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Jahrestagungen von Alemannia Judaica Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft (Frühere und bestehende) Synagogen Übersicht: Jüdische Kulturdenkmale in der Region Bestehende jüdische Gemeinden in der Region
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Die Jahrestagung 1999 in Basel Die Jahrestagung 1999 der Alemannia Judaica fand am 7. März 1999 in Basel statt.
Auf dem Programm standen Fahrten zur Synagoge in Delémont sowie zum jüdischen
Friedhof Hegenheim sowie das Treffen selbst in den Räumlichkeiten der
Israelitischen Gemeinde Basel. Zur Tagung hatte das Jüdische Museum der
Schweiz, Frau Dr. Katia Guth-Dreyfus eingeladen. Protokoll der Jahrestagung
1999 in Basel Protokoll: Susanne Bennewitz
Am 7. März 1999 trafen sich 25 Teilnehmer im Gemeindehaus der Basler Israelitischen Gemeinde. Von 10.30 Uhr bis 13.00 Uhr stellten sich die Teilnehmer vor und berichteten über die Ergebnisse der Arbeit des letzten Jahres und stellten laufende Projekte vor. Nachmittags fand eine Besichtigung des Friedhofes Hegenheim (F) statt. Der Friedhof wurde 1673 eingerichtet, dient seitdem und bis heute als Bezirksfriedhof mit weitem Einzugsbereich für elsässische und schweizerische Gemeinden (bis in den südlichen Jura). Wichtig ist der Friedhof für die Gemeinde Basel gewesen, die erst 1903 einen eigenen Friedhof in Basel einrichten konnte. Sowohl Jacques Bloch, der Friedhofsverwalter ist, als auch Dr. F. G. Hüttenmeister, der den Friedhof derzeit vollständig aufnimmt, konnten uns informieren und auf Besonderheiten aufmerksam machen. Der Tag wurde im Jüdischen Museum mit einer Diskussionsrunde beschlossen. Nächstes Treffen am 26. März 2000 in Laupheim (Friedhofs- und Museumsbesuch), veranstaltet von Nathanja Hüttenmeister. Mitteilungen,
Probleme
Gestaltung und Ausführung von Grabsteinen: Was gibt es für Unterlagen / Untersuchungen zur figürlichen Gestaltung von jüdischen Grabsteinen? Vorlagenkataloge? Übereinstimmungen mit christlicher Grabmalskunst? Beschriftungsvorlagen für Grabsteine sind bekannt, z.T. als gebrauchte Pauspapiere vorhanden. Zum Friedhof Hegenheim gibt es Inschriftskizzen mit Rechtschreibfehlern, die dann allerdings auf den ausgeführten Grabsteinen ausgebessert sind. Friedhofsbesuche/-Führungen. Wenn Friedhofsführungen durchgeführt werden, soll die Besichtigung des Friedhofs nicht die Pietät des Ortes und die jüdischen Gewohnheiten verletzen. Der Verantwortliche soll in der Lage sein, neben historischen Ausführungen die religiöse Bedeutung des Ortes zu beschreiben. Herr Hüttenmeister beklagt, dass der Friedhofsbesuch häufig einen musealen Charakter bekommt. Tora-Fragmente und -Fundstücke: Herr Katz, Lörrach, berichtet, dass er mehrfach auf Torafragmente gestoßen sei, die gerade den Toraabschnitt (Bindung Isaaks) beinhalten, der am 9./10.11.1938 Wochenabschnitt war. Kennt jemand weitere solche Torafragmente? Soll man Torafragmente oder eine unbrauchbare Tora beerdigen oder ausstellen. Grundsätzlich ist der Handel mit Torot zu boykottieren, Torarollen sollten einer jüdischen Gemeinde übergeben werden zur Verwendung oder Beerdigung. Handelt es sich aber um Torastücke, die überdies ein historisches Dokument sind durch Fundgeschichte, Verwendung, Misshandlung o.ä., können sie ein wichtiges Objekt auch in einer historischen/pädagogischen Präsentation sein. Charakter der Jahrestreffen: Weiterhin sollen die Treffen der Alemannia Judaica dem Austausch und der Zusammenarbeit dienen. Die Tätigkeitsberichte der Teilnehmer und die informelle Form der Begegnung sind dafür wesentlich. Neben einer Exkursion vor Ort ist für ein Spezialthema/Fachvortrag keine Zeit bei der Beschränkung auf einen Tag. Vorschlag: halb/vierteljährliche schriftliche Zwischenberichte der Teilnehmer per Verteiler. Das bedeutet einen hohen organisatorischen Aufwand, für den sich allerdings das Bürgerhaus Gailingen e.V. zur Verfügung stellen würde. Dagegen ist der Einwand, dass die Bedeutung des Jahrestreffens nicht gemindert werden soll. Persönliches Zusammentreffen sei wichtiger als die Papierflut. Hinweis: Das Gedenkstättenreferat Baden-Württemberg bietet bereits einen regelmäßigen Dienst als Informationsverteiler für Institutionen in Baden-Württemberg an. Bei Bedarf dort melden. Gailingen übernimmt die Adressverwaltung der Alemannia Judaica, bitte alle Neuerungen dort melden (siehe umseitig), auch Forschungsgebiete, E-Mail-Adressen.
Teilnehmerliste (ohne akademische Titel): Susanne Bennewitz (Basel), Jacques Bloch (Basel), Günter Boll (Neuenburg), Hanka Deutschmann (Stuttgart), Ruben Frankenstein (Freiburg), Jost Grosspietsch (Sulzburg), Katia Guth (Basel), Frowald Gil Hüttenmeister (Tübingen), Paul Katz (Weil am Rhein), Heinrich Kohring (Tübingen), Thomas Lehnardt (Ditzingen), Emily Link (Berlin), W. Meyer (Basel), Freddy Raphael (Strasbourg), Hermann Schäffner (Stuttgart), Uwe Schellinger (Freiburg), Heike Schmieder-Wasmuth (Gailingen), Frimette Silbiger (Basel), Ulrike Sill (Eislingen), Beate Steg-Bayer (Konstanz).
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