Baisingen Friedhof 154.jpg (62551 Byte)  Segnende Hände der Kohanim auf einem Grabstein in Baisingen


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Bamberg (Oberfranken)
Jüdische Geschichte / Synagoge
  

Hinweise: Zur jüdischen Geschichte in Bamberg siehe u.a. die Seiten bei www.juden-in-bamberg.de 
 
Zur bestehenden jüdischen Gemeinde in der Stadt siehe die Website der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg "Or Chajim" www.ikg-bamberg.de   
Ansprechpartner zur Erinnerungsarbeit in der Stadt finden Sie u.a. bei der Willy-Aron-Gesellschaft www.willy-aron-gesellschaft.de  
  

Oktober 2011: Nach Schmierereien an der Synagoge in Bamberg: Polizei sucht den Täter
schmiererei_bamberg_TSw5z.jpg (25687 Byte)Pressemitteilung der Kriminalpolizei Bamberg vom 24.10.2011 (Foto: Polizei):  "Synagoge mit Farbe besprüht
BAMBERG. Mit roter Farbe hatte in der Nacht zum Samstag, 15.10.2011, ein bislang unbekannter Mann ein etwa ein auf ein Meter großes Hakenkreuz auf die Fassade einer Synagoge in der Willy-Lessing-Straße gesprüht. Die Polizei fahndet jetzt mit einem Foto nach dem Täter. 
Nachdem er die Schmierereien an der Außenwand angebracht hatte, flüchtete der Sprayer über die Willy-Lessing-Straße in Richtung Schönleinsplatz. Eine in der Nähe installierte Kamera fertigte von dem Unbekannten Videoaufnahmen. Beim Verlassen des Grundstücks hatte er eine Gesichtsmaske auf. 
Der Täter wird folgendermaßen beschrieben: etwa 180 Zentimeter groß - schlanke Figur und kurze Haare - bekleidet mit einer schwarzen Cargohose, schwarzen Schuhen mit hellen Schnürsenkeln und einer auffallenden Jacke oder Weste mit buntem Muster - der Mann trug eine Brille und ist Linkshänder 
Die Kripo Bamberg hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Mithilfe bei der Fahndung:
Wer kennt die Person oder kann Hinweise zu deren Aufenthaltsort geben? 
Wem ist der Täter bei seiner Flucht aufgefallen? 
Wer kann sonst Angaben zu der Straftat machen?  
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Bamberg unter Tel.-Nr. 0951/9129-491 entgegen."  

  
  
    

Bei "Alemannia Judaica" finden Sie:

eine Seite zum jüdischen Friedhof in Bamberg 
eine Seite mit Texten zur jüdischen Geschichte Bambergs aus jüdischen Periodika des 19. / 20. Jahrhunderts 
(teilweise noch nicht abgeschrieben, aber einsehbar)  
   

auf dieser Seite finden sich: 
Einige Fotos zur Erinnerung an die mittelalterliche jüdische Geschichte in Bamberg   
Erinnerungen im Bamberger Dom 
Erinnerung an die mittelalterliche Synagoge  
Zur Geschichte der Synagogen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart    
Die alte Synagoge in der Generalsgasse 1567 - 1679 - 1854 - 1910  
Fotos der alten Synagoge und Gedenktafel   
Die neue Synagoge Ecke Urban-/Herzog-Max-Straße 1910-1938   
Nach 1945  
Das neue jüdische Gemeindezentrum seit 2005  
Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte 
Einzelne aktuelle Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben     
Literatur zur Synagogengeschichte

     
    
    
   

Einige Fotos zur Erinnerung an die mittelalterliche jüdische Geschichte in Bamberg 

Erinnerungen im Bamberger Dom 

    Rechts: Bild der "Synagoge" im Bamberger Dom
 (Originalfigur vom Fürstenportal), 
in den 1930er-Jahren in den Dom gebracht.
Bamberg Synagoge 1001.jpg (51224 Byte)  
       
Bamberg Stadt 1862.jpg (102692 Byte) Bamberg Stadt 1860.jpg (75661 Byte) Bamberg Stadt 1861.jpg (51260 Byte)
Fürstenportal mit den Figuren von Ecclesia und Synagoga (Reproduktionen der Originale im Dom)
       
 
 

Erinnerung an die mittelalterliche Synagoge 

 
    Bamberg Stadt 1864.jpg (94008 Byte)   Bamberg Stadt 1868.jpg (90448 Byte)
    Blick auf die Kirche der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) in Bamberg, 
1470 als "Marienkapelle" auf den Grundmauern der mittelalterlichen Synagoge neu erstellt.  
     
Bamberg Stadt 1865.jpg (116639 Byte) Bamberg Stadt 1866.jpg (79148 Byte) Bamberg Stadt 1867.jpg (77569 Byte)
Die an die mittelalterliche Gemeinde erinnernde "Judenstraße"; die Kirche der Baptisten (Marienkapelle, jetzt "Christuskirche") 
hat die Adresse "Judenstraße 1" (Hinweistafel links)

  

Zur Geschichte der Synagogen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart      

Die alte Synagoge in der Generalsgasse 1567 - 1679 - 1854 - 1910
  
Nachdem seit 1556 wieder Juden in Bamberg leben konnten, mieteten sie ab dem folgenden Jahr 1567 von Freiherr von Rotenhan das Hinterhaus in der Generalsgasse 15 und richteten hier eine Synagoge ein. Seit 1678 konnte auch das Vorderhaus der Generalsgasse 15 gemietet werden. Umfangreiche Bauarbeiten fanden 1679 statt, die eine wesentliche Vergrößerung der Synagoge und den Einbau von Nebenräumen (Amtswohnungen) mit sich brachten. 1694 konnte die jüdische Gemeinde die Synagoge und die Nebengebäude vom Magistrat erwerben. 
 
Seit den 1820er-Jahren gab es Bemühungen um einen größeren Umbau und die Erweiterung der Synagoge. 1828 wurde beanstandet, dass die Frauenbereiche (es gab im Westen des Gebäudes zwei Frauenabteilungen: eine im Erdgeschoss, die andere im Obergeschoss) nicht mehr ausreichten. 1835 legte Architekt Ney einen Plan zur Erweiterung der Synagoge vor. Damals reichten jedoch die Finanzmittel der Gemeinde noch nicht für einen Umbau. 1851 legte er neue Entwürfe vor, die dann mit Genehmigung der Regierung vom 3. Oktober 1852 zur Ausführung kamen. Der Umbau der Synagoge, der 1853/54 ausgeführt wurde, kam einem Neubau gleich. 
      
Konflikt in der Gemeinde wegen Bauarbeiten an der Synagoge am Schabbat (1853)  

Bamberg AZJ 17051853.jpg (32327 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 17. Mai 1853: "In der Gemeinde Bamberg hat sich ein kleiner Konflikt erhoben. Der greise Rabbiner Rosenfeld hatte gestattet, dass an der neu aufgebaut werdenden Synagoge daselbst, weil der Bau in Akkord abgelassen wird (in Akkordarbeit), auch am Sabbat gearbeitet werde. Dadurch fühlten sich etliche Gemeindeglieder in ihrem Gewissen verletzt und brachten die Sache vor die weltliche Behörde. Das Weitere ist nun abzuwarten."     

Die Kosten für den Bau der Synagoge betrugen über 8.000 Gulden. Es entstand ein überwiegend von neuromanischen Stilmerkmalen geprägten Bau mit einem Satteldach. Auf der Empore waren nun für 85 Frauen Sitzgelegenheiten vorhanden, im Betsaal selbst hatte es Platz für 108 Männer. Die Einweihung der Synagoge am 4. November 1854 wurde durch den Baiersdorfer Distriktsrabbiner Wolf Cohn vorgenommen. 
  
Die Einweihung der Synagoge am 4. November 1854
   

Bamberg AZJ 29011855.jpg (58305 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 29. Januar 1855: "In Bamberg wurde im Herbste vorigen Jahres eine neue, sehr schöne Synagoge eingeweiht und auch ein neuer Vorsänger, Herr Ottenstein, (da der frühere resignierte) aufgenommen, der zugleich Religionslehrer ist; derselbe hatte in früheren Jahren am Bamberger Seminar seine Ausbildung erhalten; man hat allen Grund, mit der Akquisition zufrieden zu sein. Der greise, würdige Herr Rosenfeld leitet die Gemeinde noch immer als Rabbiner, und derselbe hat bei der jüngsten Trauerfeierlichkeit für die selige Königin Therese eine Rede von Kern und Kraft gehalten, die auch im Drucke erschienen ist."     

   

Fotos der alten Synagoge und Gedenktafel   

Die alte Synagoge in der Generalsgasse 15 nach dem Neubau 1853/54
(Quelle: Stadtarchiv Bamberger)
Bamberg Synagoge a121.jpg (62059 Byte) Bamberg Synagoge a120.jpg (96658 Byte)
  Blick zum Eingangsbereich von Wesen Ansicht von Nordosten
     
Erinnerungen an die alte Synagoge
(Fotos: Jürgen Hanke, Kronach)
Bamberg Synagoge 95.jpg (41188 Byte) Bamberg Synagoge 99.jpg (36888 Byte)
   Oben links: Portal der Alten Synagoge, seit 2005 integriert im neuen jüdischen Gemeindezentrum: rechts: Gedenkinschrift für die Alte Synagoge 1664-1910 Generalsgasse 15: "Auf diesem Areal stand 1664-1910 die Bamberger Synagoge. In der Nähe befand sich das Gasthaus "Weiße Taube", das 1941-1942 Juden aus Stadt und Umland als Ghetto vor dem Abtransport in die Vernichtungslager dienen musste."
        
Blick in die "Generalsgasse" 2007 Bamberg Stadt 1800.jpg (82255 Byte) Bamberg Stadt 1801.jpg (66967 Byte)
    Die "Generalsgasse" war Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhundert Wohngebiet der Ostjuden; im Haus Generalsgasse 3 befand sich ein Betsaal der ostjüdischen Familien

   
  
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Synagoge in der Generalsgasse für die auf über 1100 Gemeindeglieder gewachsene jüdische Gemeinde in Bamberg viel zu klein geworden. Zu den Hohen Feiertagen musste man für die Gottesdienste größere Räume in der Stadt anmieten, etwa die Zentralsäle an der Promenade (Turnerbund "Jahn" Bamberg) oder das Vereinshaus der "Gesellschaft Ressource". Die jüdische Gemeinde beschloss den dringend nötigen Neubau einer Synagoge. Ein Grundstück an der Ecke Urban-/Herzog-Max-Straße konnte von der Stadt erworben werden. Einen Architektenwettbewerb gewann der Bamberger Jugendstilarchitekt Johannes Kronfuß. Anfang November 1908 wurde mit dem Bau begonnen. Im September 1910 war die Synagoge mit ihrem 37 m hohen Turm fertig.       
 
Nur 28 Jahre war die neue Synagoge eine - wie in einem Bericht 1909 hervorgehoben wird - "Zierde der Stadt". In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 ging das Gebäude in Flammen auf, nachdem sie am Abend des 9. November von Hitlerjungen beschmiert und in den Stunden darauf vor allem von SA- und SS-Trupps aufgebrochen und völlig verwüstet worden war. Die nach der Inbrandsetzung von Nachbarn alarmierte Feuerwehr wurde am Löschen gehindert. Das Synagogengebäude brannte völlig aus; die Brandruine wurde ab Dezember 1938 abgebrochen, der Rest am 26. März 1939 gesprengt. Das Synagogengelände ging in den Besitz der Stadt Bamberg über. 
   

Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Bauplatz für die neue Synagoge (1903)      

 Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 4. Juni 1903: "Bamberg. Wie schon in Nr. 28/29 dieser Blätter berichtet wurde, geht die hiesige Kultusgemeinde mit dem Plane eines Synagogenneubaues um, und hatte zu diesem Zwecke ein Gesuch an die Stadtbauverwaltung um unentgeltliche oder billigste Abgabe eines Bauplatzes gerichtet. Leider hat dieses Gesuch nicht das erwartete Entgegenkommen gefunden, wie aus nachfolgendem Berichte der 'Bamberger Neuesten Nachrichten' über die Magistratssitzung vom 26. Mai ersichtlich ist: 
'Nach Mitteilung der israelitischen Kultusgemeinde verzichtet dieselbe auf den von der Stadt verlangten Bauplatz an der Herzog-Maxstraße, da er in seiner Größe erstens nicht den Ansprüchen genügt, zweitens bei dem Preis von 350 Mark pro Dezimale der Bauplatz auf 42.350 Mark und mit den Straßenherstellungskosten auf über 50.000 Mark zu stehen komme. Die Kultusgemeinde hatte auf mehr Entgegenkommen gehofft, wie dies in anderen Städten auch der Fall ist, und wo die Städte sogar die Bauplätze schenkten. Nunmehr hat sie aber an einem städtischen Bauplatz mit so hohen Forderungen überhaupt kein Interesse mehr und kann es möglich sein, dass das Projekt überhaupt fallen gelassen wird. Im Kollegium bedauert man, dass keine Einigung erzielt wurde, doch soll der Kultusgemeinde bereits weitest entgegengekommen worden sein, da das Dezimale 550 Mark wert sei, wie dies der Verkauf der letzten Bauplätze gezeigt habe. Es wurde auch die Absicht bekannt, dass die Gemeinde nun ihre Synagoge in den Hof des Treumann'schen Anwesens, also als Hintergebäude aufzuführen gedenke, was natürlich sehr bedauert wird. Rechtsrat Wehrl will die Sache nochmals in die Hand nehmen, vielleicht lässt sich noch eine Einigung erzielen und wurde deshalb die ganze Sache zur zweiten Lesung verwiesen. 
Hoffentlich ist also in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen. A."       

    
Berichte zum Bau der neuen Synagoge (1905-1909)   

Bamberg FrfIsrFambl 28071905s.jpg (26585 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 28. Juli 1905: "Bamberg. Hier soll eine neue Synagoge gebaut werden, da die bisherige nicht mehr den Forderungen entspricht. Herr Emil Wassermann hat nun die Bereitwilligkeit ausgesprochen, für den Bau 100.000 Mark zu spenden, falls keine Orgel in die Synagoge kommt."   
  
Bamberg FrfIsrFambl 15111907s.jpg (38705 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 15. November 1907: "Bamberg. Im Kunstverein ist das Modell nebst den Plänen des Diplom-Architekten J. Kronfuß-Bamberg, das von den Preisrichtern mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, ausgestellt. Die Stadt hat der jüdischen Gemeinde einen Platz an der Herzog Max-Straße im Werte von mehr als 60.000 Mark zu dem billigen Preise von 15.000 Mark überlassen. Der Bau, mit dem nächstes Frühjahr begonnen wird, dürfte fast eine halbe Million Mark kosten."   
    
Bamberg Israelit 05111908.jpg (33195 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 5. November 1908: "Bamberg. Für den Bau einer Synagoge an der Herzog-Max-Straße hat der Magistrat die Abtretung eines größeren Areals zu einem ganz billigen Preise (15.000 Mark) genehmigt. Neben der Synagoge wird auch eine Schule und eine Rabbinerwohnung errichtet. Die Gesamtkosten sind auf 300.000 Mark veranschlagt."    
  
Bamberg AZJ 06111908s.jpg (24393 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 6. November 1908: "Für den Bau einer Synagoge in Bamberg hat der Magistrat die Abtretung eines größeren Areals zu einem ganz billigen Preis (15.000 Mark genehmigt). Neben der Synagoge wird auch eine Schule und eine Rabbinerwohnung errichtet. Die Gesamtkosten sind auf 300.000 Mark veranschlagt."   
  
Bamberg Israelit 29091909.jpg (24561 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Der Israelit" vom 29. September 1909: "Bamberg, 19. September (1909). Der Synagogenbau an der Urbanstraße, der nach dem Entwurf des Architekten Kronfuß hergestellt wird, wird heuer noch unter Dach gebracht werden. Der Neubau wird eine Zierde der hiesigen Stadt werden."    

    
Die Einweihung der Synagoge steht bevor (1910)  

Bamberg AZJ 09091910.jpg (61204 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 9. September 1910: "Bamberg, 4. September (1910=. Die mit einem Kostenaufwand von nahezu einer halben Million Mark neu erbaute Synagoge der israelitischen Gemeinde Bamberg wird am 11. dieses Monats in feierlicher Weise eingeweiht werden. Der stattliche Neubau, ein herrlicher Monumentalbau und eine Zierde der Stadt, wurde in nicht ganz einem Jahre nach den Plänen des preisgekrönten Diplomingenieurs, Architekten Kronfuß in Bamberg, hergestellt. Den Bauplatz, der 1552 Quadratmeter umfasst und einen Wert von nahezu 80.000 Mark besitz, hat die Stadt zu dem ermäßigten Preis von 15.000 Mark abgetreten. Er bietet noch hinreichen Raum für den projektierten Anbau eines israelitischen Schulhauses und eines Dienstwohnungsgebäudes."     
  
Bamberg FrfIsrFambl 09091910.jpg (63769 Byte)Artikel im "Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 9. September 1910: Text wie oben. 

   

Abschied von der alten und Einweihung der neuen Synagoge (1910)  

Bamberg AZJ 16091910.jpg (161761 Byte)Artikel in der "Allgemeinen Zeitung des Judentums" vom 16. September 1910: "Bamberg, 12. September (1910). Am Samstagabend nach dem Gottesdienste fand die Abschiedsfeier von der alten Synagoge statt. Der Rabbiner Herr Dr. Eckstein hielt eine ergreifende Ansprache, nach welcher die Torarollen aus dem Gotteshausen - das durch Auslöschen des ewigen Lichts aufgehört hat, ein solches zu sein - hinweggetragen wurden. Die eigentliche Einweihungsfeier der neuen Synagoge begann mit dem Vortrage des Liedes 'Gott, Du Allmächtiger, Gott, Du Allgütiger'. Hierauf begrüßte Herr Justizrat Dr. Werner alle Anwesenden. Es hatten sich alle Spitzen der Behörden des Kreises und der Stadt versammelt sowie Mitglieder der umliegenden Gemeinden. Nachdem Herr Dr. Werner den Bau dem Schutze der Stadt übergeben hatte, erwiderte Herr Oberbürgermeister Lutz in trefflicher Rede, wobei er ausführte, dass der religiöse Friede, wie bisher, für alle Zukunft erhalten bleiben möge. Nach Übergabe des Schlüssels durch den Erbauer, Herrn Diplomarchitekten Kronfuß, fand der Einzug in die neue Synagoge statt. Nach einem Rundgang mit den Torarollen zündete Herr Rabbiner Dr. Neubürger aus Fürth das ewige Licht an. Nach einem Gesange des verstärkten Synagogenchor hielt Herr Dr. Eckstein eine nach Form und Inhalt gleich vollendete Festpredigt, der er die Worte der heiligen Schrift: 'Vollkommen sollst Du sein mit dem Ewigen, Deinem Gotte,' zugrunde legte. Nach einem weiteren Chorlied sprach Herr Dr. Freudenthal, Nürnberg, das Gebet für König und Vaterland. Ein Schlussgesang, und beendet war eine Feier, die jedem Teilnehmer unvergesslich sein wird. (Geradezu auffallend war, dass die orthodoxen Rabbiner weder erschienen noch irgendwie vertreten waren."      
  
Bamberg ImdtReich 101910.jpg (40962 Byte)Artikel in der Zeitschrift "Im Deutschen Reich" vom Oktober 1910: "Bamberg, 20. September (1910). Am 11. September wurde hier die neu erbaute prächtige Synagoge mit einer Feier eingeweiht, die zu erkennen gibt, dass in Bamberg das Verhältnis der Anhänger der verschiedenen Religionen zueinander durchaus ungetrübt und vortrefflich ist. Die Beteiligung von geistlichen und weltlichen Behörden ließ erkennen, dass die Drachensaat des Antisemitismus hier glücklicherweise wenig Wurzel geschlagen hat."   
   
      

Erinnerungen an die neue Synagoge 1910-1938

 
Bamberg Synagoge 02.jpg (65592 Byte) Bamberg Synagoge 03.jpg (59268 Byte) Bamberg Synagoge 06b.jpg (150277 Byte)
  Historische Karten mit der im September 1910 eingeweihten und im November 1938 zerstörten Synagoge
 
Bamberg Synagoge 08.jpg (121959 Byte) Bamberg Synagoge 07.jpg (115552 Byte) Bamberg Synagoge 04.jpg (65641 Byte)
            
     
Die Zerstörung der Synagoge beim Novemberpogrom 1938
(Fotos: Stadtarchiv Bamberg)
Bamberg Synagoge n171.jpg (55773 Byte) Bamberg Synagoge n170.jpg (66553 Byte)
   Die brennende 
Synagoge
 Die im Inneren völlig 
verwüstete Synagoge
      
        
Der Synagogenplatz 
im Frühjahr 2007
Bamberg Synagoge 1906.jpg (79719 Byte) Bamberg Synagoge 1903.jpg (65349 Byte)
  Blick über den 
Synagogenplatz
Das Bild der Synagoge in 
einer der Stahlplatten
     
Bamberg Synagoge 1901.jpg (115084 Byte) Bamberg Synagoge 1902.jpg (101953 Byte) Bamberg Synagoge 1900.jpg (117962 Byte)
Gedenkstein von 1965 (Bildhauer Frank Xaver Bauer, Bamberg) mit Gedenkinschrift
 
Bamberg Synagoge 96.jpg (54792 Byte) 
Gedenkplatte
Bamberg Synagoge 1905.jpg (94740 Byte) Bamberg Synagoge 1904.jpg (83443 Byte)
Text der Hinweistafel: Mahnmal Synagogenplatz. Ort der Erinnerung an die in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 zerstörte Synagoge und Ort der Mahnung an Gegenwart und Zukunft. So war die Zielsetzung eines Wettbewerbes beschrieben, den die Justizbehörden, die Staatsbauverwaltung, die Stadt Bamberg und die Israelitische Kultusgemeinde 1995 gemeinsam durchführten. Die künstlerische Idee von Prof. Joachim Banau, Aachen, wurde einstimmig ausgewählt: die radikal einfache Arbeit, bei der bewusst jedes schmückende Beiwerk vermieden wurde, verdichtet sich in der dynamischen Stellung von Metallobjekten zueinander. Eine hoch aufgerichtete Stahlplatte mit einem kleinen Fenster, in dem der Innehaltende die ehemalige Synagoge sieht und schräg benachbart zwei parallele, senkrecht gestellte Kupfertafeln, die eine schmale Gasse begrenzen und innenseitig dem Interessierten einen Vers aus dem Klagelied, sowohl in deutsch als auch in hebräisch, lesen lassen. Mit der Leserichtung beider Zeilen bewegt sich der Betrachter auf einem symbolischen Weg genau in Richtung Jerusalem. Die Wiederaufstellung des 1965 durch Bildhauer Frank Xaver Bauer, Bamberg, geschaffenen würfelförmigen Gedenksteines war ein besonderes Anliegen der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, des Bamberger Stadtrates und der Justiz."
 
Bamberg Stadt 1850.jpg (77530 Byte)
  Gedenktafel an der Unteren Brücke beim Alten Rathaus mit der Inschrift: "Zum Gedenken an die jüdischen Mitbürger und alle, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft Widerstand geleistet haben, missachtet, verfolgt und ermordet wurden"   

     
   
Nach 1945 

Jüdisches Leben begann in Bamberg unmittelbar nach Kriegsende zunächst mit der Unterbringung zahlreicher "Displaced Persons", Überlebender von Konzentrationslager und Personen, die vor allem aus Polen aus Furcht vor neuen Pogromen in den Westen (insbesondere in die amerikanische Besatzungszone) geflohen sind. Im Dezember 1945 waren bereits 1.750 dieser DPs in beschlagnahmten Häusern im gesamten Stadtgebiet untergebracht. Ab Dezember 1945 war das Zentrum des DP-Lagers die Ulanenkaserne in der Nürnberger Strauße. Mindestens ein Betraum beziehungsweise eine Synagoge war für die DPs eingerichtet. Nach Gründung des Staates Israel (Mai 1948) ist der Großteil der DPs nach Israel ausgewandert; andere sind in die USA oder nach Kanada. Im April 1949 wurde das DP-Lager in Bamberg geschlossen. 
 
Eine kleine Zahl jüdischer Personen blieb in Bamberg dauerhaft zurück, darunter jedoch nur wenige Rückkehrer aus der früheren jüdischen Gemeinde. Ein Betraum wurde zunächst im Haus Promenade 4 eingerichtet. Seit Juni 1963 gab es ein kleines Gemeindezentrum in der Villa Willy-Lessing-Straße 7. Die 40-50 Plätze im Betsaal waren für die Gemeinde völlig ausreichend. 
 
Die Situation der jüdischen Gemeinde in Bamberg änderte sich erst wieder nach 1990. Zahlreiche sogenannter jüdischer "Kontingentflüchtlinge" aus dem Bereich der früheren Sowjetunion konnten in Bamberg zuziehen. Bis um 2005 stieg die Zahl der Gemeindeglieder auf etwa 900. Die Einrichtung eines neuen Gemeindezentrums war unbedingt nötig, scheiterte jedoch zunächst an der Finanzierung. Machbar war - mit Hilfe von Zuschüssen des Freistaats Bayern, der Bezirks Oberfranken, der Stadt Bamberg, der jüdischen Gemeinde, der Kirchen und weiterer Förderer schließlich die Sanierung und der Umbau eines leerstehenden Gebäudes der früheren jüdischen Nähseidenfabrik Kupfer, Hesslein & Co. im Hinterhof der Willy-Lessing-Straße 7. Am 28. April 2003 begannen die Bauarbeiten, die Einweihung der Synagoge und des neuen jüdischen Gemeindezentrums war am 1. Juni 2005.         

Das neue jüdische Gemeindezentrum seit 2005

 
Bamberg Synagoge n01.jpg (50131 Byte) Bamberg Synagoge 2001.jpg (74949 Byte) Bamberg Synagoge 2002.jpg (32254 Byte) Bamberg Synagoge 2000.jpg (82247 Byte)

Am 1. Juni 2005 wurde die neue Synagoge eingeweiht. Sie wurde im alten Fabrikgebäude des ehemaligen jüdischen Unternehmens Kupfer & Heßlein (Nähseidenfabrik) aus dem Jahre 1864 eingerichtet, bestehend aus Vorder- und Rückgebäude. Mit den Planungsarbeiten für die Umnutzung war das Bamberger Architekturbüro Rebhan beauftragt. Unter weitgehender Nutzung der vorhandenen Bausubstanz wurden folgenden Nutzungen untergebracht: Synagoge; Gemeindesaal mit Nebenräumen; Verwaltungsbereich mit Nebenräumen; traditionelles rituelles Bad sowie ein Gartenbereich.  (Foto links: Quelle Bayerische Staatszeitung vom 12.8.2005)

  
Bamberg Synagoge 97.jpg (79119 Byte) Bamberg Synagoge 98.jpg (78212 Byte) Bamberg Mikwe 95.jpg (27771 Byte)
Innenaufnahmen des neuen Gemeindezentrums (Fotos: Jürgen Hanke, Kronach) Die Mikwe (rituelles Bad)

  
   

Erinnerungsarbeit vor Ort - einzelne Berichte   

November 2010: Auch in Bamberg wird regelmäßig an die Zerstörung der Synagoge beim Novemberpogrom 1938 erinnert  
Bamberg PA 2010011a.jpg (86689 Byte)Ein Bericht von Marion Krüger-Hundrup über die Gedenkveranstaltung im November 2010 aus br-online.de (Quelle): 
"Brennende Synagoge - Bamberg gedenkt Pogromnacht 
In der Pogromnacht am 9. November 1938 brannte auch in Bamberg die Synagoge. In einer Gedenkstunde erinnerten Oberbürgermeister Andreas Starke und der Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, Heinrich Olmer, daran und mahnten für die Zukunft. Oberbürgermeister Andreas Starke nannte in seiner Ansprache die Pogromnacht "das Startsignal des nationalsozialistischen Unrechtsregimes zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit". Angesichts der Tragweite und der grausamen Ereignisse von damals sei es heute wichtig "sich zu erinnern und die Erinnerung wach zu halten", erklärte Starke. Gemeinsam "mit unserer Jugend dürfen wir uns niemals andere Ziele setzen als Frieden, Versöhnung und Liebe".
Gegen Rassismus kämpfen. Eine zweite Lehre heiße: "Nie wieder Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, nie wieder Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Nationalität, Religion, Kultur oder politischen Weltanschauung." Der Oberbürgermeister mahnte zur Wachsamkeit. Die beiden unvermeidbaren NPD-Parteitage in Bamberg, Hakenkreuzschmierereien und rechtsradikale Parolen würden zeigen, dass es überall freiheits- und demokratiefeindliche Erscheinungen gebe: "Dazu dürfen wir nicht schweigen."
Warnung vor Islamfeindlichkeit
Heinrich Olmer, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde, warnte vor einer "unreflektierten Migranten- und Islamfeindlichkeit": "Wir sollten aus der Geschichte gelernt haben und pauschale Verurteilungen, die ein fruchtbarer Nährboden der Judenverfolgungen gewesen sind, grundsätzlich mit äußerster Skepsis begegnen", sagte Olmer. Es müsse anerkannt werden, dass andere Kulturen, Religionen und Lebensanschauungen nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung und Chance erlebt werden können.
Bamberg PA 2010011b.jpg (92573 Byte)Foto links: Niedergelegte Kränze am Bamberger Synagogenplatz 
Toleranz vorleben. Neben politischen Rahmenbedingungen erfordere dies vor allem "schlüssige pädagogische Konzepte und bestens ausgebildete Lehrer", die mehr Wissen über die in Deutschland lebenden Minderheiten und Religionsgruppen vermitteln können. Nicht zuletzt in den Familien müsse Toleranz vorgelebt werden.
Erinnerung an Auschwitz
Der Vorbeter der jüdischen Gemeinde, Arieh Rudolph, sang auf Hebräisch das "El male rachamim", die Erinnerung an das Leiden und Sterben der Juden in Auschwitz, Treblinka oder Majdanek. Das gesprochene Kaddisch, der Lobpreis des göttlichen Namens, beschloss die Gedenkstunde."   
   
Aufruf der Willy Aron-Gesellschaft vom 1. August 2011: "Die Bamberger "Stolpersteine gegen das Vergessen“ brauchen Pflege. 
Deshalb sucht die Willy-Aron-Gesellschaft Paten für die 57 Messingplatten, die vor ehemaligen Häusern von Nazi-Opfern verlegt wurden und an diese erinnern sollen. Aufgabe der Paten ist es, die Steine regelmäßig zu putzen und möglichst auch Blumen dazu zulegen. 
Wenn Sie Pate werden möchten: E-Mail  - stolperstein[et]willy-aron-gesellschaft.de    Telefonisch bei Andreas Ullmann, bevorzugt Abends: 0951 - 388 62 48."  

    
Einzelne aktuelle Berichte aus dem jüdischen Gemeindeleben 

März 2011: Die jüdische Gemeinde in Bamberg erhält eine Rabbinerin   
Artikel von Marion Krüger-Hundrup in der "Welt am Sonntag" vom März 2011 (Artikel): "Premiere in Bamberg. 
Erstmals seit dem Holocaust wird eine deutsche Jüdin Rabbinerin.  

In der 1000-jährigen Geschichte der Bamberger jüdischen Gemeinde war sie die erste Frau, die in der Synagoge vorbeten durfte. Und bald ist Antje Yael Deusel, 50, die erste deutschstämmige Jüdin, die nach dem Holocaust in Deutschland zur Rabbinerin ordiniert wird. Das wird zwar erst im Herbst sein, doch für die Angehörigen der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg "bin ich schon jetzt die Rabbinerin", sagt die gebürtige Nürnbergerin, die im Zivilleben Fachärztin für Urologie ist. Als 2. Vorsitzende der Kultusgemeinde und Kulturreferentin gestaltet sie das jüdische Leben in der Stadt seit Längerem aktiv mit.
Dass überhaupt wieder nach Krieg und Schoah Rabbiner in Deutschland ordiniert werden, zeigt, dass Jüdisches mitten in Deutschland heute wieder Normalität ist. Die Rabbiner werden am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam ausgebildet, seit 1999 das erste deutsche Rabbinerseminar nach dem Holocaust.
Auch Antje Yael Deusel bereitet sich dort für das jüdisch-geistliche Amt vor. Fünf Jahre dauert die umfassende Ausbildung: Hebräisch und Aramäisch, Halacha, Talmud und Midrasch, Jüdische Geschichte und Jüdische Philosophie, Bibel und Liturgie, Didaktik und Homiletik, Gemeindepraxis, Verwaltungskunde und mehr stehen auf dem Stundenplan. Den wissenschaftlichen Unterbau holte sich die Rabbinerkandidatin Deusel beim Studiengang "Jüdische Studien" an der Universität Potsdam. Ihre Masterarbeit über "Rituelle Beschneidung unter religionsrechtlichen und medizinischen Aspekten" hat sie bereits abgeliefert.
Die vergangenen lernintensiven Jahre bedeuteten für Antje Yael Deusel einen Kraftakt, wie sie bekennt. Dieser habe viel Disziplin, keine Freizeit und keinen Urlaub beinhaltet, zumal ihr ärztlicher Dienst am Bamberger Klinikum weiter aufrechterhalten blieb. "Doch ich war immer überzeugt davon, dass ich die Rabbinerausbildung machen muss", sagt sie. Und zwar nicht etwa, um den Titel Rabbinerin tragen zu können, "sondern um die Edelsteine und Goldmünzen aus der Schatzkammer Judentum zu erwerben". Die Mühe habe sich gelohnt, jetzt gelte es, in der Bamberger jüdischen Gemeinde unter der Asche die Glut aufzudecken. Damit beschreibt Deusel ihr Verständnis jüdischer Tradition.
Als Rabbinerin wird sie Seelsorgerin sein, aber auch Rechtsgelehrte und Wissenschaftlerin. Antje Yael Deusel freut sich, dass es in der kleinen Bamberger Gemeinde mit 900 Mitgliedern nun einen Rabbiner und einen Kantor - nämlich weiterhin Arieh Rudolph - geben wird. Und sie hofft darauf, dass neben den Gottesdiensten und Beerdigungen künftig auch Hochzeiten sowie die Bar und Bat Mizwa für Buben und Mädchen auf ihrem Dienstplan stehen.
"Kann eine Frau das rabbinische Amt bekleiden?", so lautete die Abschlussarbeit von Regina Jonas an der Berliner "Hochschule für die Wissenschaft des Judentums" im Jahr 1930. Sie beantwortete die Frage des Titels mit der Schlussfolgerung, dass dem "außer Vorurteil und Ungewohntsein fast nichts" entgegenstehe. Regina Jonas wurde 1935 als erste Rabbinerin Deutschlands ordiniert. Sie war auch weltweit die Erste in einer Position, die bis dahin ausschließlich jüdischen Männern vorbehalten blieb. Jonas wurde 1944 in Auschwitz ermordet. Erst 2010 wurde mit der Ukrainerin Alina Treiger in Deutschland wieder eine Rabbinerin ordiniert. Es gibt drei weitere Rabbinerinnen, die jedoch außerhalb Deutschlands ausgebildet wurden.
Antje Yael Deusel will sich ein Wort ihrer Vorgängerin Jonas zu Eigen machen, das auf einer Gedenktafel am Berliner Wohnhaus dieser ersten Rabbinerin steht: "Fähigkeiten und Berufung hat Gott in unsere Brust gesenkt und nicht nach dem Geschlecht gefragt. So hat ein jeder die Pflicht, ob Mann oder Frau, zu wirken und zu schaffen. Wenn man die Dinge so betrachtet, nimmt man Weib und Mann als das, was sie sind: als Menschen.""    
  
November 2011: Einführung von Antje Yael Deusel in ihr Amt als Rabbinerin in Bamberg     
Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" vom November 2011: "Jubeltag für Juden. Erste Rabbinerin Bayerns tritt in Bamberg ihr Amt an. 
Bamberg
- Die 51-jährige Ärztin Antje Yael Deusel ist zur ersten Rabbinerin Bayerns ordiniert worden. Sie ist zugleich die erste deutschstämmige Jüdin, die nach dem Holocaust in Deutschland zur Rabbinerin ausgebildet wurde..."  
Link zum Artikel - auch eingestellt als pdf-Datei      

  
   
   

Literatur zur Synagogengeschichte 

Synagogengedenkbuch BY 01.jpg (49758 Byte)"Mehr als Steine...." Synagogen-Gedenkband Bayern. Band I: Oberfranken - Oberpfalz - Niederbayern - Oberbayern - Schwaben. Erarbeitet von Barbara Eberhardt und Angela Hager. Hg. von Wolfgang Kraus, Berndt Hamm und Meier Schwarz. Reihe: Gedenkbuch der Synagogen in Deutschen. Begründet und herausgegeben von Meier Schwarz. Synagogue Memorial Jerusalem. Bd. 3: Bayern. Kunstverlag Josef Fink Lindenberg im Allgäu
ISBN 978-3-98870-411-3.
Abschnitt zu Bamberg S. 72-91.  
Franken Obpf Lit 010.jpg (75915 Byte)Hans-Peter Süss: Jüdische Archäologie im nördlichen Bayern. Franken und Oberfranken. Verlag Dr. Faustus Büchenbach 2010 (Reihe: Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands Band 25). Zu Bamberg S. 49-53.             

Link zum Gedenkbuch:   
Gedenkbuch der jüdischen Bürger Bambergs - Opfer des nationalsozialistischen Terrors 1933-1945. Hrsg. vom Verein zur Förderung der jüdischen Geschichte und Kultur Bambergs e.V.   Antje Yael Deusel, Ortwin Beisbart und Franz Fichtl.   483 S.   pdf-Datei      

      

                   
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Stand: 24. November 2011