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zu den Synagogen in
Baden-Württemberg
Ehingen (Donau) (Alb-Donau-Kreis)
Jüdische Geschichte / Betsaal/Synagoge
Übersicht:
Zur Geschichte der
jüdischen Gemeinde
In Ehingen bestand eine jüdische Gemeinde zunächst im
Mittelalter. Erstmals werden Juden 1301/05 in der Stadt genannt. Um 1326 und
1333 wurden Juden in Ehingen wegen einer angeblichen Hostienschändung ermordet.
Das Judenverfolgung in der Pestzeit 1348/49 vernichtete die Gemeinde. Danach
waren wieder jüdische Familien bis zur Ausweisung 1457 in der Stadt.
Vereinzelte
Niederlassungen weniger jüdischer Bewohner sind bis zum 17. Jahrhundert und
seit 1871 nachweisbar.
Berichte
aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde
| In jüdischen Periodika des 19./20.
Jahrhunderts wurden noch keine Berichte zur jüdischen Geschichte in
Ehingen gefunden. |
Zur Geschichte
der Synagoge und weiterer Einrichtungen der
jüdischen Gemeinde
Das
mittelalterliche jüdische Wohngebiet wird sich auf die heute noch sogenannte
"Judengasse" konzentriert haben. Wie groß dieses Gebiet war, lässt
sich nicht mehr ausmachen. Auffallend ist der große Abstand zwischen Synagoge
und "Judenschule" am Viehmarkt (möglicherweise Hinweis auf zwei jüdische
Wohnviertel unterschiedlicher Zeiten).
Die mittelalterliche Gemeinde unterhielt eine Synagoge
(Standort Ecke Lederbruckgasse/ Tuchergasse). Das Gebäude wurde 1967
abgebrochen;
der Platz ist nicht neu bebaut. Bis heute erhalten ist die mittelalterliche
"Judenschule" am Eingang der Hindenburgstraße in den Viehmarkt (beim Gasthaus "Schwert").
Anmerkung: Ob es sich bei dem 1967 abgebrochenen Gebäude tatsächlich
um die ehemalige Synagoge gehandelt hat, wird immer wieder angezweifelt, auch in
jüngster Zeit von Stadtarchivar Dr. Ludwig Ohngemach:
Artikel in der "Südwestpresse -
Ehinger Tagblatt" vom 25. März 2009 (Artikel):
"Synagoge: Windelweiche Geschichte.
Ehingen War das bisher als Synagoge gehandelte Gebäude an der Tuchergasse, das im Jahr 1967 abgebrochen wurde, wirklich die Synagoge? Daran hegt Dr. Ludwig Ohngemach Zweifel. Es gebe keine Unterlagen.
'Es ist eine windelweiche Geschichte", machte der Stadtarchivar klar und bezog damit die Judengasse in der Unteren Stadt mit ein. Im 17. Jahrhundert sei in den Unterlagen eine Judengasse auf dem Gänsberg erwähnt.
"Wir sind derzeit daran, die Dinge aufzuarbeiten. Lassen Sie sich überraschen', kündigte Ohngemach an und fügte hinzu:
'So lange das mit der Synagoge nicht wasserdicht ist, machen wir auch keine Täfele
na.' Das hatte sich Hans Aierstok gewünscht, der auch Stadtführungen macht. bu. |
Fotos
Historische Fotos:
(Anmerkung: Es handelt sich um "historische Fotos"
nur insofern, als sie bereits um 1930 gemacht wurden)
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Die ehemalige mittelalterliche Synagoge in Ehingen,
1967 abgebrochen |
Die ehemalige Judenschule
in Ehingen |
Fotos nach 1945/Gegenwart:
(Fotos: Hahn)
| Fotos um 1985 |
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Ähnliche Perspektive wie obiges historisches Foto - die Synagoge stand im
Bereich
der Litfasssäule und des Bereiches links davon |
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Neuere Fotos vom ehemaligen
Synagogenstandort werden noch erstellt |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Franz Michael Weber: Ehingen – Geschichte einer oberschwäbischen Donaustadt. 1955.
S.163-166. |
 | Germania Judaica II,1 S. 190-101, III,1 S. 283-284. |

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