines der wenigen übrig geblieben Zeugnisse jüdischer Kultur in Mainz, so der OB weiter. Die Halle, im prachtvollen maurischen Stil mit weithin leuchtenden silbernen Kuppeln und dem goldenen Davidsstern, ist 130 Jahre alt. 1881 wurde das Gebäude dem Vorsteher der israelitischen Religionsgemeinschaft Mainz Moritz Oppenheim übergeben.
Für die Renovierung hätten sich Bürger und Politiker gleichermaßen engagiert. Beutel dankte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, beiden christlichen Kirchen und den Rotariern.
Zahlreiche Briefe von emigrierten Mainzer Juden zeugten vom immensen Interesse an Halle und dem Friedhof, wo ihre Vorfahren begraben liegen. Die Renovierung der Trauerhalle und der Bau der neuen Synagoge in der Neustadt erfülle sie mit Stolz." |
| Link: Zeugnis jüdischer Kultur (Allgemeine Zeitung, 23.09.2011). |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Germania Judaica I, S. 174-223; II,2 S. 512-521;
III,2 S. 786-831 (jeweils mit Lit.). |
 | Paul Arnsberg: Die jüdischen Gemeinden in Hessen.
1971 Bd. II,7-46 (Lit.). |
 | Juden in Mainz. Katalog zur Ausstellung der Stadt Mainz
1978 (Lit.). In einem 2. Band von 1979 Rückblick auf die Ausstellung. |
 | Martin Hanauer:
Die Schicksale der Märtyrer des Mainzer Judenfriedhofs im Mittelalter. S. 92-94. |
 | Rolf Dörrlamm: Magenza. Die Geschichte des jüdischen Mainz,
Festschrift zur Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes der
Landes-Bausparkasse Rheinland-Pfalz, Mainz 1995. |
 | Bernd A. Vest: Der
alte jüdische Friedhof in Mainz, Mainz 2000.
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