Hinweis: es gab jüdische Gemeinden auch in Laudenbach
(Ortsteil von Weikersheim, Main-Tauber-Kreis) und in
Laudenbach (Stadtteil von Karlstadt, Landkreis Main-Spessart)
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Laudenbach bestand im 18./19. Jahrhundert eine
kleine jüdische Gemeinde, über die nur wenige Informationen vorliegen.
Bei der Erstellung der Matrikellisten 1817 werden in Laudenbach auf
insgesamt acht Matrikelstellen die folgenden jüdischen
Familienvorstände genannt (mit neuem Familiennamen und Erwerbszweig): Lesermann
Daniel Wald (Nothandel und Maklerei), Maier (Menasses) Lindheimer
(Ellenwarenhandel), Elias Mannheimer (Viehhandel), Baerle Schloß
(Ellenwarenhandel), Manasses Lindheimer (Ellenwarenhandel und Schlachten), Jakob
Öhl (Nothandel), Moses Mannheimer (Viehhandel), Sara, Witwe des Samuel Kosack
(Nothandel, später Tagelohn).
An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde einen
Betraum (in einem der jüdischen Wohnhäuser).
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Gemeinde aufgelöst. Wie lange
jüdische Personen am Ort lebten, ist nicht bekannt.
Von den in Laudenbach geborenen und/oder
längere Zeit am Ort wohnhaften jüdischen Personen sind in der NS-Zeit
umgekommen (Angaben nach den Listen von Yad
Vashem, Jerusalem und den Angaben des "Gedenkbuches
- Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen
Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945"): eine Zusammenstellung
konnte noch nicht vorgenommen werden.
Berichte aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde