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Bischofsheim a.d. Rhön
(Kreis
Rhön-Grabfeld)
Jüdische Geschichte / Synagoge
(erstellt unter Mitarbeit von Elisabeth Böhrer)
Übersicht:
Zur Geschichte der jüdischen Gemeinde
In Bischofsheim bestand nach den Angaben bei A. Schumm
und I. Schwierz
(s. Lit.) "wahrscheinlich vom 15. bis zum 17. Jahrhundert eine jüdische
Kultusgemeinde". "Bekannt ist auch, dass die jüdische Gemeinde
zahlenmäßig recht groß war". Es ist nicht bekannt, wann die Gemeinde
aufgelöst wurde, möglicherweise bereits im Dreißigjährigen Krieg.
Bei Schumm wird ohne nähere Quellenangaben und ohne weitere Datierung
berichtet: "Das sog. neue Dorf bei Bischofsheim war wohl identisch mit
dem Dörfchen Leutenau. Dasselbe wurde, wie auch andere Rhöndörfer, in
kriegerischen Zeiten gänzlich aufgegeben. Der neunische Hof könnte erinnern an
das ehemalige Besitztum der Herren von Haus, das also an die Weyers gekommen
war. Auf Weyer'schem Lehengrunde im obern Teil der Hofgasse wohnte ehemals die
Judenschaft von Bischofsheim. Sie war an Zahl nicht unbeträchtlich, hatte eine
Synagoge und einen Begräbnisplatz im Felddistrikt Judenkirchhof. Die Hofgasse
hieß darum auch Judengasse."
An Einrichtungen waren somit nach Schumm vorhanden: eine Synagoge in der damaligen
Judengasse (wo recht viele Juden wohnten), der späteren Hofgasse und heutigen
Hofstraße, sowie ein Friedhof im 'Felddistrikt Judenkirchhof'
(südöstlich von Bischofsheim, heute am Stadtrand im Bereich zwischen der
heutigen Lindenstraße = früherer Judenfriedhofsweg, dem Metzenbachweg
und der Ahornstraße).
Im 19./20. Jahrhundert kam es nur zum vereinzelten Zuzug weniger
jüdischer Personen, ohne dass eine jüdische Gemeinde entstehen konnte. Nach
Angaben von Elisabeth Böhrer wohnte von 1896 bis 1912 zumindest eine
jüdische Familie in Bischofsheim: die Familie von Bernhard Neumann (geb.
1868 in Oberelsbach), der mit seiner Frau
nach der Geburt des ersten Kindes (Mai 1896) aus Oberelsbach
in Bischofsheim zugezogen ist; in Bischofsheim sind zwei weitere Kinder des
Ehepaares geboren (1897 und 1900). Im Mai 1912 zog die Familie nach Schweinfurt.
Adresse/Standort der Synagoge: ehemalige
Judengasse (heute Hofstraße)
Fotos:
(Fotos: Hahn, Aufnahmedatum 5.4.2009)
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| Verschiedene
Ansichten der Hofstraße (ehemalige "Judengasse") |
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Straßenschild |
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Links und Literatur
Links:
Literatur:
 | Anton Schumm: Geschichte der Stadt Bischofsheim vor
der Rhön, seinen Landsleuten und allen Freunden der Rhön. Würzburg 1875.
S. 16. Online
zugänglich |
 | Israel Schwierz: Steinerne Zeugnisse jüdischen Lebens in
Bayern. Eine Dokumentation der Bayerischen Landeszentrale für politische
Bildungsarbeit. A 85. 1988 S. 42. |

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