Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Flörsheim am Main (Main-Taunus-Kreis) 
Jüdischer Friedhof

Übersicht:

bulletZur Geschichte der jüdischen Gemeinde  
bulletZur Geschichte des Friedhofes  
bulletFotos / Darstellungen 
bulletErinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte  
bulletLinks und Literatur   

    

Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde            
    
Siehe Seite zur Synagoge in Flörsheim am Main (interner Link)   
   
   
Zur Geschichte des Friedhofes                    
  
Ein erster jüdischer Friedhof in Flörsheim wird bereits 1447/49 genannt. Seine genaue Lage ist nicht bekannt (vermutlich im Bereich des im 17. Jahrhundert angelegten Friedhofes). Später (erste Hälfte 17. Jahrhundert) wurden die in Flörsheimer verstorbenen Juden in Mainz beigesetzt.
   
1666
konnte ein neuer jüdischer Friedhof in Flörsheim angelegt werden, wobei es sich um denselben Friedhof handelt, der bis zur Gegenwart erhalten ist. Eine Gedenkinschrift im Memorbuch der Gemeinde hielt zur Friedhofsanlegung fest: "Man soll gedenken zur Ewigkeit seiner Seele dem Herrn aus Dresden, Rabbi oder Meister Abraham, der Sohn von Abraham Lazarus Löwi in Flörsheim am Main, dass er sich ein starke Mühe und Arbeit geben von wegen Gerechtigkeit den Gemeindejudenbegräbnis zu kaufen und gleich bar bezahlt. Flörsheim im Monat Tebet 471 nach der kleinen Zählung, nach dem Christjahr 1670, Monat Februar." 
  
Die Friedhofsfläche umfasst insgesamt nach den im Laufe der Zeit vorgenommenen Erweiterungen 36,06 ar. Auf dem Flörsheimer Friedhof wurden zunächst auch die Hochheimer Juden (sowie diejenigen aus Eddersheim und Weilbach) beigesetzt, bis diese 1909 einen eigenen Friedhof anlegten. 
   
1946 wurde der in der NS-Zeit fast vollständig abgeräumte Friedhof mit den wenigen noch erhaltenen Grabsteinen wieder hergerichtet (Gedenktafel von 1947 mit der Inschrift: "Hier ruhen die Angehörigen der jüdischen Religionsgemeinschaft von Flörsheim, Hochheim, Eddersheim und Weilbach. Ihre letzten Frauen, Männer und Kinder wurden unter der Herrschaft der Gewalt um ihres Glaubens und ihrer Rasse willen geächtet, verfolgt, beraubt und vertrieben, ihr Gotteshaus zerstört und dieser 600jährige Gottesacker geschändet. Die Gemeinde Flörsheim hat im Jahre 1946 ihn wieder hergerichtet; den Toten, die fern der Heimat starben, zur Ehre und zum Andenken, den Lebenden zur Mahnung, den Vertriebenen zum Trost und Allen zum Frieden! Die Gemeinde Flörsheim am Main.").
Vgl. zu den Fotos der Gedenktafel unten.  
    
Der Friedhof wurde 1989 und 1992 erneut geschändet
. 
    
    
Lage des Friedhofes:  
    
Der jüdische Friedhof liegt unweit der Gemarkungsgrenze zu Hochheim 200 m westlich der "Obermühle" am Wickerbach.      
  
Link zu den Google-Maps: 
     
     
     
     
Fotos 
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum: 10.8.2008)  

Floersheim Friedhof 170.jpg (109548 Byte) Floersheim Friedhof 172.jpg (122988 Byte) Floersheim Friedhof 171.jpg (77724 Byte)
Blick auf den Friedhof  Das Eingangstor  Die Hinweistafeln 
     
Floersheim Friedhof 173.jpg (99410 Byte) Floersheim Friedhof 191.jpg (104680 Byte) Floersheim Friedhof 190.jpg (95645 Byte)
Blick vom Eingangstor  Ansichten des in der NS-Zeit fast vollständig abgeräumten (und zum Getreideanbau umgepflügten)
 Friedhofes von der dem Eingang gegenüberliegenden Seite mit Blick auf das hergerichtete 
Feld mit erhaltenen Grabsteinen
    
   
Floersheim Friedhof 175.jpg (123953 Byte) Floersheim Friedhof 179.jpg (125858 Byte) Floersheim Friedhof 181.jpg (90495 Byte)
Gedenkstätte mit erhaltenen alten Grabsteinen und Grabsteinfragmenten sowie der Gedenktafel von 1947 (siehe Text oben). Die hebräischen 
Zeilen: oben aus Psalm 118,15-16 (mit einem Schreibfehler): "Die Rechte des Ewigen schafft Macht"; unten aus Sacharja 4,6: "Nicht durch Macht 
und nicht durch Stärke, sondern durch meinen Geist
, (spricht der Ewige der Heerscharen)." 
 
Floersheim Friedhof 176.jpg (115896 Byte) Floersheim Friedhof 182.jpg (113209 Byte) Floersheim Friedhof 177.jpg (106213 Byte)
Fragmente alter Grabsteine, die in das Denkmal integriert wurden 
 
Floersheim Friedhof 183.jpg (112256 Byte) Floersheim Friedhof 184.jpg (96732 Byte) Floersheim Friedhof 186.jpg (113632 Byte)
Blick über die Fläche mit den 
erhaltenen Grabsteinen  
  
Grab- und Denkmal für Angehörige
 der Familie Altmayer 
  
Grabstein links für Josef Hahn (1867-1930),
 rechts für Josef Birnzweig (1862- und 
Rosalie Birnzweig geb. Fuld (1858-1934)
     
Floersheim Friedhof 187.jpg (110824 Byte) Floersheim Friedhof 189.jpg (109118 Byte) Floersheim Friedhof 185.jpg (131454 Byte)
Grabstein links für Betty May geb. Marx
 (1826-1915), rechts für Lina Kahn geb. 
Zacharias
(1850-1915)  
Grabstein links für Karl Stein (1871-1937) 
und Selma Stein geb. August (1876-1938), 
rechts für Simon Kahn (1847-1926)
Grabstein für Johanna Birnzweig 
geb. Adler 

  
     
Floersheim Friedhof 174.jpg (94744 Byte)   
Gedenkstein für Angehörige der Familie Schohl: "Zum Andenken an Johanna Schohl 1861-1942,
 umgekommen in Theresienstadt und ihren Sohn Dr. Max Schohl 1884-1943, umgekommen in
 Auschwitz. Ferner ruhen hier Liesel Schopf 1897-1975 und ihre Tochter Hela 1920-2000".
   

     
     
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte    

Ende Januar 2010: Gedenkstunde auf dem jüdischen Friedhof zum Holocaust-Gedenktag   
Artikel in der "Main-Spitze" / Rhein-Main-Presse vom 28. Januar 2010 (Artikel): "Erinnern an das Grauen
FLÖRSHEIM. HOLOCAUST Gedenkstunde auf jüdischem Friedhof. 
(elf). Bei eisigen Temperaturen hielt die Lautsprecheranlage nicht lange durch, als gestern zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 65. Jahrestag der Befreiung der Menschen aus dem Konzentrationslager Auschwitz öffentliches Gedenken auch auf dem jüdischen Friedhof auf dem Falkenberg stattfand. Um an das Grauen in den Konzentrationslagern und die dort herrschenden unmenschlichen Bedingungen zu erinnern, forderte Bürgermeister Michael Antenbrink symbolisch die rund 40 Anwesenden auf, bei fast minus zehn Grad Mäntel, Schals, Schuhe auszuziehen. "Diese menschliche Kälte darf es nie wieder geben", forderte er und sah es als "unsere Verantwortung", hierfür Zeichen zu setzen. 
Antenbrink entschuldigte den erkrankten Stadtverordnetenvorsteher, Wolfgang Odermatt. Und er bat um Verständnis wegen des für Berufstätige ungünstigen Termines, der andernfalls nur bei Dunkelheit hätte stattfinden können. Mit den Worten "Wir wollen diese Gedenkstätte bewahren, koste es, was es wolle", überließ er es Heimatforscher Werner Schiele, über die Geschichte des jüdischen Friedhofes in Flörsheim zu berichten. Erstmals war im Gerichtsbuch von 1447 bis 1613 ein jüdischer Friedhof erwähnt worden. Der Friedhof an heutiger Stelle entstand 1666 nach Ausbruch der Pest, als das Mainzer Domkapitel dem Erwerb des Geländes "auf ewige Zeiten" zustimmte und damit jüdische Tradition respektierte. Nach jüdischem Recht erwirbt der Tote mit der Beerdigung seinen Platz als ewige Grabstätte. Umbettung oder Neubelegung des Grabes verbieten sich aus Gründen der Ehrfurcht vor dem Toten und seiner Würde, erklärte Schiele die jüdisch-rabbinische Lehre. 
Zunächst war der Friedhof mit 125 Quadratmetern klein, erst im 18. und 19. Jahrhundert wurde er auf die 3 606 Quadratmeter vergrößert. Als Baujahr der Umfassungsmauer nannte der Referent 1869. Als letzte wurde Friederike Altmaier, im Alter von 88 Jahren verstorben, 1940 auf dem bereits zerstörten Friedhof begraben. Die systematische Vernichtung jüdischer Existenzen durch die Nationalsozialisten machte auch vor den Friedhöfen nicht halt. Einen Teil des Geländes hatte ein Gärtner erworben, der die Grabsteine aufschichtete und Getreide anbaute. Mit an die Oberfläche gepflügten Schädeln spielten Kinder. Weil der Käufer einen Eintrag ins Grundbuch versäumte, konnte der Friedhof 1947 erneut geweiht werden. Zuvor waren Umfassung und Torpfeiler aufgemauert worden.
Das griechische Wort Holocaust bedeutet "Völlig Verbranntes", "Brandopfer". Im Hebräischen spricht man von Schoah ("große Katastrophe"), wenn man den Völkermord der Nazis an rund sechs Millionen Juden, Roma, Sinti bezeichnet." 
  
Artikel von Claudia Horkheimer in der "Frankfurter Rundschau" vom 28. Januar 2010 (Artikel): "Flörsheim. 'Entjudung' auf dem Friedhof
Die eisige Kälte geht einem trotz dicker Winterkleidung an diesem 27. Januar durch Mark und Bein. Eine Gruppe Menschen steht knöcheltief im Schnee und blickt nachdenklich auf die Überreste des einstmals weit ausgedehnten jüdischen Gräberfeldes am Wickerbach. Seit dem Pestausbruch 1666 begruben dort Juden ihre Toten. Heute ist die 3600 Quadratmeter große Gedenkstätte bis auf neun Grabsteine leer. Sie wurden von den Hinterbliebenen der Holocaustopfer wieder aufgestellt. 
"Doch auch, wenn man jetzt seinen Mantel, seine Handschuhe und auch seine Schuhe ausziehen würde, könnte man nur die Spitze des Eisberges dieser menschlichen Kälte nachempfinden, die die Juden in Flörsheim erfahren mussten." Mit diesen Worten hat Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) gestern auf dem jüdischen Friedhof dem 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz gedacht. 
Ab 1945 war Flörsheim "judenfrei", bis dahin hatten 52 Juden in der Gemeinde gelebt. Die angeordnete "Entjudung des Grundbesitzes" machte auch vor den Friedhöfen nicht halt, wie Heimatforscher Werner Schiele darlegte. Den Friedhof, der weit außerhalb des Ortes liegt, nahe dem Galgenberg und der Gemarkungsgrenze zu Hochheim, hatten Flörsheimer Bürger bereits Monate vor der Reichspogromnacht 1938 zerstört. Sie zerschlugen die Grabsteine und verwüsteten die Anlage samt Außenmauer.
"Die Zerstörung eines Friedhofes ist gleichzeitig auch der Versuch einer zweiten Vernichtung", sagte Schiele. Umso erschreckender sei dies, da im jüdischen Glauben die Grabesruhe der Toten auf alle Ewigkeit nicht gestört werden dürfe, außer der Tote wird nach Israel umgebettet.
Schändungen hören nicht auf. Schockierend auch, dass im November 1989, wenige Wochen nach der Gedenkfeier zum 100. Geburtstag des in Flörsheim geborenen jüdischen Politikers Jakob Altmaier, unbekannte Täter erstmals nach Ende der NS-Herrschaft den Friedhof schändeten. Sie beschmierten die Mauern mit Nazi-Parolen und die Grabsteine mit gelber Farbe. Danach dauerte es drei Jahre bis zum nächsten Übergriff: Unbekannte rissen Grabmale aus den Verankerungen und schleppten sie fort."  
 
Oktober 2026: Führung über den jüdischen Friedhof    
Artikel von Sascha Kröner in der "Frankfurter Neue Presse" vom 26. Oktober 2026: " 1938 fast alle Grabsteine zerschlagen: Führung über jüdischen Friedhof Flörsheim
Nur zehn Grabsteine blieben auf dem 1666 angelegten jüdischen Friedhof zwischen Flörsheim und Hochheim erhalten. Ein Heimatverein dokumentiert sie jetzt – und stößt dabei auf eine ungewöhnliche Kuriosität.
Flörsheim – Am Rand der großen von einer verwitterten Mauer eingefassten Grünfläche erheben sich einige vereinzelte Grabsteine. Viele Inschriften sind für die Mehrheit der Flörsheimer nicht lesbar, da die Texte auf Hebräisch verfasst wurden. Für jeden verständlich erscheint jedoch die Nachricht auf einem gemauerten Mahnmal aus Sandstein, das sich über alle Gräber erhebt: 'Hier ruhen die Angehörigen der jüdischen Religionsgemeinschaft von Flörsheim, Hochheim, Eddersheim und Weilbach', steht dort zu lesen. Bei der Grünanlage, die recht versteckt im Feld zwischen Flörsheim und Hochheim liegt, handelt es sich um die Überreste des Jüdischen Friedhofs. 'Ihre letzten Männer, Frauen und Kinder wurden unter der Herrschaft der Gewalt um ihres Glaubens und ihrer Rasse wegen geächtet, verfolgt, beraubt und vertrieben, ihr Gotteshaus zerstört und dieser sechshundertjährige Gottesacker geschändet', heißt es weiter auf dem 1946 errichteten Mahnmal. Darunter befinden sich das Flörsheimer Wappen und die Abbildung eines Palmzweigs.
Schreibfehler in hebräischen Texten.
Werner Schiele, Zweiter Vorsitzender des Flörsheimer Heimatvereins, leitete eine Führung mit rund 20 Interessierten über die 1666 angelegte Ruhestätte. Hintergrund des Rundgangs war ein Projekt des Landesgeschichtlichen Informationssystems Hessen (LAGIS), das die Digitalisierung aller verbliebenen Gräber auf jüdischen Friedhöfen zum Ziel hat. Der Flörsheimer Heimatverein beteiligte sich mit einer Arbeitsgruppe. Werner Schiele, Robert Mohr und Heinz Peter Vogel dokumentierten, die zehn verbliebenen Gräber der Anlage, die zur Zeit des Nationalsozialismus geschändet wurden. 'Nahezu alle Grabsteine wurden 1938 zerschlagen', erläutert Schiele. Eine Gärtnerei kaufte die Fläche. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges seien nur wenige Grabsteine erhalten geblieben. Der Großteil der heute noch sichtbaren Steine sei 1945 oder später von Überlebenden errichtet worden, erläutert der Zweite Vorsitzende des Heimatvereins. Als Kuriosität nennt Schiele Rechtschreibfehler in den hebräischen Texten. Diese seien entstanden, weil die christlichen Steinmetze nach dem Krieg kein Hebräisch sprachen.
'Zum Andenken an Johanna Schohl – umgekommen in Theresienstadt' ist unter dem Motiv eines Davidsterns zu lesen. Die Flörsheimerin kam 1942 im Konzentrationslager ums Leben. Der Grabstein erinnert auch an ihren 1943 in Auschwitz verstorbenen Sohn Dr. Max Schohl und seine Frau Liesel Schohl. Bis 1939 war Max Schohl der letzte Vorsteher der Flörsheimer Jüdischen Gemeinde. Der Gedenkstein wurde nach 1945 von seiner Tochter Helene Schohl errichtet, die im Jahr 2000 auf dem Jüdischen Friedhof beerdigt wurde. Weitere Namen, die sich auf den verbliebenen Grabsteinen finden, sind Selma und Karl Stein. Karl Stein, wurde am 11. Januar 1871 in Weilbach geboren und nahm sich dort am 27. Dezember 1937 das Leben. Ehefrau Selma verstarb am 7. April 1938 in Weilbach. Bruchstücke von Steinen erinnern an den Hochheimer Liebmann Strauss, der 1812 geboren wurde und von 1869 bis 1882 Vorsteher der jüdischen Gemeinde Hochheim war. 'Hier liegt begraben ein guter und rechtschaffener Mann', lautet der Beginn der hebräischen Inschrift, die Simon Kahn gewidmet ist. Der ehemalige Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Flörsheim wurde am 25. September 1847 in Weilbach geboren und verstarb am 1. September 1926 in Flörsheim. Seine Söhne Sali und Jakob und die Enkelin Ilse wurden im Holocaust ermordet. Ein weiterer Grabstein erinnert an seine Ehefrau Lina Kahn, die am 1. April 1915 in Flörsheim verstarb. Zu den Namen, die heute noch zu lesen sind, gehört auch Betty May, die am 26. Juli 1826 als Jentle Marks in Schierstein geboren wurde. Im Jahr 1800 heiratete sie den Flörsheimer Samuel Joseph May. Betty May verstarb am 27. Dezember 1915.
Am 28. Oktober 1930 verstarb der Eddersheimer Viehhändler Josef Hahn. Sein Grabstein ist nur zur Hälfte beschriftet. Die linke Seite sollte ursprünglich den Eintrag für seine Frau Regina aufnehmen. Diese zog jedoch nach dem Novemberpogrom 1938 nach Frankfurt am Main, wo sie am 3. Mai 1942 verstarb. Gemeinsam beerdigt wurde das Flörsheimer Paar Rosalie und Josef Birnzweig. Rosalie Birnzweig starb am 13. November 1934, ihr Mann am 7. November 1936. Ein weiterer Grabstein erinnert an Schwiegertochter Johanna Birnzweig, die sich am 2. November 1935 in Flörsheim das Leben nahm. Der große Gedenkstein für die Familie Altmaier wurde nach 1945 von Jakob Altmaier errichtet, der als einziger an dieser Stelle beerdigt wurde. Zehn Generationen der Altmaiers lebten in Flörsheim. Jakob Altmaier war Journalist und arbeitete während des Krieges für einen britischen Nachrichtendienst. Von 1949 bis zu seinem Tod im Jahr 1963 vertrat er die SPD als Bundestagsabgeordneter. Er war maßgeblich an Gesprächen der Deutschen Regierung beteiligt, die 1952 zum Israel-Vertrag führten. 1955 ernannte die Stadt Flörsheim Jakob Altmaier zum Ehrenbürger." 
Link zum Artikel    
  

   
    

Links und Literatur  

Links:  

bulletWebsite der Stadt Flörsheim am Main mit einem Wandervorschlag u.a. zum jüdischem Friedhof   
bulletZur Seite über die jüdische Geschichte / Synagoge in Flörsheim (interner Link)  
bulletSeite zum jüdischen Friedhof in Flörsheim (vile-netzwerk)  

Literatur:  

bullet Arnsberg I,181-185.      

   
     

                   
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Stand: 09. August 2026