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Homberg
/ Ohm (Vogelsbergkreis)
Jüdische Friedhöfe
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
Siehe Seite zur Synagoge in Homberg (interner
Link)
Zur Geschichte der Friedhöfe
Ein älterer jüdischer Friedhof befand sich in Homberg am Neuen Weg im
Gemarkungsteil "Ziegelhütte". Das Gelände ist heute zum größten
Teil überbaut beziehungsweise als Gartengelände verwendet. Ein Grabstein des
Friedhofes befindet sich im Homberger Stadtmuseum im sogenannten
"Brauhaus". Die Lage des alten Friedhofes ist einer Karte im
"Hessischen Städteatlas" zu entnehmen (s. Lit.; Auskünfte von
Christina Heß).
Der ältere und auch der neuere Friedhof beim allgemeinen Friedhof der Stadt dienten als Begräbnisplatz auch für die in
Niedergemünden und Burggemünden verstorbenen Juden. Bis 1832 wurden auch die Kirtorfer
Juden in Homberg beigesetzt. Die letzte Beerdigung fand 1935 statt (Rickchen Isenberg
geb. Jungheim, gest. 26. Januar 1935). insgesamt sind nach einer neueren
Dokumentation noch 68 erkennbare Gräber vorhanden. Die Friedhofsfläche umfasst
13,90 ar.
Lage des Friedhofes:
Der (neuere) Friedhof liegt beim allgemeinen Friedhof mitten in der
Stadt (an der Marktstraße).
Fotos
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 26.3.2008; Anmerkung: die
weißen Punkte/Streifen auf einigen der Fotos sind durch Schneeflocken
entstanden)
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| Die beiden
Eingangstore; am Tor rechts mit Hinweistafeln |
Blick über den Friedhof |
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| Teilansichten des
Friedhofes |
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| Schwer verwitterter Grabstein;
Fragment wird durch einen Betonsockel gestützt |
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Löwe auf Grabstein |
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| Grabstein mit
Levitenkanne (für Josef Bar Gerschon HaLevi) |
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| Grabstein links für Hannchen
Jacob geb. Gutheim aus Nieder-Gemeinden (1854-1928), rechts für Julius
Jacob aus Nieder-Gemünden (1875-1935) |
Grabstein links für Thekla
Lamm (1890-1918), rechts für Lazarus Lamm (1856-1918) |
Grabstein links für Alfred
Chambré aus Nieder-Gemünden (1875-1934), rechts für Rickchen Isenberg
geb. Jungheim (1860-1935) |
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Grabstein für Wolf Jacob aus
Nieder-Gemünden (1841-1911) |
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Erinnerungsarbeit vor
Ort - einzelne Berichte
| November 2009:
Jugendliche auf den Spuren der jüdischen Geschichte |
Artikel im "Gießener Anzeiger" (mli,
Artikel)
vom 11. November 2009:
"Jugendliche erforschten das jüdische Leben in der Ohmstadt
HOMBERG - Zehntklässler der Gesamtschule sprachen mit Zeitzeugen und besuchten jüdischen Friedhof.
(mli). Das jüdische Leben in der Ohmstadt erforschte Christina Heß, Fachbereichsleiterin Geschichte an der Ohmtalschule, mit ihrer Klasse 10G. Pünktlich zum 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, recherchierten die Schülerinnen und Schüler und versuchten unter anderem die Namen der jüdischen Mitbürger herauszufinden und suchten die früheren Anwesen.
Dazu wurden ältere Homberger befragt, die sogar noch einiges zur Aufklärung beitragen konnten. Außerdem besuchten die Jugendlichen den gut erhaltenen Judenfriedhof, der hinter dem Stadtfriedhof liegt. Udo Strauch von der Stadtverwaltung erläuterte die Verhaltensregeln, die beim Besuch des jüdischen Friedhofs eingehalten werden müssen. So sei beispielsweise eine Begehung am Shabbat, vom Sonnenuntergang am Freitagabend bis Sonnenuntergang am Samstagabend, sowie an bestimmten Feiertagen nicht gestattet. Kränze, Blumen und Blumengebinde seien nicht üblich, Besucher würden eine angemessene Kleidung tragen, männliche
Besucher eine Kopfbedeckung, so Strauch.
Christina Heß und Heimatchronist Kurt Linker erläuterten den Schülerinnen und Schülern den Friedhof, auf dem insgesamt 68 Grabstätten erhalten sind. Die Gedenksteine bestehen überwiegend aus Sandstein, die Rohlinge seien aus Miltenberg am Main mit Pferdegespannen geholt und dann von einheimischen Steinmetzen bearbeitet worden. Einige Steine, so erfuhren die Jugendlichen, tragen Ornamente, die auf die Namen der Verstorbenen hinweisen.
Die letzte Beerdigung war 1935. Auf dem Friedhof wurden auch Juden aus Gemünden beerdigt. Ein Vorgängerfriedhof befand sich nahe am Gemarkungsteil "Ziegelhütte" am Neuen Weg. Dort wurden auch Juden aus Gemünden und bis 1832 auch aus Kirtorf beerdigt.
Die Schüler stellten viele Fragen und die jüdische Vergangenheit stieß auf ein reges Interesse. Die Jugendlichen erfuhren, dass sich die Juden zwischen 1935 und 1940 in Homberg abmeldeten und in andere deutsche Städte, nach Holland, in die USA und nach Palästina zogen.
Ein Besuch der Synagoge, die in der Pogromnacht verschont blieb und der Besuch des Museums, in dem sich ein besonders bemerkenswerter Grabstein befindet, sollen noch nachgeholt werden.". |
Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Hessischer Städteatlas - Homberg/Ohm. Hrsg. vom
Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde.
2005.
(zur Lage des alten jüdischen Friedhofes) |

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